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wenn man hier so liest, hat man den eindruck, dass sich in diesem forum nur intime kenner der internationalen politik tummeln, die genau wissen, was obama (nicht) geleistet hat. klar, der preis ist überraschend und wohl etwas voreilig, aber die veränderung der kommunikation zwischen den usa und der restwelt sollte man in ihren politischen auswirkungen kaum unterschätzen. und wenn man gottesstattfreund dalai lama, die lady of pain m.t. oder den spendenschlucker und wenderuhmkassierer kohl hier als vergleiche liest, finde ich die wahl gar nicht mal so furchtbar schlecht.
Die Saat der Wiedervereinigung wurde von einem Willy Brandt gelegt, ein Michail Gorbatschow hat den Acker bestellt und Helmut Kohl bestenfalls die Früchte geerntet.
Aber nicht doch. Willi Brandt hat keinen Verdienst an der deutschen Einheit, da koennte man genauso sagen, die Saatkoerner wurden von Walter Ulbricht gekauft. Also bei aller Rivalitaet zwischen den Parteien, man kann auch mal darueber stehen und die Leistung eines Kohls, Gorbatschows und Bush senior anerkennen. Die Roten haben sich damit ausgezeichnet, jahrelange versucht zu haben die Teilung Deutschlands als Fakt anzuerkennen.
zum Thema: Mit geht der Hype um Obama langsam auf die Nerven.Bewiesen hat er noch gar nichts, das ist eine Ohrfeige an alle, die jahrelange im Sinne des Friedens gewirkt haben. Dadurch verkommt der Preis zur Goldenen Himbeere. Was haben sich die Juroren eigentlich dabei gedacht? Ganz einfach, sie wollten mal ein bisschen Politik machen. Sozusagen dem Versoehnungsprozess den die Usa, gebeutelt durch die Bushaera, begonnen hat quasi mit dieser Verleihung adeln. Da kann ich nur sagen: Schusters bleibt bei euren Leisten". Wer was von Politik versteht, soll Politik machen und wer Preise verleiht soll Preise verleihen.
@ redcity & mika:
das ist es doch was ich sagen will: ihr wisst es nicht, ich weiß es nicht. ich weiß nicht ob er ihn verdient hat, aber ich kann es nicht ausschließen. 20 andere hier führten sich auf, als wären sie insider, die das alles im detail beurteilen können, obwohl die hälfte wahrsch die bild als hauptquelle für politische informationen nutzt.
Aber nicht doch. Willi Brandt hat keinen Verdienst an der deutschen Einheit, da koennte man genauso sagen, die Saatkoerner wurden von Walter Ulbricht gekauft. Also bei aller Rivalitaet zwischen den Parteien, man kann auch mal darueber stehen und die Leistung eines Kohls, Gorbatschows und Bush senior anerkennen. Die Roten haben sich damit ausgezeichnet, jahrelange versucht zu haben die Teilung Deutschlands als Fakt anzuerkennen.
Die Roten haben sich damit ausgezeichnet, jahrelange versucht zu haben die Teilung Deutschlands als Fakt anzuerkennen.
Naja, Brandt hat die BRD Richtung Osten geöffnet.
Aber im Allgemeinen schließ ich mir dich an. Kohl hatte sicher einen Anteil an der Einheit, wie viele viele andere auch.
Haargenau!
Auch die Begründung, dass Nobel in seinem Testament festhielt, man solle Menschen auszeichnen, die einen Weg beschreiten und noch nicht am Ziel angekommen sein müssen...Obama hat schlicht und ergreifend erste wenige Schritte hinter sich gebracht.
Allein dieser Artikel (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,653965-3,00.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,653965-3,00.html) zeigt doch, dass es da draußen Menschen gibt, die wirklich was geleistet haben und es sich zum Lebensziel gemacht haben, anderen zu helfen, auch wenn sie dafür alles riskieren.
Ich habe nichts dagegen, dass ihn ein Ami bekommt oder ein Präsident, aber dann doch bitte einer, der schon bewiesen hat, dass er dauerhaft "gut" handelt.
es geht also explizit nicht darum, nur menschen mit lebenswerk auszuzeichnen. und in sachen globaler nutzen sind die aufkeimende stimmung von kooperationsbereitschaft und ein in den usa entstehendes bewusstsein für umweltprobleme einfach schon eine ganze menge.
Der Preisträger kann bei der Verleihung eine weltweit beachtete Rede halten, und das wird sich Obama bestimmt nicht entgehen lassen.
Ich freu mich drauf.
Naja, aber schau mal. Da kommt ein Politiker quasi aus dem Nirgendwo her, ist nichtmal ein Jahr lang Präsident, erzählt was von Visionen, hat aber im Prinzip noch kaum was geleistet und bekommt prompt den Friedensnobelpreis. Wenn ich da ne Organisatzion wäre, die seit Jahrzehnten solche Visionen hat und dafür auch schon was getan hat, aber im Prinzip kaum bis wenig Beachtung findet, dann käm ich mir schon irgendwo verschaukelt vor. Nicht weil ich diesen Preis wollen würde, sondern weil da im Prinzip ein "Dahergelaufener" alles abräumt und ich als "Etablierter" in der dunklen Ecke bleibe.@ Eschder: Ich hoffe mal, in Friedensorganisationen herrscht nicht ein solcher "Neid"Ich denke, da wird keiner darauf pochen, dass er den Preis mehr verdient habe. Das sind Idealisten, die freuen sich, wenn mal ein Politiker ala Obama um die Ecke kommt, der die Völker mitreißen kann. Ich denke Leute die sich für Frieden und Gerechtigkeit engagieren, sind nicht auf Preise oder Lobreden aus.![]()
Naja, aber schau mal. Da kommt ein Politiker quasi aus dem Nirgendwo her, ist nichtmal ein Jahr lang Präsident, erzählt was von Visionen, hat aber im Prinzip noch kaum was geleistet und bekommt prompt den Friedensnobelpreis. Wenn ich da ne Organisatzion wäre, die seit Jahrzehnten solche Visionen hat und dafür auch schon was getan hat, aber im Prinzip kaum bis wenig Beachtung findet, dann käm ich mir schon irgendwo verschaukelt vor. Nicht weil ich diesen Preis wollen würde, sondern weil da im Prinzip ein "Dahergelaufener" alles abräumt und ich als "Etablierter" in der dunklen Ecke bleibe.
<div class="ipsEmbeddedVideo"><iframe width="480" height="270" src="https://www.youtube.com/embed/weFNRfQzACY?feature=oembed" frameborder="0"></iframe>
"Let me be clear: I do not view it as a recognition of my own accomplishments, but rather as an affirmation of american leadership on behalf of aspirations held by people in all nations."
</div>
Aber nicht alles, was Obama anpackt, wird zu Gold. Im Nahen Osten bleibt die Lage so, wie sie schon immer war; die Mauern dort hat Obamas Rufen nicht zum Einsturz gebracht. Wer sich über die Auszeichnung freut, der muss daran mitwirken, dass dieser Präsident Erfolg hat bei der Entschärfung von Krisen und bei der Regelung von Konflikten. Wird er weitgehend alleingelassen und ziehen die Partner nicht mit, dann werden die Amerikaner fragen – und zwar nicht nur diejenigen, die sich vom Glanz des norwegischen Preises nicht blenden lassen –, was das ganze „globale Engagement“ eigentlich gebracht hat. Und sie werden dazu raten, die Sache wieder selbst in die Hand zu nehmen. Auch das zeigt: Die Auszeichnung des jungen Präsidenten ist wirklich eine Vorleistung.
Aja. Deswegen hat Willy Brandt seinen Friedensnobelpreis für seine Ostpolitik bekommen. Michail Gorbatschow ebenfalls. Von Helmut Kohl und Georg Bush habe ich insoweit noch nix gehört...
Sicher hat auch er (Kohl) seine Verdienste um die deutsche Einheit, aber er ist mit Sicherheit nicht die tragende und entscheidende Figur in dieser Hinsicht. Und bevor ich's vergesse: Die Begeisterung für die Ostpolitik hielt sich in den Reihen der CDU (und somit auch bei Kohl) doch arg in Grenzen...
Na ja wenn der Friedensnobelpreis ein Gradmesser ist, dann gute Nacht. Das heisst dann, dass alle die keinen bekommen haben, Volltrottel sind.
Willy Brandt hat grosse Verdienste, war ein gewaltiger Staatsmann, die Ostpolitik genau das richtige in dieser Zeit, hat aber mit der Wiedervereinigung nichts zu tun. Es war Gorbatschow der den verkrusteten sowjetischen Staatsapparat aufgebrochen hat und mit paradigmen aufraeumte, es waren die Buerger der DDR die bedingt durch das von Gorbi geschaffene neue Umfeld den Mut fanden ihre Freiheit zu fordern und es war Kohl der mit eiserner Entschlossenheit, uebrigens mit dem Widerstand der SPD, die Zeichen der Zeit erkannte und durch geschickte Aussenpolitik und innenpolitisches taktieren gemeinsam mit einigen anderen die Wiedervereinigung zustandebrachte. So lange ist das nicht her, dass man das schon vergessen haben kann, egal wie man zu Kohl steht.
@ramser: mag sein, dass das Fakt war. Widersprach aber gaenzlich dem deutschen Grundgesetz, in welches die Gruendervaeter der Bundesrepublik Deutschland die Wiedervereinigung als Ziel formulierten. Das die SPD bis kurz vor der Wiedervereinigung auf die Anerkennung der DDR als eigenstaendiger Staat draengte ist und bleibt Fakt.
Ich glaube wir koennen uns darauf einigen, dass wir uns nicht einig sind![]()
Eine Überlegung - vielleicht wollte das Kommitee mit dem Preis für Obama aktiv Friedenspolitik betreiben? Obama ist gerade erst an "die Macht" gekommen und hat den Großteil seiner Präsidentschaft unter normalen Umständen noch vor sich. Würden bestimmte politische Führer bzw. Bevölkerungsgruppen in der Weltöffentlichkeit nicht schlecht dastehen, wenn sie sich den Bemühungen des Friedensnobelpreisträgers widersetzen würden?
Wenn ich mich auf meinen Balkon stell und ne feine Rede schwinge, krieg ich ja auch keinen Preis um den Hals gehängt..
Man hätte den Friedensnobelpreis Dr. Helmut Kohl verleihen sollen - zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer - oder noch besser "stellvertretend den Menschen die dazu beigetragen haben das der Ostblock friedlich in sich zusammengebrochen ist."
Ende des amerikanischen Engagements im Irak zeichnet sich weiter hin nicht ab
Es ist ja schön Visionen zu haben - man sollte diese aber auch umsetzen - zumindest konkret damit anfangen.
Wie sagte man vorhin so schön: Diese Auszeichnung ist mittlerweile zum reinen Bush-Bashing verkommen...
Erst der Carter, dann der Gore und jetzt auch noch sein Nachfolger.
Mir kommt es einfach so vor, als wenn Obama den Preis dafür bekommt das er NICHT G.W Bush ist.![]()
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