Wie erwartet wurden die meiste Zeit Phrasen runter gerattert die man schon x-Mal im Wahlkampf gehört hat und alle samt von der jeweiligen Partei vorgegeben waren. Aber das will ich den beiden nicht ankreiden, denn wer heute was anderes macht, sprich freiraus Klartext redet, hat keine Chance mehr. Die Politiker sind so wie Medien und Wähler sie gemacht haben...
Aber was mich doch sehr gewundert hat ist dass Steinbrück als angriffslustig bezeichnet wurde, für meine Begriffe hat er einige Chancen ausgelassen. Teflon-Merkel hat das gemacht was sie am besten konnte, und das ist nicht mal despektierlich gemeint: Alles schönreden. Sogar ohne mit der Wimper zu zucken die Koalition als beste aller Zeiten bezeichnen, Respekt.
Da sollte dem Herausforderer eigentlich der Hut hoch gehen, aber da kam wirklich wenig. Steinbrück hat fast nie gekontert, sondern meistens nur gesprochen wenn er gefragt wurde. Der wollte, gezeichnet vom letzten Jahr, jegliches Fettnäpfchen vermeiden...
Eine Rekordquote an entlassenen Ministern, Schlingerkurs bei jedem wichtigen Thema und was da nicht alles v.a. die ersten 1-2 Jahre vorgefallen war...Es ist ja kein wunder das kein einziges Bundesland indem in dieser Zeit gewählt wurde, noch schwarz-gelb regiert wird. Aber Merkel konnte alles in maximal einem Halbsatz abtun. Nur ein Beispiel: Die Atompolitik. "Naja, da hat sich dann eben die Situation geändert" Fertig. Da hät ich dann schonmal nachgefragt was sich denn an der Gefählichkeit von Atomkraft konkret geändert hat und warum erst eine Atom-Katastrophe ausbrechen muss bevor die Kanzlerin reagiert. Vergleichbar mit so vielen anderen Entscheidungen...