Eine große Koalition macht nur dann Sinn, wenn eine absolute Persönlichkeit die Verantwortung hat. Jemand der mitreißen kann, der Visionen für die Zukunft hat, aber auch jemand der das Fingerspitzengefühl hat, den Partner von etwas zu überzeugen, was er eigentlich im tiefsten inneren nicht will. Jemand, der auch mal unpopuläre Entscheidungen trifft und auf den Tisch haut...
All das kann Teflon- Merkel nicht... die ist mehr wie Pipi Langstrumpf und macht sich ihre Welt, so wie es ihr gefällt... und gefällt sich dabei...
Habe im Spiegel ein Artikel gelesen in welchem Merkels Kabinett als Kabinett der Teetrinker bezeichnet wird. Anders als zum Beispiel bei Schröder scheint es nie wirklich zu einem Machtwort gekommen zu sein.
"Unter Helmut Kohl mussten acht Minister gehen, unter Gerhard Schröder vier. In Angela Merkels Kabinett der Teetrinker herrschte uneingeschränkter Kündigungsschutz."
"Nie waren die mächtigsten Menschen der Republik anständiger zueinander. Es ist wahrscheinlich das erste Kabinett, in dem kein einziges Mal gebrüllt wurde. (anders als bei Schröder) [...] wirkte die Große Koalition wie ein Erholungsheim." heißt es da.
Ist ja ne schöne Sache, aber ob man damit auch wirklich etwas in Bewegung bringt?
"Eine Regierung, die managen und verwalten, aber nicht gestalten konnte. Eine Regierung, die sich vor den großen strittigen Reformfragen des Landes fürchtete."
"Statt dem anderen etwas zu gönnen, um sich selbst etwas gegönnt zu bekommen, domioniert der Drang, sich gegenseitig zu schwächen. Das inoffizielle Leitmotiv dieser Koalition lautet: Wenn wir schon verlieren, dann verliert ihr mit."
ich berfürchte auch, dass man mit einer Großen Koalition so nicht wirklich weiter kommt. Die müssten sich dann mal ganz schön am Riemen reißen und nicht nur so tun, als ob man zusammen regieren würde. Dafür macht mir eben auch die Merkel einen bischen zu schwachen Eindruck.