Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

Rauchverbot in Deutschland ?

auch ich als anti-raucher stimme voll zu xD... rauchverbot in deutschland -> nix dagegen... mein FCK trikot hat jetzt schon 2 brandlöchern wegen den scheiß glimmstängeln...grrr
default_sad.png




und auch so find ich die dinger einer nur störend ... gesund isses auch net... man stinkt davon nur wie ein tier... und dazu isses noch abartig teuer...



achja..frage... :Fallen rauchbomben dann auch unter das rauchverbot?
default_biggrin.png
 
Nochmal kurz meine Meinung:

Also open-Air halte ich ein Rauchverbot für überflüssig, z.B. im Stadion, also bei sowas hat mich Rauch nie gestört, aber vllt bin ich auch nicht so empfindlich wie andere.



Dann zu den Restaurants: Getrennte Raucher + Nichtraucherbereiche!!( Rauch beim Essen stört sogar mich als Raucher extremst, außerdem Kinder ! deshalb auch Unterschied zu Kneipen)



Rauchen in Schulen, Behörden etc.: Strikt verbieten, hier ist der Staat der Hausherr und der sollte, soetwas nicht fördern, auch Einrichten von Raucherbereichen sollte nicht erlaubt sein, jegliche Unterstützung seitens des Staates sollte verhindert werden.



Zu Kneipen etc.: Also das sollte doch dem Eigentümer überlassen sein. Wenn er keine Raucher in seiner Kneipe haben soll, kann er ein Schild aufhängen und die Raucher rausschmeißen. Warum sollte man sowas staatlich regulieren. Niemand kann dazu gezwungen werden, in einer Kneipe eine "Cola" zu trinken, der Eigentümer sollte über sein Hab und Gut selbst entscheiden dürfen. Genauso wie jeder Raucher und auch Nichtraucher selbst entscheiden darf, ob er in die oder in eine andere Kneipe geht...
 
ich wär dafür:



open airs: rauchen erlauben



schulen, krankenhäusern, öffentlichen gebäuden: verbieten



kneipen, restaurants: getrennte bereiche
 
Wir sind die Einzigsten in Europa (mit den Ösis und Polen), bei denen es nichtmal ein eingeschränktes Rauchverbot in Bars etc. gibt. In Schottland hat man 3 Monate nach Einführung des totalen Rauchverbotes in Pubs gemerkt, dass dies tatsächlich den Umsatz ankurbelt und Menschen generell weniger rauchen. Anfangs heftig kritisiert, wird das neue Gesetz nun bejubelt. Und auf der ganzen Welt schreitet der Kampf gegen das Rauchen weiter voran, was ich nur begrüssen kann!



Auch lustig, dass man nur in der DB noch rauchen darf. In anderen Industrieländern darf in Zügen, speziell in Fernzügen nirgens mehr geraucht werden. Man hat gemessen, dass der Feinstaub in ICE Bistros gefährlicher als jeder Feinstaub auf der Strasse ist. Ca. 24x so hoch wie in den Nicht-Raucher Abteilungen, die auch schon hoch belastet sind.



Gibt es in einem anderen Land (ausser Deutschland) eigentlich noch Tabakwerbung? Ich frag mich, wieso wir in dieser Sache so weit zurück liegen. Wenn man mal bedenkt, dass durch das Rauchen mehr Leute sterben, als durch Autounfälle, muss man sich des Schadens doch bewusst sein?



Auch witzig sind die Raucher-Argumente... Zwingt ja keiner Nichtraucher in eine Kneipe zu gehen. Wer zwingt Raucher denn in Kneipen und Restaurants zu rauchen? Nur weil es nicht verboten ist?



In Schottland zum Beispiel darf man nur noch in den eigenen Wänden rauchen. In Deutschland ein Unding. Liegt evt. auch an der Raucher Lobby. man verdient ja auch viel Kohle damit. Schade eigentlich. Raucherparadies Deutschland
default_icon_neutral.gif
 
hmm, getrennt bereiche in kneipen,estaurants usw. find ich genauso unpassend.. da zieht doch von den rauchern alles rüber... keine gute lösung.. sollte man wirklich so machen, das man nur noch in den eigenen 4 wänden darf.. so macht man nur sich kaputt und stört und schädigt keine anderen.. zwingt ja keinen jemandem zum rauchen , aber die raucher zwingen uns nichtraucher ,gewollt oder ungewollt, zum passivrauchen,und das ist 10mal schlimmer und schädlicher als wenn ich selbst rauchen würde..
 
Womit ich nicht klarkomme ist, dass wir extra für die Kneipen und Bars nen Gesetz machen wollen und der Besitzer wieder etwas mehr eingeschränkt wird, als des sowieso schon der Fall ist. Man das ist sein Besitz, warum soll er sich denn vorschreiben lassen müssen, wie des mit den Raucherbereichen geregelt wird. Ich weiß das klingt jetzt nach urplötzlich auf die liberale Schiene aufgesprungen, stimmt aber nicht bin bei Vorschriften etc. generell sehr liberal eingestellt.



Kuckt mal ich komme damit noch nicht klar, dass die Nichtraucher einfach keine Lobby haben. SIe sind zahlenmässig in der Mehrzahl und trotzdem sind sie nunmal nicht in der Lage, es zu schaffen, dass es Nichtraucherkneipen oder zumindest welche mit getrennten Bereichen gibt.
 
Ich denke, das liegt da dran, dass Rauchen immer noch nicht wirklich als richtige Droge wahrgenommen wird. Von den Rauchern schon gar nicht, find so Suchtmerkmale die man da manchmal sieht, wenn man Raucher drauf anspricht echt kras. Irgendwie tun Sie mir dann auch leid.....
 
ja! irgendwie isses auch schon fast komisch (im sinne von seltsam oder belustigend? will mich da jetzt nicht festlegen
default_biggrin.png
) wenn manche raucher gewisse sachen nicht tun können, weil sie dort nicht alle 10 minuten rauchen können! Wie krass ist das denn?

Oder beim Kino-Besuch alle 10 Minuten raus zu müssen... eieiei. oder busfahren, ka. aber sind wohl doch nur die krassen ausnahmen.



denke mit nem einheitlichen rauchverbot in kneipen und restaurants würde man nicht nur deren geschäft ankurbeln, sondern raucher auch dazu bringen/zwingen, weniger zu rauchen. Die Faulheit jedesmal rauszugehen alleine wird das schon bewirken
default_smile.png
gibt es dafür nur ein gutes gegenargument?

Für die Bedienungen etc wirds halt ne umstellung. von Zigarettenrauch zum männerschweiss, naja
default_biggrin.png
 
Womit ich nicht klarkomme ist, dass wir extra für die Kneipen und Bars nen Gesetz machen wollen und der Besitzer wieder etwas mehr eingeschränkt wird, als des sowieso schon der Fall ist. Man das ist sein Besitz, warum soll er sich denn vorschreiben lassen müssen, wie des mit den Raucherbereichen geregelt wird.




Restaurants sind oeffentliche Bereich, Winfield. Die Besitzer koennen nicht tun und lassen, was sie wollen, weil sie Produkte und Waren in Verkehr bringen. Der Gastraum mag zwar finannziell gesehen sein Besitz sein, aber in dem Moment wo er es fuer die Oeffentlickeit zugaenglich macht, greifen die Gesetze. Er hat ja auch nicht die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie sauber seine Kueche ist oder wieviel Wert er auf Hygiene legt. Auch hier muss er gewisse Grenzen einhalten.



Was die Rauchverbotsdiskussion betrifft, so will ich als Beispiel mal Italien nehmen. Normalerweise gehoert Essen, der Italiener und die Zigarette fest zusammen. Rauchen ist oder war in Italien der Inbegriff von Maennlichkeit und Individualitaet. Als man das Rauchverbot in Restaurants einfuehrte, dachte jeder der rauchende Italiener, wuerde eine Revolution starten. Was passierte ? Nichts ! Es gibt in der italienischen Bevoelkerung eine 80% Zustimmung zum Rauchvebot. Unter den Rauchern sind uber 70% damit einverstanden.



Will damit sagen, dass die Raucher, dass schlimmer sehen, als es ist. Am Ende wird man sich darauf einstellen und seine Lebensgewohnheiten aendern. Den Kneipen- oder Restaurantbesuch hat das nicht eingeschraenkt. Das lassen sich die I nicht nehmen, gehoert zur Lebenskultur. Und genauso wird es in Deutschland kommen.
 
...................

Rauchen in Schulen, Behörden etc.: Strikt verbieten, hier ist der Staat der Hausherr und der sollte, soetwas nicht fördern...


Hallo ? wer ist denn der größte Nutznießer vom Rauchen ? Stichwort Tabaksteuer!
 
nebensachen aus madrid

Verrauchte Kneipen wie eh und je oder: Wo Spaniens Anti-Tabak-Gesetz endet

Es ist eine typische españolada - etwas, was nur in Spanien passiert. Mit riesigem Pressewirbel trat am 1. Januar das Anti-Tabak-Gesetz in Kraft. Welcher europäische Sender hatte nicht darüber berichtet? "Spanien lässt das Rauchen", hieß es überall, erstaunt. Doch die Realität ist eine andere. Zwar verbietet das neue Gesetz erfolgreich den Tabakkonsum am Arbeitsplatz, nicht aber in Kneipen und Restaurants. Denn die Bestimmung, Raucher- und Nichtraucherzonen baulich zu trennen, betrifft nur Lokale über 100 Quadratmeter. Darunter beschließt der Chef, ob geraucht wird oder nicht.



Nach der Statistik liegen 90 Prozent der Etablissements unter der 100er-Grenze. Und da die Kneipiers um ihre Kundschaft bangen, hängt in fast allen Bars ein Zettel im Fenster. "In diesem Lokal ist das Rauchen nach dem Gesetz 28/2005 vom 26. Dezember 2005 erlaubt." Spanien raucht gesetzlich weiter.



Für die Hauptstadt Madrid findet die wichtigste Internetsuchmaschine gerade mal 91 rauchfreie Lokale, die meisten davon Filialen internationaler Ketten rund um die Museen. Sie haben die in Sachen Tabak bewusstere Touristenklientel im Auge. Doch wer morgens vor der Arbeit einen Kaffee trinken oder abends Tapas essen und einen Wein schlürfen will, muss den Rauch der Mitgäste hinnehmen. Und selbst in Kneipen mit Raucherzone setzt kaum jemand die Rechte der Nichtraucher durch. Läuft Fußball, wird überall gequalmt. Der Kneipier möchte keinen Streit, macht gute Miene zum bösen Spiel oder raucht gleich mit.



Wenn wundert es da, dass die Nichtraucher kein Vertrauen in die Werbung des "Clubs der Raucher für die Toleranz" haben? "Das Gesetz führt zu Streit am Arbeitsplatz", heißt es auf den Plakaten, die die Raucherlobby in den staatlichen Rauchwarengeschäften aushängt. Dialog statt Verbot sei die Lösung. "Jetzt geht es gegen die Raucher, wer kommt als Nächster?", mahnt der Club, als würde es sich beim Tabakgesetz um die von Martin Niemöller in seinem bekannten Gedicht beschriebene Verfolgung durch das Naziregime handeln.



Längst ist das Tabakgesetz, das im Parlament von allen Parteien getragen wurde, zum politischen Spielball geworden. Sowohl im nationalistisch regierten Baskenland als auch in der konservativ regierten Hauptstadtregion wollen die Landesregierungen einen eigenen Weg gehen. In Madrid wird künftig das Rauchen in großen Festsälen erlaubt sein. Denn die Gäste auf Hochzeiten, Kommunionen und Taufen wollen nach dem Mahl genüsslich zu café und copa eine Zigarette oder Zigarre genießen. Dass bei diesen Feiern Kinder anwesend sind, übersehen die Regionalpolitiker.



Mancherorts kam es gar zu Streiks gegen das Tabakgesetz. So schlossen in einigen Großstädten die Kioske für einen Tag. "Zur Verteidigung der Verfassung gegen die Diskriminierung der Zeitungsverkäufer durch das Tabakgesetz", stand auf den Plakaten. Die Regierung lenkte ein. Die 35.000 Kioske dürfen wieder Zigaretten verkaufen.



Bisher wurden nur zwei Strafmandate wegen Verstoßes gegen das Tabakgesetz bekannt. Eine Geldstrafe von 300 Euro wurde gegen den Gast einer rauchfreien Cafeteria in Navarra verhängt, der trotz wiederholter Aufforderung das Rauchen nicht einstellte. Pech, dass ein paar Meter weiter ein Polizist frühstückte. Der andere Bußgeldbescheid ging an einen Patienten im Krankenhaus von Córdoba. Der wollte nicht einsehen, dass er auf dem Flur nicht mehr rauchen darf. Als er aggressiv wurde, riefen die Pfleger die Polizei. REINER WANDLER



taz vom 6.3.2006, S. 10, 114 Z. (Kommentar), REINER WANDLER
 
Restaurants sind oeffentliche Bereich, Winfield. Die Besitzer koennen nicht tun und lassen, was sie wollen, weil sie Produkte und Waren in Verkehr bringen.
Ich hab keine Ahnung ob das stimmt oder nicht, allerdings weiß ich dass z.B. in angesagten Schwabinger Restaurants keine Rollstuhlfahrer bedient werden, um andere Kunden nicht "abzuschrecken". Wer also irgendwo "reindarf" bestimmt doch der Inhaber vom Hausrecht .

Generell kann doch jeder "Geschäfte machen" mit wem er will oder es bleiben lassen. Nur müssen alle bis 2€ das Geld in 1 cent Stücken annehmen.
 
Ich hab keine Ahnung ob das stimmt oder nicht, allerdings weiß ich dass z.B. in angesagten Schwabinger Restaurants keine Rollstuhlfahrer bedient werden, um andere Kunden nicht "abzuschrecken". Wer also irgendwo "reindarf" bestimmt doch der Inhaber vom Hausrecht .
Generell kann doch jeder "Geschäfte machen" mit wem er will oder es bleiben lassen. Nur müssen alle bis 2€ das Geld in 1 cent Stücken annehmen.




Ramser, wir 2 widerspechen uns ja nicht. Natuerlich ist der Gastwirt der Hausherr, aber es gibt weil er ein Restaurant betreibt eben Regeln, nach denen er sich richten muss. Jemanden nicht ins Restaurant zu lassen, ist sein Hausrecht (auch wenn in dem o.g. Fall nicht gerade clever). Die Gaststaettenverordnung, Arbeitsstaettenverordnung, Jugendschutz, u.s.w. geben ihm aber vor in welchen Rahmen er sich bewegen darf. Und das bedeutet, er darf eben nicht machen was er will. D.h. in der Konsequenz, sollte der Staat z.B. in die Gaststaettenverordnung ein Rauchverbot in Kneipen aufnehmen, dann muss sich der Gastwirt daran halten. Und wenn es ihm nicht passt, soll er halt keine Kneipe aufmachen. Aber glaube mir das Rauchverbot kostet ihne keinen Cent, sollte aber der Staat evtl. auf die Idee kommen, spezielle Lueftungsanlagen oder abgegrenzte unter Ueberdruck stehende Raeume zu verlangen (sowie das sehr oft fuer Kuechen der FAll ist), dann ist es nicht mehr die Frage, ob er es will oder nicht, sondern eher ob er sich das finanziell leisten kann.
 
Hallo ? wer ist denn der größte Nutznießer vom Rauchen ? Stichwort Tabaksteuer!


das ist ja auch der einzige Grund warum es in Deutschland noch kein Verbot gibt.



das Kommt jetzt doch nur ins Gespräch wegen dem europäischen Verbot für Zigarettenwerbung.
 
Ich hab keine Ahnung ob das stimmt oder nicht, allerdings weiß ich dass z.B. in angesagten Schwabinger Restaurants keine Rollstuhlfahrer bedient werden, um andere Kunden nicht "abzuschrecken". Wer also irgendwo "reindarf" bestimmt doch der Inhaber vom Hausrecht .
Generell kann doch jeder "Geschäfte machen" mit wem er will oder es bleiben lassen. Nur müssen alle bis 2€ das Geld in 1 cent Stücken annehmen.




WOW wenn das stimmt dann haben die wohl noch nie was vom Antidiskriminierungsgesetz gehört und hätten Glück noch an niemanden geraten zu sein der erstens dieses Gesetz kennt und auch den Mum hat solche Gastwirte anzukreiden.
 
Auch lustig, dass man nur in der DB noch rauchen darf. In anderen Industrieländern darf in Zügen, speziell in Fernzügen nirgens mehr geraucht werden. Man hat gemessen, dass der Feinstaub in ICE Bistros gefährlicher als jeder Feinstaub auf der Strasse ist. Ca. 24x so hoch wie in den Nicht-Raucher Abteilungen, die auch schon hoch belastet sind.


In den Nahverkehrszügen ist das Rauchen glaube ich komplett verboten, in den Fernverkehrszügen gibt es einige wenige Raucherabteile.




[size=-2]BAHN[/size]
[size=-2]
[/size]
[size=-2]
[/size][size=-2]Bordbistros werden rauchfreie Zonen
[/size]

[size=-2]

[/size]

In Sachen rauchfreie Gastronomie will die Bahn mit großen Schritten vorangehen: Ab 1. Oktober darf in den Bordbistros der ICs, ECs und ICEs nicht mehr qequalmt werden.





Berlin - Wer als Bahnkunde keinen der immer seltener werdenden Plätze im Raucherabteil mehr bekam, der konnte seine Nikotinsucht bisher im Bordbistro befriedigen. Damit soll nun Schluss sein, wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Bahnkreise berichtet.






DB AG

​


ICE-Bordbistro: Rauchfreie Zone ab Oktober



Ab 1. Oktober werden die 380 Bordbistros der Bahn zu rauchfreien Zonen. Mit der Umstellung auf rauchfreie Speisewagen soll eine "deutliche Erweiterung" des gastronomischen Angebots einhergehen. Die Bahn gehöre damit nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden der DB Fernverkehr AG, Nikolaus Breuel, "zu den ersten, die in der Gastronomie komplett rauchfrei werden".

Mit der Beseitigung von Aschenbechern und Rauchschwaden sollen auch neue Kundengruppen angesprochen werden. "Dazu zählen vor allem Familien mit Kindern und Jugendliche." Das Angebot der Speisewagen soll um "frische Salate und Backwaren, Kaffeespezialitäten und mediterrane Gerichte" erweitert werden.



<span>FORUM</span>

[size=-2]Rauchen - Kein blauer Dunst mehr an allen öffentlichen Plätzen?
[/size]




[size=-2]Diskutieren Sie mit anderen SPIEGEL- ONLINE- Lesern! [/size]
[size=-2]
[/size]
[size=-2]
[/size][size=-2]2843 Beiträge,
[/size]

[size=-2]
Neuester: Heute, 16.14 Uhr

[/size]
[size=-2]
von jensvolker

[/size][size=-2] [/size]



Die Bahn bietet Bordbistros in den ICE- und IC/EC-Zügen an. Bereits seit 1991 sind alle rund 200 Speisewagen rauchfrei. Damit herrscht ab dem 1. Oktober Rauchverbot im gesamten gastronomischen Bereich der Bahn im Fernverkehr. Der Umsatz in der Bordgastronomie des Fernverkehrs betrug 2005 rund 90 Millionen Euro. Davon wurden 34 Millionen Euro in den Bordbistros erzielt.

bor/AP
 
Die Zigarette wird immer unbeliebter

Nur 26 Prozent der Jugendlichen sind Raucher



KÖLN (ap). Rauchen wird bei Jugendlichen immer unbeliebter: Nur noch 26 Prozent aller Zwölf- bis 19-Jährigen greifen ständig oder gelegentlich zur Zigarette.





Dies geht aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervor, die gestern in Köln veröffentlicht wurde. Dies sei die niedrigste Quote seit Beginn der Langzeitstudie im Jahr 1979. Rund 45 Prozent der Befragten gaben an, niemals geraucht zu haben. Drei Prozent sind „Exraucher" und 26 Prozent räumten ein, schon ab und zu geraucht zu haben.





Der Studie zufolge stieg die Zahl der Jugendlichen, die noch nie geraucht haben, im Vergleich zu 2001 um neun Prozentpunkte. Besonders bei den jüngeren Befragten (zwölf bis 15) steigt die Zahl der „Nieraucher": In dieser Gruppe gaben fast zwei Drittel an, noch nie geraucht zu haben. Der Rückgang der Raucherzahlen sei bei Jungen und Mädchen gleich stark. Laut Studie rauchen mehr Mädchen als Jungen, der Unterschied ist aber sehr gering.





„Rauchen ist nicht mehr in", ordnete BZgA-Sprecherin Marita Voelker-Albert die Ergebnisse der Studie ein. Der Trend zum Nichtrauchen sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Einerseits hätten Tabaksteuer und Rauchverbot an Schulen sicherlich starken Einfluss. „Gerade bei den jungen Menschen ist die Erhöhung der Tabaksteuer ein Grund aufzuhören, beziehungsweise gar nicht anzufangen", sagte Voelker-Albert. Aber auch die „rauchfrei"-Jugendkampagne mit Klassenwettbewerben, TV-Werbung und breit gefächerten Informationsangeboten schaffe ein „günstiges Klima für Nichtraucher". Südwest







PETERR / PETERR

Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ

Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt

Datum: Nr.171

Datum: Mittwoch, den 26. Juli 2006

Seite: Nr.28

Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 
Da ich vor 3 Jahren aufgehört habe, juckt mich das ganze (zum Glück) nicht mehr.

Würde ich noch Rauchen, würde ich jetzt wohl zu denen gehören die den Riesen Aufstand machen würden
default_icon_smile.gif
 
Das Hirn schreit nach mehr

Wie Raucher süchtig werden - Warum die Abhängigkeit so außerordentlich stark ist

Von unserem Mitarbeiter Ulrich Kraft Viele Raucher würden gerne aufhören, den wenigsten gelingt es. Kein Wunder, denn Nikotin ist eines der stärksten bekannten Suchtgifte. Der Prozess, der zur Abhängigkeit führt ist tückisch und greift tief in Hirnvorgänge ein.



Politik ist oft ein langwieriges Geschäft, doch diesmal drücken die Abgeordneten mächtig aufs Tempo. Es geht um den Kampf gegen den blauen Dunst. Noch während der Sommerpause müsse die Bundesregierung mit den Arbeiten an einem konkreten Gesetzentwurf zum Nichtraucherschutz beginnen, forderte unlängst die drogenpolitische Sprecherin der Union, Maria Eichhorn. Spätestens 2007 soll das Rauchen am Arbeitsplatz und in öffentlichen Gebäuden gesetzlich verboten sein. Auch Kneipen- und Restaurantbesucher könnten bald wohl nur noch vor dem Lokal zur Zigarette greifen, denn die Initiative stößt fraktionsübergreifend auf breite Zustimmung.





Für 20 bis 22 Millionen Menschen in Deutschland wird sich dann einiges ändern, denn sie sind laut Mikrozensus 2005 regelmäßige Raucher. Ein Gutteil von ihnen würde allerdings auch ohne Gesetz darauf verzichten, aus freien Stücken, nicht nur im Büro und beim Lieblingsitaliener, sondern überall und für alle Zeiten. Fast jeder Dritte Raucher plant ernsthaft, den Glimmstängel an den Nagel zu hängen, viele versuchen es immer wieder, um mit ebenso schöner Regelmäßigkeit zu scheitern. „Nur drei bis sechs Prozent aller Aufhörwilligen sind nach einem Jahr noch abstinent", erzählt Anil Batra von der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen. Wie es dem großen Rest ergeht, beschrieb Mark Twain einst ebenso selbstironisch wie treffend. „Das Rauchen aufzuhören, ist die einfachste Sache der Welt. Ich weiß das, weil ich es schon Tausende Mal gemacht habe."





Chancen schlechter als bei Alkohol





Anders als zu Twains Zeiten weiß die Wissenschaft heute, warum es nur so wenigen Rauchern gelingt, sich dauerhaft vom Nikotin zu verabschieden. Denn das 1828 von zwei Heidelberger Studenten entdeckte Gift der Tabakpflanze (Nikotiniana tabacum) ist eines der wirksamsten bekannten Suchtmittel. „Nikotin erzeugt eine äußerst ausgeprägte Abhängigkeit", erklärt Falk Kiefer, Suchtmediziner am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. „Die Chancen, davon los zu kommen, sind schlechter als beim Alkohol."





Diese Erkenntnis hat zumindest unter Experten zu einem Umdenken geführt. „Früher galt Rauchen als schlechte Angewohnheit", so Anil Batra. „Tatsächlich handelt es sich aber eine Suchterkrankung, mit einem klaren hirnphysiologischen Hintergrund." Was nicht bedeutet, dass man sie nicht besiegen kann. Ein Drittel der Nikotin-Abhängigen schafft es bis zum 40. Geburtstag, dem Tabak zu entsagen. Außerdem wird der fatale Abhängigkeitsmechanismus, dem Raucher zum Opfer fallen, immer exakter verstanden. Daraus ergeben sich neue Behandlungsansätze. Zyban, die erste Nikotin-Entwöhnungspille, ist in Deutschland seit sechs Jahren auf dem Markt, ein etwas anders wirkendes Präparat wurde gerade in den USA zugelassen. „Weitere Medikamente werden kommen", sagt Batra, fügt aber gleich hinzu, dass Pillen allein das Problem nicht lösen. Wer aufhören will, muss es wirklich wollen, und auch bereit sein, einen langen, steinigen Weg zu gehen.





Bis nach einem tiefen Lungenzug die ersten Nikotinmoleküle das Gehirn erreichen, vergehen ganz sieben Sekunden. Dort docken sie an bestimmte Rezeptoren auf Nervenzellen an, was dann zur Ausschüttung einer ganzen Palette von Botenstoffen führt: Serotonin, Noradrenalin, Endorphine, Dopamin. Diese Neurotransmitter entfalten in den verschiedensten Bereichen des Zentralorgans ihre Wirkungen und vermitteln all jene Effekte, die der Raucher an der Zigarette so schätzt. Die erhöhte Konzentrationsfähigkeit, die Wachheit, das angenehme Gefühl der Entspannung.





Lernen, es immer wieder zu tun





Dreh- und Angelpunkt des „Nikotinflashs" ist das Belohnungssystem. Falk Kiefer spricht lieber vom motivationalen System, weil es generell die Motivation steuert, etwas zu tun oder nicht. „Das Gehirn beurteilt die Güte all unserer Handlungen", erklärt er. „Wenn ein Ereignis eine Aktivierung des Belohnungssystems bewirkt, wird es positiv bewertet." Eigentlich hat die Natur diesen neuronalen Schaltkreis ersonnen, um lebenswichtige Verhaltensweisen zu verstärken. Sex, gutes Essen, Begegnungen mit netten Menschen führen im so genannten Nucleus accumbens zur Ausschüttung von Dopamin. Mit dem starken Glücksgefühl, das dieser Botenstoff auslöst, werden wir für diese Handlung belohnt. Und bekommen Lust auf mehr, schließlich ist es in der Regel sinnvoll, solche positiv markierten Aktivitäten wie Fortpflanzung oder Nahrungsaufnahme zu wiederholen. „So lernen wir, dass wir etwas immer wieder tun sollten", sagt Kiefer.





Unglücklicherweise gibt es aber diverse pharmakologische Substanzen, die das motivationale System aktivieren und damit signalisieren: Hey, das war gut, noch einmal. Sie heißen Drogen und machen süchtig. Denn das Gehirn möchte mehr vom Glücksboten Dopamin und kann sich bestens daran erinnern, wie sich dieses Bedürfnis befriedigen lässt - zum Beispiel mit der nächsten Zigarette. Bleibt die Belohnung aus, machen sich Entzugserscheinungen breit, Spiegelbilder der angenehmen Nikotineffekte: Konzentrationsstörungen, Nervosität, ein Gefühl der Unausgeglichenheit, depressive Stimmung. „Anders als bei Heroin oder Alkohol sind das alles keine lebensbedrohlichen Symptome", meint Suchtexperte Anil Batra. „Trotzdem führen sie dazu, dass der Raucher wieder zur Zigarette greift."





Craving heißt dieses quälende Verlangen nach dem nächsten Kick, und allein der schiere Anblick eines qualmenden Mitmenschen genügt, um es zu wecken. So wiesen kanadische Forscher unlängst nach, dass Nikotinabhängige, die anderen beim Rauchen zusehen, durch diesen optischen Reiz bereits dann Lust auf die nächste Fluppe bekommen, wenn sie noch gar nicht unter objektiven Entzugserscheinungen leiden. Das von der Politik geforderte Rauchverbot könnte es also auch Aufhörwilligen erleichtern, der Versuchung zu widerstehen.





Einer Versuchung, die praktisch an jeder Ecke lauert. Abhängigkeit, egal von welcher Substanz, ist wie gesagt das Ergebnis eines durch das Belohnungssystem vermittelten Lernprozesses, der bei Nikotinsüchtigen aber extrem häufig induziert wird - nämlich mit jedem einzelnen Zug. „Wer täglich eine Schachtel raucht, mit zehn Inhalationen pro Zigarette, hat zweihundert Aktivierungen des Belohnungssystems und damit zweihundert Lernimpulse", erklärt Falk Kiefer. „Beim Alkohol verschwindet der Kick mit dem zweiten oder dritten Bier."





Die leidige Konsequenz: Rauchen ist deshalb mit zahlreichen Situationen aufs Engste verbunden, weil im Gehirn abgespeichert ist, dass die Zigarette einfach dazu gehört. Zum Entspannen, zum Kaffee, zum konzentrierten Arbeiten. Tausende Male hat der Nikotin-Junkie in einer bestimmten Situation, etwa in der Kneipe geraucht, und entsprechend tief hat sich das in seine Hirnwindungen eingegraben - in sein Suchtgedächtnis. Hört er mit dem Rauchen auf, ist der Kneipenbesuch irgendwie nicht mehr stimmig. „Das ist so, als ob es plötzlich an Weihnachten keinen Tannenbaum oder Sylvester kein Feuerwerk mehr gibt", beschreibt Kiefer das Problem. „Es fehlt einfach etwas."





Mit diesem Gefühl ist der Ex-Raucher bei verschiedensten Dingen konfrontiert, und jedes Mal wirft ihm sein Suchtgedächtnis schwere Steine in den Weg zur dauerhaften Abstinenz. Denn vor allem unter Stress kommt unbewusst die Erinnerung: Sonst hat sich diese Situation doch immer gut angefühlt, ich war entspannt?! Klar, da habe ich ja auch geraucht. Und schon verspürt er den Drang, den Nächstbesten um eine Zigarette anzuschnorren. „Der Suchtdruck kommt vor allem in der ersten Zeit nach dem Aufhören immer wieder, doch er geht auch weg, ohne zu rauchen", erklärt Anil Batra. „Zu lernen, dass der Impuls auch verschwindet, wenn man ihm nicht nachgibt, ist ein entscheidender Schritt."





Milliardenmarkt Entwöhnung





Die Pharmaindustrie forscht intensiv nach Möglichkeiten, in den verhängnisvollen Abhängigkeitsmechanismus einzugreifen und so Tabakjunkies dauerhaft von ihrer Sucht zu befreien. Wohl nicht nur aus purem Altruismus, denn angesichts der 1,3 Milliarden Erdenbürger, die weltweit dem Nikotin verfallen sind, winkt auch ein gigantischer Markt. Schweizer Wissenschaftler würden ihn gerne mit einem Impfstoff erobern. Sie haben Nikotinmoleküle so modifiziert, dass das Immunsystem entsprechende Antikörper produziert. Diese fangen dann den Suchtstoff im Blut ab. Wie erste Versuche am Menschen zeigen, funktioniert das Prinzip. Anil Batra bleibt dennoch skeptisch. „Die Nikotinzufuhr zum Gehirn wird zwar gesenkt, aber nicht auf null reduziert", erklärt er. „Ob der Raucher also nicht einfach mehr raucht, um sich doch den Kick zu verschaffen, ist noch völlig unklar."
 
Auch Zyban, die erste Antiraucher-Pille konnte die zunächst großen Erwartungen nicht erfüllen. Zum einen brechen viele wegen der Nebenwirkungen die Therapie ab, zum anderen zeigen neue Studien, dass der Ausstieg per Pille dem kalten Entzug kaum überlegen ist. „Das Wichtigste ist die Motivation", stellt Falk Kiefer klar, „nur leider ist sie durch den Suchtstoff gelenkt und hat ihre Freiheitsgrade eingebüßt". Deshalb sei der erste Schritt der aus der Abhängigkeit die Bereitschaft zu einschneidenden Veränderungen. „Wenn die fehlt, bringen auch Medikamente nichts." All jenen, die wirklich den Willen haben, dem Glimmstängel zu entsagen, raten beide Experten, sich professionelle Unterstützung zu suchen - vor allem den starken Rauchern. Entwöhnungsprogramme werden in jeder größeren Stadt angeboten. Pillen und Nikotinpflaster gibt es dort bei Bedarf auch, doch im Zentrum steht eine Verhaltenstherapie. „Unter einer Käseglocke vier Wochen nicht zu rauchen, ist keine Kunst", erklärt Kiefer den Grund. „Doch auf die Alltagssituationen, in denen das Rauchen quasi automatisiert ist, etwa wenn man Stress hat, wenn man entspannen möchte, in Gesellschaft, muss man sich speziell vorbereiten." Denn jeder Ex-Raucher braucht dann andere Verhaltenstrategien als den gewohnten Griff zur Zigarette, und die speziell geschulten Therapeuten helfen, diese zu finden. Ein Spaziergang ist es nie, dafür sind die nikotininduzierten Suchtmechanismen zu mächtig. Aber es wird jeden Tag ein bisschen leichter. Und irgendwann sind die vielen Glimmstängel nur noch dunkle Erinnerung.





Randnotizen: Tödliche Fakten





Hilfe für Raucher





Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg, Telefon: 06221 42 42 00, Montag bis Freitag: 14 bis 18 Uhr. Im Internet: www.dkfz.de, dann weiter über „Information" und „Rauchertelefon".



Randnotizen





Tödliche Fakten





In Deutschland sterben nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums mehr Menschen durch Zigarettenrauchen als durch Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, AIDS, Morde und Selbstmorde zusammen: Jährlich sind hierzulande schätzungsweise 110.000 bis 140.000 Opfer des Zigarettenrauchens zu beklagen. Kein anderes Produkt ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch derart süchtig- und krankmachend und verringert die Lebenserwartung derart drastisch, nämlich im Durchschnitt um zehn bis 14 Jahre. Die Hälfte der Raucher stirbt vorzeitig an den Folgen des Rauchens. (rhp)











LISMANO / LISMANO

Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ

Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt

Datum: Nr.176

Datum: Dienstag, den 01. August 2006

Seite: Nr.10

Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 
Rauchern drohen erneut Preiserhöhungen



Der Vorsitzende des Umwelt- und Gesundheitsausschusses im Europäischen Parlament, Karl-Heinz Florenz (CDU), plant eine EU-Gesetzesinitiative, die zu erheblichen finanziellen Belastungen für Raucher und Tabakhersteller führen würde.



Florenz sagte der Zeitung "Die Welt", er wolle zusammen mit dem Europäischen Parlament durchsetzen, dass die Tabakindustrie künftig für die Gesundheitsschäden von Rauchern finanziell aufkommen müsse.



Zur Begründung seiner Initiative sagte Florenz, die Behandlung von Rauchern koste das deutsche Gesundheitssystem 14 Milliarden Euro im Jahr. Es gehe nicht, dass Nichtraucher für die Gesundheitskosten anderer, die bewusst rauchen und ihre Gesundheit in Gefahr brächten, aufkommen müssten.



Florenz erwartet, dass die Tabakindustrie im Falle der von ihm geforderten Gesetzesänderung die zusätzlichen Kosten auf die Verbraucher umlegen wird. "Dadurch wird das Rauchen so teuer, dass viele Raucher vom Kauf abgehalten werden. Ich bedaure das nicht", sagte der Ausschussvorsitzende. Die Raucher "müssten finanziell spüren, dass sie ihrer Gesundheit schaden." Nach Angaben des Abgeordneten können die gesetzlichen Änderungen schon im kommenden Jahr im Rahmen einer Novelle der so genannten Tabakrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2001 vollzogen werden.
 
Sehr schön! Das kann gar nicht genug kosten!
default_wink.png
Ich fand die rauchfreien Stadion während der WM absolut klasse! Bei ersten Heimspiel wurd ich gleich wieder von allen Seiten zugequarzt. Ich würd mich freuen, wenn es bald strengere Raucherverordnungen geben würde.
 
Jaja ich habe gestern ganz weltmännisch deutsch in einem Restaurant mein Essen zwischen Dauerqualmtischen genießen können. Der Oberhammer war dann das einer dieser Dauerraucher noch nichteinmal bei seinem eigenen Essen die Flumme ausgemacht hat, sondern zwischen jedem Bissen noch schnell ein Zug genommen hat........Ahhhh ja da freu ich mich auf meinen Urlaub in 14 Tagen in Italien und die rauchfreien Lokale und Hotels.
 
Erhebliche Tabakrauchbelastung in Gaststätten und Zügen

Besucher von Gaststätten und Zugreisende sind nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums einer erheblichen Belastung durch Tabakrauch ausgesetzt.



Die Gesundheitsbelastung sei derart gravierend, dass Mitarbeiter und Gäste "eigentlich Schutzmasken mit Luftfilter tragen müssten", erklärte die Herausgeberin der Studie, Martina Pötschke-Langer, in Heidelberg. Die Gesundheit der Bevölkerung müsse durch die Einführung rauchfreier Gaststätten und Fernzüge geschützt werden, forderte das Krebsforschungszentrum gemeinsam mit über fünfzig führenden wissenschaftlichen und medizinischen Fachgesellschaften und Gesundheitsorganisationen.



Zum bundesweit ersten Mal hatte das Heidelberger Forschungszentrum das Vorkommen lungengängiger Partikel in deutschen Gastronomiebetrieben und Fernreisezügen gemessen. Der Test wurde in Berlin, Hannover, Bremen, Erfurt, Dresden, Köln, Münster, Frankfurt, Stuttgart und München gemacht und stellt den deutschen Beitrag einer weltweiten Studie in 24 Ländern dar.



"Die Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen ist wissenschaftlich derart gut belegt, dass der Gesetzgeber sofort handeln muss", erklärte Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender des Krebsforschungszentrums. Es sei ein Gebot der Stunde, die Bevölkerung - und insbesondere Mitarbeiter in der Gastronomie und in Zügen - durch ein Bundesgesetz zu schützen und Rechtssicherheit zu schaffen. Nur eine rauchfreie Gastronomie und rauchfreie Züge verminderten für die Betroffenen das Risiko, lebensbedrohliche Krankheiten wie Krebs, Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauferkrankungen zu entwickeln



Andere Länder hätten bereits positive Erfahrungen mit einer rauchfreien Gastronomie gemacht, heißt es in einer weiteren Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums. Stabile Umsätze und gesicherte Arbeitsplätze sowie eine Zustimmung der Bevölkerung über 90 Prozent seien belegbar. Es sei Zeit, die Regelungen, die in anderen europäischen Ländern mit Erfolg und ohne wirtschaftliche Einbußen griffen, auch in Deutschland zu einzuführen
 
Bahn setzt in Bistros auf Qualität statt Tabakqualm

DB-Zuggastronomie nun komplett rauchfrei - Umsatzrückgang durch wegbleibende Raucher soll bald wettgemacht werden



Von unserem Redakteur





Eckhard Buddruss





LUDWIGSHAFEN. Seit Anfang dieses Monats darf in den Zugbistros der Deutschen Bahn (DB) nicht mehr geraucht werden. Die DB setzt darauf, Umsatzausfälle durch das Fernbleiben der Raucher dadurch auszugleichen, dass dank einer verbesserten Angebotsqualität neue Kunden gewonnen werden. Dabei denkt sie nicht zuletzt an Familien.





In den Zugbistros war das Problem der verräucherten Luft besonders massiv, weil viele Reisende sie gezielt aufsuchten, um dort zu rauchen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg ermittelte bei Messungen der Luftbelastung durch Tabakrauch in Intercity- und ICE-Zügen gerade in den Bistros extrem hohe Werte von Rauchpartikeln, die tief in die Lunge eindringen können. In den Zugbistros lag der durchschnittliche Wert laut DKFZ-Messungen bei 464 Mikrogramm dieser Partikel pro Kubikmeter Luft. Das war mehr als doppelt so viel wie der Durchschnittswert in Restaurants mit Raucherlaubnis und wird nur von den Werten in Bars/Kneipen und Diskotheken mit 543 beziehungsweise 638 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft übertroffen.





Aus Sicht der Reisenden war die verräucherte Luft in den Bistrowagen der Intercity-Züge besonders gravierend, weil es hier keine gastronomische Alternative gibt. Die meisten ICE haben dagegen außer dem Bistro auch ein Bordrestaurant, in dem schon seit längerer Zeit nicht geraucht werden darf.





Oliver Kühn, Leiter Bordservice beim DB-Fernverkehr, sagte in einem Gespräch mit der RHEINPFALZ, in Kundenbefragungen der Bahn seien die verräucherten Bistros das zweitgrößte Ärgernis der Reisenden gleich nach Verspätungen und verpassten Anschlüssen gewesen. Kühn ist allerdings klar, dass er nun viele Raucher als Bistro-Kunden verlieren wird. In den verbleibenden Raucherabteilen soll deshalb künftig ein verbesserter Am-Platz-Service geboten werden. Dennoch rechnet Kühn in den nächsten Monaten mit einer Umsatzdelle wegen ausbleibender Raucher. Schon im Jahr 2007 soll dieser Umsatzrückgang allerdings dadurch ausgeglichen werden, dass neue Kunden für die Bistros gewonnen werden. Kühn denkt dabei nicht zuletzt an Familien, die bisher oft schon kurz nach Betreten des Bistros wegen der verräucherten Luft die Flucht ergriffen haben. Deswegen gibt es nun erstmals in den Zugbistros eine eigene Kinder-Speisekarte.





Bei den Bemühungen, die Qualität des Angebots in der Zuggastronomie zu verbessern, kooperiert die DB mit der Organisation Slow Food. Diese hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen. Zum neuen Konzept für die Bistros gehört auch, dass das ökologisch angehauchte Trendgetränk Bionade ins Programm aufgenommen wurde. Beim Wein wird nun verstärkt auf höhere Qualität geachtet. Derzeit steht auf der Karte beispielsweise ein trockener Weißburgunder aus dem Deidesheimer Traditionsweingut Bassermann-Jordan. Ab Mitte November folgt ein Rotwein des Ellerstadter Winzers Markus Schneider.





Kühn setzt darauf, dass in den rauchfreien Bistros künftig sehr viel mehr gegessen wird als bisher - nicht zuletzt deswegen, weil hungrige Kunden, die im Restaurant keinen Platz mehr bekommen, nun aller Voraussicht nach eher bereit sein werden, ins Bistro auszuweichen, wenn sie dort nicht mehr durch verräucherte Luft abgeschreckt werden. Bisher liegt der Speiseanteil am Bistroumsatz bei lediglich 7 Prozent.





Der Umsatz in der DB-Zuggastronomie stieg im vergangenen Jahr um knapp 6 Prozent auf rund 91 Millionen Euro. Davon entfielen 34 Millionen auf die Bistros und 33 Millionen Euro auf die Restaurants, der Rest auf den Am-Platz-Service. Sowohl bei den Bistros als auch bei den Restaurants betrug das Umsatzwachstum je rund 10 Prozent. Kommentar







BUDDRUE / BUDDRUE

Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ

Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt

Datum: Nr.232

Datum: Freitag, den 06. Oktober 2006

Seite: Nr.5

Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 
KOMMENTAR

Die Bahn als Pionier

Von Eckhard Buddruss



Die große Koalition in Berlin verhandelt über besseren Nichtraucherschutz - und zwar auf der Grundlage eines Papiers aus der Zigarettenindustrie. Dies ist bezeichnend dafür, wie in Deutschland Gesundheitspolitik gemacht wird.





Jeder Raucher hat das Recht, seine eigene Gesundheit zu ruinieren. Dass aber laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg jährlich über 3000 Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchens sterben, ist ein Skandal. Besonders schlimm ist die Situation in der Gastronomie, wo der Nichtraucherschutz völlig unzureichend ist. Das DKFZ weist darauf hin, dass in einem Gewerbebetrieb, in dem die Luft ähnlich stark mit Schadstoffen belastet ist wie teilweise in Gaststätten, die Mitarbeiter Schutzmasken mit Luftfilter tragen müssten.





Die Deutsche Bahn geht nun mit gutem Beispiel voran. Es war allerdings überfällig, dass die Bordbistros, die oft das Ambiente einer verräucherten Spelunke hatten, ein Ort werden, an den sich auch Familien mit Kindern guten Gewissens hintrauen können. Die DB hat ein durchdachtes Konzept entwickelt, wie der wegen der ausbleibenden Raucher zu erwartende Umsatzrückgang ausgeglichen werden kann. Dabei ist besonders lobenswert, dass die Bahn verstärkt auf Qualität und einheimische Produkte - darunter besonders gute Pfälzer Weine - setzt. Seit der Entscheidung, entgegen früheren Plänen die Speisewagen beizubehalten, entwickelt sich die Zuggastronomie immer mehr zu einem positiven Imagefaktor von unschätzbarem Wert, der die Bahn vorteilhaft von anderen Verkehrsmitteln abhebt.





Das Thema Rauchverbot in der Gastronomie ist politisch heiß umstritten. Die Bahn geht nun mit gutem Beispiel voran.







HEBELT / HEBELT

Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ

Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt

Datum: Nr.232

Datum: Freitag, den 06. Oktober 2006

Seite: Nr.5

Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 
Das ist doch wieder nichts Halbes und nix Ganzes. Scheiss TAbaklobby.



Rauchen in Gaststätten soll verboten werden



Die Koalition plant, das Rauchen in Restaurants zu verbieten. In Kneipen ohne Speisenangebot, Bars und Diskotheken soll es weiterhin erlaubt sein. Auf entsprechende Eckpunkte habe sich eine Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen verständigt, sagte Verbraucher-Staatssekretär Gerd Müller im Bundestag.



Kneipen ausgenommen

Ziel sei "kein generelles Rauchverbot", sondern verbesserter Schutz vor Passivrauchen, sagte CSU-Politiker Müller. Die bislang praktizierte freiwillige Regelung des Gaststättenverbandes sei gescheitert. Die Regierung strebe nun für die etwa 250.000 gastronomischen Betriebe in Deutschland eine "praktikable Lösung" an. Demnach dürfe in Speisegaststätten nur noch in "abgetrennten Räumen" geraucht werden. Schankwirtschaften sollen ausgenommen werden. Als solche bezeichnet das Gaststättengesetz Betriebe, die vorwiegend Getränke zum Verzehr anbieten.





Pflicht zu rauchfreien Zonen

Eine bislang in der Koalition diskutierte Vorlage des Verbandes der Cigarettenindustrie wäre damit vom Tisch: Demnach sollte in Kneipen und Restaurants, die kleiner als 75 Quadratmeter sind, Rauchen generell erlaubt bleiben. Größere Gaststätten sollten verpflichtet werden, rauchfreie Zonen einzurichten. Die Vorschläge der Tabaklobby stießen unter den Gesundheitsexperten der Koalition allerdings auf heftige Kritik.



Nicht mehr in diesem Jahr

Nach Ansicht der SPD-Gesundheitspolitikerin Carola Reimann wird sich die Koalition in diesem Jahr aber wohl nicht mehr auf ein Gesetz einigen. "Das wird knapp", sagte sie. Mit Beginn des parlamentarischen Verfahrens sei Anfang kommenden Jahres zu rechnen. Derzeit verhandelten Union und SPD noch über mögliche Ausnahmen und die rechtlichen Grundlagen. Die Gesundheitspolitikerin geht davon aus, dass die Koalition einen gemeinsamen Antrag erarbeitet. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, kündigte in der "Mittelbayerischen Zeitung" ein Nichtraucherschutzgesetz für Mitte 2007 an.
 
Zurück
Oben