Mit rudimentärem juristischem Wissen und Einsatz des mir zur Verfügung stehenden gesunden Menschenverstandes komme ich zu folgender Einschätzung
:
- Iacob hat sich der Vertragsverletzung schuldig gemacht; soweit bekannt, besteht sein Fehlverhalten darin, dass er Termine ohne Begründung versäumt hat und zum Trainingsauftakt nicht erschienen ist. Ob darüber hinaus noch weitere Vertragsverletzungen vorliegen, ist nicht bekannt, aber denkbar, so könnte es z.B. sein, dass Iacob nicht alle adäquaten Möglichkeiten ergriffen hat, um seine Verletzung auszukurieren und/oder sich nicht an ärztliche Anweisungen gehalten hat.
- Die Gründe reichen jedenfalls für eine fristlose Kündigung aus - bei Stefan Kuntz gehe ich davon aus, dass die Kündigung hieb- und stichfest ist.
- Wenn es also Gründe für eine fristlose Kündigung gibt, ist es auch naheliegend, dass Iacob dadurch einen finanziellen Schaden für den Verein verursacht hat.
- Der FCK hat eine Ablösesumme in Höhe von 500.000 EUR gezahlt und als Gegenleistung dafür die Dienste von Iacob für zweieinhalb Jahre vertraglich erworben. Da der Spieler nun bereits nach einem halben Jahr die Vertragsauflösung verschuldet hat, steht dem FCK für die nicht erfüllte Restlaufzeit von zwei Jahren die anteilige Rückerstattung zu - das wären 400.000 EUR.
- Wenn die fristlose Kündigung wirksam geworden ist, kann Iacob zu einem anderen Verein wechseln. Wenn er der Kündigung widerspricht und ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird, ist er so lange Angestellter des FCK, bis ein entsprechendes Urteil gesprochen ist. Sollte das Gericht die Kündigung als unwirksam ansehen, kann Iacob nur mit Einverständnis des FCK wechseln.
Just my two cent...