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Marco Engelhardt blickt auf seine erste Bundesligasaison
Wenn's klingelt - und Klinsmann ruft an
Von Jens Mickler
In der Saison 2004/05 kickte Marco Engelhardt noch für den Zweitligisten Karlsruher SC. Dann wechselte der 25-Jährige im Sommer zum 1. FC Kaiserslautern. Die rasante Entwicklung des Emporkömmlings nahm immer mehr Fahrt auf. Das Ergebnis: Nach 14 Bundesligaspielen feierte der gebürtige Erfurter sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft.
"Davon habe ich noch nicht einmal zu träumen gewagt. Es war wie im Märchen", sagt Marco Engelhardt. Für sport.ARD.de blickt der Shootingstar auf seine erste Saison im Fußball-Oberhaus zurück.
Mein erstes Bundesligaspiel: "Das war am vierten Spieltag bei Hansa Rostock. Ich wurde ganz schön auf die Folter gespannt. Die ersten drei Saisonspiele musste ich zuschauen, weil mir Dr. Merk, der ja bekanntlich aus Kaiserslautern kommt, in meinem letzten Spiel für Karlsruhe die rote Karte zeigte. Aber wir haben in Rostock 3:2 gewonnen, es war der erste Saisonsieg. Ich war dabei, und so war der Ärger über Merk schnell vergessen."
Mein erstes Tor: "Am fünften Spieltag habe ich zum 2:0 gegen den HSV getroffen. Ein unbeschreibliches Gefühl, weil es es für mich das erste Heimspiel auf dem Betzenberg war. Es war ein Kopfball-Tor nach einer Ecke. Am Ende haben wir 2:1 gewonnen."
Mein erster Fernsehauftritt: "Der fiel noch in meine Spielpause am Saisonanfang. Am zweiten Spieltag war ich Interview-Gast bei Treffpunkt Betze, eine Regionalsendung in Rheinland-Pfalz. Nervös war ich nicht, so etwas mache ich ganz gerne und sehe es eher locker."
Mein erster Bundesliga-Vertrag: "Den habe ich im Sommer 2004 in Kaiserslautern unterschrieben. Eigentlich wollte ich zu 1860 München wechseln, aber die sind ja abgestiegen. Sechs, sieben andere Bundesliga-Vereine hatten sich um mich bemüht, aber nach den Gesprächen mit Trainer, Manager und Präsident hat mich Kaiserslautern am meisten überzeugt. Ich habe es noch keinen Tag bereut, hierher gekommen zu sein."
Mein erster Eindruck von Kaiserslautern: "Klein und überschaubar. Ich fühle mich wohl hier und habe schnell gemerkt: Die Stadt ist total fußballverrückt. Hier ist immer Trubel um den Verein, mal positiv, mal negativ. Wenn wir verloren haben haben, muss man sich im Vorbeigehen schon mal einen dummen Spruch anhören. Das finde ich überflüssig und würde dann lieber mit den Leuten reden. Wenn wir dagegen gewonnen haben, wird man auch auf der Straße in den Arm genommen."
Mein erstes Bundesliga-Gehalt: "Davon habe ich mir neue Möbel für meine Wohnung in Kaiserslautern gekauft. Noch wohne ich alleine hier. Aber mit dem Auto bin ich innerhalb von einer Stunde bei meiner Freundin, die in Karlsruhe lebt."
Mein erstes Länderspiel: "War am 16. Dezember 2004 auf der Asienreise. Ich fuhr mit, weil sich Frank Baumann zuvor verletzt hatte. Im ersten Spiel gegen Japan bin ich beim 3:0-Sieg als achter Debütant von Jürgen Klinsmann eingewechselt worden. Mein erstes Spiel von Beginn an war fünf Tage später gegen Thailand, das wir 5:1 gewonnen haben. Die Asienreise war ein einmaliges Erlebnis. Das ganze Drumherum um die Nationalelf hat mich beeindruckt. Der Kontakt zu Kollegen wie Oliver Kahn und Michael Ballack war sehr offen und umgänglich."
Mein erster Kontakt zu Jürgen Klinsmann: "Das war, als er mich vor der Asienreise anrief. Er fragte mich, ob ich fit sei und bereit sei mitzufahren. Im ersten Moment wusste ich gar nicht, was ich sagen sollte. Dann habe ich mich total gefreut."
Mein Fazit: "Meine erste Saison in der Bundesliga verlief sensationell. Ich kam aus der zweiten Liga und wollte eigentlich nur erst einmal in der Bundesliga Fuß fassen. Dass ich dann gleich Nationalspieler wurde, war wie im Traum. Jetzt ist es mein Ziel, mir einen Stammplatz im Nationalteam zu erarbeiten. Und 2006 will ich mit meinem Freund Clemens Fritz von Bayer Leverkusen gemeinsam für Deutschland auf dem Platz stehen."
Quelle: http://sport.ard.de/sp/fussball/news200505/23/engelhardt_saisonrueckblick.jhtmlhttp://sport.ard.de/sp/fussball/news200505/23/engelhardt_saisonrueckblick.jhtml
Wenn's klingelt - und Klinsmann ruft an
Von Jens Mickler
In der Saison 2004/05 kickte Marco Engelhardt noch für den Zweitligisten Karlsruher SC. Dann wechselte der 25-Jährige im Sommer zum 1. FC Kaiserslautern. Die rasante Entwicklung des Emporkömmlings nahm immer mehr Fahrt auf. Das Ergebnis: Nach 14 Bundesligaspielen feierte der gebürtige Erfurter sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft.
"Davon habe ich noch nicht einmal zu träumen gewagt. Es war wie im Märchen", sagt Marco Engelhardt. Für sport.ARD.de blickt der Shootingstar auf seine erste Saison im Fußball-Oberhaus zurück.
Mein erstes Bundesligaspiel: "Das war am vierten Spieltag bei Hansa Rostock. Ich wurde ganz schön auf die Folter gespannt. Die ersten drei Saisonspiele musste ich zuschauen, weil mir Dr. Merk, der ja bekanntlich aus Kaiserslautern kommt, in meinem letzten Spiel für Karlsruhe die rote Karte zeigte. Aber wir haben in Rostock 3:2 gewonnen, es war der erste Saisonsieg. Ich war dabei, und so war der Ärger über Merk schnell vergessen."
Mein erstes Tor: "Am fünften Spieltag habe ich zum 2:0 gegen den HSV getroffen. Ein unbeschreibliches Gefühl, weil es es für mich das erste Heimspiel auf dem Betzenberg war. Es war ein Kopfball-Tor nach einer Ecke. Am Ende haben wir 2:1 gewonnen."
Mein erster Fernsehauftritt: "Der fiel noch in meine Spielpause am Saisonanfang. Am zweiten Spieltag war ich Interview-Gast bei Treffpunkt Betze, eine Regionalsendung in Rheinland-Pfalz. Nervös war ich nicht, so etwas mache ich ganz gerne und sehe es eher locker."
Mein erster Bundesliga-Vertrag: "Den habe ich im Sommer 2004 in Kaiserslautern unterschrieben. Eigentlich wollte ich zu 1860 München wechseln, aber die sind ja abgestiegen. Sechs, sieben andere Bundesliga-Vereine hatten sich um mich bemüht, aber nach den Gesprächen mit Trainer, Manager und Präsident hat mich Kaiserslautern am meisten überzeugt. Ich habe es noch keinen Tag bereut, hierher gekommen zu sein."
Mein erster Eindruck von Kaiserslautern: "Klein und überschaubar. Ich fühle mich wohl hier und habe schnell gemerkt: Die Stadt ist total fußballverrückt. Hier ist immer Trubel um den Verein, mal positiv, mal negativ. Wenn wir verloren haben haben, muss man sich im Vorbeigehen schon mal einen dummen Spruch anhören. Das finde ich überflüssig und würde dann lieber mit den Leuten reden. Wenn wir dagegen gewonnen haben, wird man auch auf der Straße in den Arm genommen."
Mein erstes Bundesliga-Gehalt: "Davon habe ich mir neue Möbel für meine Wohnung in Kaiserslautern gekauft. Noch wohne ich alleine hier. Aber mit dem Auto bin ich innerhalb von einer Stunde bei meiner Freundin, die in Karlsruhe lebt."
Mein erstes Länderspiel: "War am 16. Dezember 2004 auf der Asienreise. Ich fuhr mit, weil sich Frank Baumann zuvor verletzt hatte. Im ersten Spiel gegen Japan bin ich beim 3:0-Sieg als achter Debütant von Jürgen Klinsmann eingewechselt worden. Mein erstes Spiel von Beginn an war fünf Tage später gegen Thailand, das wir 5:1 gewonnen haben. Die Asienreise war ein einmaliges Erlebnis. Das ganze Drumherum um die Nationalelf hat mich beeindruckt. Der Kontakt zu Kollegen wie Oliver Kahn und Michael Ballack war sehr offen und umgänglich."
Mein erster Kontakt zu Jürgen Klinsmann: "Das war, als er mich vor der Asienreise anrief. Er fragte mich, ob ich fit sei und bereit sei mitzufahren. Im ersten Moment wusste ich gar nicht, was ich sagen sollte. Dann habe ich mich total gefreut."
Mein Fazit: "Meine erste Saison in der Bundesliga verlief sensationell. Ich kam aus der zweiten Liga und wollte eigentlich nur erst einmal in der Bundesliga Fuß fassen. Dass ich dann gleich Nationalspieler wurde, war wie im Traum. Jetzt ist es mein Ziel, mir einen Stammplatz im Nationalteam zu erarbeiten. Und 2006 will ich mit meinem Freund Clemens Fritz von Bayer Leverkusen gemeinsam für Deutschland auf dem Platz stehen."
Quelle: http://sport.ard.de/sp/fussball/news200505/23/engelhardt_saisonrueckblick.jhtmlhttp://sport.ard.de/sp/fussball/news200505/23/engelhardt_saisonrueckblick.jhtml