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Aktionsbündnis Winnenden gegen "Killerspiele"

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Interessante ausbeuten:

Zum Zeitpunkt (14:30Uhr) befanden sich im Container: 2 PS2 Spiele (darunter GTA San Andreas), 1 CD, 1 Gameboy Modul



War wahrscheinlich Super Mario
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Recht interessant wie viel Antworten der Thread innerhalb so kurzer Zeit hat.
 
Wie jemand schon vorher geschrieben hat kommt es auf die Rahmenbedingungen an - ich selbst habe seit ich 10 Jahre alt war Counter-Strike mit meinen Freunden gespielt, von 14 bis 16 dann World of Warcraft, wo ich im grunde genommen den ganzen Tag mit meinen Freunden über Skype, Teamspeak etc. gesprochen habe (meistens über "reale" Dinge). Ich war allerdings auch schon von sehr klein auf vom mentalen her recht Reif, und habe deswegen CS fast wie z.B. FIFA aufgefasst - genau das machen viele andere auch, weswegen manche beispielsweise einen Platz bei den Olympischen Spielen einfordern (meiner Meinung nach doch zu weit
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).



Nebenbei spiele ich seit ich 13 bin ab und zu Hardball, also Krieg mit Waffenattrappen die kleine weisse kugeln abfeuern - und mir geht's immer noch gut.

Seit gut einem Jahr spiele ich allerdings kaum noch Computerspiele, und habe z.B. CS nicht mehr installiert - ist irgendwie ganz von sich alleine gekommen.



Also, die meisten (guten!) Argumente haben meine Vorredner ja schon geliefert, wollte nur zeigen dass man auch gesund bleiben kann obwohl man gründlich jegliche Altersfreigaben missachtet hat
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Kommt halt wie gesagt meiner Meinung nach auf das Milieu an.
 
@TAin: Dafür gibt es eben die Altersfreigabe für die Spiele. Dann können Eltern entscheiden, welche Spiele sie ihre Kinder spielen lassen und welche nicht...



Diese haben aber auch entsprechende Altersfreigaben bzw. sind sogar in Deutschland verboten.[....]
Wobei ich natürlich betonen möchte, dass es aufgrund der Tatsache, dass man Waffen benutzt, nichts für Kinderhände ist und eine Alterfreigabe beachtet werden muss. Diese gibt es bei Shootern in völlig gerechtem Maße, müssen nur von Eltern und Handel auch kontrolliert werden.



gibt aber tatsächlich Spiele, bei denen das Blut aus jeder Ecke trieft. Aber die sind auch FSK 18.[...]
Wobei ich der festen Überzeugung bin, dass einem normal erzogenen 16-jährigen mit gesundem Menschenverstand und vernünftiger Sozialisation solche Bilder überhaupt nicht aus der Bahn werfen.



Seh ich genauso. Bei einem geordneten Umfeld (das heißt sowohl Freundeskreis, Schule als auch Familie) sollten auch dann keine Probleme entstehen. [...]Wohlgemerkt nicht irgendwo illegal besorgt, sondern als Import gekauft, obwohl ich es nicht hätte besitzen dürfen.[...]Das sollte aber normalerweise dennoch nicht vorkommen. Wer seinen Kindern nur Spiele zugänglich macht, die für deren Alter geeignet sind, wird in keinerlei Probleme laufen. Dazu müssen Eltern sich aber auch dafür interessieren und sich darüber informieren. Heute gibt es unzählige Möglichkeiten, an Software zu gelangen. Dann müssen die Eltern darin eben auch fit sein.



Also, die meisten (guten!) Argumente haben meine Vorredner ja schon geliefert, wollte nur zeigen dass man auch gesund bleiben kann obwohl man gründlich jegliche Altersfreigaben missachtet hat
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Kommt halt wie gesagt meiner Meinung nach auf das Milieu an.


Hab mal die letzten Beiträge auszugsweise zitiert, weil sie genau den springenden Punkt aufzeigen: Wenn Eltern verantwortungsbewusst sind, wenn Umwelt und Milieu stabil sind, wenndie Jugendlichen vernünftig erzogen sind, wenn es sich nicht um unreife, labile Jugendliche handelt - dann kann das Zocken sicher kaum Schaden anrichten.



Eure Beiträge schränken ja selbst ein, dass der Konsum von Computerspielen dann gefahrlos möglich ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Aber wieviele Jugendliche gibt es, auf die das alles nicht zutrifft? Im Umkehrschluss implizieren eure Beiträge nämlich genau das, worauf es mir ankommt: Unter ungünstigen Umständen können Computerspiele sehr wohl nachteilige Folgen haben, für den Jugendlichen selbst, aber auch für seine Umwelt.



Mein Fazit daraus ist: Wegen der Gefahr des Missbrauchs sollte man die Herstellung und den Vertrieb von Killerspielen verbieten. In dem Verzicht auf solche Spiele sehe ich keine gravierende Beeinträchtigung der Lebensqualität...



Das ist meine Ansicht - einfach eine Frage der persönlichen Gewichtung. Man kann es sicher mit guten Gründen auch anders sehen. Auflösen lässt sich dieser Konflikt, der natürlich stark generationen-gewichtet ist, wohl nicht.
 
"Mein Fazit daraus ist: Wegen der Gefahr des Missbrauchs sollte man die Herstellung und den Vertrieb von Killerspielen verbieten. In dem Verzicht auf solche Spiele sehe ich keine gravierende Beeinträchtigung der Lebensqualität...



Das ist meine Ansicht - einfach eine Frage der persönlichen Gewichtung. Man kann es sicher mit guten Gründen auch anders sehen. Auflösen lässt sich dieser Konflikt, der natürlich stark generationen-gewichtet ist, wohl nicht.
 
Die Frage ist, wo hörst Du dann auf? Actionfilme? Brauch auch keiner... Comics? Könnten auch negativ beeinflussen... Und ich sehe das alles als ungefähr gleich "gefährlich" an. Wir haben es über eine theoretische Möglichkeit, dass es in einzelnen Extremfällen zu Beeinflussungen kommen könnte. Nachgewiesen ist das aber nicht!



Bei Fussballspielen sind auch schon Leute wegen Auswüchsen Einzelner umgekommen. Gehst Du deshalb auch nicht mehr zum Fussball? Dabei ist die Wahrscheinlichkeit dort durch irgendwelche Vorfälle verletzt zu werden deutlich höher als durch jemanden, der durch "Killerspiele" beeinflusst worden ist.
 
Eure Beiträge schränken ja selbst ein, dass der Konsum von Computerspielen dann gefahrlos möglich ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Aber wieviele Jugendliche gibt es, auf die das alles nicht zutrifft? Im Umkehrschluss implizieren eure Beiträge nämlich genau das, worauf es mir ankommt: Unter ungünstigen Umständen können Computerspiele sehr wohl nachteilige Folgen haben, für den Jugendlichen selbst, aber auch für seine Umwelt.



Mein Fazit daraus ist: Wegen der Gefahr des Missbrauchs sollte man die Herstellung und den Vertrieb von Killerspielen verbieten. In dem Verzicht auf solche Spiele sehe ich keine gravierende Beeinträchtigung der Lebensqualität...
Da dies nur auf einen extrem geringen Teil der Gamer zutrifft, finde ich ein Verbot bzw. die höchstwahrscheinlich daraus resultierende Abwanderung wichtiger Entwicklerstudios ins Ausland nicht akzeptabel.

Beim Fussball zum Beispiel benutzen manche auch die gebotene Location sich zu schlagen, deswegen werden aber keine Spiele verboten.



An der gesamten Materie "Killerspiele verbot" und Herstellungsverbot hängen auch Arbeitsplätze, würden z.B. "Killerspiele" in Deutschland verboten werden. Wäre sicher eines der international bekannten und größten (?) Entwicklerstudios (Crytek) weg. Das Entwicklerstudio Crytek mit Hauptsitz Ffm beschäftigt zur Zeit rund 230 Mitarbeiter.



Meine scheiß "g" Taste spinnt
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Mein Fazit daraus ist: Wegen der Gefahr des Missbrauchs sollte man die Herstellung und den Vertrieb von Killerspielen verbieten. In dem Verzicht auf solche Spiele sehe ich keine gravierende Beeinträchtigung der Lebensqualität...


Das ist meine Ansicht - einfach eine Frage der persönlichen Gewichtung. Man kann es sicher mit guten Gründen auch anders sehen. Auflösen lässt sich dieser Konflikt, der natürlich stark generationen-gewichtet ist, wohl nicht.
Wieviele Menschen sterben jedes Jahr durch Alkohol im Straßenverkehr? Herstellung und Vertrieb von Alkohol komplett verbieten? Undenkbar, denn beim Bier handelt es sich ja um ein deutsches Kulturgut
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Im Grunde lässt sich das Spiel auf alle Bereiche des Lebens ausweiten. Wer die Freiheit im Namen der Sicherheit aufgibt, hat beides nicht verdient.
 
Mein Fazit daraus ist: Wegen der Gefahr des Missbrauchs sollte man die Herstellung und den Vertrieb von Killerspielen verbieten. In dem Verzicht auf solche Spiele sehe ich keine gravierende Beeinträchtigung der Lebensqualität...


Das ist meine Ansicht - einfach eine Frage der persönlichen Gewichtung. Man kann es sicher mit guten Gründen auch anders sehen. Auflösen lässt sich dieser Konflikt, der natürlich stark generationen-gewichtet ist, wohl nicht.


Wie schon geschrieben: "Die Leiden des jungen Werthers" haben dutzende junge Männer in den Suizid getrieben. Kannst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass du ein solches Meisterwerk dann auch verbieten willst, weil es eine verschwindend geringe Gefahr in sich birgt.



Und für einige ist halt eine Runde Computerspielen mit einem Spaß verbunden, den andere bei einer Partie Schach oder dem Lesen eines solchen Werkes empfinden.
 
Vor allem kommt mir bei dieser Diskussion eines viel zu kurz. Wenn man keinen Zugang zu Waffen hat, dann kann man auch niemanden damit erschießen. Wie oben bereits beschrieben wäre ich dafür tödliche Schusswaffen in Privathänden generell zu verbieten. Die haben dort nichts zu suchen...
 
Dir muss ich sagen: Du bist auf die Hetze und Panikmache in allerbilligster Weise reingefallen, ohne den Wert "Freiheit" für unsere Gesellschaft irgendwie zu bedenken. Und zu sagen, etwas sei es DIR eben nicht wert, ist Ausdruck einer sehr niedrigen Achtung vor den Werten Andersdenkender.
Hast du es auch ne Nummer kleiner und weniger aggressiv? Ich habe lediglich meine persönliche Ansicht zu einer umstrittenen Frage gesagt und konzediert, dass man dazu aus guten Gründen auch anderer Meinung sein kann. Aber du zeigst hier auf ziemlich niveaulose Art, was du von Meinungsfreiheit hältst...




Wieviele Menschen sterben jedes Jahr durch Alkohol im Straßenverkehr? Herstellung und Vertrieb von Alkohol komplett verbieten? Undenkbar, denn beim Bier handelt es sich ja um ein deutsches Kulturgut
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Im Grunde lässt sich das Spiel auf alle Bereiche des Lebens ausweiten. Wer die Freiheit im Namen der Sicherheit aufgibt, hat beides nicht verdient.
Und beim Wein erst! Ein Leben ohne Rieslingschorle - undenkbar
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Im Ernst: Ich weiß nicht, ob es sich um ein Generationenproblem oder um eine grundsätzliche Haltung handelt. Ich habe z.B. meinen Kindern immer verboten, mit Spielzeugwaffen auf Menschen zu zielen - einfach weil ich das abstoßend fand. Ich hab gelernt: Man zielt nicht auf Menschen, auch nicht zum Spaß. Und das ist nach wie vor meine - sorry - persönliche Einstellung. Bei aller Gewalt um uns herum sah und sehe ich keinerlei Notwendigkeit, diese Problematik zu verharmlosen, indem man damit "spielt".



Es ist das aktive Tun beim virtuellen Töten, was mMn den Unterschied ausmacht zum passiven Lesen von Büchern oder Anschauen von Filmen. Und wenn man spielen will, gibt es zigtausend andere, auch virtuelle Möglichkeiten...Ich sehe jedenfalls kein Grundrecht verletzt, wenn man menschenverachtende Killerspiele verbietet.



Nun denn, wenn ich wegen meiner Meinungsäußerung weder Sicherheit noch Freiheit verdient habe...Wahrscheinlich gäbe es in den einschlägigen Spielen extra viele Bonuspunkte für meinen Abschuss
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Im Umkehrschluss implizieren eure Beiträge nämlich genau das, worauf es mir ankommt: Unter ungünstigen Umständen können Computerspiele sehr wohl nachteilige Folgen haben, für den Jugendlichen selbst, aber auch für seine Umwelt.


Was bitte nicht? Selbst Auto Fahren kann für einen selbst als auch für die Umwelt negative Folgen haben. Genauso Alkohol, Filme, Bücher, usw, usw. Alles verbieten? Mitnichten. Wo fängt man an, wo hört man auf? Hört man überhaupt jemals auf?



Wie Uni schon einmal geschrieben hat: Nicht Computerspiele schaffen Gewalttäter. Gewalttäter interessieren sich aber gerne für Computerspiele. Warum? Weil das Umfeld sie nicht akzeptiert oder es einfach nicht stimmt, weil man sich in irgendwas bestätigt sehen oder man in irgendeine Welt flüchten möchte. Computerspiele selbst können nichts schaffen, was nicht schon längst da ist. Und das ist kein Problem der Spiele, sondern der Gesellschaft. Gäbe es keine Computerspiele mit Gewalt, dann würden sich die Gewalttäter eben was anderes suchen. Die Ursache wird nicht bekämpft, und Zugang zu Waffen haben sie dann auch weiterhin. Dort muss angesetzt werden. Allerdings hat die Waffenlobby wiederum zu viel Einfluss. Früher waren Video und TV die Buhmänner. Heute wälzen genau diese alles auf die Computerspiele ab, um selbst nicht in die Schusslinie zu geraten. Aber das eigentliche Übel bestünde auch nach einem Verbot weiter.





EDIT:

Ich denke im übrigen NICHT, dass Computerspiele das Gewaltpotenzial steigern können. Nicht deshalb fordere ich die Einhaltung von Altersgrenzen. Allerdings denke ich, dass Kinder das Gesehene nicht richtig einordnen bzw. einschätzen können. Wer kennt es nicht, dass man als Kind von irgendetwas Alpträume bekommen hat? Es ist sinnig, eine gerechtfertigte Alterseinstufung vorzunehmen, so dass das Verständnis für das vermittelte Bild sich über die Jahre entwickeln kann. Computerspiele sind rein virtuell und als nichts anderes sehe ich es. Die ältere Generation sieht, dass auf Menschen geschossen wird und können das nicht verstehen. Es sind im Endeffekt aber eben doch nur Polygonmodels, die rein zu Unterhaltungszwecken dienen. Genauso wie ich gerne mal einen dämlichen Action-Film im Kino schauen gehe, ohne dass ich später meine dies Nachahmen zu müssen. Wie viele Computerspieler gibt es auf der Welt? Hunderte Millionen sicherlich (oder schon die Milliarden überschritten?). Wie viele von ihnen wurden nachweislich durch Computerspiele zu Gewalttätern? Wie viele Alkoholgewalttäter gibt es alljährlich? Mal ein Beispiel aus der Gegend: Vor Jahren hat ein geistig kranker Mann mit seinem Auto in eine kleine Gruppe von Menschen gehalten und diese umgefahren. Was war denn dafür die Ursache? Computerspiele? Das war übrigens lange vor Spielen wie GTA, so etwas gab es damals noch nicht. Computerspiele steigern nicht stärker die Gewalt als es nicht auch ein Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht tun würde. Es ist nur einfach ein neues Unterhaltungsmedium, dass von vielen nicht verstanden und deshalb verurteilt wird. Und das ist schade.
 
Wie schon geschrieben: "Die Leiden des jungen Werthers" haben dutzende junge Männer in den Suizid getrieben. Kannst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass du ein solches Meisterwerk dann auch verbieten willst, weil es eine verschwindend geringe Gefahr in sich birgt.


Und für einige ist halt eine Runde Computerspielen mit einem Spaß verbunden, den andere bei einer Partie Schach oder dem Lesen eines solchen Werkes empfinden.


Nein, ich bin nicht dafür, Bücher zu verbieten. Ich freue mich im Gegenteil, wenn mein Sohn sich für Literatur interessiert. Und den Werther wird man auch im nächsten Jahrhundert mit Gewinn noch lesen, während nach PC-Spielen xy, deren freie Verfügbarkeit so vehement gefordert wird, zu Recht kein Hahn mehr kräht...



Aber ich möchte nicht, dass mein Sohn bei Freunden, deren Eltern es vielleicht nicht so genau nehmen mit den Altersbeschränkungen, gewaltverherrlichende, menschenverachtende Tötungsspiele spielt und mit Bildern und Handlungen konfrontiert wird, die er nicht verarbeiten kann. Und diese Gefahr ist real.
 
@Tain:



Im Gegensatz zu dir habe ich nicht gefordert, etwas zu verbieten. Eine Meinung zu verbieten oder sie für dumm/gefährlich zu erklären sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, was in Diskussionen leider gerne vergessen wird. Im Übrigen hast du auf die Argumente gegen dich kaum etwas erwidern können, und dann ist der Rückzug auf die Subjektivität nur eine Flucht, um sich nicht den Standards des Argumentierens stellen zu müssen.
 
Im Gegensatz zu dir habe ich nicht gefordert, etwas zu verbieten. Eine Meinung zu verbieten oder sie für dumm/gefährlich zu erklären sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, was in Diskussionen leider gerne vergessen wird.


Wenn ich - audrücklich auf meine subjektive Ansicht verweisend und gleichzeitig zugestehend, dass man aus guten Gründen auch anderer Meinung sein kann - in einem Verbot von Killerspielen keine Grundrechtsverletzung sehe - ist das in deinen Augen die "Forderung" eines Verbots?



Und wenn du dich bemüßigt fühlst, eine dir missliebige persönliche Meinung eines anderen als "dumm" zu erklären, dann hältst du dich wohl für das Maß aller Dinge?




Im Übrigen hast du auf die Argumente gegen dich kaum etwas erwidern können, und dann ist der Rückzug auf die Subjektivität nur eine Flucht, um sich nicht den Standards des Argumentierens stellen zu müssen.


Ich brauchte mich nicht erst "in die Subjektivität zu flüchten" - ich habe von Anfang an meine Meinung als ganz persönliche Ansicht dargelegt. Und Argumente gegen mich braucht es hier nicht - es geht um Meinungen, nicht um Personen. Da solltest du mal an deiner Diskussionskultur arbeiten...
 
TAin der hat keine Diskussionskultur. Hör bitte auf ihn zu zitieren. Habe ihn auf ignore.


Echt stark. So kommt man sich sicher näher.
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@ TAin:

Woher nimmst du dir das Recht zu sagen, dass nach PC-Spielen "zu Recht" kein Hahn mehr krähen wird? PC-Spiele gehören derzeit (vielleicht auch länger) zur Jugendkultur, wie zu anderen Zeiten Rockmusik, dann Grunge, derzeit Emo.



Ich finde es auch erschreckend, dass du das einfach verbieten willst. Es gibt Altersfreigaben und die von dir als menschenverachtend bezeichneten Spiele sind erst ab 18 freigegeben. Diese Spiele komplett zu verbieten wäre so, als würde ich dir und anderen die Hannibal-Filme verbieten oder das zitierte Werk Goethes oder Hardcore-Pornos. Es gibt da draußen so viel, was unter sehr gewissen Umständen aggressiv macht oder gefährlich werden kann, dennoch gehört es zur Kultur unserer Zeit.

Einige lesen den Werther mit Gewinn, andere fragen sich, was das Geschreibsel über einen unglücklich Verliebten soll. Wiederum andere spielen Computerspiele mit Gewinn und andere können dem gar nichts abgewinnen.



Natürlich ist die Gefahr real, dass dein Sohn mit solchen Spielen in Kontakt kommt. Aber genauso real ist es, dass seine Clique sich irgendwann mal die Hannibal-Filme ausleiht oder andere Filme, die Leute ins Irrenhaus gebracht haben. Natürlich wäre es dann erstmal sicherer sowas zu verbieten, aber ich sehe darin ebenfalls eine große Einschränkung meiner Freiheit. Für dich haben diese Medien keinerlei Bedeutung, deswegen geht dir ein Verbot leicht über die Lippen. Ich muss bei dir immer wieder auf die Bücher zurückkommen
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Stell dir einfach mal vor, es würde jemand Romane verbieten wollen, weil er sie für gefährlich hält. "Deine Romane" sind nunmal des Anderen Computerspiele. Und ich kann von mir ausgehend sagen, dass ich keinen Unterschied zwischen Büchern und Computerspielen merke. Vielmehr bewegt mich Lesen stärker als das Spielen am PC. Lesen ist für mich weitaus intensiver.





Ich würde es begrüßen, wenn hier mehr Leute mitdiskutieren oder ihre begründete Meinung schreiben würden. Die Beiträge zum Thema Generationenkonflikt haben mir da auch etwas den Blickwinkel erweitert. Ich will damit gar nicht behaupten, dass die Non-Computerspiele-Generation keine Ahnung hat, jedoch fände ich es super, wenn ihr den Argumenten von uns jungen Hüpfern
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Aufmerksamkeit schenkt, offen dafür seid und vielleicht eure Meinung ergebnisoffen überdenkt.



@ Doc und French:

Entschuldigt, dass ich gestern zunächst etwas patzig rübergekommen sein mag. Ich würde das "dumm" aus meinem ersten Beitrag gerne zurücknehmen.
 
Echt stark. So kommt man sich sicher näher.
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Was mischst du dich hier ein! Ich will ihm nicht näher kommen. Solch ein Polemiker und Hetzer wird von mir grundsätzlich ignoriert.

Du wirst es auch noch lernen, dass eine sachliche Diskussion mit so jemand nicht lohnt.



Ich habe in meinem langen politischen Leben schon genug mit solchen Leuten diskutiert, ein guter Schuss missionarischer Eifer war immer dabei.



Als ich 35 wurde habe ich es nicht mehr so oft getan und mir das Recht herausgenommen, auch mal unfreundlich zu sein und den anderen abzukanzeln!



Im Übrigen bin ich gegen ein Verbot und für das Recht von Eltern zu bestimmen, wieviel Fernsehen und wieviel PC für ihre Kinder gut ist. Mit den Konsequenzen müssen sich die Eltern und die Kinder dann selbst herumschlagen.

Leider müssen es dann auch die Lehrer und die Sozialpädagogen, die dann so verkorkste Kinder/Jugendliche wieder ins Leben zurückholen müssen.
 
Was mischst du dich hier ein! Ich will ihm nicht näher kommen. Solch ein Polemiker und Hetzer wird von mir grundsätzlich ignoriert.
Du wirst es auch noch lernen, dass eine sachliche Diskussion mit so jemand nicht lohnt.



Ich habe in meinem langen politischen Leben schon genug mit solchen Leuten diskutiert, ein guter Schuss missionarischer Eifer war immer dabei.



Als ich 35 wurde habe ich es nicht mehr so oft getan und mir das Recht herausgenommen, auch mal unfreundlich zu sein und den anderen abzukanzeln!


Und was mischt du dich bei Sebastian und TAin ein?
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Erklär mir doch bitte den Unterschied.






Im Übrigen bin ich gegen ein Verbot und für das Recht von Eltern zu bestimmen, wieviel Fernsehen und wieviel PC für ihre Kinder gut ist. Mit den Konsequenzen müssen sich die Eltern und die Kinder dann selbst herumschlagen.
Leider müssen es dann auch die Lehrer und die Sozialpädagogen, die dann so verkorkste Kinder/Jugendliche wieder ins Leben zurückholen müssen.


Ich bin der Meinung, dass die Erziehung heutzutage nicht mehr allein in den Händen oder ums deutlicher zu sagen der Macht der Eltern und Lehrer und Sozialpädagogen liegt.
 
Das ganze ist doch kein wirkliches Problem. Ü18 wird eh jeder das Spiel weiter spielen dürfen (die Spiele). U18 muss das auch nicht unbedingt sein, manchen macht es nichts manchen schon. Ich selbst gehöre der Geration "Rotten.com" an, hat mir persönlich wie ich meine (und auch keinem meiner Freunde) nicht geschadet (hab mich noch nie ernsthaft geschlagen). Da fängt das ganze halt an - jungen Menschen mit stabilem sozialem Umfeld ist ein Umgang mit diesen Spielen vollkommen unproblematisch bei manchen eben schon. Nur dann bitte ich doch darum auch diese verkackte Assi Programm aus dem Nachmittagsfernsehen auch zu verbieten, weil das hat wohl auch schlechten Einfluss auf die Hartz 4 Kinder. WEnn wir schon dabei sind James Bond und Konsorten sind auch viel zu brutal. Und diese Spielzeugwaffen tztz. Worauf ich hinaus will ist das wir die Wahl haben ob wir a) eine eigenverantwortliche Gesellschaft haben

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eine von der Gesellschaft vorgegebene Norm haben an die sich alle zu halten haben

c) eine Mischform wie sie z.Z. im Prinzip existent ist, dh. es gibt gewisse moralische Grenzen die nicht überschritten werden dürfen bzw erst ab einem gewissen Alter



Ich persönlich bin Anhänger von Nr. C und finde das es gut ist wie es ist - wirklcih brutale Filme/Spiele sollten Kinder bei verantwortlichen Eltern nicht drankommen (bzw erst wenn sie >14 sind und im Inet fitt sind).
 
Woher nimmst du dir das Recht zu sagen, dass nach PC-Spielen "zu Recht" kein Hahn mehr krähen wird? PC-Spiele gehören derzeit (vielleicht auch länger) zur Jugendkultur, wie zu anderen Zeiten Rockmusik, dann Grunge, derzeit Emo.


Zu meiner Zeit gab's P.O.W., Operation Wolf und Manhattan Dealers, indizierte Spiele waren eh das geilste. Da hat aber kein Hahn nach gekräht. Weil auch unter den Kiddies keiner den Drang hatte, sich nach außen so als "Killerspielespieler" z.B. auf'm T-Shirt, zu profilieren. Ich geb dem OP Recht mit seiner Meinung,dass dadurch von den ursprünglichen Problemen, die einem Amoklauf zu Grunde liegen abgelenkt wird. Die will kein Politiker hören, denn sonst müßte ja das "Leistungsprinzip" in der Schule mal überdacht werden.

Allerdings sagt es auch viel über die heutige Jugend aus, dass sie nur für so ein Thema (das was sie stundenlang in ihrem Zimmer vorm Rechner tun) in die Pötte kommt und sich engagiert gegen ein Verbot der Spiele, anstatt sich gegen Sachen wie Mobbing an der Schule z.B. zu engagieren. Das is nix persönlich gg irgendjemand, es is mehr so ein "Nimm mir bloß nicht mein Spielzeug weg" als Kampf gegen Zensur. Macht man's halt heimlich weiter und gut is, der eigentliche Sinn is ja auch, dass Händler überführt werden und dann hohe Strafen zahlen, und nicht das die Kinderchen behütet bleiben.
 
Echt stark. So kommt man sich sicher näher.
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Wie wär's, und du verlierst auch mal ein Wort über den Ton einiger anderer hier? Auch, wenn die deiner Meinung sind?




Woher nimmst du dir das Recht zu sagen, dass nach PC-Spielen "zu Recht" kein Hahn mehr krähen wird? PC-Spiele gehören derzeit (vielleicht auch länger) zur Jugendkultur, wie zu anderen Zeiten Rockmusik, dann Grunge, derzeit Emo.


Ich hoffe sehr, dass menschenverachtende, gewaltverherrlichende Killerspiele (auf die habe ich mich ausdrücklich bezogen, nicht auf PC-Spiele allgemein - bitte genau lesen!) so schnell wie möglich im Orkus verschwinden. Ich finde sie einfach widerwärtig und pervers.




Ich finde es auch erschreckend, dass du das einfach verbieten willst. Es gibt Altersfreigaben und die von dir als menschenverachtend bezeichneten Spiele sind erst ab 18 freigegeben.


Ich finde es schon erschreckend, dass es erwachsene Menschen gibt, die sich an Gewaltperversionen ergötzen. Da aber zudem nicht gewährleistet ist, es sogar relativ einfach ist, auch als Minderjähriger an solche Spiele zu kommen, wäre mir im Interesse der seelischen Unversehrtheit meiner Kinder lieber, so etwas dürfte nicht produziert werden.
 
Mich würde mal interessieren was du spezifisch in "Killerspiele" menschenverachtend und gewaltverherrlichend findest?



Denn bei den meisten FPS (First-Person-Shooter(s)) geht es im Grunde eher um die Zusammenarbeit um ein Ziel zu erreichen - Unreal Tournament, Counter-Strike, Day of Defeat, Battlefield. Die restlichen Spiele "mit Blut" sind, so weit ich aufzählen kann, groteske/fast lachhafte Sachen (wie Postal und Manhunt) oder eben richtige Horror-Spiele, die aber dann auch viel übernatürliches etc. beinhalten.
 
Ich hoffe sehr, dass menschenverachtende, gewaltverherrlichende Killerspiele (auf die habe ich mich ausdrücklich bezogen, nicht auf PC-Spiele allgemein - bitte genau lesen!) so schnell wie möglich im Orkus verschwinden. Ich finde sie einfach widerwärtig und pervers.




Ich finde es schon erschreckend, dass es erwachsene Menschen gibt, die sich an Gewaltperversionen ergötzen. Da aber zudem nicht gewährleistet ist, es sogar relativ einfach ist, auch als Minderjähriger an solche Spiele zu kommen, wäre mir im Interesse der seelischen Unversehrtheit meiner Kinder lieber, so etwas dürfte nicht produziert werden.


Dann reden wir nicht über das gleiche Thema.

Counterstrike beispielsweise, zu meiner Zeit das wohl meistgespielte Spiel unter 15-21 Jährigen, trifft nicht auf deine Beschreibung zu. Wie im Übrigen die meisten Spiele (99%) nicht.



Davon kannst du dir im Übrigen schnell ein Bild machen:

http://images.google.de/images?hl=d...nterstrike&btnG=Bilder-Suche&aq=f&oq=&start=0http://images.google.de/images?hl=de&safe=off&um=1&sa=1&q=counterstrike&btnG=Bilder-Suche&aq=f&oq=&start=0



Wüsste nicht, was an diesen Bildern (direkt aus dem Spiel) menschenverachtend ist oder Gewaltperversionen darstellt. Also entweder hab ich dein "Killerspiel" falsch interpretiert, da in den Medien oft Counterstrike als eben solches dargestellt wird oder du meinst es wirklich so, dann finde ich es schon ziemlich hart uns Spielern zu unterstellen wir könnten nicht zwischen fiktiven Akteuren und realen Menschen unterscheiden ("menschenverachtend").

In 99% der Spiele gibt es schließlich eine Geschichte und das Töten von Gegnern geschieht nicht aus Jux und Dollerei, ist nicht einziges Mittel um zum Ziel zu kommen.





Mich würde interessieren, was du zu anderen Medien sagst, die die seelische Unversehrtheit deiner Kinder gefährden.





Achja: Ich habe nichts über Satanis Ton gesagt, sondern darüber, dass er dir rät von einer Diskussion Abstand zu halten. In meinen Augen liegt in diesen Aussagen schon noch ein Unterschied. Ich fänds erschreckend, wenn die "Alten" sich einer solchen Diskussion enthalten würden!
 
Mich würde vor allem folgendes mal interessieren:



1. Wieviel Prozent der deutschen Bevölkerung spielt (oder hat gespielt) Killerspiele und hat jemanden ermordet?

2. Wieviel Prozent der deutschen Bevölkerung besitzt Waffen, oder kommt im eigenen Haushalt an diese heran und hat jemanden ermordet?



Was nützt eine Diskussion zum Thema PC-Spiele den vergangen und zukünftigen Opfern und Tätern von Amok-Läufen?

Wenn man schon nicht über Ursachen nachdenken möchte, so sollte man sich vielleicht mit anderen Randerscheinungen beschäftigen, die wesentlicher sind - bspw. Waffengesetze.



Es läuft niemand Amok, weil er eine Waffe besitzt.

Es läuft niemand Amok, weil er ein Spiel spielt.

Es läuft niemand Amok, weil er ein Lied gehört oder einen Film gesehen hat.



Man sollte es zwar grundsätzlich nicht machen, aber ich versuche mich dennoch an einer Kategorisierung krimineller Jugendlicher, zu denen ich Amokläuder zähle.



Typ 1 ist einfach verkorkst. Man spricht hier von Soziopathen, oder anders kranken Menschen, die einfach nur eine Gefahr für sich selber und andere darstellen. Einflussfaktoren sind vor allem Prädisposition und Sozialisation.



Typ 2 hat ein (nicht unserer Gesellschaft angepasstes) Moralverständnis, eine niedrige Hemmschwelle zur Gewalt und wenig Respekt vor anderen Menschen. Hier ist bei der Sozialisation einiges falsch gelaufen.



Typ 3 stammt aus einem (mehr oder minder) stabilen Elternhaus, ist (vor allem in der Pubertät) überdurchschnittlich schüchtern und nimmt sich vieles zu sehr zu herzen. Er wird überdies in der Schule im positiven eher gemieden und ist im negativen Zielscheibe für Spott und Mobbing durch Mitschüler und Lehrer. Wenn er in der vorhandenen Welt schon nicht klarkommt, zieht er sich halt zurück und kreiert eine Welt, in der er der Big Boss ist.



Auf viele kriminelle Jugendliche passt Stereotype Nr. 3. Nr. 2 ist seltener aber nicht außergewöhnlich selten. Typ 1 ist zum Glück sehr selten, aber umso gefährlicher.



Aus dem verfügbaren Informationsmaterial würde ich Eric Harris als Typ 1 bezeichnen und Dyllan Klebold als Typ 2.

Die deutschen Amokläufer aus Erfurt und Winnenden hingegen scheinen eher dem dritten Typus zu entsprechen - in der Retrospektive sprechen Mitschüler häufig von ihnen als "klassische Loser".



Ich möchte behaupten, dass keine dieser 3 Tragödien ohne PC-Spiele nicht stattgefunden hätte. Für Columbine könnte man vielleicht sogar etwas positives herleiten - vielleicht sind die Jungs durch die Einfachheit der Spiele überheblich geworden und haben daher bei der Konstruktion der Zünder an den großen Bomben in der Cafeteria versagt, die bei der geplanten Detonation vielen Menschen zum Verhängnis geworden wären (diese Spekulation unterscheidet sich in nichts der Spekulation, ob sie ihre Tat wegen PC-Spielen begangen hätten).



Die deutschen Amokläufer haben zunächst das gemacht, was Millionen Teenager in Deutschland (inklusive mir) ebenfalls in Vergleichssituation getan haben. Wenn sie gefrustet waren, haben sie laute und aggressive Musik gehört, sich mit Ballerspielen erst abreagiert und anschließend dabei gesammelt und konzentriert (diese Spiele erfordern ein hohes Maß an Konzentration, um einen Spielerfolg zu generieren und damit verbunden Glückshormone freizusetzen). Was die beiden Jungs von den Millionen von anderen Jungs (und Mädels) unterscheidet, scheint folgendes zu sein: Sie hatten niemanden, mit dem sie reden konnten. Im Elternhaus wurden Probleme nicht offen besprochen, oder heruntergespielt und kleingeredet, und außerhalb hatten sie niemanden, dem sie vertrauen konnten. Ich denke, wir wissen alle, wie gut es tut, sich Probleme von der Seele zu reden und anschließend Verständnis, Mitleid und/oder aufmunternde Worte zu ernten, die man ernst nehmen kann.



Ich sehe die Schuld aber auch nicht bei den Waffen, die waren halt da und haben den Schaden maximiert, aber es wäre auch ohne Waffen schlimmes passiert. Die Jungs wollten einmal ihr Umfeld beherrschen, einmal ein falsches Machtgefühl haben (hier sind die Psychologen gefragt, warum viele Menschen mit Minderwertigkeitsgefühl ein übersteigertes Machtverlangen haben) und sich anschließend sowohl der Strafe und Verantwortung entziehen, als auch ihren Eltern (die ihnen in ihrer Not nie beistanden) die Höchststrafe zuteil werden lassen, indem sie sich umbrachten.

Ohne Schusswaffen hätten sie vielleicht ein einzelnes Mädel aus ihrer Klasse herausgepickt, vergewaltigt und sich anschließend von einer Brücke gestürzt.



Weder Spiele, noch Musik, noch Waffen machen Menschen zu Killern. Es ist entweder ein wesentlicher Teil ihrer selbst (Typ A), eine latente Gefahr, die durch äußere Umstände verstärkt wird (Typ
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, oder aber ein Fall, in dem einfach alles schief gegangen ist, was schief gehen kann (Typ C).

Die Tatsache, dass sich die verantwortliche Generation (der Eltern, Lehrer und Politiker) lieber mit Nebensächlichkeiten abgibt, anstatt sich schmerzhaften Wahrheiten zu stellen, sagt mir, dass es in Deutschland noch einige sehr schlimme und sehr blutige Ereignisse dieser Kategorie geben wird und ich kann nur mit einer gewissen Bitternis sagen: Selbst schuld!
 
Mich würde interessieren, was du zu anderen Medien sagst, die die seelische Unversehrtheit deiner Kinder gefährden.


Das würde mich auch interessieren. Hab die Diskussion jetzt größtenteils gelesen. Was ich mich immer wieder gefragt habe, was ist mit Nachrichten, Dokumentation und Reportagen von Kriegsschauplätzen, was ist mit den Bildern aus dem Geschichtsunterricht über KZs usw.

Denke auch hier wird der Gewalt ein Plattform gegeben und auch gezeigt. Keiner redet darüber ob diese Bilder irgendeine Wirkung auf Kinder hat oder nicht. Ach nein da ist es ja was anderes.

Es immer nur auf Killerspiele oder sonstiges zu schieben halte ich für mehr als falsch. Ich denke man muss die Umstände sehen die jemand zum Täter macht!

Nun aber zurück zum Thema.



Ein Verbot würde nichts bringen, den es gibt andere Mittel und Wege an solche Spiele zu kommen und verhindern das Kinder mit solchen Sachen in Kontakt kommen, läßt sich auch nicht.

Genauso gut könnte man auch über ein Verbot der Bibel sprechen.





@Klinge: Klasse Beitrag!
 
ich selbst habe so Killerspiele zwar nie wirklich gespielt (außer CS aber nur 1,2 mal), aber ich finde man muss das doch als Sport sehen. Und das tun eigentlich (!) auch alle. So wie man sich im Völkerball halt auch abwirft oder im Schach andere figuren schlägt. Nur lässt es sich am Computer halt realer darstellen, wodurch es dann auch irgendwie mehr Spaß macht (wobei ich mit real jetzt eigentlich nicht das Blut und Sterben meine sondern mehr einfach eine Waffe statt eines Balles z.B.) Und ich kann mir gut vorstellen, dass es spaß macht so ein Spiel zu spielen.

Ich selbst spiele eigentlich nur Warcraft 3 (nicht zu verwechseln mit World of Warcraft) Auch hier bringen sich die kleinen Männchen gegenseiteig, auf meinen befehl hin, um. Aber es ist doch ein Strategiespiel wo es um den sportlichen Gedanken des Wettbewebs geht und nicht (wie in manchen dokus dargestellt) möglichs brutal jemanden umzubringen.

Ich habe so Dokus gesehen, wonach es Spiele geben soll, wo es wirklich nur um die Brutalität geht und man Punkte sammelt je nach dem wie das Opfer am ärgsten leidet. Habe so ein Spiel zwar noch nie gesehen, aber das halte ich tatsächlich für krank.



Ich glaube nicht, dass man durch CS krank werden kann und einen Amoklauf macht (aber ich denke das ist eh klar). Man muss schon davor krank gewesen sein. Und das hat glaube ich meist soziale Gründe. Und ich glaube wenn es Spiele wie CS nicht geben würde, würde derjenige eher noch früher zur Waffe greifen als so.

Viel schlimmer ist da doch die Trittbrettfahrerei. Ich glaube damit lassen sich noch viel mehr inspirieren sowas auch zu machen. Also das Fernsehen verbieten, die BILD verbieten, die darüber berichten, die Amokläufer groß rausbringen?

Was noch alles verbieten? (Damit der potentielle Amokläufer sich noch eingeengter in seiner Freiheit fühlt?)
 
@Jonny:



Um es nochmal auf den Punkt zu bringen:



Ich bin absolut gegen Killerspiele, in denen es ohne Sinn und Verstand rein ums Töten geht, mit realitätsnaher grafischer Darstellung von Grausamkeiten, Demütigung und Tötungshandlungen. Da finde ich ein Verbot völlig angebracht.



Was andere Ego-Shooter-Spiele wie z.B. das hier oft genannte Counter-Strike angeht, würde mir nicht das Herz brechen, wenn es verboten würde, da man auch in diesen Spielen aktive Tötungshandlungen vornimmt. Ich sehe einfach keine Notwendigkeit, ein PC-Spiel mit Gewalt anzureichern, da es - wie im realen Leben - immer eine Alternative zum Töten gibt. Und der Anblick von baumelnden Gehenkten ist auch nichts, was mir fehlen würde, wenn es sie nicht gäbe...



Ob man diese Art von Spielen auch verbieten soll, da halt ich mich jetzt mal raus. Zwar ist von Hirnforschern erwiesen, dass die Wahrnehmung von Gewalt und Gewaltausübung durch diese Spiele verändert wird, aber inwiefern dies ein ausreichendes Verbotsargument ist, kann ich nicht beurteilen.



Ich stelle aber noch mal fest, dass mir so einige Argumentationen "für" diese Spiele einigermaßen hysterisch erscheinen (Zensur! Absprechen vom Recht auf Freiheit und Sicherheit wegen anderer Meinung!) An anderer Stelle wäre solch eine Aufregung wesentlich angebrachter.




Achja: Ich habe nichts über Satanis Ton gesagt, sondern darüber, dass er dir rät von einer Diskussion Abstand zu halten. In meinen Augen liegt in diesen Aussagen schon noch ein Unterschied. Ich fänds erschreckend, wenn die "Alten" sich einer solchen Diskussion enthalten würden!


Wo hat mir Satani geraten, von einer Diskussion Abstand zu halten? Er hat mir zugestimmt, dass es mit der Diskussionskultur eines gewissen Users nicht weit her ist und dass ich ihn nicht mehr zitieren soll, weil er ihn auf "Ignore" hat. Mehr nicht!




Ich würde es begrüßen, wenn hier mehr Leute mitdiskutieren oder ihre begründete Meinung schreiben würden. Die Beiträge zum Thema Generationenkonflikt haben mir da auch etwas den Blickwinkel erweitert. Ich will damit gar nicht behaupten, dass die Non-Computerspiele-Generation keine Ahnung hat, jedoch fände ich es super, wenn ihr den Argumenten von uns jungen Hüpfern Aufmerksamkeit schenkt, offen dafür seid und vielleicht eure Meinung ergebnisoffen überdenkt.


Die Art und Weise, wie bspw. Doc und FFF und ich wegen unserer dem Mainstream hier zuwiderlaufenden Meinungen angegangen wurden, fördert nicht gerade die Bereitschaft zu weiteren Diskussionen.
 
Weder Spiele, noch Musik, noch Waffen machen Menschen zu Killern. Es ist entweder ein wesentlicher Teil ihrer selbst (Typ A), eine latente Gefahr, die durch äußere Umstände verstärkt wird (Typ
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, oder aber ein Fall, in dem einfach alles schief gegangen ist, was schief gehen kann (Typ C).

Die Tatsache, dass sich die verantwortliche Generation (der Eltern, Lehrer und Politiker) lieber mit Nebensächlichkeiten abgibt, anstatt sich schmerzhaften Wahrheiten zu stellen, sagt mir, dass es in Deutschland noch einige sehr schlimme und sehr blutige Ereignisse dieser Kategorie geben wird und ich kann nur mit einer gewissen Bitternis sagen: Selbst schuld!


Im Unterschied zu Musik und Spielen können Waffen in den Händen von verwirten Menschen aber töten...

Deshalb auch meine Forderung nach einem kompletten Verbot von tödlichen Schusswaffen für Privatpersonen. Wenn jemand eine Waffe als Sport zu Hause hat, dann brauch diese nicht tödlich zu sein... Es gibt für mich kein einzige nachvollziehbares Argument, weshalb jemand privat eine tödliche Schusswaffe haben sollte...



P.S. Eine Studie in Amerika hat übrigens gerade bewiesen, dass Waffenbesitzer 4-5 mal häufiger verletzt bzw. getötet werden, als Menschen die keine Waffe besitzen...
 
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