Nahe Zeitung vom 10.03.2007, Seite 30.
FCK auf der Suche nach Leichtigkeit
Am Montag geht's gegen 1860 München - Abwehrchef Beda wieder dabei
Eigentlich ist ja noch gar nichts passiert. Der 1. FC Kaiserslautern hat trotz zuletzt eher bescheidenen Leistungen und Ergebnissen nur drei Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Am Montag gegen 1860 München sollten aber drei Punkte her.
KAISERSLAUTERN. "Die Leichtigkeit wiederfinden" lautet für FCK-Trainer Wolfgang Wolf die Losung vor der nächsten Heimpartie gegen den TSV 1860 München am Montagabend. Dies ist nach Wolfs Ansicht jedoch gegenwärtig das Problem aller Top-Teams der Liga.
"Bei Rostock ist sie weg, bei Duisburg, sogar beim KSC", analysiert der Coach. Daher ist er sich sicher, dass Erzgebirge Aue und der SC Freiburg noch ins Aufstiegsrennen eingreifen - "denn die spielen gegenwärtig mit gelöster Handbremse". Trotz verlorener Leichtigkeit sorgenfrei könnten lediglich die Karlsruher sein. "Die werden sich jetzt durchwurschteln", sagt Wolf.
Ärgerlich findet der FCK-Trainer nur, wie unterschiedlich die Medien den gleichen Sachverhalt bei den einzelnen Vereinen bewerten: "Wir verlieren in Aue, darauf verpassen die Duisburger in Freiburg die Chance, den Sack zuzumachen, Burghausen holt in Rostock einen Punkt und könnte gewinnen - aber nur wir werden als Dummköpfe hingestellt." Darum hat er an seine Mannschaft appelliert, sich von dem Druck, der von außen herangetragen wird, freizumachen. Denn: "Wenn wir gegen Sechzig gewinnen, sind wir nach wie vor dabei."
Von den wiedergenesenen Grippekranken wird dabei nur Abwehrchef Mathieu Beda mithelfen. Emeka Opara und Azar Karadas machten zwar im Training Fortschritte, doch reicht es noch nicht für einen Einsatz von Anfang an. Auch Sebastian Reinert ist auf einem guten Weg, entgegen den optimistischen Prognosen seines Mittelfeldmotors benötigt er dem Trainer zufolge jedoch zwei, drei Wochen, bis er wieder einsatzbereit ist.
Gelaufen ist die Saison dagegen für Daniel Halfar. "Er hat sich gerade zum fünften oder sechsten Mal in dieser Saison mit Magen-Darm-Problemen abgemeldet. Für die letzten Spiele wird er nicht mehr zur Disposition stehen", so Wolf.
Noch einmal Stellung bezog Wolf zum Fall Ismael Bouzid, nachdem dessen Berater Michael Serr Unverständnis darüber geäußert hatte, dass Wolf die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit dem Algerier als beendet erklärt hat. Wolf: "Wir hatten eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt -- nicht mit uns." doch die beiden wollten uns hinhalten, erst mal gucken, ob sie einen anderen Verein finden und dann gegebenenfalls auf uns zurückkommen
Mittlerweile ist bereits ein neuer Abwehrspieler ausgeguckt, der exakt für die Bezüge, die Bouzid angeboten worden sind, unterschreiben wird - "und dessen Qualität ist bestimmt nicht schlechter", glaubt Wolf. Den Namen des neuen Spielers wollte der Trainer aber noch nicht nennen. Wolf hofft nur, dass Bouzids Berater sich nun nicht auf Kosten des Spielers verzockt hat: "Denn ich habe nach wie vor kein Problem mit Ismael."
Eric Scherer
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Das Thema ist durch, man ist mit einem neuen Spieler einig.
Der FCK hat richtig gehandelt, man darf sich nicht auf der Nase rumtanzen lassen, nachher unterschreibt der spieler im mai woanders und man hat ein problem.