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München - Am 21. Mai 2005 war Kaiserslautern am sportlichen Tiefpunkt angelangt.
Nach der 1:2-Niederlage gegen Bremen am 34. Spieltag der vergangenen Saison, der siebten Pleite in Folge, wurden die Spieler mit gellenden Pfiffen in die Kabine verabschiedet. Werder bejubelte dagegen den Last-Minute-Einzug in die Champions League.
Henke bringt neuen Schwung
Am Samstag stehen sich beide Mannschaften auf dem Betzenberg erneut gegenüber (Sa., 15 Uhr LIVE oder als SMS). Doch diesmal mit ganz anderen Vorzeichen - in Kaiserslautern hat sich in den letzten knapp vier Monaten viel getan.
Der neue Trainer Michael Henke hat der mut- und konzeptlosen Mannschaft neues Leben eingehaucht und die Fans versöhnt - in der Pfalz wird wieder Fußball gespielt. Der unglücklichen Auftaktniederlage auf Schalke (1:2) folgten Siege gegen Duisburg (5:3) und in Köln (3:2).
Neuer Teamgeist
"Unser Erfolg ist ganz klar unserem Trainer zu verdanken. Der verfolgt ein klares Konzept und setzt das auch um", lobt Stürmerstar Halil Altintop seinen neuen Coach.
"Diese Mannschaft ist wieder eine Einheit", schwärmt auch Ciriaco Sforza. Am Schweizer ist der neue Teamgeist beim Tabellenfünften am besten festzumachen.
In der letzten Saison störten Sforzas Eifersüchteleien mit Jung-Nationalspieler Marco Engelhardt das Binnenklima des Teams. Henke sorgte für Ruhe, indem er Engelhardt zum Kapitän machte und beide Strategen als gleichberechtigte Partner im Mittelfeld auflaufen lässt.
Sechs Altintop-Tore in drei Spielen
Mittlerweile überschlagen sich beide mit Lobeshymnen für den Partner (Engelhardt: "Ciriaco ist für die Mannschaft enorm wichtig; Sforza: "Marco hat das Potenzial, ein Team zu führen, eines Tages ein ganz Großer zu werden.")
Doch der Erfolg der Lauterer trägt vor allem die Handschrift von Altintop. Der 22 Jahre alte Türke erzielte in den ersten drei Liga-Spielen sechs Treffer und liegt zusammen mit Bayerns Roy Makaay an der Spitze der Torjägerliste.
Mit seinen Toren hat Altintop die kritischen Stimmen, die den Pfälzern den Gang in die zweite Liga prophezeit hatten, verstummen lassen und zugleich den Respekt der Konkurrenz eingeheimst.
Standortbestimmung für Lautern
"Er hat sehr viel Talent, dazu kommt jetzt noch das Näschen, dass er seine guten Ansätze auch in Tore umsetzt", bescheinigt Werder-Trainer Thomas Schaaf dem Stürmer eine "hervorragende Entwicklung".
Doch noch hängt in der Lauterer Offensive zu viel vom Zusammenspiel des Duos Altintop/ Erwin Skela ab und die Defensive offenbarte gegen Duisburg und Köln erhebliche Schwächen.
Gegen ein Spitzenteam wie Bremen müssen die Pfälzer ihre Reifeprüfung ablegen - sonst könnte die neue Euphorie genauso schnell wieder verfliegen, wie sie gekommen ist.
Micoud und Frings wieder fit
Und Bremen hat gute Erinnerungen an den Betzenberg. Die letzten beiden Spiele in Lautern gewannen die Werderaner (2:1; 1:0). Zudem hat sich die Personalsituation an der Weser entspannt.
Johan Micoud ist nach einer Innenbanddehnung im Knie wieder fit und auch Torsten Frings hat seine Sehnenscheidenentzündung im Fuß dank der Länderspielpause auskurieren können. Der Blick des Tabellenzweiten richtet sich nach sieben Punkten aus den ersten drei Partien eindeutig nach oben.
"Wir wollen uns an der Tabellenspitze festsetzen und an den Bayern dranbleiben. Deshalb müssen wir gewinnen", formuliert Frings das Werder-Selbstverständnis als Bayern-Jäger. Und dabei wollen sich die Männer von der Weser auch nicht von Kaiserslautern und Shooting-Star Halil Altintop aufhalten lassen.
Jan Große-Geldermann
Nach der 1:2-Niederlage gegen Bremen am 34. Spieltag der vergangenen Saison, der siebten Pleite in Folge, wurden die Spieler mit gellenden Pfiffen in die Kabine verabschiedet. Werder bejubelte dagegen den Last-Minute-Einzug in die Champions League.
Henke bringt neuen Schwung
Am Samstag stehen sich beide Mannschaften auf dem Betzenberg erneut gegenüber (Sa., 15 Uhr LIVE oder als SMS). Doch diesmal mit ganz anderen Vorzeichen - in Kaiserslautern hat sich in den letzten knapp vier Monaten viel getan.
Der neue Trainer Michael Henke hat der mut- und konzeptlosen Mannschaft neues Leben eingehaucht und die Fans versöhnt - in der Pfalz wird wieder Fußball gespielt. Der unglücklichen Auftaktniederlage auf Schalke (1:2) folgten Siege gegen Duisburg (5:3) und in Köln (3:2).
Neuer Teamgeist
"Unser Erfolg ist ganz klar unserem Trainer zu verdanken. Der verfolgt ein klares Konzept und setzt das auch um", lobt Stürmerstar Halil Altintop seinen neuen Coach.
"Diese Mannschaft ist wieder eine Einheit", schwärmt auch Ciriaco Sforza. Am Schweizer ist der neue Teamgeist beim Tabellenfünften am besten festzumachen.
In der letzten Saison störten Sforzas Eifersüchteleien mit Jung-Nationalspieler Marco Engelhardt das Binnenklima des Teams. Henke sorgte für Ruhe, indem er Engelhardt zum Kapitän machte und beide Strategen als gleichberechtigte Partner im Mittelfeld auflaufen lässt.
Sechs Altintop-Tore in drei Spielen
Mittlerweile überschlagen sich beide mit Lobeshymnen für den Partner (Engelhardt: "Ciriaco ist für die Mannschaft enorm wichtig; Sforza: "Marco hat das Potenzial, ein Team zu führen, eines Tages ein ganz Großer zu werden.")
Doch der Erfolg der Lauterer trägt vor allem die Handschrift von Altintop. Der 22 Jahre alte Türke erzielte in den ersten drei Liga-Spielen sechs Treffer und liegt zusammen mit Bayerns Roy Makaay an der Spitze der Torjägerliste.
Mit seinen Toren hat Altintop die kritischen Stimmen, die den Pfälzern den Gang in die zweite Liga prophezeit hatten, verstummen lassen und zugleich den Respekt der Konkurrenz eingeheimst.
Standortbestimmung für Lautern
"Er hat sehr viel Talent, dazu kommt jetzt noch das Näschen, dass er seine guten Ansätze auch in Tore umsetzt", bescheinigt Werder-Trainer Thomas Schaaf dem Stürmer eine "hervorragende Entwicklung".
Doch noch hängt in der Lauterer Offensive zu viel vom Zusammenspiel des Duos Altintop/ Erwin Skela ab und die Defensive offenbarte gegen Duisburg und Köln erhebliche Schwächen.
Gegen ein Spitzenteam wie Bremen müssen die Pfälzer ihre Reifeprüfung ablegen - sonst könnte die neue Euphorie genauso schnell wieder verfliegen, wie sie gekommen ist.
Micoud und Frings wieder fit
Und Bremen hat gute Erinnerungen an den Betzenberg. Die letzten beiden Spiele in Lautern gewannen die Werderaner (2:1; 1:0). Zudem hat sich die Personalsituation an der Weser entspannt.
Johan Micoud ist nach einer Innenbanddehnung im Knie wieder fit und auch Torsten Frings hat seine Sehnenscheidenentzündung im Fuß dank der Länderspielpause auskurieren können. Der Blick des Tabellenzweiten richtet sich nach sieben Punkten aus den ersten drei Partien eindeutig nach oben.
"Wir wollen uns an der Tabellenspitze festsetzen und an den Bayern dranbleiben. Deshalb müssen wir gewinnen", formuliert Frings das Werder-Selbstverständnis als Bayern-Jäger. Und dabei wollen sich die Männer von der Weser auch nicht von Kaiserslautern und Shooting-Star Halil Altintop aufhalten lassen.
Jan Große-Geldermann