Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

Saddam Hussein zum Tode verurteilt

Mathias

Active Member
Urteil des Bagdader Sondertribunals

Saddam Hussein zum Tode verurteilt



Der frühere irakische Staatschef Saddam Hussein ist vom Sondertribunal in Bagdad zum Tod durch Erhängen verurteilt worden. Er wurde der Verbrechen gegen die Menschlichtkeit für schuldig befunden. In dem Prozess ging es um das Massaker an 148 Schiiten im Jahre 1982.

Ausgangssperre in Bagdad



Der irakische Ex-Machthaber und sieben Mitangeklagte waren am Morgen in Erwartung des Urteils vor dem Sondertribunal in Bagdad erschienen. In der irakischen Hauptstadt herrschte angespannte Stille. Kein Fußgänger war am Morgen auf den Straßen zu sehen. In Bagdad und mehreren Provinzen war zuvor ein Ausgehverbot verhängt worden



Außerdem waren die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft worden. Irakische und amerikanische Soldaten errichteten zusätzliche Kontrollposten und verstärkten ihre Patrouillen. Für die irakischen Soldaten wurde bereits am Freitag eine Urlaubssperre verhängt.



Quelle: http://tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6065636_NAV_REF1,00.htmlhttp://tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6065636_NAV_REF1,00.html



Staatsanwalt fordert Todesstrafe (19.06.06)
 
Keine große Überraschung.



Naja, ich wüsste ihn lieber verrottend in einer Gefängniszelle,

aber okay. Ich kanns den Irakern nicht verdenken, dass sie sauer auf ihn sind.
 
Keine große Überraschung.


Naja, ich wüsste ihn lieber verrottend in einer Gefängniszelle,

aber okay. Ich kanns den Irakern nicht verdenken, dass sie sauer auf ihn sind.




Ach was ich würde ihn einfach in ner Gegend voll Schiiten aussetzen
default_wink.png
 
bin gegen die todesstrafe, egal was ein mensch gemacht hat, dann lieber in ner zelle lebenslang lassen, aber naja andere haben über leben und tot zu entscheiden
default_icon_rolleyes.gif
 
Todesstrafe ist so eine sache... Sie generell für Mord zu geben wie es in den USA ist, ist absurd. Aber was Hussein gemacht hat, war schon schrecklich. ich will nicht sagen er hat es verdient, aber wenn man an die ganzen menschen denkt die wegen ihm sterben mussten...
 
Todesstrafe ist so eine sache... Sie generell für Mord zu geben wie es in den USA ist, ist absurd. Aber was Hussein gemacht hat, war schon schrecklich. ich will nicht sagen er hat es verdient, aber wenn man an die ganzen menschen denkt die wegen ihm sterben mussten...


Genau so sehe ich das auch, aber ich wollte nicht über leben und tot eines menschen entscheiden
 
mit dem tod kommt er noch gut weg...wie klinge es sagt, wäre es für ihn wohl härter im gefängnis zu verrotten
 
Todesstrafe ist so eine sache... Sie generell für Mord zu geben wie es in den USA ist, ist absurd. Aber was Hussein gemacht hat, war schon schrecklich. ich will nicht sagen er hat es verdient, aber wenn man an die ganzen menschen denkt die wegen ihm sterben mussten...


... könnte man glatt noch einen nebendran hängen.



bush_portrait.jpg




Aber ich bin auch gegen die Todesstrafe - egal für wen und wofür.


 
Sicher hat Saddam Hussein schreckliches getan und davon viel zu viel. Ich verurteile diese Taten abgrundteif. Aber die Todesstrafe sollte nicht vollstreckt werden. IN KEINEM FALL!!!
 
TODESURTEIL



<span>Italien und Frankreich wollen Saddams Hinrichtung verhindern</span>



Die Außenminister Frankreichs und Italiens haben einen Appell an die irakische Regierung gerichtet: Das Todesurteil gegen Saddam Hussein solle nicht vollstreckt werden. Zuvor hatten sich bereits andere europäische Politiker gegen die Hinrichtung des Ex-Diktators ausgesprochen.



Paris - Eine Exekution des ehemaligen Machthabers sei ethisch falsch und könnte einen Bürgerkrieg provozieren, warnten die Außenminister beider Länder. "Bei der dramatischen und schwierigen Situation im Irak könnte eine Hinrichtung Saddam Husseins das Land in einen wirklichen Bürgerkrieg stürzen", sagte Italiens Außenminister Massimo D'Alema nach einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Philippe Douste-Blazy in Paris. "Das ist der Grund für den Appell, den wir an die demokratischen Behörden des Iraks - die wir respektieren und unterstützen - richten, das Urteil nicht zu vollstrecken", fügte D'Alema hinzu.



Doust-Blazy erklärte, Frankreich und die Europäische Union seien generell gegen die Todesstrafe und wünschten sich ein weltweites Verbot. "Deshalb sollte Saddam Hussein auch aus rein ethischen Gründen nicht die Todesstrafe erleiden", sagte der französische Minister. Hauptgrund sei jedoch die Lage im Irak, der jetzt schon kurz vor einem Bürgerkrieg stehe.



In London sprach sich auch der britische Premierminister Tony Blair gegen die Todesstrafe aus - und stellte sich damit gegen die Position des Kriegs-Alliierten US-Präsident George W. Bush. Allerdings ließ sich Blair seine Aussage nur auf mehrfache Nachfragen entlocken. Es gebe im Irak "andere und wichtigere Fragen" als die mögliche Hinrichtung des früheren Machthabers, sagte der Premier auf einer Pressekonferenz in London. Erst als die Journalisten insistierten, ob er nun für oder gegen die Vollstreckung des Todesurteils sei, antwortete er: "Wir sind generell gegen die Todesstrafe, ob dies Saddam Hussein ist oder jemand anders."



Ob Saddam Hussein hingerichtet werde, sei eine Entscheidung der Iraker. "Wie auch immer halte ich es für wichtig zu sehen, dass diese Gerichtsverhandlung gegen Saddam, die von den Irakern selbst geführt wurde, uns an die totale und barbarische Brutalität des Regimes erinnert", sagte Blair.



"Sinnlos und falsch"




Der ebenfalls in London weilende italienische Ministerpräsident Romano Prodi sprach sich wie sein Außenminister entschieden gegen die Hinrichtung aus. "Italien ist gegen die Todesstrafe, selbst in so einem dramatischen Fall wie dem von Saddam Hussein denken wir immer noch, dass die Todesstrafe nicht vollzogen werden sollte."



Der Europarat hat sich ebenfalls entschieden gegen die Vollstreckung des Todesurteils ausgesprochen. Es wäre "sinnlos und falsch", den Diktator hinzurichten, sagte der Generalsekretär des Europarates, Terry Davis heute in Straßburg. Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, René van der Linden, warnte vor einem "gefährlichen Signal" im Fall einer Hinrichtung: Der neue Irak solle nicht auf Rache, sondern auf der Achtung der Menschenrechte aufgebaut werden. In den 46 Mitgliedsländern des Europarates wird die Todesstrafe nicht mehr vollstreckt.



Schon zuvor hatte die finnische EU-Ratspräsidentschaft erklärt, die Europäische Union lehne die Todesstrafe grundsätzlich und deshalb auch im Fall Saddams ab. Finnland forderte, auf die Vollstreckung des Urteils zu verzichten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies auf die Linie der EU bezüglich der Todesstrafe.



US-Präsident George W. Bush bezeichnete das Urteil dagegen als Meilenstein in den Bemühungen der Iraker beim Aufbau eines Rechtsstaats. Das Urteil sei eine bedeutende Leistung für die junge Demokratie des Iraks und seine verfassungsmäßige Regierung.



Der irakische Präsident Dschalal Talabani hat inzwischen erklärt, er wolle das Todesurteil gegen Saddam nicht unterschreiben. Es könne auch ohne seine Unterschrift vollstreckt werden. Er selbst habe vor mehreren Jahren eine internationale Petition gegen die Todesstrafe unterzeichnet, sagte Talabani heute in Paris. Laut Verfassung muss das Präsidialbüro das Urteil gegen Expräsident Saddam Hussein ratifizieren. Talabani beteuerte dagegen: "Das Gericht braucht keine Unterschrift des irakischen Präsidenten. Die Justiz ist unabhängig."



Ruhe in Bagdad




In Bagdad selbst ist die Lage am Tag nach dem Todesurteil weitgehend ruhig geblieben. Die verhängten Ausgangsbeschränkungen sollen morgen aufgehoben werden. Von 6 Uhr an (4 Uhr MEZ) dürften die Straßen der irakischen Hauptstadt wieder befahren werden, teilte das Amt des Ministerpräsidenten mit. Zu Fuß dürften die Menschen ab sofort wieder ihre Häuser verlassen. Die Ausgangssperre hatte einen spürbaren Rückgang der Gewalttaten zur Folge.



Eine Hinrichtung Saddams steht nicht unmittelbar bevor. Zum einen muss der Ausgang des bei Todesstrafen obligatorischen Berufungsverfahrens abgewartet werden. Zum anderen muss ein anderes Verfahren gegen Saddam, in dem es um den Völkermord an Kurden geht, abgeschlossen werden.



Wegen eines Massakers an Schiiten im Jahr 1982 war Saddam Hussein am Sonntag von einem Sondergericht in Bagdad zum Tod durch den Strang verurteilt worden.



ler/AFP/Reuters/dpa/AP





Quelle: spiegel.de
 
hab mal gehört das wurde in der bibel falsch übersetzt

'auge um auge, zahn um zahn' soll angeblich 'GIB auge um auge, GIB zahn um zahn' heisen. was soviel heisen würde wie, wenn du scheise gebaut hast dann versuchs wieder gut zu machen und ned, wenn dir einer aufs maul gehaun hat, dann hau genau so fest zurück



ich würd ihn auch einfach lebenslang einsperren, aber wie schon gesagt wurde, ich versteh auch wenn er gehängt wird
 
An eye for an eye - until everyone's blind.
ghandi
default_biggrin.png




Ehrlich gesagt bin ich da etwas unschlüssig. Einerseits bin ich ganz gegen Todesstrafe, andererseits würd ich für Saddam auch nich auf die Strasse gehen...
 
hab mal gehört das wurde in der bibel falsch übersetzt
'auge um auge, zahn um zahn' soll angeblich 'GIB auge um auge, GIB zahn um zahn' heisen. was soviel heisen würde wie, wenn du scheise gebaut hast dann versuchs wieder gut zu machen und ned, wenn dir einer aufs maul gehaun hat, dann hau genau so fest zurück



ich würd ihn auch einfach lebenslang einsperren, aber wie schon gesagt wurde, ich versteh auch wenn er gehängt wird




Hmm, ist hier jemand im Forum, der Theologie, oder andere Religionswissenschaften studiert?

Wäre mal ne interessante Frage...
 
SADDAM-URTEIL


<span>
Uno-Beauftragter kritisiert Sondergericht scharf</span>



Das Todesurteil gegen Saddam Hussein sorgt für heftige Diskussionen. Uno-Berichterstatter Despouy kritisierte den Prozess gegen den ehemaligen irakischen Diktator. Das Sondergericht sei nicht unabhängig und nicht unparteiisch gewesen.



Genf - Der Prozess habe "nicht den internationalen Prinzipien der Menschenrechte, insbesondere hinsichtlich des Rechts auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht" entsprochen, erklärte Leandro Despouy, Uno-Berichterstatter für die Unabhängigkeit von Richtern, in Genf. Saddam Hussein müsse vor ein internationales Gericht gestellt werden, das ihm alle Garantien entsprechend den Grundsätzen der Vereinten Nationen gewähre.



Die Glaubwürdigkeit und Legitimität des Gerichts, das den Ex-Präsidenten am Sonntag zum Tode verurteilte, sei "zweifelhaft", erklärte Despouy. Das Sondergericht in Bagdad sei während einer "Besatzung" zusammengetreten, die von vielen als "illegal" angesehen werde. Das Gericht sei "im Wesentlichen von den USA finanziert" worden.



Der Prozess habe ferner in einem Klima der Gewalt und der Unsicherheit stattgefunden. Einer der Richter, drei Verteidiger und ein Angestellter des Gerichts seien umgebracht worden. Despouy forderte die Justiz im Irak auf, das Todesurteil nicht zu vollstrecken. Eine Hinrichtung Saddam Husseins stünde in "offensichtlichem Gegensatz zum internationalen Trend zur Abschaffung der Todesstrafe".



asc/AFP






Quelle: spiegel.de
 
Saddam wurde heute morgen hingerichtet, er wurde gehängt, dies berichten alle Rundfunk- und Fernsehanstalten.
 
SADDAM-HINRICHTUNG



<span>"Es ging sehr schnell - er starb sofort"</span>



Nur wenige Stunden nach der Exekution von Saddam Hussein zeigten mehrere Fernsehsender erste Bilder von den letzten Vorbereitungen der Hinrichtung: Der irakische Ex-Diktator wirkt darauf gefasst. Die Hinrichtung verlief nach Berichten von Augenzeugen schnell und ruhig.



Bagdad - Es sind die letzten Augenblicke seines Lebens, aber Saddam Hussein wirkt wenige Sekunden vor seinem Tod merkwürdig ruhig und gefasst. In einem langen, schwarzen Mantel und weißem Hemd tritt der 69-Jährige vor den Galgen. Er sagt nichts, in seinem Gesicht ist keine Regung erkennbar. Seine Augen sind nicht verbunden. Um den irakischen Ex-Diktator herum stehen mehrere maskierte Männer. Zuerst legen sie ihm ein schwarzes Tuch um den Hals, dann greift einer der Männer nach dem Strick und legt Saddam die Schlinge um den Hals - an dieser Stelle brechen die Bilder ab.







Es sind die ersten Aufnahmen des arabischen Senders al-Arabija von der Hinrichtung Saddam Husseins, die heute im Morgengrauen um 6 Uhr Ortszeit (4 Uhr MEZ) erfolgte. Wenig später flackern diese Bilder über sämtliche Nachrichtensender der Welt. Der US-Sender CNN zeigt die Aufnahmen, auch das staatliche irakische Fernsehen zeigte die Bilder der Hinrichtung.



Augenzeugen sprachen von einer ruhigen und schnellen Hinrichtung: "Es ging sehr schnell. Er starb sofort", sagte ein irakischer Regierungsvertreter, der bei der Vollstreckung des Todesurteils dabei war. Der 69-Jährige sei gefesselt gewesen. "Er machte einen ruhigen Eindruck, er zitterte nicht", sagte der Augenzeuge weiter.



Saddam sei mit einem Koran in gefesselten Händen in den Hinrichtungsraum geführt worden, sagte Muwaffak al-Rubai, Sicherheitsberater der irakischen Regierung. Kurz vor seinem Tod sei ihm nochmals das Urteil und dessen Bestätigung durch ein Berufungsgericht verlesen worden. Saddam habe wie ein "gebrochener Mann gewirkt", habe aber keine Reue gezeigt, berichtete al-Rubai. Er habe es abgelehnt, mit verhülltem Kopf zu sterben.



Den Angaben zufolge sprach Saddam unmittelbar vor seiner Hinrichtung das muslimische Glaubensbekenntnis "Es gibt keinen Gott außer Gott, und Mohammed ist sein Prophet". Der Verurteilte habe aber keine andere Bemerkung mehr gemacht, als er von den Polizisten zum Galgen geführt worden sei.



Hinrichtung im "Lager der Gerechtigkeit"



Der Regierungsvertreter machte keine Angaben dazu, wo die Hinrichtung stattgefunden hat. Er sagte lediglich, sie sei nicht innerhalb des stark befestigten Regierungsviertels von Bagdad, der so genannten "Grünen Zone", vollzogen worden. Einem anderen Augenzeuge zufolge wurde sie im so genannten "Lager der Gerechtigkeit" vollstreckt, einem ehemaligen Stützpunkt der berüchtigten Sicherheitskräfte von Saddam, der heute regelmäßig von irakischen Gerichten für Hinrichtungen genutzt wird. Auf den Bildern von al-Arabija ist lediglich ein nüchterner Raum zu sehen: Graue, unverputzte Wände, ein lila-farbenes Treppengeländer.



Die Hinrichtung habe internationalem, irakischem und muslimischem Recht entsprochen, sagte al-Rubai. "Von A bis Z" sei alles gefilmt und auf Fotos festgehalten worden.



Wie der Saddam-Anwalt Curtis Doebbler dem US-Sender CNN sagte, wolle die irakische Regierung den Leichnam Saddams nicht der Familie übergeben, sondern in einem anonymen Grab beisetzen. Dagegen forderte eine Tochter Saddams die vorübergehende Beisetzung im Jemen. Wenn es die politischen Verhältnisse erlauben, solle ihr Vater dann später im Irak seine letzte Ruhe finden. Derzeit befindet sich die Leiche in Gewahrsam der Regierung.



Die irakische Regierung hat Opfern des ehemaligen Diktators die Gelegenheit gegeben, die Leiche des Hingerichteten zu sehen. Dafür wurde der Tote in das Büro des Ministerpräsidenten Nuri al-Mailiki im Bagdader Regierungsviertel gebracht.



"Ich habe geweint, als ich die Leiche in dem Sarg sah"




"Ich habe geweint, als ich die Leiche in dem Sarg sah", sagte Dschawad al-Subaidi, der in dem Gerichtsverfahren als Zeuge gegen Saddam ausgesagt hatte. "Ich habe mich der Leiche genähert und zu ihm gesagt: Dies ist die wohl verdiente Strafe für jeden Tyrannen." Dabei habe er an seinen Vater und seine drei Brüder gedacht, die unter Saddam umgebracht worden seien. "Nun sind mein Vater und meine drei Brüder zum ersten Mal glücklich."



Saddam war wenige Stunden vor seinem Tod durch den Strang aus amerikanischem Gewahrsam den irakischen Behörden übergeben worden. Dies war eine Voraussetzung für die Vollstreckung des Urteils.



Anzeichen für eine baldige Hinrichtung war auch die Aufforderung an die Anwälte Saddams gewesen, die persönliche Habe des Todeskandidaten aus dem Gefängnis abzuholen.



Ein US-Bezirksgericht in Washington hatte in der Nacht einen Antrag der Anwälte Saddams abgelehnt, mit dem diese in letzter Minute einen Aufschub der Hinrichtung erreichen wollten. Anwalt Doebbler sprach in einem Interview des US-Senders CNN von einem "ungewöhnlichen Schritt" des US-Gerichts. Die bevorstehende Hinrichtung Saddams nannte er eine Ungerechtigkeit, an die man noch lange denken werde.



In der Hauptstadt Bagdad herrschte in den ersten Stunden nach Bekanntgabe der Hinrichtung weitgehend Ruhe. Auch in den mehrheitlich schiitischen Stadtteilen habe es keine Freudenausbrüche gegeben, berichteten Augenzeugen. Nur vereinzelt seien unmittelbar nach Bekanntgabe Salutschüsse zu hören gewesen, die aber nach wenigen Minuten verklungen seien. Am ersten Tag des muslimischen Opferfestes waren die Straßen der Hauptstadt leerer als gewöhnlich.



hen/dpa/AP/AFP/Reuters






Quelle: spiegel
 
REAKTIONEN



<span>Bush nennt Hinrichtung einen "wichtigen Meilenstein"</span>



George W. Bush hat die Hinrichtung Saddam Husseins begrüßt. Der Tod des irakischen Ex-Diktators sei ein "wichtiger Meilenstein" auf dem Weg des Irak zu einer Demokratie, sagte der US-Präsident. Die Bundesregierung betonte dagegen ihr grundsätzliches Nein zur Todesstrafe.



Bagdad/Crawford - Der Tod von Saddam Hussein wird nach den Worten von US-Präsident George W. Bush nicht die Gewalt im Irak beenden. Die Hinrichtung sei aber ein "wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Irak, eine Demokratie zu werden, die sich selbst regieren, am Leben erhalten und verteidigen kann", heißt es in einer am Freitagabend (Ortszeit) verbreiteten Erklärung von Bush. Die Vollstreckung der Todesstrafe sei zum Abschluss eines schwierigen Jahres für die Iraker und die US-Truppen erfolgt.



Nach Darstellung von Bush hat Saddam ein faires Verfahren erhalten, das er den Opfern seines brutalen Regimes verweigert habe. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung könnten die Iraker jetzt in die Zukunft schauen.



Bush hatte im Augenblick der Hinrichtung von Saddam Hussein geschlafen. Der US-Präsident habe seinen Tag mit dem Wissen beendet, dass die "letzte Phase" der Verurteilung Saddam Husseins begonnen habe, sagte ein Scott Stanzel, ein Sprecher des Weißen Hauses. Auf die Frage, ob Bush im Moment der Hinrichtung geschlafen habe, sagte er: "Das ist korrekt." Saddam war gegen 4 Uhr MEZ gehängt worden - im texanischen Crawford, wo Bush auf seiner Ranch ins Neue Jahr feiern will, war es 22 Uhr Ortszeit.



Der Sicherheitsberater des Präsidenten, Steven Hadley, hatte Bush persönlich über den Ablauf informiert. Hadley wiederum war vom US-Botschafter im Irak, Zalmay Khalilzad, in Kenntnis gesetzt worden, der seine Informationen wiederum vom irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki hatte, wie der Sprecher sagte.



Maliki begrüßte die Hinrichtung Saddams: "Im Namen des irakischen Volkes wurde mit der Hinrichtung des Verbrechers Saddam dem Gesetz genüge getan", erklärte der irakische Regierungschef heute wenige Stunden nach Vollstreckung des Todesurteils. Dies sei eine Lehre für alle Despoten, die Verbrechen am eigenen Volk begingen. "Saddams Exekution macht allen erbärmlichen Gedankenspielen über eine Rückkehr zur Diktatur ein Ende", hieß es in der Erklärung Malikis.



Gleichzeitig rief Maliki die Iraker erneut zur nationalen Versöhnung auf. Saddam Hussein werde nicht als Vertreter einer bestimmten Religion oder Gemeinschaft im Irak betrachtet, betonte Maliki, der der unter Saddam Hussein unterdrückten schiitischen Bevölkerungsmehrheit angehört. "Im Namen des irakischen Volkes rufe ich all jene auf, die sich vom alten Regime täuschen ließen, ihre Haltung zu überdenken", sagte Maliki, der wiederholt für die Aussöhnung mit den Anhängern von Saddam Husseins Baath-Partei geworben hatte. "Die Türe steht weiterhin offen für jene, deren Hände nicht mit dem Blut Unschuldiger beschmutzt sind, sich am Aufbau des neuen Irak zu beteiligen."



Die Bundesregierung betonte nach der Hinrichtung des irakischen Ex-Diktators ihre grundsätzliche Ablehnung der Todesstrafe. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler (SPD), äußerte zwar Verständnis für die Zustimmung von betroffenen Irakern. Die Bundesregierung habe immer erklärt, an den Verbrechen Saddam Husseins könne kein Zweifel bestehen, sagte Erler heute im RBB-Inforadio. Er fügte jedoch hinzu: "Aber wir wenden uns gegen die Todesstrafe, egal wo sie angewandt wird."



Ähnliche Reaktionen kamen aus London: Die britische Regierung kritisierte die Hinrichtung aus prinzipiellen Gründen. "Wir treten für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ein, unabhängig von dem jeweiligen Verbrechen", erklärte Außenministerin Margaret Beckett. Großbritannien habe seine Ablehnung der Todesstrafe "der irakischen Regierung sehr deutlich klar gemacht, allerdings respektieren wir deren Position", erklärte die Ministerin.



Ein Sprecher von Premierminister Tony Blair, der zurzeit in Florida Urlaub macht, sagte später, die Außenministerin habe die Haltung der gesamten britische Regierung zum Ausdruck gebracht. Großbritannien war von Anfang der wichtigste militärische und politische Partner der USA im Irak-Krieg.



Dagegen wertete die australische Regierung die Hinrichtung von Saddam Hussein als richtige Entscheidung. Der australische Außenminister Alexander Downer bezeichnete den Tod des früheren irakischen Präsidenten als "wichtigen Schritt" auf dem Weg zu einer historischen Beurteilung seines "tyrannischen Regimes". Jetzt könne der Prozess der Versöhnung fortgesetzt werden.



Die EU-Kommission verurteilte die Hinrichtung Saddams als barbarisch. EU-Entwicklungshilfekommissar Louis Michel sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Vollstreckung des Urteils könnte Saddam zu einem Märtyrer machen. "Man kann Barbarismus nicht mit Mitteln bekämpfen, die genauso barbarisch sind", sagte der belgische EU-Kommissar. "Die Todesstrafe ist mit einer Demokratie nicht vereinbar." Überdies verdiene es Saddam nicht, zu einem Märtyrer zu werden, sagte Michel. "Er ist kein Märtyrer, er hat die schlimmsten Sachen gemacht." Dennoch hätte auch Saddam nicht zum Tode verurteilt werden dürfen. "Wir sind prinzipiell dagegen", die Todesstrafe sei mit den Werten der Europäischen Union nicht vereinbar. Saddam war in der Nacht zum Samstag hingerichtet worden.



Auch der Vatikan verurteilte die Exekution Saddams scharf. Es handele sich um "eine tragische Nachricht" und es bestehe "das Risiko, dass dies den Geist der Rache noch anstachelt und neue Gewalt säht", sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Die Vollstreckung des Todesurteils gebe "auch dann Grund zur Traurigkeit, wenn es sich um einen Menschen handelt, der schwerer Verbrechen schuldig ist." Die Position der Kirche, die schon mehrmals ihre Ablehnung der Todesstrafe betont habe, sei klar, fügte Lombardi hinzu. "Die Tötung des Schuldigen ist nicht der Weg, um Gerechtigkeit wiederherzustellen und die Gesellschaft und vereinen."



hen/dpa/Reuters/AP/AFP






Quelle: spiegel
 
die sprechen davon ein land zu demokratisieren und hängen dann die leute, unglaublich, da gehts sicher bald richtig rund.......glaube auch nicht das der tod sadams die ordnung dort wiederherstellt
 
die sprechen davon ein land zu demokratisieren und hängen dann die leute, unglaublich, da gehts sicher bald richtig rund.......glaube auch nicht das der tod sadams die ordnung dort wiederherstellt


Moment es wird über Demokratie gesprochen, aber immer noch gelten oder sind die bestehenden Gesetze in Kraft, also hat doch das Gericht nach den gültigen Gesetzen gehandelt, was soll da eine Diskussion über Demokratie bringen, er hat doch auch die Verbrechen unter diesen Gesetzen begangen, auch wenn eine Demokratiesierung weitergeht, wird die wohl in absehbarer Zeit nicht auf den Stand von uns Europäern kommen, sondern Jahrzehnte dauern bis es soweit ist.
 
Es ist wie immer--nur weil dieser Saddam Iraker war soll er nicht durch die Todesstrafe sterben--die gleichen Leute hätte ich gerne damal gehört was sie zu Hitler gesagt hätten, welche Strafe er verdient hätte oder Osama Bin Laden?

Persöhnlich hätte ich es gerne LIVE gesehen wie Saddam gehängt wurde.
 
Es ist wie immer--nur weil dieser Saddam Iraker war soll er nicht durch die Todesstrafe sterben--die gleichen Leute hätte ich gerne damal gehört was sie zu Hitler gesagt hätten, welche Strafe er verdient hätte oder Osama Bin Laden?
Persöhnlich hätte ich es gerne LIVE gesehen wie Saddam gehängt wurde.


Du verdienst dir mit diesem Post mein ganzes Mitgefühl!

Du tust mir ehrlich nur leid!
default_sad.png
 
Zurück
Oben