Aus dem Artikel spricht ziemlich viel Frust über den Machtverlust von schwarz-gelb. Bisschen weltfremd, 100% Umweltkompatibilät in sämtlichen Lebensbereichen von den Grünen-Wählern zu verlangen - als ob Schwarz- und Gelb-Wähler jeweils mit allen Parteiprogrammpunkten übereinstimmen geschweige denn diese leben. Wenn jeder Grünen-Wähler auch nur in Teilbereichen etwas zum Umweltschutz beiträgt, dann ist das schon ein guter Anfang. Und wenn vor allem die Entwicklung weg von der Atomenergie forciert wird, dann hat der Wahlsieg der Grünen seinen vorläufigen Hauptzweck schon erfüllt.
Ich hab keine Ahnung, was der Autor wählt oder ob er erklärter CDU-Mensch ist. Jedenfalls fand ich die Formulierungen sehr pointiert und hab grinsen müssen.
Meine Grundeinstellung ist, dass man von jedem Menschen verlangen können muss, konsequent zu sein, will heißen: Man sollte das, was man nach außen propagiert, auch so weit wie es möglich ist, versuchen umzusetzen.
Was den Umweltschutz angeht, finde ich sogar, dass es Allgemeingut ist, jeder sollte sich dafür Mühe geben, nicht nur Grüne und ihre Wähler
.
Wenn der Ausstieg aus der Kernkraft durch den Grünen-Hype schneller klappt, ist mir das recht, auch wenn ich selbst nie grün wählen würde. Wenn das erreicht wird, haben die Grünen ihren Zweck erfüllt.
Interessant ist dann allerdings die Frage, ob sie danach ein Identitätsproblem bekämen, wenn der Hauptzweck ihrer Partei wegfallen würde. Das zu beobachten, wird noch sehr interessant werden.