ANALYSE
VON ULI GERKE, MICHAEL RICHTER UND SEBASTIAN WOLFF
PERSONAL
HSV- Coach Thomas Doll änderte seine Anfangsformation nach dem 0: 2 im UEFA- Cup in Bukarest auf drei Positionen: Im Tor wurde Wächter von Kirschstein ersetzt, Atouba spielte für Demel, der bei Rapid gesperrte Jarolim kehrte für Trochowski zurück. Lauterns Trainer Wolf wechselte nach dem 1: 1 gegen Stuttgart zweimal: Blank und Bellinghausen ( beide Bank) fi elen aus der Elf, Engelhardt ( nach Gelbsperre) und Hertzsch komplettierten sie.
SYSTEM UND TAKTIK
Der HSV im 4- 4- 2- System mit einer Raute im Mittelfeld. Da Doll auf den Außenverteidigerpositionen Bestbesetzung vermeldete, zeigte sich von Beginn an mehr Offensivdrang als zuletzt – mit der Möglichkeit, dass die auf den Halbpositionen spielenden Jarolim und de Jong vermehrt van der Vaart im Zentrum unterstützen konnten. Die ständig rochierenden Hamburger Stürmer wurden in der Dreierkette des FCK übergeben, in der Beda
den Ton angab. Mit der davor aufgebotenen Viererkette formierte sich bei HSV- Angriffen ein Defensivwall, der bei Balleroberung jedoch so weit hinten stand, dass sich eine riesige Lücke nach vorn ergab, die Skela nur schwer füllen konnte.
SPIELVERLAUF
Der HSV begann engagiert und aggressiv und verschaffte sich klare Feldvorteile. Atouba übte über links enormen Druck aus, van der Vaart war an allen gefährlichen Situationen beteiligt. So stand vor dem Wechsel ein deutliches Chancenplus für die Hausherren, Lautern rettete sich mit Geschick, aber auch Glück in die Pause.
Danach setzte Doll noch mehr auf Offensive, brachte Demel, zog Mahdavikia vor, de Jong auf Wickys Platz. Die Umstellungen zahlten sich schnell aus, die Hamburger schlugen endlich Kapital aus ihrer klaren Überlegenheit.
FAZIT
Ein hochverdienter Sieg der Hamburger, die offensiv stark waren, defensiv nichts anbrennen ließen.
Lautern, völlig harmlos, blieb ohne jede Chance.