Lautern: 13. Saisonspiel für Trainer Henke - ein böses Omen?
Skela nimmt sich und das Team in die Pflicht
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An den Wiesensee im Westerwald hat sich der 1. FC Kaiserslautern von heute bis Mittwoch zurückgezogen. Im Trainingslager hoffen Trainer Michael Henke und sein Team, die Köpfe frei zu bekommen für das Kellerduell gegen Nürnberg.
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Auf dem Weg aus der Krise, zurück in sichere Tabellenregionen, wollen die seit neun Spielen sieglosen "Roten Teufel" am Samstag die Wende schaffen. Steht jedoch am Ende der 90 Minuten gegen das Schlusslicht nicht der dritte Saisonsieg, wird Klubchef René C. Jäggi Henke nicht mehr halten können.
Dem Trainer den Job zu retten als entscheidender Motivationsschub für die verunsicherten Spieler? Soweit will Ervin Skela nicht gehen. "Wir spielen nicht für den Trainer, sondern in erster Linie für uns. Wir Spieler haben uns in diese missliche Situation gebracht. Jetzt liegt es an uns, für einen Neuanfang zu sorgen." Der Neuzugang aus Bielefeld war nach viel versprechendem Beginn bei der rasanten Talfahrt mit untergegangen. Skela sollte die spielerische Qualität im Team anheben, Ideen einbringen, Verantwortung tragen. Diesen hohen Ansprüchen war der albanische Nationalspieler zuletzt nicht mehr gerecht geworden. Nur Mitläufer zu sein, ist für einen Skela aber zu wenig. Gerade im Abstiegskampf.
Was er von sich und seinen Mitspielern deshalb für die Zukunft fordert: "Von jedem Einzelnen muss mehr kommen. Wir müssen viel mutiger spielen, uns beim Gegner wieder Respekt verschaffen. Wer auf dem Platz steht, muss sich zerreißen!" Wem der Ernst der Lauterer Lage jetzt noch nicht bewusst ist, dem hält der 28-Jährige vor Augen: "Wenn wir uns weiter so präsentieren wie in den letzten fünf, sechs Spielen, dann wird es ganz schwer, in der Bundesliga zu bestehen." Was sich (noch) nach Durchhalteparolen anhört, soll die nächsten Tage in Aufbruchstimmung umschlagen. Mit neuem Elan, mit neuer Einstellung, auch mit neuem System? Im Test gegen Bezirksligist Altleiningen (10:0) ließ Henke sein Team erstmals in dieser Saison im 3-5-2 spielen.
"Wichtig ist, dass hinten die Null steht. Vielleicht ist diese Variante im Moment die beste für uns." Für Skela ist nachvollziehbar, dass sein Trainer angesichts der Flut von 30 Gegentoren die Hebel zunächst in der Defensive ansetzt. Daheim zu vorsichtig zu agieren, kann sich Lautern dennoch nicht leisten. Das Derby gegen Mainz lässt grüßen. Der Nachbar kam im September ebenfalls als Schlusslicht und stürmte den Betzenberg (2:0). Geht beim FCK gegen Nürnberg erneut die Angst um, dürfte für Trainer Henke nach dem 13. Saisonspiel alles verloren sein.
Uli Gerke
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