Sky – neuer Name, alte Sorgen
Bislang ist Sky auf der Jagd nach Neukunden erfolglos. Mark Williams, der Chef des Bezahlsenders, will die Gewinnschwelle nun eben mit weniger Abonnenten erreichen als geplant.
Nach einem geglückten Neuanfang sehen die Quartalszahlen der früheren Premiere AG nicht aus. Im dritten Quartal ist Sky tiefer in die roten Zahlen gerutscht als von Analysten befürchtet: Der Umsatz sank im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 208,5 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 116,7 Millionen Euro an nach 89 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Als entscheidend für die Rückkehr in die Erfolgszone betrachten Branchenexperten die Anzahl der Abonnenten. Wie viele der Sender benötigt, um profitabel zu wirtschaften, hängt vom Umsatz pro Kunde ab: Im dritten Quartal stieg dieser von 25,20 Euro im Vorquartal auf 25,77 Euro. Im vierten Quartal 2009 sollen es 27 Euro sein und im ersten Quartal 2010 dann 29 Euro, teilte Sky mit.
Sky
2.92-0.18-5.80%Knackpunkt Kundenzahl
Der Anstieg im dritten Quartal gibt Williams Anlass zur Hoffnung: Tritt die Entwicklung ein wie gedacht, würde auch weniger Abonnenten als geplant den Konzern in die Gewinnzone tragen. Der Vorstandschef erwartet, dass nur noch 2,8 bis 3,0 Millionen Abonnenten nötig sind, um dieses Ziel Ende 2010 zu erreichen.
Bislang war er von 3,0 bis 3,4 Millionen ausgegangen. Ende September hatte Sky 2,4 Millionen Kunden. Die Zahl der Neukunden stieg im dritten Quartal um 67.000. Williams räumte jedoch ein, dass das Kundenwachstum wegen nach wie vor zu hoher Kündigungsraten enttäuscht habe: "Das Wachstum ist nicht da, wo wir uns das erhofft hatten."
Das Papier bricht ein
Analysten sehen das genauso: Friedrich Schellmoser von Unicredit hob als besonders negativ das Neukundengeschäft hervor. Er bekräftigte seine Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 1,50 Euro je Aktie. Die Restrukturierung werde mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant, meint er.
"Wir haben immer schon erwartet, dass es für Sky schwierig wird, das Neukundenziel für 2010 zu erreichen", schrieb Analyst Andreas Heinold von der LBBW. Das Management habe die Akzeptanz für Pay-TV in Deutschland überschätzt. Er rät weiterhin, die Aktie zu verkaufen und sieht das Kursziel bei einem Euro. Mit einem Minus von rund sechs Prozent belegte das im MDax gelistete Papier den letzten Platz und fiel unter die Marke von drei Euro.
quelle: boerse.ard.de
Bislang ist Sky auf der Jagd nach Neukunden erfolglos. Mark Williams, der Chef des Bezahlsenders, will die Gewinnschwelle nun eben mit weniger Abonnenten erreichen als geplant.
Nach einem geglückten Neuanfang sehen die Quartalszahlen der früheren Premiere AG nicht aus. Im dritten Quartal ist Sky tiefer in die roten Zahlen gerutscht als von Analysten befürchtet: Der Umsatz sank im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 208,5 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 116,7 Millionen Euro an nach 89 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Als entscheidend für die Rückkehr in die Erfolgszone betrachten Branchenexperten die Anzahl der Abonnenten. Wie viele der Sender benötigt, um profitabel zu wirtschaften, hängt vom Umsatz pro Kunde ab: Im dritten Quartal stieg dieser von 25,20 Euro im Vorquartal auf 25,77 Euro. Im vierten Quartal 2009 sollen es 27 Euro sein und im ersten Quartal 2010 dann 29 Euro, teilte Sky mit.
Sky
2.92-0.18-5.80%Knackpunkt Kundenzahl
Der Anstieg im dritten Quartal gibt Williams Anlass zur Hoffnung: Tritt die Entwicklung ein wie gedacht, würde auch weniger Abonnenten als geplant den Konzern in die Gewinnzone tragen. Der Vorstandschef erwartet, dass nur noch 2,8 bis 3,0 Millionen Abonnenten nötig sind, um dieses Ziel Ende 2010 zu erreichen.
Bislang war er von 3,0 bis 3,4 Millionen ausgegangen. Ende September hatte Sky 2,4 Millionen Kunden. Die Zahl der Neukunden stieg im dritten Quartal um 67.000. Williams räumte jedoch ein, dass das Kundenwachstum wegen nach wie vor zu hoher Kündigungsraten enttäuscht habe: "Das Wachstum ist nicht da, wo wir uns das erhofft hatten."
Das Papier bricht ein
Analysten sehen das genauso: Friedrich Schellmoser von Unicredit hob als besonders negativ das Neukundengeschäft hervor. Er bekräftigte seine Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 1,50 Euro je Aktie. Die Restrukturierung werde mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant, meint er.
"Wir haben immer schon erwartet, dass es für Sky schwierig wird, das Neukundenziel für 2010 zu erreichen", schrieb Analyst Andreas Heinold von der LBBW. Das Management habe die Akzeptanz für Pay-TV in Deutschland überschätzt. Er rät weiterhin, die Aktie zu verkaufen und sieht das Kursziel bei einem Euro. Mit einem Minus von rund sechs Prozent belegte das im MDax gelistete Papier den letzten Platz und fiel unter die Marke von drei Euro.
quelle: boerse.ard.de