Für einen, der eigentlich »viel zu introvertiert für das Fußballgeschäft war«, legte Olaf Marschall geradezu eine Bilderbuchkarriere hin. Seine Laufbahn begann bei Lokomotive Leipzig, mit denen er als 21-Jähriger im Finale des Europapokals der Pokalsieger stand. 1990 dann der Wechsel zum FC Admira/Wacker nach Österreich. Dort feierten sie den Angreifer als »Hrubesch des Ostens«. Eine Beleidigung, wie Marschall fand. Auch sein damaliger Trainer Siggi Held sah in seinem Schützling, den er später mit zu Dynamo Dresden nehmen sollte, mehr als nur das köpfende Strafraumungeheuer: »Olaf ist ein spielender Stürmer, ein moderner Angreifer, der sich überall durchzusetzen versteht.« Held sollte Recht behalten. 1994 wechselte Marschall für 2,8 Millionen Mark zum 1.FC Kaiserslautern – bis dato der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Bei den Pfälzern traf er zunächst fast nach Belieben und war maßgeblich an der Meisterschaft 1998 beteiligt, ehe er verletzungsbedingt immer weniger zum Einsatz kam. 2002 beendete der 13-fache deutsche Nationalspieler seine aktive Karriere, um zwischen 2004 und 2006 als Teammanager des 1. FC Kaiserslautern in die Pfalz zurückzukehren. Inzwischen trainiert er den Oberligisten SC 07 Idar-Oberstein. Heute wird er 48 Jahre alt.