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Schwul-lesbischer FCK-Fanclub gegründet

Und sie haben ihr Ziel ja schon jetzt zum Teil erreicht, welcher Fanclub hat bei Gründung schon einen Artikel in der Rheinpfalz?




Genau das ist der Punkt.



Haben es die Handicap-Devils aus Landstuhl bei ihrer Gründung auf die Titelseite geschafft?? Nein!

Unsere Schwulen Mitfans haben's komischerweise geschafft...



Welcher Fanclub eindeutig sinnvoller ist steht für mich fest.



Warum dem so ist, ist höchst fragwürdig und stimmt mich nachdenklich.
 
...
Warum dem so ist, ist höchst fragwürdig und stimmt mich nachdenklich.
vielleicht hat es damit zu tun, dass "handicaped people" inzwischen weitestgehend in der gesellschaft akzeptiert sind ... was man von unseren homosexuellen kollegen (leider) noch nicht behaupten kann ... schoen waere es, wenn weder das eine noch das andere eine "schlagzeile" wert waere ... sondern als das betrachtet wird, was es sein sollte ... eine selbstverstaendlichkeit ...
 
@ Auge



Warst du in letzter Zeit mal im Stadion?

Ist dir entgangen, dass "Schwuler!" heutzutage ein Schimpfwort ist?

Quasi auf einer Stufe mit "Zigeuner", "Jude" und "Hurensohn"...



Die ganzen Comedians und Politiker werden das auch nicht ändern.



Es fehlt halt an Toleranz in der Basis der Gesellschaft.

Wenn sich ein Spieler outen würde, was würde er sich dann von fremden und vielen eigenen Fans anhören müssen? Dann wären mit Sicherheit sämtliche sportlichen Leistungen im Hintergrund.



Homosexualität ist in breiten Teilen unserer Gesellschaft bestenfalls befremdlich, widernatürlich oder eklig.
 
Hallo zusammen…zunächst mal herzlichen Dank für die rege Diskussion hier und für die vielen positiven Beiträge zu unserer Clubgründung. Ok…ich bin also einer von denen die heut früh ihre Hackfresse auf die Titelseite des Lokalteils der RHEINPFALZ haben kleben lassen. Damit doppelt geoutet…PENG! Dass die Resonanz nicht durchweg positiv ausfallen wird, war uns klar und das ist auch gut so. Kontroverse Diskussion fordert und fördert das Thema als solches. Vielleicht ein paar Anmerkungen zu den Beiträgen hier..



@ Klingenstädter

Richtig erkannt und danke für die Anmerkung. Natürlich geht es uns nicht um Abgrenzung, im Gegenteil, eher um Integration und darum, auf Diskriminierung aufmerksam zu machen, Stellung dagegen zu beziehen und "Berührungsängste" und Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Das stand ja auch bereits so im Artikel drin und so steht es auch in unserer Satzung. Da wir als eingetragener Verein ins Vereinsregister wollen, müssen wir auch Leute aufnehmen, die eben nicht schwul oder lesbisch sind…und das ist auch gut so.



@ redcity

Warum sollte es bedenklich sein, wenn "jede "normale" Gruppe einen eigenen Fanclub aufmacht"? Fußball ist bunt und die Fankultur lebt von der Vielfalt. Das ist bei vielen Vereinen so und irgendwie in besonderem Maße beim FCK. Wenn man sich die Fanclubliste beim FCK durchschaut, rekrutieren die meisten ihren Namen aus dem Ort, wo der Club seine Heimat hat plus eine nette namentliche Beigabe. Dazu gibt es dann auch auffälligere Fanclubnamen wie FCKFANS gegen Rassismus (supertolle Sache!!!), Dorschdiche Deiwel (klingt verlockend, ich heb selber gern mal einen, aber wohl nix für "Nichtalkoholiker"), Betzemääd (witzige Idee, nehmen die auch Jungs auf?) oder Handicap Devils (ist das ein Club von und für behinderte? Wenn ja, super Sache!). In der Rechtssprechung nennt man eine Außendarstellung, die auch an den Gruppennamen gebunden ist, "identitätsstiftendes Merkmal". Das hat seine Berechtigung in der Club und auch in der Vereinswelt und hat nichts mit Ab- und schon gar nicht mit Ausgrenzung zu tun. Erst Recht nicht, wenn es nach BGB um ordnungsgemäße Vereine geht. Wer da rein darf, regelt die Satzung und nach BGB muss das bei Inanspruchnahme der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung "jede natürliche Person" sein.

Dass es im Profifußball (oder im Profisport) alles andere als "normal" zu sein scheint, dass ein schwuler Mann sich hinstellt und sagt "ja, ich bin so und ich möchte das so leben", hast Du sehr richtig erkannt. Guter Beitrag!



@ PälzerBU

Im 21. Jahrhundert sind wir faktisch alle angekommen, aber (leider) gibt es auch in unserer Gesellschaft noch Lebensbereiche, wo es alles andere als selbstverständlich ist, dass sich jemand angstfrei dazu bekennen kann, schwul oder lesbisch zu sein. Dazu gehören unter anderem sicher der Staatsdienst, die Kirche und leider eben auch der Profisport, insbesondere der Profifußball. Solange sich hochrangige DFB Funktionäre noch zu Zeiten von Herrn MV, in abendlichen Fernsehrunden hinstellen und dieses Thema von oben runter belächeln und betonen, so etwas gäbe es in unseren Vereinen nicht, solange gestandene Trainer sich antischwul äußern, solange – oft unüberlegte - Beschimpfungen von den Rängen wie "schwule Sau" und ähnliches nicht aufhören, solange hier in diesem Bereich ein Betroffener (Spieler, Funktionär, Schiri…) nicht angstfrei die Möglichkeit hat seine schwule Neigung zu gestehen UND zu leben und sich NICHT verstecken zu müssen…so lange hat ein Verein wie unserer und seine Präsenz seine absolute Berechtigung!



@ Lutra

Im Grunde die gleiche Antwort wie oben zum Thema Berechtigung eines solchen Fanclubs und zum Thema Abgrenzung.

Es wäre übrigens schade wenn wir nun anfangen die Sinnhaftigkeit von einzelnen Fan-Clubs in Frage zu stellen. Die sind nämlich ausnahmslos ALLE sinnvoll, weil es ALLEN um die Unterstützung unseres FCK geht. Punkt. Die Intentionen weiterer Absichten sei doch jedem Fan-Club selber überlassen…egal ob Schobbe trinke, auf Probleme gegen Behinderte aufmerksam machen oder gegen Diskriminierung von Schwulen und Lesben antreten.

Dass wir nun bei der RHEINPFALZ so gelandet sind, vielleicht einfach nur Ergebnis unserer eigenen Pressearbeit, die verdammt weit gestreut war. Wenn man was erreichen will, muss man eben was tun. Ich hätte es begrüßt, wenn der Club, der von und für Behinderte gemacht wird eine ähnliche Erwähnung finden würde…weil das nicht minder wichtig ist. Aber ich hab keine Ahnung, wie und ob die an die Öffentlichkeit gegangen sind.





@ all

Ich musste ja schon schmunzeln, als ich das mit den Prosecco-Gläsern gelesen hab. Danke erstmal allen, die darin gleich eine homophobe Äußerung gesehen habe…nett gemeint, aber macht mal langsam. Wir sind ganz sicher nicht dünnhäutig, sind allesamt mit einer gehörigen Portion Humor ausgestattet und können auch sehr gut über uns selber lachen. Eine Haltung sich jeder aneignen sollte, das macht das Leben nämlich leichter.

Im Übrigen, wer mehr erfahren will, kann sich gern an uns wenden. Ab Ende September ist auch unsere Webseite www.queer-devils.de freigeschaltet. Oder einfach mailen!
 
Ist dir entgangen, dass "Schwuler!" heutzutage ein Schimpfwort ist?
Heutzutage ist gut... Ich glaube das Wort hat als Beleidigung deutlich an Schärfe verloren - wenngleich es natürlich noch lange kein Kosewort ist.




Die ganzen Comedians und Politiker werden das auch nicht ändern. Es fehlt halt an Toleranz in der Basis der Gesellschaft.
Die Politiker wurden mit Mehrheit gewählt und die Commedians werden über die Quote bestätigt. Beides von der Basis der Gesellschaft.






Wenn sich ein Spieler outen würde, was würde er sich dann von fremden und vielen eigenen Fans anhören müssen? Dann wären mit Sicherheit sämtliche sportlichen Leistungen im Hintergrund.
Fußball ist freilich ein besonderes Pflaster. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn sich zunächst ein Spieler nach seiner aktiven Karriere outen würde. Ich glaube z.B. nicht, dass das Ansehen eines Stefan Kuntz nachträglich leiden würde, wenn er plötzlich verkünden würde: "Übrigens, Leute, ich bin schwul" (es handelt sich um ein Beispiel - und nicht um eine Vermutung oder Unterstellung).

Weniger günstig für die Ausbildung von mehr Toleranz wäre es natürlich, wenn eine solche Aussage z.B. von Stefan Effenberg käme...
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Edit: Herzlich Willkommen im Forum , red-faced-devil!
 
@ Auge



Sorry, aber was ich u.a. in meiner Zivildienstzeit mit Jugendlichen erlebt habe, lässt mich meinen, dass Homosexualität nicht in ein bis zwei Jahrzehnten allgemein toleriert und als normal befunden wird.

Auch, was ich heutzutage noch von Personen hören muss, die eigentlich ein hohes Maß an Bildung genossen haben, lässt mich schaudern.



Politiker und "Stars" können nicht sonderlich tief fallen. "Normale" Menschen in diversen Jobs (kath. Kirche) haben viel mehr zu verlieren und verliueren regelmäßig auch mehr.

Von Künstlern und Friseuren hingegen erwartet man es geradzu (bewusstes Vorurteil).



@ red-faced-devil



Bist du das in deinem Avatar? Dann warst du Montag im TV zu sehen, glaub ich...

Danke für deine ausführliche Stellungnahme und willkommen hier im Forum!
 
@ Klingenstädter

Ja, das ist mein normales outfit bei Heimpielen! Kann sein, dass die mich ins TV genommen hatte. Hab leider keie Berichte hinterher gesehen.



@ all

der DFB hatte im Juni in Leipzig zum Fan-Kongress geladen. Dort wurde über aktuelle Themen der Fanszene zwischen Funktionären, Fanbetreuern, Vertretern von DFB, Vereinen und Fangruppen diskutiert. In 5 Foren wurden folgende Themen behandelt: Fankulturen, Spannungsfelder, Fanbetreuung, Anti-Diskriminierung und Länderspiele.

An zwei Tagen wurde dort hart gearbeitet. Die Ergebnisse mündeten dann in einem umfangreichen Papier, das übrigens auf der Seite der B.A.F.F. (Bündnis aktiver Fußballfans) eingesehen werden kann. Findet Ihr unter htttp://www.aktive-fans.de/01a9d793eb0015e01/035c5f995a0103f02/index.html

Im Forum "Anti-Diskriminierung" haben sich alle Vertreter - auch der DFB - unter anderm klar gegen Homophobie im Fußball positioniert. Ein Zeichen, das man als guten Anfang werten darf.

Es ist noch nicht lange her, da hat sich ein Profifußballer in England geoutet. By the way - der konnte nach einem wahren Spießrutenlaufen durch die Boulevardpresse und durch den Druck von Funktionärsseite und der Öffentlichkeit seine Karriere an den Nagel hängen! Okay...die "Inselaffen" waren schon immer etwas konservativer und prüde (...die sind teilweise so prüde, dass sie rot werden, wenn sie nen Tisch ausziehen müssen!), aber besonders toll ist das doch sicher nicht, oder? Steht aber für die Haltung der Gesellschaft zu DEM Thema in DEM Berufsumfeld. Schade eigentlich, nich?
 
Sehe ich anders: Wowereit (SPD), van Beust (CDU), Westerwelle (FDP) - zwei Länderchefs, ein Parteivorsitzender - wie kann man denn in der Gesellschaft noch akzeptierter sein?
ich meinte in der breite ... wie einfach ist es in berlin sich zu outen, wie schwierig aufem dorf wo noch jeder jeden kennt ... aber belassen wir es dabei .. ich weiss, dass du es nicht negativ meinst ... und das reicht fuer mich ...
 
@ TuK:



*für dich zitier*:



Ein Insider zu der Zeitung: „Siegfried und Roy haben sich einmal sehr geliebt. Mittlerweile hat sich die Liaison jedoch in eine berufliche Partnerschaft gewandelt."
 
Fußball ist freilich ein besonderes Pflaster. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn sich zunächst ein Spieler nach seiner aktiven Karriere outen würde. Ich glaube z.B. nicht, dass das Ansehen eines Stefan Kuntz nachträglich leiden würde, wenn er plötzlich verkünden würde: "Übrigens, Leute, ich bin schwul" (es handelt sich um ein Beispiel - und nicht um eine Vermutung oder Unterstellung).


Edit: Herzlich Willkommen im Forum , red-faced-devil!


Erstmal danke für die Willkommensgrüße. Aber über Deine Bemerkung hinsichtlich eines Outing nach der Karriere hab ich nun lange und ausführlich nachgedacht.

"spaßschalter-einschalt": Eigenlich gar keine schlechte Idee. Stimmt! Falls es schwule Fußballer, Funktionäre, Schiris oder sonstwen gibt, der so oder so ähnlich in der Öffentlichkeit steht, denen sollte man einfach die Empfehlung geben, Leute, wartet doch mit Eurem öffentlichen Bekenntnis bis nach der Karriere. Stimmt...das könnt ne Lösung sein...

Nein, nicht nur mit dem öffentlichen Bekenntnis so lang warten, sondern auch das Leben so drauf ausrichten. Vielleicht sollte man noch ein Regelwerk entwerfen und nen Verhaltenscodex niederschreiben, damit alle Betroffenen wissen, wie sie das dann vielleicht 10, 15 oder 20 Jahre lang durchstehen, damit´s nicht doch rauskommt? Ne diskrete Agentur wär eventuell nicht schlecht, die für die schwulen Jungs sowas wie ne "Alibi-Frau" organisiert. Ich mein ja nur, damit nach außen der Schein gewahrt bleibt. Gibt ja auch Anlässe wo die ganzen andern Jungs ihre Freundin oder Frau mitbringen - Weihnachtsfeiern, Fan-Treffen, Mitgleiderversammlungen, Sportgala oder sowas - wär ja auch ärgerlich wenn der schwule Vollblutprofi dann bei solchen Anlässen immer wieder allein auftaucht und der Theo Zwanziger eventuell dämliche Fragen stellt, warum die andern alle ne Partnerin dabei haben und er immer allein rumhängt. Stimmt, so ne Agentur für das Beschaffen von ner "Alibi-Frau" wär nicht schlecht. Ich denk, wenn da alle an einem Strang ziehen, läßt sich das schon irgendwie organisieren, damit da vor dem Karriereende alles so aussieht, wie es halt üblicherweise erwartet wird.

Und dann, wenn es da ist, das Karriereende, dann kann man sich ja immer noch hinstellen, die "Alibi-Frau" zurückgeben und es in die Welt hinausplärren - "hallllöchenchen...ich bin es, euer früherer Liebling von vor der Kurve...ätschbätsch, ich bin schwuuuhuuul! War alles nur gefaked in den letzten Jahren. Mein Ansehen spielt ja jetzt auch keine Rolle mehr, ich hab ja meine Karriere schon hinter mir. Okay, dass ich in der Zeit, wo Ihr andern alle einen auf Partnerschaft, Ehe und Familie mit Freundin oder Frau gemacht habt sowas nicht lernen und leben konnte oder durfte, egal, aber der Fußball hat ja Spaß gemacht! Hauptsache die Moral bleibt sauber und die Karriere hat nix abgekriegt! Puuuh, nochmal richtig gut gegangen!"



"spaßschalter-wieder-umleg": Das ist nämlich genau das, was definitiv nicht sein soll...! Verstehe ich Dich richtig - jemand der hetero ist, der kann entlang der ganzen Palette "sozialer Bindungen" sein Leben aufbauen und gestalten (Freundin, Ehe, Familie etc...)? Nur der schwule Mann oder die lesbische Frau...bitteschön warten bis die Karriere vorbei ist...damit da ja nix stört im Gefüge der ach so heilen Hetero-Welt, oder was? Das ist einer der Kerne des Problems! Am Besten alles unter dem Deckmantel halten, ja keinen Anlass zu Vermutungen bieten...und wenn einer der Jungs schwul ist und nen Freund hat, am Besten daheim im Keller verstecken, damit keiner was mitkriegt, oder wie? Was is´n das für´n Film??? Hatte ich da nicht irgendwo gelesen, wir müssten eigentlich im 21. Jahrhundert angekommen sein?

Wenn ein aktiver Fußballer mit 19 oder 20 Jahren bemerkt, dass er schwul ist, dann sollte es sein verdammtes Recht sein, ohne Scheu und Ängste vor irgendwem oder irgendwas auch sein Leben zu gestalten...und nicht irgendwas oder irgendwen (z.B. festen Freund oder PArtner) bis zum Ende der Karriere verstecken zu müssen. Das ist eine Form von Freiheit, die uns allen nämlich das Grundgesetz einräumt....oder?
 
die reaktionen von fans o.ä. auf ein frühzeitiges outen eines solchen spielers kann ich mir schon vorstellen.



und die sind mit sicherheit nicht positiv...
 
Ist es dann nicht ein Armutszeugnis von uns allen, dass diese Reaktionen so kommen? Angeblich leben wir doch alle im 21. Jahrhundert und sind so fortschrittlich? Jeder sollte doch so leben können, egal in welcher Beziehung wie es für ihn oder sie passt. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es ein Spieler gerade bei einem trainer der "alten Garde" schwerer hat als bei einem jüngeren Chef.
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@red-faced-devil:



Ich will @Auge keinesfalls vorgreifen, möchte aber an dieser Stelle schon gern bemerken, dass du sein Statement m.M.n. gründlich missverstanden hast.



Dass derzeit ein schwuler Fußballspieler einen schweren Stand hätte, wenn er sich outete, dürfte wohl auf der Hand liegen; ich meine, du hättest in einem deiner vorherigen posts selbst darauf hingewiesen, dass ein englischer Ligaspieler seine Karriere nach dem Outing an den Nagel hängen durfte....



Ein schwuler Fußballspieler riskiert also mit dem Outing den Verlust seiner materiellen Existenz. Dazu dürften die wenigsten bereit sein.



Es hat ja keinen Sinn, Toleranz mit der Brechstange erzwingen zu wollen - es kann leider nur über kleine Schritte gehen. Und da denke ich, war Auges Ansatz nicht schlecht: Wenn sich ein anerkannter und geschätzter Spieler erst nach seiner Karriere outet, stellt er kein Angriffsziel mehr dar, über das man die gegnerische Mannschaft mittels Schmähungen schwächen könnte; und ohne das im aktiven Fußball übliche Freund-Feind-Denken ist es auch einfacher, das Thema objektiv zu behandeln.



Nicht umsonst haben auch in der Politik die "prominenten" Schwulen am meisten zur Akzeptanz beigetragen. Und das in einem Umfeld, das viel weniger vorurteilsbehaftet ist als gerade die Männerdomäne Fußball.



Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die sexuelle Ausrichtung von Fußballspielern beiderlei Geschlechts überhaupt kein Thema wäre - traurige Realität ist aber, dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist und Pionierarbeit bedarf, die aber zu aktiven Zeiten leider keiner leisten will oder kann.
 
Schade, dass sich red-faced-devil nicht mehr weiter äußern möchte... - das Thema hätte eine interessante Debatte hervorbringen können. Na ja.


Keine Sorge, er wird sich sicher noch dazu äußern
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Wobei ich schon so viel sagen kann, dass ihr wohl etwas aneinander vorbeigeredet habt und im Endeffekt nicht so weit voneinander entfernt liegt wie ihr denkt
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Lokal



FCK-FANCLUB



„Mangelhafte Recherche"





Zu „Zeichen für mehr Toleranz im Fußball" in der Ausgabe vom 15. August. Wir berichteten über die Gründung eines schwul-lesbischen FCK-Fanclubs.







Wie schön, dass endlich auch im Kaiserslauterer Fußball die Normalität Einzug hält und ein schwul-lesbischer Fanclub gegründet wurde. Geärgert habe ich mich aber über die mangelhafte Recherche: Die „Queer Devils" sind mitnichten der dritte schwul-lesbische Fußballfanclub der Bundesliga, wie im Artikel behauptet. Schon eine Internetsuche von einer halben Minute führt zu der Internetseite „queerfootballclubs.com", die außer den im Artikel erwähnten Berliner „Hertha-Junxx" und den „Stuttgarter Junxx" auch die Bielefelder „Blauen Bengel", die „Rainbow Borussen" aus Dortmund, den „Queerpass St. Pauli" (Hamburg) und „Queerpass Bayer" (München) sowie Clubs in der Schweiz und in Spanien aufführt. Sogar in Mainz gibt es einen schwul-lesbischen Fanclub, die „Meenzelmänner". Nochmal: Ich begrüße es, dass es auch in Kaiserslautern schwule Fans gibt, die sich outen - und hoffe, dass es immer mehr werden!







Carsten Heinisch, Kaiserslautern







„Kann man nicht meckern"







Jetzt habe ich und viele tausend interessierte Leser der RHEINPFALZ endlich erfahren, dass auch Schwule und Lesben zum Betzenberg gehen. Das war aber auch mal Zeit, uns dahingehend aufzuklären. Wichtig wäre es natürlich noch in Erfahrung zu bringen, wie viele Bisexuelle und Ladyboys die gleichen sportlichen Interessen verfolgen und die Spiele des FCK besuchen. Es ist erfreulich zu vermerken, dass unsere RHEINPFALZ jetzt endlich das „höhere Niveau" der deutschen Boulevard-Zeitung mit den großen Buchstaben und dem roten Rechteck erreicht hat. Da kann man nicht meckern. (...)







Hubert Reischmann, Kaiserslautern







„Wünsche viel Glück"







Finde es toll, dass man sich in Kaiserslautern traut, einen solchen Fan-Club zu gründen. Wünsche den Initiatoren viel Glück dabei.







Dieter Kilian, Neuhemsbach









REDZIMH





Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Pfälzische Volkszeitung

Ausgabe: Nr.214

Datum: Freitag, den 14. September 2007

Seite: Nr.20
 
„Kann man nicht meckern"






Jetzt habe ich und viele tausend interessierte Leser der RHEINPFALZ endlich erfahren, dass auch Schwule und Lesben zum Betzenberg gehen. Das war aber auch mal Zeit, uns dahingehend aufzuklären. Wichtig wäre es natürlich noch in Erfahrung zu bringen, wie viele Bisexuelle und Ladyboys die gleichen sportlichen Interessen verfolgen und die Spiele des FCK besuchen. Es ist erfreulich zu vermerken, dass unsere RHEINPFALZ jetzt endlich das „höhere Niveau" der deutschen Boulevard-Zeitung mit den großen Buchstaben und dem roten Rechteck erreicht hat. Da kann man nicht meckern. (...)







Hubert Reischmann, Kaiserslautern






Ohne Worte!
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"Wünsche viel Glück"



Finde es toll, dass man sich in Kaiserslautern traut, einen solchen Fan-Club zu gründen. Wünsche den Initiatoren viel Glück dabei.



Dieter K., Neuhemsbach ...


Vor allem bei so Mitbürgern wie dem, der den vorhergehenden Leserbrief verfasst hat.
 
Dass man nicht auf eine einhellige positive Meinung stösst, ist ja klar. Deswegen gibt es ja dieses Aufklärungsprogramm
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Warum nich?

Jeder soll seine Meinung vertreten, es is sogar gut, weil dadurch vielleicht noch mehr Schwule und Lesben angeregt werden. Und wer weiß, was euer Tribünennachbar ist ...
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