so,hier noch ein bericht aus der wz von heute:
Keine Angst vor den "Roten Teufelchen"
Wormatia geht selbstbewusst ins morgige Pokal-Endspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II
Kehrt morgen im Pokalfinale auf seinen Stammplatz im Mittelfeld zurück: Adam Bouzid (rotes Trikot), der sich hier gleich drei Hauensteiner Spielern gegenüber sieht.
Foto: Michael Deines/masterpress
Vom 30.04.2007
Das Erreichen des Endspiels um den Südwest-Pokal ist zweifellos ein Höhepunkt in der jüngeren Geschichte des 99-jährigen VfR Wormatia. Und sollte der Wormser Fußbal-Oberligist das Finale am morgigen 1. Mai ab 16 Uhr im Ludwigshafener Südweststadion gegen den 1. FC Kaiserslautern II gewinnen, würde das der seit langem erfolgreichsten Wormatia-Saison die Krone aufsetzen.
Von
Frank Beier
Aber nicht nur der Gewinn des Südwest-Pokals, sondern mehr noch die Aussicht darauf, in der ersten DFB-Hauptrunde einen attraktiven Erst- oder Zweitligisten empfangen zu dürfen, motiviert Spieler, Verantwortliche und Anhänger in hohem Maße. Und wenn der Schein nicht trügt, wird morgen das Südweststadion fest in Wormser Hand sein.
"Die Spieler freuen sich wahnsinnig auf dieses Endspiel", sagt Bernhard Trares, und fügt gleich hinzu: "Auch für den Trainer ist das ein riesengroßes Erlebnis." Dass die "kleinen Roten Teufel" von Alois Schwartz, bis zur Winterpause Chefcoach der Wormatia, trainiert werden, verleiht dem Finale fraglos noch zusätzliche Brisanz. Doch Bernhard Trares, der im vergangenen Herbst zusammen mit Schwartz seine Fußballlehrer-Lizenz an der Sporthochschule in Köln erwarb, wiegelt ab. Er sieht keinen Vorteil darin, dass Schwartz seine ehemaligen "Pappenheimer" genau kennt und seine jetzigen Schützlinge entsprechend detailliert einstellen kann. Und auch unter Wormatias Spielern, so Trares, sei es "kein Thema, dass wir gegen den Ex-Trainer spielen".
Die FCK-Zweite konnte ihre Misserfolgsserie in der Regionalliga auch nach der Verpflichtung von Alois Schwartz nicht stoppen und steht als Absteiger in die Oberliga bereits fest. Das ist aber kein Grund, den klassenhöheren Gegner auch nur einen Deut zu unterschätzen. Ganz im Gegenteil: Für die Lauterer Reserve bietet sich im morgigen Finale die Chance, nach einer total verkorksten Saison doch noch ein Erfolgserlebnis zu haben. Und dafür werden die "Teufelchen" sicher alles geben. "Aber Angst brauchen wir vor denen nicht zu haben", sagt Wormatias sportlicher Berater Dieter Gutzler, der den Finalgegner ebenso beobachtet hat wie Bernhard Trares.
Der VfR-Trainer weiß, dass die FCK-Zweite trotz sehr guter Nachwuchstalente Probleme in der Offensive hat. "Und deshalb werden sie uns sicher nicht überrennen wollen", sieht Trares den Finalgegner auf gleicher Ebene wie die "Zweite" von Mainz 05: "Spielerisch und läuferisch stark, aber vorne hapert es. Darum werden sie wohl über Konter zum Erfolg zu kommen versuchen." Dem setzt Wormatia eine hervorragende Defensive entgegen, die in 27 Punktspielen nur ganze 15 Gegentore kassiert hat - mit Abstand die beste Abwehr in der Oberliga Südwest. Zudem kann de Trainer morgen wieder auf seine Bestbesetzung bauen. Thomas Süß, gegen Hauenstein vorsichtshalber geschont, ist ebenso wieder dabei wie der ebenfalls pausierende Matthias Gutzler. Bernhard Trares: "Gerade bei unserem `Gutzi", der ein cooler Junge ist, habe ich fürs Finale ein gutes Gefühl..."