Nimmt die FCK-Spieler in der kommenden Saison in die Pflicht: Ciriaco Sforza.
Ciriaco Sforza absolvierte bisher 258 Bundesligaspiele (23 Tore) für den 1. FC Kaiserslautern und Bayern München. Der 35-Jährige steht nun sei 2002 zum dritten Mal bei den "Roten Teufeln" unter Vertrag.
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kicker: Herr Sforza, ein Team ohne Kraft, ohne Herz, ohne Disziplin, ohne Einstellung. Steht der 1. FCK vor schweren Zeiten?
Ciriaco Sforza: Teilweise haben wir uns in der Tat derart präsentiert. Dennoch haben wir 42 Punkte geholt. Aber auch viele verschenkt. Deshalb bin ich zuversichtlich.
Kicker: Hat Sie der Absturz nach dem Trainerwechsel überrascht?
Sforza: Der Absturz hatte nichts mit dem Trainerwechsel zu tun.
kicker: Sondern?
Sforza: Mit Disziplin, mit Einstellung, mit System.
kicker: Warum stimmt es nicht?
Sforza: Weil keine Hierarchie, keine Disziplin, kein Respekt da ist.
kicker: Sind da nicht gerade Führungsspieler gefordert?
Sforza: Schon. Aber ein Trainer muss Führungsspieler unterstützen. Vor allem, wenn es nicht läuft.
kicker: Ein Seitenhieb auf Kurt Jara. Sind Sie mitschuldig, dass er ging?
Sforza: Ich? Wieso? Kurt Jara ging, weil er sich mit der Klubführung nicht einigen konnte. Der Verein reagierte, als man spürte, der Trainer ist nicht mehr richtig bei der Sache. Diese Einschätzung bestätigte Jara mit seiner Unterschrift in Salzburg nur wenige Tage später.
kicker: Sie selbst polarisieren wie kein anderer Spieler. Fordern Sie zu viel von Ihren Kollegen?
Sforza: Mein Ziel ist, dass alle in unserem Team erfolgsorientiert und professionell denken und handeln.
kicker: Was muss sich ändern?
Sforza: Wir Spieler haben noch etwas gutzumachen. Es wird neuer Wind und Willen reinkommen.
kicker: Wer soll denn für die notwendige Veränderung sorgen?
Sforza: Wir Spieler. Alle, die hier beim 1. FCK sind!
kicker: Aufgebrachte Fans verabschiedeten das Team voller Aggressionen in die Pause. Können Sie den Zorn nachempfinden?
Sforza: Wie die Fans reagieren, ist verständlich, denn wie wir zuletzt aufgetreten sind, kann nicht unser Niveau sein!
kicker: Es gibt Fotos mit angetrunkenen FCK-Profis, angeblich zwei Tage vor einem Spiel. Erwarten Sie Konsequenzen?
Sforza: Bei solchen Fotos ist Vorsicht geboten. Wann wurden sie gemacht, wo? Aber wenn es so war, ist es Aufgabe der Klubführung und des Trainers, Konsequenzen zu ziehen.
kicker: Disziplin, körperliche Fitness, Spielsystem, Hierarchie im Team, taktische Schulung. Wo muss der neue Trainer ansetzen?
Sforza: Bis zum Trainingsbeginn am 27. Juni wird Michael Henke bestens vorbereitet sein. Dann liegt es an jedem Einzelnen, zum Erfolg beizutragen.
kicker: Reichen fünf Wochen Vorbereitung, die Defizite zu beheben?
Sforza: Wenn sich jeder unterordnet, dann ja!
kicker: Vorstandschef René C. Jäggi hat Rotationen angekündigt. Sind auch Sie davon betroffen?
Sforza: Nein.
kicker: Spieler, Teammanager. Welche Rolle haben Sie zukünftig?
Sforza: Ich habe einen Spieler-Vertrag bis 2006. Den erfülle ich.
kicker: Ist Michael Henke der richtige Trainer für die schwere Aufgabe?
Sforza: Mit Michael Henke alleine ist es nicht getan! Er ist der Richtige, wenn ihm alle helfen, alle mitziehen. Der Wille muss da sein, mit dem FCK wieder oben mitzuspielen. Dann brauchen wir nicht viele Neue.
Interview: Uli Gerke
Ciriaco Sforza absolvierte bisher 258 Bundesligaspiele (23 Tore) für den 1. FC Kaiserslautern und Bayern München. Der 35-Jährige steht nun sei 2002 zum dritten Mal bei den "Roten Teufeln" unter Vertrag.
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kicker: Herr Sforza, ein Team ohne Kraft, ohne Herz, ohne Disziplin, ohne Einstellung. Steht der 1. FCK vor schweren Zeiten?
Ciriaco Sforza: Teilweise haben wir uns in der Tat derart präsentiert. Dennoch haben wir 42 Punkte geholt. Aber auch viele verschenkt. Deshalb bin ich zuversichtlich.
Kicker: Hat Sie der Absturz nach dem Trainerwechsel überrascht?
Sforza: Der Absturz hatte nichts mit dem Trainerwechsel zu tun.
kicker: Sondern?
Sforza: Mit Disziplin, mit Einstellung, mit System.
kicker: Warum stimmt es nicht?
Sforza: Weil keine Hierarchie, keine Disziplin, kein Respekt da ist.
kicker: Sind da nicht gerade Führungsspieler gefordert?
Sforza: Schon. Aber ein Trainer muss Führungsspieler unterstützen. Vor allem, wenn es nicht läuft.
kicker: Ein Seitenhieb auf Kurt Jara. Sind Sie mitschuldig, dass er ging?
Sforza: Ich? Wieso? Kurt Jara ging, weil er sich mit der Klubführung nicht einigen konnte. Der Verein reagierte, als man spürte, der Trainer ist nicht mehr richtig bei der Sache. Diese Einschätzung bestätigte Jara mit seiner Unterschrift in Salzburg nur wenige Tage später.
kicker: Sie selbst polarisieren wie kein anderer Spieler. Fordern Sie zu viel von Ihren Kollegen?
Sforza: Mein Ziel ist, dass alle in unserem Team erfolgsorientiert und professionell denken und handeln.
kicker: Was muss sich ändern?
Sforza: Wir Spieler haben noch etwas gutzumachen. Es wird neuer Wind und Willen reinkommen.
kicker: Wer soll denn für die notwendige Veränderung sorgen?
Sforza: Wir Spieler. Alle, die hier beim 1. FCK sind!
kicker: Aufgebrachte Fans verabschiedeten das Team voller Aggressionen in die Pause. Können Sie den Zorn nachempfinden?
Sforza: Wie die Fans reagieren, ist verständlich, denn wie wir zuletzt aufgetreten sind, kann nicht unser Niveau sein!
kicker: Es gibt Fotos mit angetrunkenen FCK-Profis, angeblich zwei Tage vor einem Spiel. Erwarten Sie Konsequenzen?
Sforza: Bei solchen Fotos ist Vorsicht geboten. Wann wurden sie gemacht, wo? Aber wenn es so war, ist es Aufgabe der Klubführung und des Trainers, Konsequenzen zu ziehen.
kicker: Disziplin, körperliche Fitness, Spielsystem, Hierarchie im Team, taktische Schulung. Wo muss der neue Trainer ansetzen?
Sforza: Bis zum Trainingsbeginn am 27. Juni wird Michael Henke bestens vorbereitet sein. Dann liegt es an jedem Einzelnen, zum Erfolg beizutragen.
kicker: Reichen fünf Wochen Vorbereitung, die Defizite zu beheben?
Sforza: Wenn sich jeder unterordnet, dann ja!
kicker: Vorstandschef René C. Jäggi hat Rotationen angekündigt. Sind auch Sie davon betroffen?
Sforza: Nein.
kicker: Spieler, Teammanager. Welche Rolle haben Sie zukünftig?
Sforza: Ich habe einen Spieler-Vertrag bis 2006. Den erfülle ich.
kicker: Ist Michael Henke der richtige Trainer für die schwere Aufgabe?
Sforza: Mit Michael Henke alleine ist es nicht getan! Er ist der Richtige, wenn ihm alle helfen, alle mitziehen. Der Wille muss da sein, mit dem FCK wieder oben mitzuspielen. Dann brauchen wir nicht viele Neue.
Interview: Uli Gerke