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Zentralrat empört über "privaten Judenboykott"

Jonny

Well-Known Member
Zentralrat empört über "privaten Judenboykott"



Von Mike Glindmeier und Clemens Gerlach



Das hat es noch nie gegeben: U21-Nationalspieler Ashkan Dejagah weigert sich aus politischen Gründen, ein Länderspiel in Israel zu bestreiten. Der DFB steht hinter dem Wolfsburger, der Zentralrat der Juden ist empört und fordert Dejagahs Rauswurf aus der Nationalmannschaft.



...



"Das hat politische Gründe. Jeder weiß, dass ich Deutsch-Iraner bin." Seit der Islamischen Revolution von 1979 lehnt es Iran ab, Israel anzuerkennen und verbietet seinen Landsleuten die Einreise sowie den sportlichen Wettkampf.



http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,510136,00.htmlhttp://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,510136,00.html
 
Das is ja alles sehr heikel und man kommt gleich in gefährliche Fahrwasser, aber ich kann den Boykott nachvollziehen. War der ZR unter Spiegel eigentlich auch so ein PR-Organ der israelischen Regierung?
 
Ich kann die Empfindlichkeiten des ZR schon ein bisschen verstehen, aber wenn es um die persönlichen Entscheidungen eines jungen Mannes geht, muss man nicht gleich ein Politikum draus machen.
 
Ich kann die Empfindlichkeiten des ZR schon ein bisschen verstehen, aber wenn es um die persönlichen Entscheidungen eines jungen Mannes geht, muss man nicht gleich ein Politikum draus machen.


Das schon...aber auf der anderen Seite ist es auch unverständlich, warum der Spieler nicht spielen möchte. Damit macht er irgendwie auch "Werbung".
 
Ich finde er hat sich für die Deutsche Nationalmannschaft entschieden und das mit allen Konsequenzen, dass war ihm doch vorher schon bewußt, dann hätte er für den Iran Spielen sollen, und die Staatsbürgerschaft abgeben müssen, aber hier, hat er eben mehr Vorteile, wie immer, also ich bin hier für ein exempel durch den DFB ansonsten wird das ausufern, dann spielt ein Deutschghanaer nicht gegen einen Deutschkameruner usw.
 
Ich kann die Empfindlichkeiten des ZR schon ein bisschen verstehen, aber wenn es um die persönlichen Entscheidungen eines jungen Mannes geht, muss man nicht gleich ein Politikum draus machen.



Das schon...aber auf der anderen Seite ist es auch unverständlich, warum der Spieler nicht spielen möchte. Damit macht er irgendwie auch "Werbung".


Ähm, ich glaube, das Verbot des Irans ist schon "deutlich". Will nicht wissen, was passiert, wenn er doch hinfahren würde.



War ja bei Hashemian in der CL mit Bayern vor ein paar Jahren das gleiche.



Hätte er einfach ne Verletzung angegeben, hätts wahrscheinlich keine so großen Wellen geschlagen....
 
Ähm, ich glaube, das Verbot des Irans ist schon "deutlich".


Wie meinst du das? Das die meisten Europäer wissen, dass der Iran Israel nicht anerkennt?



Oder das der Iran seinen Bürgern verbietet gegen Israelis anzutreten?
 
Wenn ein Nationalspieler Israels sich weigern würde, ein Länderspiel in Deutschland zu absolvieren, weil seine Großeltern z.B. in Auschwitz umgekommen sind, wäre das für alle ein nachvollziehbarer Grund. Man muss sich nicht mit Dejagah gemein machen und seine Beweggründe bis ins Detail teilen. Ich finde die Politik Irans selbst sehr daneben.



Jedoch hat jeder ein Recht auf seine freie, persönliche Willensentscheidung. Diese hat man zu respektieren. Daher halte ich die Äußerungen des Zentralrates für übertrieben. Man hat - und da stimme ich mit TAin überein - da wohl einen willkommenen Anlaß gesehen, ein Politikum daraus zu machen. Sowas ist in meinen Augen unsauber und nicht statthaft. Und die Einmischung in innere Angelegenheiten des DFB halte ich schlichtweg für eine Unverschämtheit.



Wenn Dejagah dort nicht spielen will, weil er sich in dem Land als Feind fühlt, dann hat man das zu respektieren.



Nehmen wir mich als privates Beispiel: Ich würde z.B. momentan weder eine Reise in den Iran, noch nach Israel machen, weil ich mit der jeweiligen politischen Lage, bzw. mit der Art und Weise, wie Politik gemacht und gehandelt wird, nicht einverstanden bin.

Bin ich jetzt deswegen Antisemit oder prinzipieller Iran-Feind?



Nein.



Ich finde daher solche Diskussionen unangebracht. Außerdem wäre dem Zentralrat der Juden in Deutschland meiner Meinung nach prinzipiell einmal anzuraten, sich in solchen Fragen etwas diplomatischer und zurückhaltender zu äußern. Der Ton macht nämlich die Musik.
 
Ich habe ehrlich gesagt kein Verständnis für die Äußerung des Zentralrats, es ist zwar durchaus eine heikle Situation, andererseits ist es die Entscheidung eines jungen Mannes und ich habe kein Verständnis dafür, wenn man versucht Politik auf dem Rücken dieses Jungen zu machen.

Die Problematik ist ganz einfach die, dass es im Iran per Gesetz verboten ist, dass Sportler nach Israel reisen, gegen israelische Mannschaften antreten oder gar gegen eine Mannschaft spielen in der nur ein Israeli mitspielt..Im Übrigen geht dieser Kleinkrieg ja nicht nur beim Fußball, bzw. beim Sport über die Bühne sondern auch in der Wirtschaft. So wird ein Kunde in Israel, der eine Sendung per Schiff bestellt in 99% aller Fälle eine Bescheinigung der Redereien einfordern, dass das Schiff auf dem sich seine Ware befindet, keinen Hafen der arabischen Liga anläuft und dass auf diesem Schiff keine Waren transportiert werden die für Länder der arabischen Liga bestimmt sind oder aus einem dieser Länder stammt..gleiches würde auch für einen iranischen Kunden gelten.



Man muss sich auch immer vorstellen welche Auswirkungen es für den jungen Kerl hätte wenn er nun nach Israel reisen würde. Er selbst würde sein Recht auf Einreise in die Iranische Republik verlieren, gleiches gilt für seine im Ausland lebenden Verwandten und auch die evtl. noch im Iran lebendenden Teile der Familie hätten Auswirkungen zu befürchten. Da ist es in meinen Augen doch verständlich, dass er nein sagt!
 
Ich habe ehrlich gesagt überhaupt kein Verständnis für das Verhalten von Dejagah.

Wie schon gesagt er ist DEUTSCHER Nationalspieler mit allen Folgen. Das hätte er sich schlicht und ergreifend früher überlegen müssen. Für mich ist es eine Schande, wenn er auch nur noch ein Spiel für Deutschland absolvieren dürfte. Soll er von der FIFA ne Sondergenehmigung erbetteln, dass er doch noch für seinen geliebten Iran spielen darf, da muss er dann auch garantiert nicht gegen Israel ran...



Wo soll das ganze eigentlich aufhören?

Spielt demnächst ein kurdischstämmiger Nationalspieler nicht mehr gegen die Türkei?

Spielen Klose und Podolski demnächst nicht mehr gegen Russland, weil die Russen ihre Vorfahren ermordet haben?

Spielen demnächst "Urdeutsche" Spieler nicht mehr gegen ihren "Erbfeind" Frankreich?

Wo wird die Grenze gezogen?

Spielt demnächst Kuranyi nicht mehr gegen Portugal, weil seine Urururur.....ururgroßmutter als Afrikanerin von portugiesischen Entdeckern nach Brasilien verschleppt wurde?



Nein also wirklich, ich hoffe dieses rassischte Individuum nie mehr im deutschen Trikot erblicken zu müssen, das kann ich wohl vergessen, aber zumindest besteht noch die leiseste Hoffnung, dass er nie den Sprung in die A-Elf schafft, denn das wäre für mich der erste Ausländer, der für Deutschland spielt...
 
war ja klar das wieder irgendeiner mit der rassismus-antwort kommt...
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anstatts das sich der ZR mal dezent zurück hält und net alles kommentiert,wird so ein fass aufgemacht.. natürlich hinterläßt es einen "leichten" nachgeschmack, aber man sollte auch den wunsch des spielers respektieren. er ist halb-iraner, da würd ich in seiner situation auch net dort spielen wollen...



siehe beitrag von redcity, top...




Ich habe ehrlich gesagt kein Verständnis für die Äußerung des Zentralrats, es ist zwar durchaus eine heikle Situation, andererseits ist es die Entscheidung eines jungen Mannes und ich habe kein Verständnis dafür, wenn man versucht Politik auf dem Rücken dieses Jungen zu machen.
Die Problematik ist ganz einfach die, dass es im Iran per Gesetz verboten ist, dass Sportler nach Israel reisen, gegen israelische Mannschaften antreten oder gar gegen eine Mannschaft spielen in der nur ein Israeli mitspielt..Im Übrigen geht dieser Kleinkrieg ja nicht nur beim Fußball, bzw. beim Sport über die Bühne sondern auch in der Wirtschaft. So wird ein Kunde in Israel, der eine Sendung per Schiff bestellt in 99% aller Fälle eine Bescheinigung der Redereien einfordern, dass das Schiff auf dem sich seine Ware befindet, keinen Hafen der arabischen Liga anläuft und dass auf diesem Schiff keine Waren transportiert werden die für Länder der arabischen Liga bestimmt sind oder aus einem dieser Länder stammt..gleiches würde auch für einen iranischen Kunden gelten.



Man muss sich auch immer vorstellen welche Auswirkungen es für den jungen Kerl hätte wenn er nun nach Israel reisen würde. Er selbst würde sein Recht auf Einreise in die Iranische Republik verlieren, gleiches gilt für seine im Ausland lebenden Verwandten und auch die evtl. noch im Iran lebendenden Teile der Familie hätten Auswirkungen zu befürchten. Da ist es in meinen Augen doch verständlich, dass er nein sagt!
 
also Hettrumer Teufel, du mags vllt Recht haben!

Aber deine Vergleiche hinken, du kannst doch nicht Sachen die über 200 jahre her sind, wie das Beispiel mit Kurany und Portugal mit dem diesem Fall vergleichen.



Hast du vllt mal dran gedacht das er auch noch Verwandte im Iran leben hat und das er Angst hat das diesen was zustößt?

Ich persönlich kann den Jungen verstehen, und würde wahrscheinlich genauso entscheiden!

Denn ich glaube nicht das er nicht spielt aus Hass zu den Juden, sondern aus Angst
 
War der ZR unter Spiegel eigentlich auch so ein PR-Organ der israelischen Regierung?
Eher ja. Ignatz Bubis war der letzte ZR-Vorsitzende, der auf leisere Töne, Verständigung und Konsens setzte - und seine Rolle nicht primär als Sachwalter israelischer Interessen interpretierte.




Daher halte ich die Äußerungen des Zentralrates für übertrieben. Man hat - und da stimme ich mit TAin überein - da wohl einen willkommenen Anlaß gesehen, ein Politikum daraus zu machen. Sowas ist in meinen Augen unsauber und nicht statthaft. Und die Einmischung in innere Angelegenheiten des DFB halte ich schlichtweg für eine Unverschämtheit.(...)Außerdem wäre dem Zentralrat der Juden in Deutschland meiner Meinung nach prinzipiell einmal anzuraten, sich in solchen Fragen etwas diplomatischer und zurückhaltender zu äußern. Der Ton macht nämlich die Musik.
Richtig! Und manchmal muss man auch gar nichts sagen.




find ich auch, aus jedem furz wird ne atomwolke gemacht.
Du sagst es...




Ich habe kein Verständnis dafür, wenn man versucht Politik auf dem Rücken dieses Jungen zu machen.
So sieht's aus. Aus seiner etwas naiven Ehrlichkeit darf man ihm jetzt keinen Strick drehen.
 
Zentralrat der Juden fordert Ausschluss von Dejagah aus Nationalelf



Die Absage von Fußball-Profi Ashkan Dejagah für das Länderspiel der DFB-U21-Auswahl in Israel soll Konsequenzen haben. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, fordert den Ausschluss des Spielers aus dem Nationalteam.







weiter



Quelle: SPON





Man stelle sich das mal umgekehrt vor: "DFB fordert Ablösung von Charlotte

Knobloch"
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langsam reichts aber endgültig.. was fällt denen ein,sich noch in unsere sportpolititk einzumischen ? grad knobloch und vor allem friedmann haben ja ständig was zu meckern.. vor allem geht mir dieses zweideutigkeit des koksers mächtig auf die eier...



kein wunder, das die so unbeliebt sind und bleiben...
 
Wie meinst du das? Das die meisten Europäer wissen, dass der Iran Israel nicht anerkennt?


Oder das der Iran seinen Bürgern verbietet gegen Israelis anzutreten?


Ich denke, dass dieses Verbot schon auch mit harten Mitteln durchgesetzt wird. Desweiteren hat er wohl Angst vor Repressionen auch gegenüber seinen Familiemitgliedern, die noch im Iran wohnen.



Daher finde ich die Aussagen des Zentralrats äußerst "Kurzsichtig". Es wird ja scheinbar nichtmal in Frage gestellt, warum er die Entscheidung getroffen hat.
 
@ Mika: Nicht über's Ziel hinausschießen! Friedman muss man nicht mögen - aber er hat, soweit ich das sehen kann, mit dieser Geschichte nichts zu tun!
 
ISRAEL-SPIEL

<span>DFB hält an Dejagah fest</span>



Von Jörg Schallenberg



Der Deutsche Fußball-Bund lässt Ashkan Dejagah nicht fallen - trotz der heftigen Kritik vom Zentralrat der Juden an dem U21-Nationalspieler. Es gäbe "keine politischen Gründe". Präsident Theo Zwanziger will dem Deutsch-Iraner aber ins Gewissen reden.



Mehr...(spiegel)
 
Hätte man seites des DFB eleganter lösen können, um den Spieler nicht in diese unlösbare Situation zu bringen.



Mal nebenbei, die Rassismus-Vorwürfe in manchen Beiträgen hier sind genauso daneben wie das stereotype und teilweise gefährlich missverständliche Geschimpfe über den ZRdJ.
 
Hätte man seites des DFB eleganter lösen können, um den Spieler nicht in diese unlösbare Situation zu bringen.
Ich kann dir da nicht zustimmen - ich finde Zwanzigers Reaktion angesicht der heiklen Konstellation geradezu staatsmännisch. Er hat ein unzweideutiges Zeichen gesetzt - ohne vor "Du-weißt-schon-wer" einzuknicken. Wenn ich mir da MV in der gleichen Situation vorstelle, bekomme ich Präventiv-Gänsehaut...




Mal nebenbei, die Rassismus-Vorwürfe in manchen Beiträgen hier sind genauso daneben wie das stereotype und teilweise gefährlich missverständliche Geschimpfe über den ZRdJ.
Sicher, die Gefahr von Missverständnissen und Beifall aus der falschen Ecke besteht und man sollte sich ihrer bewusst sein. Allerdings kann ich mich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass die öffentlichen Stellungnahmen des ZR zunehmend schriller und unverhältnismäßiger daher kommen - und das kann einem schon auch auf den Geist gehen...
 
Großartig vom DFB: in Yad Vashem einen Kranz zur Erinnerung niederlegen wollen, und gleichzeitig ist es schlicht egal, dass ein Spieler genau das Gedankengut transportiert, vor dem gemahnt werden soll.



Entweder hat Dejagah wirklich einfach nur Angst vor Konsequenzen für seine Familie. Dann hätte man die Sache elegant umschiffen können, indem man angibt, der Spieler sei verletzt. Dann kann ich auch nachvollziehen, dass er nicht spielen will. Kein Fußballspiel ist es wert, dass jemand in Mitleidenschaft gezogen wird.



Andere Variante ist, dass Dejagah das wirklich so meint, wie er es sagt. Dann ist er in meinen Augen a) ein Turboidiot und
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der DFB absolut unglaubwürdig, wenn er ihn weiterhin spielen lässt. Wer vor Bundesligaspieltagen großspurig gegen Intoleranz und Rassismus zu Felde zieht, kann sowas schlecht dulden.



Ich gehe aber erstmal davon aus, dass es einfach ein Öffentlichkeitsarbeitsdesaster beim DFB ist.
 
Andere Variante ist, dass Dejagah das wirklich so meint, wie er es sagt. Dann ist er in meinen Augen a) ein Turboidiot und
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der DFB absolut unglaubwürdig, wenn er ihn weiterhin spielen lässt. Wer vor Bundesligaspieltagen großspurig gegen Intoleranz und Rassismus zu Felde zieht, kann sowas schlecht dulden.


Wie sagt er es denn? Er sprach von persönlichen Gründen - lediglich in der "BILD" wird er mit "politischen Gründen" zitiert, was übrigens gar kein Widerspruch ist, denn aus politischen Gründen (Haltung des Iran zu Israel) hat er persönliche Gründe (Angst um Familie). Selbstverständlich wäre er am besten einfach "verletzt" gewesen - dafür ist jetzt leider zu spät.
 
Ich kann dir da nicht zustimmen - ich finde Zwanzigers Reaktion angesicht der heiklen Konstellation geradezu staatsmännisch. Er hat ein uneindeutiges Zeichen gesetzt - ohne vor "Du-weißt-schon-wer" einzuknicken. Wenn ich mir da MV in der gleichen Situation vorstelle, bekomme ich Präventiv-Gänsehaut...


Das ist richtig und Zwanziger hat das auch gut gemacht. Aber es ist eben nur eine Reaktion, nachdem das Kind schon im Brunnen liegt. Bierhoff hat selbst gesagt, dass man die Situation wohl unterschätzt hat. An der Stelle ist natürlich auch Dejagah selbst zu kritisieren, der hätte ja auch intern was sagen können, denn der Spielplan war ja bekannt.






Allerdings kann ich mich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass die öffentlichen Stellungnahmen des ZR zunehmend schriller und unverhältnismäßiger daher kommen - und das kann einem schon auch auf den Geist gehen...


Ich stimme Dir da zu, bin aber der Meinung, dass das (aus den von Dir angesprochenen Gründen) nicht hier hin gehört.
 
Wie sagt er es denn? Er sprach von persönlichen Gründen - lediglich in der "BILD" wird er mit "politischen Gründen" zitiert, was übrigens gar kein Widerspruch ist, denn aus politischen Gründen (Haltung des Iran zu Israel) hat er persönliche Gründe (Angst um Familie). Selbstverständlich wäre er am besten einfach "verletzt" gewesen - dafür ist jetzt leider zu spät.
Ich habe mich einfach am Eingangsposting orientiert. Der BILD ist natürlich immer zuzutrauen, dass sie quotenträchtig hinzudichtet oder weglässt.

Deinen Schluss kann ich auch nachvollziehen, nur hat er entweder Angst oder er vertritt die Denkweise der Ayatollahs und Co.

So wie du beschreibst funktioniert ja nunmal jede Diktatur. Hohe Unterstützung im Volk hat kaum was damit zu tun, dass man das Regime so dufte findet und daher die Politik unterstützt, sondert ist einfach Angst oder Angepasstheit mit damit verbundenen Vorteilen.
 
Scheint ja eine Geschichte zu sein, die erst durch den "BILD"-Artikel so entstanden ist. Wenn die Worte von Dejagah dort falsch sein sollten, wäre dies ein weiterer Schritt ins politische Abseits für dieses Blatt.



Grundsätzlich sollte man einem Spiel Israel-Deutschland besonnen und ehrfürchtig entgegen stehen. Dort mit Deutschland-Adler auf der Brust aufzulaufen bedarf menschlicher Größe.



Angst macht mir jedoch folgende Aussage :

"CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla macht zwischen politischen und persönlichen Gründen keinen Unterschied. Er sagte heute: "Wer Deutschland im Nationaldress vertritt, ob gebürtiger Deutscher oder Zugewanderter, muss sich zu unserer durch Geschichte und Kultur geprägten Gemeinschaft bekennen. Wer dies aus persönlichen politischen Gründen nicht will, muss das Trikot der Nationalmannschaft abgeben." (zitiert spiegel.de)



Denn ich denke man sollte den Sport nicht überbewerten, und solange die NPD in Landtägen sitzt, als Politiker anderen Berufen nicht Werte aufdrängen, die man selbst nicht umsetzt.



Mir gefällt Zwanzigers Ausspruch:

"Zwanziger sagte: "Wer deutscher Nationalspieler sein will, hat auch Pflichten." Als junger Mensch habe Dejagah allerdings auch das Recht, Fehler zu machen und hinzuzulernen" (auch spiegel.de)



und Rubinhos:

"Kein Fußballspiel ist es wert, dass jemand in Mitleidenschaft gezogen wird." (roteteufel.de
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)



Eine "Verhinderung" oder "Verletzung" Dejagas wäre für das Hinspiel angebracht gewesen. Fürs Rückspiel wünsche ich ihm eine gute Leistung, um für die Zukunft nen ordentlich Club zu finden.
 
Eine "Verhinderung" oder "Verletzung" Dejagas wäre für das Hinspiel angebracht gewesen. Fürs Rückspiel wünsche ich ihm eine gute Leistung, um für die Zukunft nen ordentlich Club zu finden.


Wie sollte er im Rückspiel spielen können, er darf lt IRAN nicht gegen Israel spielen, egal ob Hin- oder Rückspiel.
 
Wie sollte er im Rückspiel spielen können, er darf lt IRAN nicht gegen Israel spielen, egal ob Hin- oder Rückspiel.




"Informationen von SPIEGEL ONLINE zufolge will Dejagah nicht zum Spiel antreten, weil er Repressalien für Familienangehörige in Iran fürchtet, sobald er nach Israel einreist. Im Rückspiel gegen Israel in Deutschland würde er spielen"



spiegel.de
 
Grundsätzlich sollte man einem Spiel Israel-Deutschland besonnen
Unbedingt!




Na ja - nicht übertreiben...




entgegen stehen. Dort mit Deutschland-Adler auf der Brust aufzulaufen bedarf menschlicher Größe.
Wir sprechen von Fußballern. Es genügt völlig, wie es immer selbstverständlich sein sollte, sportlich fair und bescheiden aufzutreten. Oder stellst du dir eine U21 mit Willy Brandt, Richard von Weizsäcker, Joschka Fischer und Hildegard Hamm-Brücher vor
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Hängt das mal alles nicht so hoch
 
Ich bin eben ein sensibler Typ...



bei dem gedanken die deutsche hymne in israel zu singen, naja das berührt einen doch, oder?
 
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