Asyl gilt für politisch Verfolgte. Die meisten "Asylanten" bei uns sind jedoch keine politisch Verfolgten, sondern Wirtschaftsflüchtlinge, die somit eigentlich kein Recht haben hier zu sein. Mein Schwiegervater ist Angestellter beim Ministerium für Flüchtlinge und Migration. Dieser und einige seiner Kollegen, die auch viel in dieser Sache als Diplomaten im Ausland waren, haben mir das im Gespräch bestätigt und sind auch nicht begeistert von dieser hohen Zahl. Die "Asylanten" und deren Lobbyisten arbeiten dann mit allen rechtlichen und teils nicht rechtlichen Tricks um ihren Aufenthalt zu verlängern oder zu einem ständigen zu machen. Wollte das anfangs auch nicht glauben, aber er und andere Mitarbeiter haben das bestätigt.
Und 3 Leute aus einem Ministerium sind die großen Fachleute?
Und erklär mir doch mal bitte, was an Verfolgung schlimmer ist, als an Hunger, Verlust des Wohnorts / Obdachlosigkeit durch Kriege, Naturkatastrophen oder schlechte Politik im Heimatland? Ich kann diese Argumentation "Es gibt Gesetze, also müssen wir uns daran halten" nicht mehr hören. Nur deswegen werden Menschen zu "Illegalen"! Gesetze sind für Menschen da und nicht Menschen für Gesetze!
Lobbyisten der Flüchtlinge? Bitte erklär mir doch mal, wer als Lobbyist der Flüchtlinge auftritt? Ich sehe derzeit keine Gruppe, die weniger Gehör findet und eine kleinere Lobby hat. Da sind ja selbst Hartz4-Empfänger noch besser gestellt. (Bin auf eine Erklärung gespannt - und ich wiederhol das hier, weil es nicht rhetorisch gemeint war.)
Gegenargumente möchtest du hören?
1. Die Moral! Das Mittelmeer, der Evroz und andere "Grenzen" dürfen nicht zu Massengräbern werden! Das hat sogar der Papst verstanden und spricht sich für eine humanere Flüchtlingspolitik ein.
2. Wir im globalen Norden bestimmen durch unsere politische und wirtschaftliche Macht die Lebensumstände der Menschen im globalen Süden ganz entschieden mit. Zwei Beispiele:
- Dadurch, dass wir unseren Bauern in der EU und den USA so horrende Subventionen zahlen (ganz entgegen dem Gerede von komparativen Kostenvorteil und der unsichtbaren Hand der Märkte), fallen die Weltmarktpreise und die (aus der EU und den USA) importierten Güter sind in den "Entwicklungsländern" weitaus günstiger, als einheimische Erzeugnisse. Dadurch können in den Städten zwar einige günstiger einkaufen, aber die große Mehrheit der Produzenten (Bauern) nagt am Hungertuch und bekommt nicht genug Einkünfte, um in Produktionsgüter (Maschinen) zu investieren, um mehr und konkurrenzfähiger zu produzieren.
- Durch WTO (Welt-Handels-Organisation)-Bestimmungen, Weltbank- und IWF-Politiken drängen wir den "Entwicklungsländern" ein Freihandelssystem auf, welches den Aufbau von Produktionskapazitäten verhindert, da die internationale Konkurrenz einfach zu stark ist, als dass sich in den Ländern des Südens Unternehmen gründen und etablieren könnten. Südkorea, Japan, Taiwan und andere Staaten konnten sich noch in einer Zeit entwickeln, als es ihnen erlaubt war, ihren Markt und ihre Unternehmen zu schützen, damit sich diese etablieren und konkurrenzfähig werden konnten (so haben sich übrigens auch Großbritannien, Deutschland, die USA und alle anderen Industrienationen entwickelt). Das erlauben wir den Länder des Südens heute aber nicht mehr (auf dein "ja warum machen die das denn nicht", muss ich dir antworten: Weil sie auf Entwicklungshilfe angewiesen sind - und wer gibt die wohl?). Ergo: Keine Unternehmen, keine Arbeitsplätze, keine Löhne, Armut, Hunger, soziale Not (da keine Steuern, die in Sozialsystem investiert werden könnten, da keine Unternehmen...) ...
---> Wir tragen also entschieden dazu bei, dass sich diese Länder NICHT entwickeln und das arme oder Menschen ohne (berufliche) Perspektive sich entscheiden, Todesgefahren auf sich zu nehmen, um in den Norden zu gelangen.
3. Viele Flüchtlinge sind gut ausgebildet, da sich Reiche die Flucht eher leisten können. Da kommen Elektriker, teilweise Ärzte, Ingenieure. Vllt wissen das deine Kontakte im Ministerium ja auch? Frag mal nach! Solche Arbeitskräfte können wir doch angeblich so gut gebrauchen. Die könnten doch bei uns arbeiten und unsere Sozialsysteme unterstützen! Nicht ausbeuten! Natürlich sind nicht alle Flüchtlinge Allgemeinmediziner, aber es sind nicht alles Menschen, die unsere Sozialsysteme ausbeuten wollen!
4. Die Flüchtlinge kommen eh. Also, wenn man schon dieses krude Weltbild hat, dass "die was leisten müssen", damit sie zu uns in der EU passen: Warum "holt" man sie dann nicht in den nordafrikanischen Ländern "ab" (= garantiert sichere Überfahrten) und "sortiert" dann aus? Warum lässt man sie ertrinken? Warum weist man sie auf (!) dem Meer (!) zurück in ihren Nussschalen?
Und ja, das hat mit der Bundestagswahl wenig zu tun, aber ich würd gern mal deine und die Argumente der ganzen AfD-Wähler hier im Forum hören. Können dafür auch gerne einen neuen Thread aufmachen.