Erster Taktik-Test für geschlauchte Profis
FUSSBALL: FCK am Sonntag beim VfB Marburg
KAISERSLAUTERN (osp). Der erste Eindruck zählt. Sagt der Volksmund. Und der ist für Michael Henke , den neuen Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern nach fünf Trainingstagen „sehr gut". Das erste Spiel unter Henke steht für den FCK am Sonntag beim hessischen Landesligisten VfB Marburg an (16 Uhr, Georg-Gaßmann-Stadion).
Mit seinen ersten Arbeitstagen als Cheftrainer in der Fußball-Bundesliga ist Henke sehr zufrieden: „Von den Trainingsbedingungen her und wie die Jungs mitziehen ist es so, wie es sein soll. Die Stimmung ist gut und positiv, es schont sich keiner."
Seit Montag wird täglich trainiert, nachmittags im Wald gelaufen. In der Vorbereitung legt der 48-Jährige Wert auf ausgedehnte Einheiten, die zwischen 90 und 120 Minuten dauern. Gestern beim Vormittagstraining auf dem Fröhnerhof war nach einer Stunde und 45 Minuten Schluss. Den Schwerpunkt haben der Westfale und sein Co-Trainer Manfred Rauscher dabei auf schnelles Direktspiel auf engem Raum gelegt, dies ausgiebig üben lassen. „Jungs, das sieht gar nicht schlecht aus", lobte Henke zwischendurch die Kombinationen und die Laufbereitschaft seiner Schützlinge. Die Neuzugänge Ervin Skela und Axel Bellinghausen waren wie ihre Kameraden überaus engagiert am Werk.
Mittelfeldmann Skela ließ ein ums andere Mal sein Können als Passgeber aufblitzen. „Guter Ball, Ervin", lobten einige Mitspieler den Ex-Bielefelder. Auch die Kiebitze äußerten spontan kurze Aufschreie der Begeisterung: „Schön gespielt!" Und Skelas Kollege Bellinghausen zeigte Biss und Einsatz, grätschte dem Ball sogar noch hinterher, als dieser fast schon im Aus war.
„Wir versuchen jetzt schon in der ersten Trainingswoche, beides unter einen Hut zu kriegen; parallel zum Konditionellen wollen wir auch taktisch arbeiten, um einiges einzuüben", sagte Henke . In der Defensive deute vieles auf eine Viererkette hin, dem Fußball-Lehrer ist aber wichtig, so variabel zu sein, auch mal auf Dreierkette umstellen zu können, betont er. „Das hat man im Confed-Cup gesehen, dass einige Mannschaften während des Spiels schnell von Vierer- auf Dreierkette umschalten können", schwärmt der neue FCK-Trainer.
Wer am morgigen Sonntag in Marburg in der Anfangself steht, ließ Henke noch offen. Sicher ist, dass der Trainer viel durchwechseln möchte nach der anstrengenden Trainingswoche, in der heute und morgen Vormittag noch Einheiten anstehen. „Gerade weil wir nach der ersten Woche müde sind, sollte die taktische Ordnung stimmen. Dinge, die wir einstudiert haben, sollten umgesetzt werden, wir müssen einfach spielen. Ich lege Wert darauf, dass das, was wir trainiert haben, sichtbar wird", sagte Henke im Hinblick auf sein erstes Spiel auf der FCK-Bank.
Unterdessen hat der Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern den vom Vorstand vorgelegten Finanzplan für das Geschäftsjahr 2005/2006 genehmigt und PriceWaterhouseCoopers erneut als Wirtschaftsprüfer bestimmt.
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ