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Olympia 2008, wie geht ihr mit der Situation um!

Wie ist eure Meinung zu den olympischen Spielen und der Situation in China/Tibet?

  • War von Anfang an gegen die Spiele in Bejing!

    Stimmen: 13 25,5%
  • Ich boykottiere die Spiele am Fernsehen!

    Stimmen: 12 23,5%
  • Ich schaue mir die Spiele trotzdem an!

    Stimmen: 17 33,3%
  • Ich boykottiere chinesische Waren!

    Stimmen: 11 21,6%
  • Bei mir ändert sich nichts, hauptsache billig eingekauft!

    Stimmen: 1 2,0%
  • Die Tibeter sind selbst schuld, haben das Ganze ja provoziert!

    Stimmen: 0 0,0%
  • Kratzt mich alles nicht!

    Stimmen: 3 5,9%

  • Umfrageteilnehmer
    51
Wenn du jetzt in China leben würdest -dann wäre das dein letztes Posting für



lange lange lange



Zeit gewesen.
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______________________________________________________________________________



Das IOC hat im Sinne des Naturschutzes schon heute versagt, weil Peking zwar ein "OlympicGreen" hat aber ansonsten nichts für den Umweltschutz getan hat.



Diese Aussage ist auch falsch - die tun nicht für den Umweltschutz !!!! Das ich nicht lache - die machen sogar Fabriken zu wegen SMOG ( während den olypmischen spielen )
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@sattom

ich lebe ja aber nicht in China
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und zu zweitem: ja sie machen sie zu, sie dopen sogar ihre sportler nicht (während der spiele)
 
du bist immer so negativ - du machst alles kaputt
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:D



( ist doch alles schön dort - die menschen lächeln - alles schön bunt - keiner ( Tourist ) braucht Angst um sein Leben zu haben ( nicht wie bei der WM in Südafrika )



lasset die Spiele beginnen - der bessere ( Arzt ) soll gewinnen.



auch wenn manche Frau wie ein Mann aussieht - nicht irritieren lassen - das sind die Gene
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Ich werde mir keine einzige Entscheidung im TV ansehen. Das sind Spiele wie 1936 in Berlin. China benutzt Olympia, um sein Image aufzupolieren. Schon die Entscheidung, die Spiele dorthin zu vergeben, war ein grober Fehler.

Man wird nie verhindern können, dass Die Staaten der Erde wirtschaftliche Beziehungen zu diesem Land unterhalten und man wird auch nicht verhindern können, dass Weltunternehmen mit den Dollarzeichen in den Augen dort investieren. Ebensowenig wird jemals irgendjemand von außen etwas an der Regierungsform oder den politischen und rechtlichen Verhältnissen in China ändern.



Aber: Dann sollte man konsequenterweise auch nicht so heuchlerisch bzw. naiv sein, zu glauben, dass durch die Vergabe der Olympischen Spiele an solch ein Land auch nur ein einziger positiver Effekt erzielt wird.

Die Chinesische Regierung kümmert sich einen Dreck um den Olympischen Geist Coubertins und sie schert sich nicht für 5 Pfennig um die olympische Idee, was man am systematischen Doping im sportlichen Bereich und anhand der Zwangsmaßnahmen gegenüber der eigenen Bevölkerung und ausländischen Journalisten sehen kann.



Letzten Endes sieht die Chinesische Führung nur eine günstige Gelegenheit, vor der Weltöffentlichkeit für 4 Wochen die netten und weltoffenen Nachbarn zu spielen - aber nicht einmal das kriegen sie richtig hin. Da hat sich Hitler 1936 mit seinen Lügenmärchen ja noch geschickter angestellt!



Ich pfeife auf diese Spiele und ich gebe einen Dreck auf die sportlichen Entscheidungen. Jeder halbwegs vernünftig denkende Sportler mit Arsch in der Hose hätte von diesen Spielen zu Hause bleiben sollen.

Von Anfang an war klar, dass die ganze Angelegenheit eine Riesen Verarsche wird. Und jetzt wundern sich die Journalisten, dass sie nicht frei ins Internet dürfen? - Eine Runde Mitleid und Guten Morgen! Wie dumm und naiv kann man eigentlich sein?



China wird immer ein autoritär regiertes Land bleiben - damit wird man sich schlicht und einfach abfinden müssen. Naive Aktionen oder Kampagnen für Menschenrechte sind verschwendete Energie, weil sie nichts bringen und nie etwas bringen werden. Dann sollte man wenigstens so konsequent sein und diesen Sachverhalt endlich als Tatsache hinzunehmen, anstatt immer halbherzig irgendwelchen Mist von Menschenrechten zu erzählen. Wenn mans ernst meinen würde, dürften dort keine Olympischen Spiele stattfinden und z.B. kein einziges VW-Werk existieren.



Aber da man es sich ja auch noch gerne sehr gut bezahlen lässt (in wirtschaftlicher Hinsicht), sich von der chinesischen Führung verarschen zu lassen, passt es ja ins Bild, dass man mit Olympischen Spielen in Peking auch kein Problem hat.

Und dann braucht man auch nicht in den Nachrichten was über Menschenrechtsverletzungen zu erzählen - es steht jedem frei, dorthin zu fahren, auch den Journalisten.



Die Olympischen Spiele in Peking stattfinden zu lassen, war von den Herren des IOC eine ganz große Sauerei, das können sie sich mal gesagt sein lassen. Und es wird die Olympischen Spiele langfristig gesehen entwerten. Wenn Pjöngjang sich für 2022 bewirbt und verspricht, dass dafür Ausländer ins Land dürfen und die Bevölkerung für die Dauer der Spiele eine warme Mahlzeit pro Tag erhält, wird man beim IOC damit sicher auch offene Türen einrennen.
 
Ich stimme Onkel Helmut in allen Punkten zu.



Hinzufügen möchte ich noch, dass die Spiele in Berlin bereis 1931 vergeben wurden. Zu diesem Zeitpunkt war Deutschland eine (wenn auch wackelige) Demokratie und die Nationalsozialisten noch nicht an der Macht. Die Spiele fielen den Nazis quasi in den Schoß und sie wussten sie für ihre Zwecke in Szene zu setzen.



Die Spiele an Peking dagegen wurden bewusst an eine bestehende totalitäre Diktatur vergeben.
 
@Lutra

eigentlich waren die Spiele von 1936 sogar die Spiele von 1916, damals sollte Berlin schon Austragungsort sein, der zweite Weltkrieg kam aber dazwischen.

War sozusagen nur die verspätete Nachholung der Spiele von Berlin.

Dass die Spiele von Hitler missbraucht wurden ist zwar richtig, man muss aber auch hier mal erwähnen wozu der Sport fähig ist: Ich sage nur Jesse Owens



@onkel

Mit Ausnahme der Sache mit den Sportlern stimme ich dir zu
 
@helle: ich stimme dir schon grundsätzlich zu, bis auf diesen abschnitt hier:




Jeder halbwegs vernünftig denkende Sportler mit Arsch in der Hose hätte von diesen Spielen zu Hause bleiben sollen.


ich denke, es ist falsch, irgendwelche sportler dabei anzugreifen. als nichtsportler können wir glaub ich nicht im entferntesten verstehen, was olympia für diese leute bedeutet. nicht wenige haben ihre position zu china deutlich gemacht. trotzdem hat diese ereignis, frei von den politischen umständen, für sie eine sehr große bedeutung. und da kann ich auch jeden sportler verstehen, wenn er trotzdem da hin möchte. nicht nach china, sondern zu den olympischen spielen. man kann als sportler trotzdem sagen, was man von dem ganzen anderen kram hält, auch wenn man dort ist. vlt sogar besser als anderswo.
 
@helle: ich stimme dir schon grundsätzlich zu, bis auf diesen abschnitt hier:






ich denke, es ist falsch, irgendwelche sportler dabei anzugreifen. als nichtsportler können wir glaub ich nicht im entferntesten verstehen, was olympia für diese leute bedeutet. nicht wenige haben ihre position zu china deutlich gemacht. trotzdem hat diese ereignis, frei von den politischen umständen, für sie eine sehr große bedeutung. und da kann ich auch jeden sportler verstehen, wenn er trotzdem da hin möchte. nicht nach china, sondern zu den olympischen spielen. man kann als sportler trotzdem sagen, was man von dem ganzen anderen kram hält, auch wenn man dort ist. vlt sogar besser als anderswo.


Das ist für mich eine Prinzipienfrage. Und in meinen Augen hinkt das Argument mit "zu Olympia wollen" etwas. Denn jetzt schon weiß jeder, das, was in Peking in einer Woche beginnt, nicht wirklich Olympische Spiele sind. Alles auf was es ankommt fehlt. Der Olympische Geist, die Idee von Frieden und Rücksichtnahme, von Gewaltfreiheit für die Zeit der Spiele wurden im Vorfeld und werden auch während den Spielen durch die Chinesische Staatsführung permanent mit Füßen getreten.

Das sind eigentlich keine Olympischen Spiele, sondern einfach nur sehr teure internationale Sportwettebewerbe, ausgerichtet von einer Parteidiktatur unter eigentlich intolerablen Umständen.

Wenn man Haltung beweisen will und Rückgrat besitzt - als Journalist, Politiker oder auch als Sportler, dann nimmt man an diesem Lügenmärchen nicht teil.

Jeder, der an diesen Spielen teilnimmt, trägt zu ihrem Erfolg und damit indirekt zum Imagegewinn der Chinesichen Führung bei, die die gesamte Angelegenheit zweifelsohne gnadenlos zu Propagandazwecken ausschlachten wird.



Und niemand braucht so naiv zu sein, zu glauben, dass Sportler gleich welcher Nationalität NICHT mit Repressalien zu rechnen hätten, sofern sie sich während der Spiele politisch äußern. Den Chinesischen Behörden wird schon was einfallen, den einen oder anderen Sportler aufgrund "staatschädigender Äußerungen" oder ähnlichen Dingen zu verhaften, abzuschieben, einzuschüchtern oder sonst etwas zu tun.

Vielleicht werden sie das nicht gerade bei Deutschen, US-Amerikanern, Franzosen oder Briten machen. Aber was ist mit Sportlern kleinerer Nationen, auf die China nicht als Wirtschaftspartner angewiesen ist?



Diese Spiele sind schon ein Politikum, bevor sie überhaupt anfangen, und die vom IOC geforderte Trennung von Sport und Politik ist in diesem Zusammenhang nicht nur bodenlos naiv, sondern Selbstbeschiss und eine Frechheit. Man wusste seit 4 Jahren, was daraus werden würde. Aber man dachte man könnte die Chinesen an der Leine führen. Die sind 1,3 Mrd Menschen und pfeifen den Dicken Funktionären vom IOC was!



Und aus all diesen Gründen sollte man auch als Sportler wissen, welche Verantwortung man hat und mit seinem Hintern zu Hause bleiben. Olympia hin oder her. Sport und Politik sind bei diesen Spielen nicht auseinanderzuhalten, sondern gehören zusammen, sind nicht trennbar. Und wer da rein sportlich argumentiert, greift in meinen Augen zu kurz.
 
@Lutra
eigentlich waren die Spiele von 1936 sogar die Spiele von 1916, damals sollte Berlin schon Austragungsort sein, der zweite Weltkrieg kam aber dazwischen.

War sozusagen nur die verspätete Nachholung der Spiele von Berlin.

Dass die Spiele von Hitler missbraucht wurden ist zwar richtig, man muss aber auch hier mal erwähnen wozu der Sport fähig ist: Ich sage nur Jesse Owens



@onkel

Mit Ausnahme der Sache mit den Sportlern stimme ich dir zu


Bin mal jetzt Klugscheißer und sage: "Der 1. Weltkrieg kam dazwischen!"
 
Und aus all diesen Gründen sollte man auch als Sportler wissen, welche Verantwortung man hat und mit seinem Hintern zu Hause bleiben. Olympia hin oder her. Sport und Politik sind bei diesen Spielen nicht auseinanderzuhalten, sondern gehören zusammen, sind nicht trennbar. Und wer da rein sportlich argumentiert, greift in meinen Augen zu kurz.


Man muss aber auch mal sehen was Olympia für die einzelnen Sportler bedeutet, mental, sportlich aber auch und vor allem finanziell.

Für einige von ihnen - auch für Deutsche - ist es die Möglichkeit gutes Geld zu verdienen und damit eventuell vom Existenzminimum wegzukommen.

Wie würdest du dich fühlen, wenn du dein ganzes Leben auf ein Ziel hinarbeitest, auf einen Traum, den Traum von Olympia und dieser Traum, dieses Lebensziel wird dir dann zerstört, weil man es nicht für richtig hält diese Spiele zu besuchen?

Die Boykotts von Moskau und Los Angeles haben gezeigt wie wenig der Sport in der großen Politik zählt, wenn es um solche Fragen geht.

Andererseits haben Olympische Spiele an denen man teilgenommen hat schon mehr bewegt als jeder Boykott, sei es der gemeinsame Einmarsch der Koreaner, oder viele andere kleine Gesten die zur Völkerverständigung beigetragen haben.

Ich kenne zwei sehr junge Sportlerinnen beide gerade knapp 20 Jahre alt, sollte ich ihnen jetzt einen Vorwurf machen, weil sich für sie ein Lebenstraum erfüllt?
 
China wird immer ein autoritär regiertes Land bleiben - damit wird man sich schlicht und einfach abfinden müssen. Naive Aktionen oder Kampagnen für Menschenrechte sind verschwendete Energie, weil sie nichts bringen und nie etwas bringen werden.


Unterschätze da mal nicht die Bürger Chinas. China muss nicht zwangsläufig autoritär bleiben und wird auf Dauer sicher nicht die totalitären Züge (wobei ich China ungern als totalitäres System bezeichnen würde, es hat aber totalitäre Züge) aufrecht erhalten können.






Und dann braucht man auch nicht in den Nachrichten was über Menschenrechtsverletzungen zu erzählen - es steht jedem frei, dorthin zu fahren, auch den Journalisten.


Die Olympischen Spiele in Peking stattfinden zu lassen, war von den Herren des IOC eine ganz große Sauerei...


Doch. Braucht man! Die Journalisten brauchen sich darüber aber nicht zu wundern...aber ich glaube, dass wolltest du sagen, oder?






Wenn man Haltung beweisen will und Rückgrat besitzt - als Journalist, Politiker oder auch als Sportler, dann nimmt man an diesem Lügenmärchen nicht teil.


Oder man macht das Ganze mal zum Thema und duckt sich nicht weg, weil man in China auch eine Zeitung rausbringt, einen Internetdienst hat etc. Ich sehe Olympia hier schon als Chance, dass auch die Mainstream-Medien (oder besser: die Mainstream-Medien, die sich zur Qualitätspresse zählen) mal fundierter berichten.




Den Chinesischen Behörden wird schon was einfallen, den einen oder anderen Sportler aufgrund "staatschädigender Äußerungen" oder ähnlichen Dingen zu verhaften, abzuschieben, einzuschüchtern oder sonst etwas zu tun.
Vielleicht werden sie das nicht gerade bei Deutschen, US-Amerikanern, Franzosen oder Briten machen. Aber was ist mit Sportlern kleinerer Nationen, auf die China nicht als Wirtschaftspartner angewiesen ist?


Abwarten...auch hier habe ich noch Hoffnung auf die Journalisten. Gerade die Doku "Im Reich der Mittel" macht mir da Hoffnung.




Aber man dachte man könnte die Chinesen an der Leine führen. Die sind 1,3 Mrd Menschen und pfeifen den Dicken Funktionären vom IOC was!


Könntest du das mit den 1,3 Mill nochmal näher erläutern? Du kannst doch kaum meinen, dass alle Chinesen glücklich und unkritisch sind? Ich glaube sogar, dass es Millionen Chinesen gibt, die ganz andere Sorgen haben, als die olympischen Spiele und deren Folgen...die von den Spielen kaum Notiz nehmen werden, da sie alltäglich versuchen müssen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.



Alles im Allem steh ich den Spielen in China jedoch auch sehr kritisch gegenüber, jedoch sollten wir schon abwarten, wie schlimm es denn wirklich wird...und dann eben auch reagieren, wenn "wir" (IOC, westliche Politiker, Sportler vllt) schon falsch agiert haben.
 
Man muss wie erwähnt sehen, das gewisse Sportler nicht immer im Mittelpunkt stehen können wie zum Beispiel die Fußballer und dort die Chance haben ein großes Turnier zu erleben. Man siehts am Beispiel von Dirk Nowitzki sehr gut, der einfach das Flair eines solchen Turniers erleben möchte, mit anderen Athleten sprechen möchte usw. Die Vergabe nach china finde ich auch nicht glücklich,ich werds mir aber anschauen wenn ich Zeit habe, dem Sport wegen.
 
Man muss aber auch mal sehen was Olympia für die einzelnen Sportler bedeutet, mental, sportlich aber auch und vor allem finanziell.
Für einige von ihnen - auch für Deutsche - ist es die Möglichkeit gutes Geld zu verdienen und damit eventuell vom Existenzminimum wegzukommen.

Wie würdest du dich fühlen, wenn du dein ganzes Leben auf ein Ziel hinarbeitest, auf einen Traum, den Traum von Olympia und dieser Traum, dieses Lebensziel wird dir dann zerstört, weil man es nicht für richtig hält diese Spiele zu besuchen?

Die Boykotts von Moskau und Los Angeles haben gezeigt wie wenig der Sport in der großen Politik zählt, wenn es um solche Fragen geht.

Andererseits haben Olympische Spiele an denen man teilgenommen hat schon mehr bewegt als jeder Boykott, sei es der gemeinsame Einmarsch der Koreaner, oder viele andere kleine Gesten die zur Völkerverständigung beigetragen haben.

Ich kenne zwei sehr junge Sportlerinnen beide gerade knapp 20 Jahre alt, sollte ich ihnen jetzt einen Vorwurf machen, weil sich für sie ein Lebenstraum erfüllt?
Es geht doch darum, ob du als Sportler am nächsten Morgen noch in den Spiegel schauen kannst, ohne Würgereflexe zu bekommen.

Natürlich kann man alle deine Punkte anführen, aber damit zeigt man nur eins: Egoismus > Prinzipien und Moral

Scheiss auf Menschenrechtsverletzungen in riesigen Ausmaßen, scheiss auf Diskriminierungen, scheiss auf die elementaren Werte von Olympia, scheiss auf die Werte, die wir im Westen so gerne hochhalten.

Hauptsache ICH erfülle mir einen Traum.

Wer damit kein Problem hat: schön. Viel Spaß bei Olympia als Staffage im größten Potemkinschen Dorf aller Zeiten.
 
Es geht doch darum, ob du als Sportler am nächsten Morgen noch in den Spiegel schauen kannst, ohne Würgereflexe zu bekommen.
Natürlich kann man alle deine Punkte anführen, aber damit zeigt man nur eins: Egoismus > Prinzipien und Moral

Scheiss auf Menschenrechtsverletzungen in riesigen Ausmaßen, scheiss auf Diskriminierungen, scheiss auf die elementaren Werte von Olympia, scheiss auf die Werte, die wir im Westen so gerne hochhalten.

Hauptsache ICH erfülle mir einen Traum.

Wer damit kein Problem hat: schön. Viel Spaß bei Olympia als Staffage im größten Potemkinschen Dorf aller Zeiten.


Sorry aber da sehe ich ganz andere Leute in der Pflicht! Natürlich zuerst unsere Politiker, zudem die Manager von Firmen, welche in China produzieren und dann die große Meute von Leuten, die lieber Produkte aus China kauft, anstatt aus anderen Ländern. Was glaubst du was passieren würde, wenn keiner von unseren Sportlern antreten würde? Genau gar nichts! Es würde in den Zeitungen und überall weltweit erwähnt werden, das Resultat wären mal wieder Blockaden der Chinesen, was am Ende wohl Arbeitsplätze gefährden würde in Deutschland (darauf kommt es mir absolut nicht an!), aber die Situation in Tibet wäre genau wie vorher. Da bringt es in meinen Augen viel mehr hinter den Kulissen druck zu machen. Die Chinesen ticken anders wie wir, wenn du ihnen mit direkter Kritik kommst, erreichst du gar nichts, abgesehen davon, dass ihr Hass auf dich nur größer wird. Von oben herab reden hat noch nie viel gebracht.
 
Wir sind's nur

China öffnet sich mit den Olympischen Spielen der Weltpresse? Nun ja, es kommen hauptsächlich Sportjournalisten. Eine Relativierung.

Von Christian Zaschke



lesen (auf jetzt.de)...



ein toller artikel, war am wochenende in der sz. hab ihn eben in der s-bahn gelesen und mußte an einigen stellen fast lachen, obwohl das thema ja nun eigentlich gar nicht lustig ist. super geschrieben und trifft meine ansicht so ziemlich genau.
 
OLYMPIA-PROTEST



Athleten prangern Chinas Führung an



Chinas Führung will mit Olympia ihr Image polieren - stattdessen geraten die Schattenseiten in den Fokus. Athleten fordern die Einhaltung der Menschenrechte, Aktivisten beklagen Verhaftungswellen, ausländische Demonstranten wurden ausgewiesen. Ein Regimekritiker lud IOC-Chef Rogge ein: in seine Zelle.





Weiter!

 
hier mal ein link zu jens weinreich, seines zeichens kritischer journalist und zu zeit in peking. lest euch mal das peking-tagebuch durch. weltklasse, aber auch die anderen berichte speziell zu der doping-thematik sind alle sehr intressant.
 
China ist ein Land in dem Menschenrechte keine Medaille gewinnen würden - sie kämen nichtmal in den Endkampf. Das kann einem denkenden Menschen natürlich nicht gefallen.

Es ist meiner Meinung nach auch ein Unding dieses Land mit einer Olympiade zu belohnen aber da legen die IOC Funktionäre andere Maßstäbe an. Sie erheben den Sport gerne über die Politik um sich selbst darzustellen (und wohl auch wegen des Profites - China ist halt eine aufstrebende Wirtschaftsmacht). Zum Beispiel wären die Spiele 2000 sicher auch nach Berlin gegangen das sich damals noch als "geteilte" Stadt mit Wettbewerben in Ost und West beworben hatte. Nachdem die Mauer gefallen war, wurde Berlin uninteressant.



Allerdings wird kein Sportler der 4 Jahre auf diesen -seinen- Sporthöhepunkt hintrainiert hat seinen Start überdenken - verständlicherweise. Zumal die Geschichte auch zeigt, dass das nichts bringt : die rote Armee hat sich 1980 wegen dem Boykott westlicher Sportler auch nicht aus Afghanistan zurückgezogen.



Für mich als Sportfreak sind Olympische Spiele 16 Feiertage. Man sieht geballt Sportarten, die man sonst nur sehr selten zu sehen bekommt. Deswegen werde ich mir die Spiele ansehen - nicht weil sie in Peking stattfinden sondern trotzdem.
 




sind ja wirklich eifrig, diese 'olympia-helfer'. danke fürs reinstellen. ich könnte an der stelle der journalisten nicht so ruhig bleiben.





noch ein zitat aus dem sz-artikel, den ich weiter vorne verlinkt habe (und den ich weiterhin schwerstens empfehlen kann), der die spiele '08 ziemlich gut definiert (der letzte satz bezüglich der sponsoren ist natürlich ironisch, ergibt sich aus dem gesamtzusammenhang des textes):



"Der Philosoph Peter Sloterdijk beschreibt die Spiele in Peking in einem großartigen Interview im Spiegel als den größten Aufmarsch der Gedopten, seit der erste Mensch einen Stein schleuderte. Es sind dies die Spiele, mit denen allmählich das Ende des Sports, wie wir ihn kannten und kennen wollten, eingeleitet wird, weil Doping an der Tagesordnung und doch nur gelegentlich nachzuweisen ist. Es sind dies die Propagandaspiele in einer Parteidiktatur, in der die Menschenrechte nur "noch nicht voll verwirklicht" sind. Es sind dies Spiele für die Sponsoren, für internationale Großkonzerne, von denen wir uns alle bewusst machen sollen, dass sie es sind, die den olympischen Traum erst ermöglichen."
 
wollte ja eigentlich nix von olympia kucken, aber muddi wollte unbedingt eröffnungsfeier kucken. die anwesenden regierungsvertreter der einzelnen länder sind natürlich aufgestanden, als ihre delegationen ins stadion eingelaufen sind.

ich musste aber herzlich schmunzeln, dass georgie bush wohl nicht so ganz weiß, von wem alles er denn der chef ist. denn bei puerto rico und guam (wars glaub ich) ham er und seine holde nicht gecheckt, dasse eigentlich auch dranwären
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