Was passiert ist? Auf den ersten Blick noch nichts. Nichts, was rechnerisch nicht noch zu korrigieren wäre, dank des Versagens der Mit"bewerber" um die Abstiegsplätze.
Aber es ist etwas passiert. Der Glaube, dass mit Wille, Kampf und Einsatz fehlende spielerische Qualitäten kompensiert werden könnten, schwindet von Spiel zu Spiel. Nach den Pleiten in Hamburg, Dortmund und Leverkusen haben wir die letzte Hoffnung in die Heimspiele gesetzt. Auf den Rückhalt, den die Fans als möglicherweise entscheidenden Faktor bieten können. Was gegen Gladbach noch klappte, funktionierte gegen die weitaus stärkere Hertha nicht. Eine von Angst und Unsicherheit gelähmte Truppe war chancenlos, und jedem Zuschauer war bewusst, dass nichts helfen würde - kein noch so lauter Support, keine noch so intensive Anfeuerung. Die Mannschaft - oder besser jeder einzelne Spieler - wirkt ausgebrannt, überfordert, resigniert.
Und genau das ist passiert: Wir wissen jetzt, dass wir nicht mehr auf unsere traditionellen, in vielen Jahren Abstiegskampf bewährten Tugenden bauen können. Wir können alle nur noch auf ein Wunder hoffen.