Jo, das Problem is halt, dass man irgendwann weiß, wie diese Verschwörungsdinger laufen ... und es gibt da dann wenige die was wirklich innovativ neues bieten. Und wenn's dann nicht mal sonderlich gut geschrieben ist ... joa.
Das Thema Kirche und dunkle Machenschaften bietet ja jede Menge interessanten Stoff, allein schon historisch (man denke da nur an die Borgia), aber meistens wird das so klischeehaft und ... ja ... hollywoodmäßig aufgezogen, dass man schon früh weiß, wie's ausgeht ... das find ich einfach schade.
Ich les im Moment sehr gern historisch, mache aber einen riesen Bogen um diese Frauen-Mittelalter-Romane ... also Liebesgedöns und / oder starke Frauen in Hosen. Das ist so ... ausgelutscht. Ich will halt wirklich was über die historischen Hintergründe erfahren, und nicht ne x-beliebige Geschichte in die einfach ein König, ein paar Ritter und ein paar Jahreszahlen reingeworfen werden. Da isses schon echt schwer, genau das richtige zu finden.
Bernard Cornwell lieb ich deswegen zum Beispiel sehr. Sowohl seine Uthred-Reihe, die um die erste Jahrtausendwende in Britannien spielt, als auch "Das Zeichen des Sieges", in dem es um die Schlacht bei Azincourt im Hundertjährigen Krieg geht. Männerhelden, höchstens mal ne kleine Liebesgeschichte nebenbei, und ansonsten fetzt es richtig.