Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.
Gerade unter Berücksichtigung des sozialen Engagements (Lebenshilfe) kann man die Aktion von Ansmann als gut gemeint bezeichnen. Nur dürft ihr auch nie vergessen, dass soziales Engegagement von Firmen nicht aus Nächstenliebe geschieht, sondern weil es der beste Werbeträger überhaupt für Unternehmen ist. Nichtsdestotrotz kann man so etwas akzeptieren, da beide Seiten davon profitieren. Kompliziert wird es, wenn eine dritte Partei ins Spiel kommt, die quasi als Werbeträger fungieren soll: In diesem Fall die Fans der West, die dummerweise auch noch genau an diesem Tag eine eigene Aktion geplant haben.
Ich kann absolut nachvollziehen, dass die GL darum bittet, die Ansmann-Fahnen während der Choreo nicht zu schwenken. Ist dies denn eine so unverschämte Bitte, dass hier eine Grundsatzdiskussion begonnen werden muss? Das Nichtschwenken der Ansmann-Fahne während der Choreo hat sicherlich nichts damit zu tun, dass man grundsätzlich gegen jede Form des Sponsorings ist.
Ich denke, dass es hier um Verhältnismäßigkeit geht. Wenn "meine Fans" eine eigene Aktion mit viel Herzblut und Engagement auf die Beine gestellt haben, dann hat das für mich Priorität, und nicht die Werbeaktion eines Sponsors. Durch diese persönliche Entscheidung "pro Fans" ist das Sponsoring als Solches überhaupt nicht in Frage gestellt. Es ist auch kein Zeichen gegen Kommerzialisierung. Es zeigt lediglich, was mir wirklich wichtig in meiner Kurve ist: Die Fans.