Das klingt anders!
Ganz entspannt zum Spiel des Tages
Trotz Sicherheitskontrollen: Mit dem WM-Weg ins Fritz-Walter-Stadion klappt es unerwartet gut
Kaiserslautern hat es geschafft. Der gestrige erste WM-Spieltag im Fritz-Walter-Stadion ist alles in allem gut gelaufen. Die Shuttle-Busse rollten, die Fußgänger unter den Fans orientierten sich an den farbig markierten Hinweisschildern, und der Sicherheitsstress in der Arena hielt sich in Grenzen.
Es ist 13.12 Uhr. Eigentlich viel zu früh, um sich auf den Weg zum Betzenberg zu machen. Doch es ist Fußball-Weltmeisterschaft, Ausnahmezustand. Wer weiß, wie lange es dauert, bis alle Kontrollen hinter einem liegen. Der Fußmarsch beginnt am unteren Ende der WM-Meile, unweit vom Rathaus. Jetzt heißt es immer gerade aus, die Meile entlang hoch in Richtung Polizeipräsidium. Das sagen zumindest die Hinweisschilder, ganz egal, welche Farbe das Ticket hat.
Auf der Meile ist schwer was los. Gelb-grün, die Farben der australischen Elf, die um 15 Uhr gegen Japan spielt, überwiegt. Die „blauen" Japaner sind in der Minderheit. Möglicherweise, weil viele von ihnen mit dem Bus auf den Fußball-Berg kommen. Die Stimmung ist ausgezeichnet. Mittendrin in dem Gewusel steht eine Gruppe Polizisten. Es sind Oberkommissar Peter Baumann vom Präsidium Mainz, Polizeikommissar Frank Kraft von der Wasserschutzpolizei sowie Patrick Bernhardt von der elsässischen Gendarmerie und Jack van Zandvoort von der niederländischen Marechaussee. Als eines von mehreren gemischten Polizei-Quartetts sollen sie auf der WM-Meile die Augen offen halten. Viel mehr aber sind sie - wegen der seltenen Mixtur - Objekt vieler Fotografen. „Das ist okay, zumal das Fest so friedlich verläuft, wie wir uns das wünschen", sagt Bernhardt.
An der großen Kreuzung vor dem Polizeipräsidium trennen sich die Fan-Wege. Rot, grün und gelb, und damit leider auch die meisten Australier, gehen geradeaus. Blau, das für die Osttribüne steht, ist nicht auf den ersten Blick auszumachen. Ein Polizist hilft weiter: „Ich denke, Sie müssen da links runter." Recht hat er, wie sich wenig später herausstellen soll, als ein Schild zu sehen ist. Auch wenn der Weg um einiges länger ist als bei Bundesligaspielen. Jetzt haben die Japaner auch die Überhand, zielstrebig steuern sie ihrem Fanblock zu.
Eine Gruppe WM-Besucher aus dem nahen Otterbach ist jedoch immer noch ein wenig verunsichert. „Haben Sie auch blau?", ist eine öfter zu hörende Frage auf der langen Strecke durch die Barbarossastraße und dann die Kantstraße den Berg hinauf. Gegenseitig kann man sich beruhigen. Shuttle-Busse von den Park-and-Ride-Plätzen fahren vorbei, teure Autos mit den ganz besonderen Gästen hinter schwarzen Scheiben, unzählige Wagen der Fifa. Eine weiße Stretch-Limousine mit Mainzer Kennzeichen sorgt für viel Aufsehen. Hubschrauber scheinen ebenfalls Gäste zu bringen - das Überflugverbot am Spieltag kennt offensichtlich Ausnahmen.
Mittlerweile ist es 14.15 Uhr. Der lange Tross biegt in die Fritz-Walter-Straße ein, nur noch ein paar hundert Meter trennen ihn vom Stadion. Und eine riesige Menschenschlange. Der Bürgersteig ist per Gitter zur Straße hin abgetrennt, es staut sich. Doch statt endloser Warterei geht es dann relativ flott durch den ersten Sicherheitscheck. Ein Berg von Plastikflaschen direkt an der breiten Schleuse mit Sicherheitskräften macht deutlich, was nicht mit ins Stadion gebracht werden darf. Eigentlich sind dafür ja Container gedacht, die direkt dahinter stehen. Doch nicht jeder Fan nutzt dieses Angebot ... Große Rucksäcke können deponiert werden, kleine Taschen sind kein Problem.
Weiter geht"s zu den Drehkreuzen. Freundliche Kräfte helfen, wenn es mit dem Scannen des WM-Tickets nicht auf Anhieb klappt. Dann noch durch eine Schleuse zur Personen- und Taschenkontrolle - beides dauert nicht lange - noch eine Ticket-Kontrolle, geschafft. Es ist 14.43 Uhr. Den Personalausweis, um zu prüfen, ob das Ticket auch den richtigen Besitzer hat, wollte übrigens keiner sehen. (ahb)
DUERNBG / DUERNBG
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
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und das auch:
wm KOMPAKT
13 000 Fans mit dem Auto
und 13 000 Fans mit Bahn
Beim ersten WM-Spiel in Kaiserslautern lief auch der An- und Abreiseverkehr gut. Nach Angaben der Polizei kam es zu keinen großen Störungen. Die Park-und-Ride-Plätze am Stadtrand waren zu etwa 30 Prozent belegt, die Plätze in Sembach und am früheren Eisenbahnausbesserungswerk wurden kaum angefahren. 13.000 Fans reisten mit dem Auto an, ebenso viele Gäste kamen mit der Bahn. Der Anreiseverkehr mit Bus und Autos war um die Mittagszeit am stärksten. Der Busparkplatz am Messeplatz war vor Spielbeginn bereits voll, der Parkplatz in der Bremerstraße blieb weitgehend ungenutzt. 187 Busse, davon 150 mit Japanern, wurden teils mit Motorradeskorten von der Autobahn zu den Parkplätzen gefahren. Probleme gab es allerdings auf der so genannten Protokollstrecke von der Autobahn durch Mainzer-, Donnersberg- und Kantstraße. Drei Stunden vor Spielbeginn darf von den Nebenstraßen nicht mehr in die Protokollstrecke gefahren werden, aber Autofahrer hätten die Hinweisschilder ignoriert, erklärte Hans Maaßen, Polizeiführer für den WM-Einsatz. Die Polizei habe deshalb Beamte an die Kreuzungen geschickt, die das Einfahren verhinderten. „Der erste WM-Spieltag in Kaiserslautern zeigt, dass das erarbeitete Verkehrskonzept funktioniert", sagte Maaßen. (dür)
Quelle: Rheinpfalz
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Wie gesagt: Stimmungsmache oder Einzelfälle!
Auch ktown und doc haben es auf den Punkt gebracht und das Kaiserslautern kein Berlin oder Frankfurt ist sollte jedem klar sein.