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RHEINPFALZ - Ehemalige FCK Führung

fetzmetz

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Die früheren Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern, Jürgen Friedrich, Gerhard Herzog und Dr. Robert Wieschemann, müssen sich ab 23. Mai 2005 wegen Steuerhinterziehung und Untreue in einem Fall vor der 2. Strafkammer beim Landgericht Kaiserslautern verantworten. Das Landgericht gab neun weitere Termine bis zum 4. Juli 2005 in dieser Sache bekannt.



www.fck.de
 
Ich finds gut, dass die Hauptverhandlung in die spielfreie Zeit fällt. So kommt wenigstens während des regulären Spielbetriebs keine Unruhe in den Verein. Ich bin echt gespannt, wie die strafrechtliche Bewertung aussehen wird!
 
10 Jahre Alcatraz.
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Naja, museumsreif sind diese drei Früchtchen ja auch irgendwie. Vielleicht sollten sie ins Wachsfigurenkabinett.
 
...oder für Friedrich & Co. wäre vielleicht auch lebenslänglich Westkurve angemessen, also dort, wo ihre "Freunde" stehen!
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Arbeitslager in Sibirien? Hab gehört die anderen Arbeiter dort stehen auf Frischfleisch, außerdem ist es da kalt!



Ne mal im Ernst: Wir leben ja nicht in einer "Demokratie" unter Putin, sondern in einem Rechtsstaat. Mal schauen was dabei rauskommt, hoffe da kommt was bei raus, denn langsam scheint es niemanden mehr wirklich zu interessierten. Auf tm hat auf den Thread noch niemand geantwortet.
 
@jonny:



Ja gut äh, über die Qualität unserer Beiträge können wir ja gerne streiten, aber mit tm lassen wir uns nicht so gerne vergleichen!
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Ich rechne eigentlich mit einer Verurteilung o. ä., nicht jedoch mit einem Freispruch. Im Grunde bin ich froh, wenn damit dieses Thema endlich mal vom Tisch ist!
 
Ich meinte ja gar nicht euch, ihr antwortet ja noch auf dieses Thema und wollt, das sie eine Strafe bekommen. Die User bei tm antworten nicht auf das Thema, haben damit wohl schon abgeschloßen.
 
Ich meinte ja gar nicht euch, ihr antwortet ja noch auf dieses Thema und wollt, das sie eine Strafe bekommen. Die User bei tm antworten nicht auf das Thema, haben damit wohl schon abgeschloßen.




War ja auch nur ein Spässle! Ich hab's ja gar nicht als Vorwurf gesehen. Da siehste mal: auf uns ist immer Verlass, wenn's auch manchmal am Inhalt hapert!
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Ich meinte ja gar nicht euch, ihr antwortet ja noch auf dieses Thema und wollt, das sie eine Strafe bekommen. Die User bei tm antworten nicht auf das Thema, haben damit wohl schon abgeschloßen.


Oder sie erinnern sich nicht mehr daran.
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Bin froh wenn die Sache endlich abgeschlossen ist und von da keine Unruhe mehr in den Verein kommt.
 
Wie ein Fußballmärchen als Albtraum endet

Die frühere Führung des 1. FC Kaiserslautern steht vor Gericht - Vorwurf der Steuerhinterziehung und Untreue

Von unserem Redakteur Gerhard Dürnberger Als „Team professionelle Zukunft" begonnen, auf der Anklagebank vor dem Kaiserslauterer Landgericht geendet: Die frühere Führung des 1. FC Kaiserslautern ist hoch aufgestiegen und tief gefallen. Ab Montag müssen sich der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Robert Wieschemann, der ehemalige Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich und das ehemalige Vorstandsmitglied Gerhard Herzog wegen Steuerhinterziehung in mehreren Fällen und einem Fall von Untreue vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts verantworten.



Was mit einem Strafverfahren endet, begann als Fußballmärchen. Im Sommer 1996 erklommen Wieschemann und Friedrich an der Seite des ehemaligen Meistertrainers Kalli Feldkamp den Betzenberg und schickten Präsident Norbert Thines in die Wüste. Dem gerade abgestiegenen FCK wollten sie als Aufsichtsratsmitglieder eine „professionelle Zukunft" geben - und machten gleich Nägel mit Köpfen. Otto Rehhagel, bei den Münchner Bayern gefeuerter Startrainer, wurde in die Pfalz gelockt. Ein Fußballtraum begann. Der FCK stieg 1997 wieder in die Erste Liga auf und wurde Deutscher Fußballmeister. Die größte Leistung, die je im deutschen Fußball vollbracht wurde, kommentierte Günter Netzer damals anerkennend.





Wieschemann und Friedrich sonnten sich im Glanz des Meistertrainers - ohne dass ihnen die Herzen der Fans zuflogen. Der oft arrogant auftretende Friedrich und der zuweilen polternde Wieschemann waren so ganz anders als Norbert Thines, den die Fans verehrt hatten. Respektiert, fachlich geschätzt, aber nicht geliebt, schwangen Wieschemann und Friedrich das Zepter. Alsbald verstärkt von Gerhard Herzog, der aus der Mainzer Staatskanzlei auf den Betzenberg kam.





Der Rubel rollt





Das Fußballmärchen ging nach der Meisterschaft sportlich weiter. In der Saison 98/99 qualifizierte sich der FCK als erste Mannschaft für das Viertelfinale der Champions League, bekam dann allerdings von Bayern München eine Klatsche. Der FCK kam auch wieder in den UEFA-Pokal und erreichte im April 2001 unter Teamchef Andreas Brehme das Halbfinale. Der Rubel rollte, die Kassen beim FCK schienen gut gefüllt, die Führung saß fest im Sattel. Bis zum Sommer 2002.





Im August 2002 begann rasend schnell der tiefe Fall des Trios. Aus dem Fußballmärchen wurde ein Albtraum für den FCK. Zunächst flog Cheftrainer Reinhard Stumpf, dann Teamchef Andreas Brehme, worauf Friedrich als Vorstandsvorsitzender zurücktrat. Dann erwischte es auch Wieschemann nach einem peinlichen Auftritt im Deutschen Sportfernsehen am 18. August, bei dem er sich bis auf die Knochen blamierte und anschließend aus dem Aufsichtsrat ausschied. Sein „Wir alle haben ein Defizit an Durchblick" läuft noch heute in einem Trailer des DSF. Fast bis zur Jahreshauptversammlung am 5. November 2002 hielt Vorstandsmitglied Gerhard Herzog durch, ehe er wegen seiner Äußerung, der FCK stehe finanziell nicht am Abgrund, entlassen wurde. Bei der Mitgliederversammlung wurde dann der komplette gewählte Aufsichtsrat aus dem Amt gejagt.





Nicht mehr Herr im eigenen Haus





René C. Jäggi, der neue starke Mann auf dem Betzenberg, fand im Herbst 2002 einen sportlichen und finanziellen Scherbenhaufen vor. Um Geld flüssig zu machen, wurden zunächst die Transferrechte für Stürmer Miroslav Klose an Lotto Rheinland-Pfalz verkauft. Die Insolvenz des FCK schien dennoch kaum noch abwendbar. In schwierigen Sanierungsgesprächen wurde zwischen Land, Stadt, FCK und Gläubigerbanken dann doch eine Lösung gefunden und das Fritz-Walter-Stadion an eine städtische Betreibergesellschaft verkauft. Der FCK war wirtschaftlich gerettet, aber nicht mehr Herr im eigenen Haus. Er zahlt nun über drei Millionen Euro jährlich an die Stadiongesellschaft.





Parallel zu den Sanierungsverhandlungen ließ die neue Vereinsführung die Geschäftsvorgänge beim FCK seit 1996 untersuchen. Damit kam der Stein ins Rollen - deshalb sitzen Wieschemann, Friedrich und Herzog ab Montag auf der Anklagebank. Die mit den Untersuchungen beauftragte Revisionsgesellschaft Price Waterhouse Coopers (PWC) förderte nämlich seltsame Geschäftspraktiken zu Tage. Stichwort: Persönlichkeitsrechte. 8,25 Millionen Euro sollen nach den PWC-Gutachten für so genannte Persönlichkeitsrechte von Spielern gezahlt worden sein. Alles lief wie bei Taribo West: Der frühere FCK-Spieler soll 500.000 Mark Gehalt pro Jahr bekommen, aber zusätzlich 1,5 Millionen Mark netto kassiert haben - deklariert als Zahlungen für Persönlichkeitsrechte und am Aufsichtsrat vorbei gezahlt.





Das Gutachten rief die Finanzbehörden und die Staatsanwaltschaft Zweibrücken auf den Plan, an die Ministerpräsident Kurt Beck alle strafrechtlich relevanten Ermittlungen im Zusammenhang mit dem FCK delegiert hatte. Für den Verein kam es knüppeldick. Er musste an das Finanzamt 8,9 Millionen Euro Steuern nachzahlen, die Deutsche Fußball-Liga bestrafte den FCK mit drei Punkten Abzug in der Saison 2003/04 und einer Geldbuße von 125.000 Euro.





Das Trio geriet ins Visier der Staatsanwaltschaft: Hausdurchsuchungen, ein Haftbefehl gegen Friedrich wegen Fluchtgefahr und schließlich Anklageerhebung. Parallel rollte eine zivil- und arbeitsrechtliche Prozesslawine. Mit Lohnforderungen gegen den FCK kamen Friedrich und Herzog nicht groß durch, umgekehrt hatte der FCK mit Regressforderungen Erfolg. Das Landgericht Kaiserslautern verurteilte das frühere Führungstrio, „als Gesamtschuldner an den 1. FCK einen Betrag in Höhe von 521.239 Euro zu zahlen".





Strafrechtlich geht es ab Montag um die Zahlungen für Persönlichkeitsrechte in den Jahren 1999 bis 2001, die die Staatsanwaltschaft Zweibrücken als verdeckte Lohnzahlungen für Spieler wertet. Friedrich und Herzog sollen jeweils rund fünf Millionen Euro, Wieschemann soll 3,78 Millionen Euro Lohnsteuer hinterzogen haben. Die Steuerhinterziehungen wertete die Staatsanwaltschaft zugleich als Fälle von Untreue, konnte sich damit aber vor Gericht nicht durchsetzen. Das Landgericht Kaiserslautern konnte keine Untreue feststellen und wurde darin vom Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken bestätigt. Es könne nicht festgestellt werden, dass durch die Manipulationen der früheren FCK-Führung dem Verein ein objektiver Vermögensschaden zugefügt worden sei, argumentierte das OLG.





Damit kommt lediglich ein Untreuevorwurf vor Gericht. Die drei Angeklagten sollen Medienberatungsverträge mit einem Unternehmen abgeschlossen haben, das dafür Beträge in Höhe von 375.000 Mark kassierte - ohne dass aber eine Medienberatung erfolgt wäre.









Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ
 
die jungs haben natürlich alles abgestritten.



heute abend könnt ihr die a********er nochmal im dritten bewundern.
 
Ex-FCK-Führung beteuert Unschuld







Friedrich (l.) und Wieschemann drohen bis zu fünf Jahren Haft







Kaiserslautern - Die ehemalige Führung des FCK um den Ex-Vorstandschef Jürgen Friedrich setzt sich zur Wehr.



In dem am Montag begonnenen Strafprozess vor der 2. Wirtschaftskammer des Landgerichts Kaiserslautern wiesen die Beklagten die Vorwürfe der Steuerhinterziehung in mehreren Fällen und der Untreue in einem Fall zurück.



"Das ist alles absolut unwahr. Es gab keinen korrekteren Verein in der Geschäftsführung als den 1. FC Kaiserslautern. Ich werde mich der Verantwortung stellen, weil ich nichts Unrechtes getan habe", sagte Friedrich bei seiner Einlassung am ersten von elf angesetzten Verhandlungstagen.



"Vorwurf ist lächerlich"





Auch der Ex-Aufsichtsratsboss Robert Wieschemann wies jegliche Schuld von sich. "Der Vorwurf, wir hätten eine Bande gegründet, um Steuern zu hinterziehen, ist lächerlich", meinte der 66-Jährige.



Laut der Anklage der von Oberstaatsanwalt Thomas Lißmann vertretenen Staatsanwaltschaft Zweibrücken sollen Friedrich (10 Fälle) 5,094 Millionen Euro, das ehemalige Vorstandsmitglied Gerhard Herzog (9 Fälle) 4,999 Millionen Euro und Wieschemann (7 Fälle) 3,778 Millionen Euro Lohnsteuer hinterzogen haben.



Im Fall eines Schuldspruchs drohen den früheren FCK-Bossen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.



Verdeckte Gehaltszahlungen



Die Anklage stützt sich auf die These, dass Zahlungen des Klubs in der Amtszeit der drei Beschuldigten an mehrere Ex-Profis (Jeff Strasser, Youri Djorkaeff, Nenad Bjelica, Lincoln und Taribo West) für Persönlichkeitsrechte als verdeckte Lohnzahlungen anzusehen sind.



Staatsanwalt Lißmann führte bei seiner Anklage-Eröffnung aus, dass die Pfälzer allein für die Persönlichkeitsrechte des Franzosen Djorkaeff knapp sechs Millionen Euro bezahlt haben sollen.



Der FCK musste auf Grund dieser Praxis im Umgang mit den Rechten vor zwei Jahren 8,9 Millionen Euro Steuern nachzahlen und stand kurz vor der Pleite. Parallel zum Strafprozess fordert die derzeitige FCK-Chefetage um Rene C. Jäggi Schadenersatz von den drei Angeklagten für die an das Finanzamt überwiesene Summe.



In einem ersten Schritt will der FCK 2,25 Millionen Euro zurückerstattet haben.



Zweifelhafter Vertrag mit Rogon



Neben den Fällen der Steuerhinterziehung bezichtigt die Staatsanwaltschaft die frühere Klubführung der Untreue, da die drei Angeklagten einen angeblich unlauteren Medienberatungsvertrag mit dem Unternehmen Rogon des Spielervermittlers Roger Wittmann abgeschlossen haben sollen.



Rogon hat nach Ansicht der Ankläger rund 180.000 Euro erhalten, ohne dass allerdings eine Medienberatung erfolgt sei.



Schadensersatz für den FCK



In den bisher geführten Prozessen mussten Friedrich und Co. Niederlagen einstecken. Am 11. Mai verurteilte das Landgericht Friedrich und Herzog zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 521.239 Euro an den FCK.



Das Gericht folgte damals der Argumentation des Klubs, der in der Saison 2003/04 wegen Verstößen gegen die Lizenzordnung von der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit einer Geldstrafe in Höhe von 125.000 Euro belegt wurde und zusätzlich einen Abzug von drei Punkten hinnehmen musste, der die Einnahmen durch TV-Gelder schmälerte.



Berufungsverhandlung steht noch aus



Grund für das Urteil waren die umstrittenen Verträge über Persönlichkeitsrechte, die nach Ansicht des Gerichts nicht wie erforderlich der DFL vorgelegt worden seien. Dieser Richterspruch ist allerdings noch nicht rechtskräfig, da die Verurteilten eine Berufung beim Oberlandesgericht Zweibrücken angekündigt haben.



Schon Mitte Dezember 2003 hatte der FCK im ersten Prozess gegen Friedrich einen Erfolg errungen.



Das Landgericht hatte damals die Klage des 61-Jährigen gegen seine fristlose Kündigung vom 9. November 2002 abgewiesen. Das Gericht sprach Friedrich lediglich rund 7700 Euro für die neun Arbeitstage im November zu. Der Ex-Klubchef hatte eine Abfindung von 151.000 Euro gefordert.



Quelle: sport1.de
 
Prozess gegen frühere FCK-Verantwortliche beginnt am Montag



Am Montag (23. Mai) beginnt vor der Wirtschafts-Strafkammer des Landgerichts Kaiserslautern der Strafprozess gegen die frühere Führung des 1. FC Kaiserslautern. Die bis 2002 Verantwortlichen, der ehemalige Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich, das einstige Vorstandsmitglied Gerhard Herzog und der Ex-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Robert Wieschemann, müssen sich wegen Steuerhinterziehung und in einem Fall von Untreue verantworten. Bislang wurden elf Verhandlungs-Tage terminiert.





www.fck.de
 
und...das bringt zwar gerechtigkeit aber die ca. 9mios, die wir ans finanzamt nachzahlen mussten, bekommen wir auch nicht wieder...
 
http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD5313...228308E8F67422B528~ATpl~Ecommon~Scontent.htmlhttp://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E4BC2F2BE348048228308E8F67422B528~ATpl~Ecommon~Scontent.html



Jürgen Friedrich: "Die Spieler waren froh, hier spielen zu dürfen"

Fußball

„Es gab keinen korrekteren Verein als den 1. FC Kaiserslautern”

Von Thomas Klemm, Kaiserslautern





24. Mai 2005 Dieser Tage lernt die Pfalz den Fußball auch in seinen unschönen Facetten kennen. Am Samstag wurde eine am Ende lustlose Bundesligamannschaft des 1. FC Kaiserslautern von seinen Fans unter Pfiffen in den Urlaub verabschiedet, am Sonntag regnete es beim Sportkirchentag in der Stadt in Strömen, am Montag standen frühere Funktionäre des Fußballklubs vor dem Kadi.





Keine guten Tage für den FCK und sein Umfeld, und vor allem nicht für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Friedrich, das frühere Vorstandsmitglied Gerhard Herzog und den einstigen Aufsichtratschef Robert Wieschemann, denen in mehreren Fällen Steuerhinterziehung aus den Jahren 1999 bis 2001 vorgeworfen wird.



„Absurd und lächerlich”



Als "lächerlich ohne Ende" und "absurd" bezeichnete Wieschemann die Vorwürfe; er habe mit seinen beiden Kollegen erstmals im Jahre 2002 über Steuern gesprochen. Während Friedrich gelassen seine ähnliche Sicht der Dinge kundtat und behauptete, "es gab keinen korrekteren Verein als den 1. FC Kaiserslautern", kündigte ein sich als "körperlich und seelisch" leicht angeschlagen präsentierender Herzog eine schriftliche Stellungnahme an, die er dem Gericht überreichte.



Vorne rechts im Sitzungssaal 1 des Landgerichts Kaiserslautern, das am Fuße des Betzenbergs liegt, steht ein Rollwagen mit knapp zwanzig Aktenordnern, in denen alle Unterlagen zu dem Strafverfahren abgeheftet sind: Laut der Anklage der Staatsanwaltschaft Zweibrücken soll die einstige FCK-Vereinsführung 375.000 Mark veruntreut haben, weil sie einen unlauteren Vertrag mit der Sportmanagementfirma Rogon abgeschlossen habe, ohne daß in den Jahren 1999 und 2000 eine Leistung in Form einer Medienberatung erfolgt sei. Vor allem aber soll Friedrich in zehn Fällen 5,1 Millionen Euro an Lohnsteuern hinterzogen haben, Herzog in neun Fällen 5 Millionen Euro, Wieschemann (7 Fälle) 3,8 Millionen Euro.



Verschleierte Gehaltszahlungen



"Wissentlich und willentlich" sei dies geschehen, lautet die Anklage. Die Überweisungen, mit denen der Verein die Persönlichkeitsrechte an fünf Fußballprofis erworben habe, seien als "verschleierte Gehaltszahlungen" anzusehen. So soll allein der französische Weltmeister Youri Djorkaeff über eine Marketingfirma 11,8 Millionen Mark erhalten haben, die nicht versteuert worden seien.



"Ohne den geringeren steuerlichen Aufwand", so der Oberstaatsanwalt Lißmann bei der Verlesung der Anklageschrift, seien Djorkaeff sowie seine Mitspieler Jeff Strasser, Nenad Bjelica, Taribo West und Lincoln für den Verein nicht zu finanzieren gewesen.



Eine Frage der Ehre?



Diese Behauptung mochte Friedrich nicht auf sich sitzen lassen. Eigentlich nur zu seinen persönlichen Daten und seinem bisherigen Lebensweg gefragt, präsentierte der frühere Fußballprofi, Präsident, Aufsichtsratschef und Vorstandsvorsitzende der "Roten Teufel" ad hoc einige Bilanzzahlen des 1. FC Kaiserslautern aus den neunziger Jahren, die insgesamt auf eine recht entspannte Finanzlage hindeuteten.



"Wir hatten keinen Grund, Kosten zu verschleiern, die unseren Gewinn minimieren", sagte der Einundsechzigjährige, der zudem behauptete: "Nettovereinbarungen gab es bei uns nicht - die Spieler waren froh, hier spielen zu dürfen." Also keine Frage des Geldes, sondern der Ehre und der sportlichen Herausforderung?



Persönlichkeitsrechte der Fußballprofis zu erwerben, so die Linie der Verteidigung, sei völlig normal und sogar im damals geltenden Lizenzspielerstatut des Deutschen Fußball-Bundes in Paragraph sechs vorgesehen. Dieses Dokument in der Anklageschrift nicht berücksichtigt zu haben, warf Wieschemann der Staatsanwaltschaft verärgert vor.



Kurze Wege zwischen den Funktionären



Wer zu welchem Zeitpunkt in den Vereinsgremien was gewußt hat, diese Frage scheint in der überschaubaren pfälzischen Stadt beinahe überflüssig. Auf gewohnt joviale Art bezeichnete Jürgen Friedrich die kurzen Wege zwischen den Funktionären sogar als Vorzüge der "Roten Teufel": "Die intensive Zusammenarbeit der kleinen Gemeinschaft ist immer eine Stärke des FCK gewesen." Also sollte jeder von den Entscheidungen gewußt haben, wiewohl bei Kontaktaufnahmen mit Spielern das Vorstandmitglied Herzog "nur partiell dabei war", wie Friedrich behauptete.



Wieschemann, von Hause aus Jurist, sprach sogar launig davon, daß er Friedrich vor knapp acht Jahren zum Amt des Vorstandsvorsitzenden überredet habe mit der Absicht, "eine Bande zu gründen".



Dieser gewagte Kommentar war selbst dem zu Ironie und Witz neigenden Richter Feltes zu viel. Die sportlichen Erfolge der "Roten Teufel" indes wußte auch der Richter an der Wirtschaftskammer zu würdigen. "Aufstieg und Meisterschaft 1998 war schon ein Highlight." Weniger gut kam beim Vorsitzenden Richter Feltes an, daß Wieschemann vergessen hatte, sein Handy abzustellen. Als es während des ersten Verhandlungstages klingelte, griff er durch: "Etwas Wichtigeres als dieses Strafverfahren gibt es nicht." Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende gelobte Besserung. Zehnmal wird man sich noch im Landgericht Kaiserslautern treffen
 
Frühere FCK-Führung wirft Ball zurück

Zum Prozessauftakt vor Landgericht Kaiserslautern bestreiten Angeklagte die Vorwürfe



KAISERSLAUTERN (dür). Gemessen am Wirbel vorab war das öffentliche Interesse recht gering. Drei Dutzend Medienleute und Zuschauer verfolgten gestern den Beginn des Strafprozesses gegen die frühere Führung des 1. FCK im großen Saal des Kaiserslauterer Justizzentrums. Die drei Angeklagten gingen gleich in die Offensive und wiesen die Beschuldigungen der Staatsanwaltschaft zurück.





Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Robert Wieschemann, der frühere Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich sowie das frühere Vorstandsmitglied Gerhard Herzog müssen sich vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts im Zusammenhang mit Zahlungen für Persönlichkeitsrechte von Spielern zwischen Juli 1999 und August 2002 verantworten. Dem ehemaligen Führungstrio werden mehrere Fälle von Steuerhinterziehung sowie ein Fall von Untreue zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken beschuldigt Friedrich und Herzog, rund fünf Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben, bei Wieschemann sollen es 3,78 Millionen Euro gewesen sein. Bei dem Fall von Untreue geht es um Medienberatungsverträge, die die drei Angeklagten mit einem Unternehmen abschlossen, das dafür 375.000 Mark kassierte, ohne dass eine Medienberatung erfolgt sein soll.





Friedrich erklärte zu dem Vorwurf der Steuerhinterziehung, es habe in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des FCK „nie Nettovereinbarungen mit Spielern gegeben". Die Spieler seien froh gewesen, für den FCK spielen zu können, der Verein habe den Preis bestimmt. Herzog, der den Prozessauftakt als den „schwärzesten Tag meines Lebens" bezeichnete, ließ seinen Anwalt eine Einlassung verlesen, in der er beteuerte, er sei bei allen Unterschriften davon ausgegangen, dass es sich um echte Leistungen handele. Er sei wegen seiner organisatorischen Fähigkeiten zum FCK geholt worden, in juristischen Dingen jedoch ein Laie.





Wieschemann sagte, die FCK-Führung habe keinerlei Absichten gehabt, Steuern zu hinterziehen. Die Satzung des DFB gebe vor, dass Vereine die Persönlichkeitsrechte von Spielern erstehen müssen. Dass das Lizenzspielerstatut in dem Prozess nicht vorliege, sei ein Ermittlungsfehler, wie er ihn sich schlimmer nicht vorstellen könne. Es sei Aufgabe der Staatsanwaltschaft, auch entlastende Fakten beizutragen.





Von der Möglichkeit, Persönlichkeitsrechte zum eigenen Vorteil einzusetzen „und doppelt abzukassieren", will Wieschemann zum ersten Mal im August 2002 erfahren haben, als der jetzige FCK-Vorstandsvorsitzende René C. Jäggi auf den Betzenberg geholt wurde. Damals habe er ein Schreiben von einer Firma GRJ aus der Schweiz bekommen, die die Interessen Jäggis vertrat und einen Betrag gefordert habe, für den Jäggi seine Werberechte an den FCK abtrete.





Satzungen mit Passagen über Persönlichkeitsrechte lieferte der Vorsitzende Richter nach der Mittagspause nach - als Ausdrucke aus dem Internet. Das Gericht merkte zu Wieschemanns Ausführungen an, Konstellationen, wonach es Zahlungen an eine Firma und Rückflüsse an Spieler gibt, hätten ihm nicht so neu sein müssen.





Zu dem Vorwurf der Untreue sagte Friedrich, die Darstellung der Staatsanwaltschaft sei völlig falsch. Der Vertrag über Medienberatung beziehe sich allein auf den früheren Profi Mario Basler. Dessen Schwager, der Spielervermittler Roger Wittmann, habe mit seiner Firma Rogon 500.000 Mark Provision für Baslers Wechsel von Bayern München zum FCK verlangt, das habe man auf 375.000 Mark gedrückt. Weil Basler damals als schwieriger Spieler bekannt gewesen sei, sollte Rogon ihn medienmäßig begleiten und disziplinieren, damit er nicht auffällig wird. Die 375.000 Mark seien eine normale Provisionszahlung gewesen, auf drei Jahre gesplittet. Wieschemann war es „völlig unverständlich", wie das Wort Medienberatung zustande kam. Durch gestaffelte Provionszahlungen sollte Druck auf Basler aufgebaut werden. Herzog hingegen meinte, man habe ihm erklärt, Rogon werde die Medienberatung für Basler übernehmen. Bei seiner Unterschrift habe er nicht an Provision gedacht.





Die Ausführungen der drei Angeklagten veranlassten das Gericht zu kritischen Anmerkungen. Die Frage, warum ein Teil der 375.000 Mark für Rogon unter der Rubrik „100. Vereinsjubiläum des FCK" verbucht wurde und wie dies mit Provisionszahlungen zusammenpasse, konnte Friedrich nicht erklären; das müsse das Gericht FCK-Vorstandsmitglied Erwin Göbel fragen. Der Vorsitzende Richter fragte auch, warum der Name Basler in der Rogon-Vereinbarung nicht auftauche und wie man Basler habe disziplinieren wollen, wenn die Zahlungen an Rogon gingen.





Der Prozess wird am 30. Mai um 9.30 Uhr fortgesetzt.







ROEBELM / ROEBELM
 
Während Friedrich gelassen seine ähnliche Sicht der Dinge kundtat und behauptete, "es gab keinen korrekteren Verein als den 1. FC Kaiserslautern", kündigte ein sich als "körperlich und seelisch" leicht angeschlagen präsentierender Herzog eine schriftliche Stellungnahme an, die er dem Gericht überreichte.




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Anscheinend leiden hier immer noch einige unter "Mangel an Durchblick"! Wenn dem so wäre, frage ich mich, was der ganze Zirkus soll!!!
 
Djorkaeff kassierte 11,8 Mio Mark





Wollen sie reich werden ? Dann werden Sie einfach Fussball-Profi in Lautern...

Vorm Landgericht Kaiserslautern begann gestern der Prozesß wg. Steuerhinterziehung und Untreue gegen die Ex-Bosse Jürgen Friedrich, Gerhard herzog und Dr. Robert Wischemann.

Und da kam raus: Frankreichs Weltmeister Youri Djorkaeff soll laut Staatsanwalt in seiner FCK-Zeit 11,8 Millionen Mark alleine für die Abtretung der "Persönlichkeitsrechte" (damit Lautern mit ihm werben konnte) erhalten haben!

"verschleierte gehaltszahlungen", sagt die Anklage. Friedrich: "Abstrus! Wir hatten die korrekteste Geschäftsführung. Ich kenne das Wort Nettozahlung überhaupt nicht" Auch Ex-Aufsichtsrats-Boss Wischemann weißt die Vorwürfe zurück: "Alles lächerlich ohne Ende. Von Persönlichkeitsrechten habe ich das erste Mal gehört, als der berater des heutigen FCK-Chefs Jäggi neben Gehalt auch noch Geld für seine Persönlichkeitsrechte wollte."

Nur Gerhard Herzog, der '97 bis '02 geschäftsführer war und im Trio als Mitläufer gilt, zeigt Reue: "Das ist der schwärzeste Tag meines Lebens. Ich war immer ein staatstragender Mensch."

Ach ja: Die Spielerberaterfirma Rogon soll 375000 Mark für nie geleistete "Medienberatung" kassiert haben. Wieschemann: "Provision für den Basler-Transfer".





Quelle: Bild
 
Argh! Wenn ich immer wieder diese Zahlen lesen muss, krieg ich das große K*tzen! Was da an Knete verpulvert worden ist, geht auf keine Kuhhaut! Gar nicht auszudenken, wenn wir einen Großteil dieses Geldes noch hätten...
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Ich sag nur "Wir haben einen Mangel an Durchblick". ICh hab an diesem tag Doppelpass gesehen, man bin ich froh das der Wieschemann dort war und sich so dumm angestellt hat. Ansonsten würde es den FCK gar nicht mehr´geben, wenn dieses Trio so weitergemacht hätte.
 
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