Rückschlag für die Kickers
Mit 0:4 verlor der OFC beim 1. FC Kaiserslautern. Sven Müller (33.), Marcel Ziemer (37.), Josh Simpson (47.) und Steffen Bohl (82.) erzielten die Treffer für die Gastgeber, die nun weiter vom Aufstieg in die Bundesliga träumen können. Die Kickers behaupteten zwar (vorerst) den 12. Tabellenrang mit vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Doch die Niederlage bedeutet einen klaren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.
Mokthari mit erster Chance
Bei strahlendem Sonnenschein und 25.000 begeisterten Fans tasteten sich beide Teams zunächst ab und Torchancen blieben Mangelware. Erst nach einer Viertelstunde erspielten sich die Kickers, die mit der gleichen Startelf wie beim Sieg gegen Burghausen aufliefen, die erste Möglichkeit. Nach einem schönen Konter verfehlte Qualid Mokthari das Tor nur knapp. In der Folgezeit sorgte Rüdiger Rehm für den nächsten (negativen) Aufreger, der nach einem rüden Foul gegen Sascha Kotysch die Gelb-Rote Karte sah (20.). Zuvor hatte er bereits gegen Simpson ordentlich hingelangt. Es war bereits der dritte Platzverweis für den Mittelfeldspieler in dieser Saison und der neunte (!) in seiner Zweitliga-Karriere.
Überhaupt dominierte nun Kampf und Krampf die Partie. Beide Mannschaften taten sich schwer, spielerische Glanzpunkte zu setzen. Eher zufällig ging Lautern dann in Führung, als Müllers Flanke Freund und Feind verpassten und im Kasten landete. Für die Gastgeber wirkte das Tor wie ein Weckruf aus der Lethargie, denn plötzlich sprühten sie vor Spielfreude. Nach einem wunderbaren Pass von Emeka Opara startete Ziemer durch und ließ OFC-Keeper Cesar Thier keine Chance. Völlig verunsichert ließen die Kickers die Lauterer nun gewähren, die durchaus noch höher zur Halbzeit hätten führen können.
Kickers lassen sich vorführen
Wie aufgedreht kam Lautern aus der Kabine. 20 Sekunden waren gespielt, als Ziemer die nächste Riesenchance zum 3:0 hatte. Besser machte es dann Simpson, der mit einer feinen Einzelleistung für die Vorentscheidung sorgte. Bei den vor allem in der Defensive erschreckend schwach agierenden Kickers lief hingegen so gut wie nichts mehr zusammen und sie wurden nun regelrecht vorgeführt. Im Grunde ging es für die Elf von Trainer Wolfgang Frank nun nur noch um Schadensbegrenzung.
Doch den Kickers gelang es nicht, sich vom Druck der Pfälzer zu befreien, die sich eine Chance nach der anderen erspielten. Opara beispielsweise, der aus spitzen Winkel die Latte traf. Oder Stefan Lexa, der nach blitzsauberem Konter zu eigennützig war und an Thier scheiterte. In der Schlussphase kam bei Offenbach Dino Toppmöller für den schwachen Suat Türker ins Spiel, doch es half alles nicht. Bohl setzte schließlich den Schlusspunkt unter eine desolate Vorstellung der Kickers, als er - mutterseelenalleine im Kickers-Strafraum - zum 4:0 einköpfte.
Quelle:
www.offenbacherkickers.de
Das nenn ich mal nen objektiven Bericht für ne offizielle Webseite. Top!