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Debatte über Religion und Toleranz dank Schalke-Lied

Immer wieder die Diskussion über "die Türken".

Aus Angst vor Überfremdung wird immer auf "die Türken" eingedroschen, nur merkt keiner, dass die Pfalz durch ein anderes Volk überfremdet wird. "Preiße", Deutsche aus anderen Regionen, die hier herziehen und einfach weiter ihr Hochdeutsch reden, weil sie sind ja in Deutschland, da können se ja Deutsch reden, was müssen se den blöden Bauerndialekt sich aneignen.

Auf der einen Seite ned so schlimm, die wohnen irgendwo in den Neubaugebieten, beteiligen sich ned am Dorfgeschehen und wenn die BASF se in Frührente schickt, sind se hoffentlich wieder weg. Peifedeckel! Wenn ich mir dann im Zug Kinder anschau, was reden die? Hochdeutsch! Und wenn dann Kinder, wo ich weiß, die sind aus Pfälzer Familien, hör, die passen sich an.

Wenn unsere Sprache ausstirbt, stirbt der Pfälzer an sich auch aus und in 50 Jahren ist die Pfalz genauso langweilig und identitätslos wie große Teile Norddeutschlands.

Ich kenn keinen Preiß, der sich unsern Dialekt angeeignet hat. Ich kenn aber nicht wenige Türken, die babbeln Pälzisch mit Türkenakzent, bzw. Hochdeutsch mit Pfälzer Akzent.

Da sag ich doch nur willkommen. Dann sinds halt Moslems, dann passen se sich in der Stadt halt ned an, aber hallo? Hier aufm Land sind die ned so hochnäsig wie die Preißen und passen sich an.

Da ist der Türke, der in Urfa geboren ist und Pälzisch babbelt einer von uns, das Preißenkind, was in der Pfalz geboren ist, aber die Kultur ned annimmt, never!

Klar gibts bei den Türken leider zu viele schwarze Schafe, aber es gibt auch zum Glück viele, die en Stück weit zu Pfälzer werden. Und DAS passiert mit den Preißen nie.



Aber interessiert warscheins eh keiner. Weil "wir sind ein Volk" und was es ned alles für pandeutsches Gesülze gibt.
 
Ich finde es richtig und wichtig, wie sich diese Diskussion weiterentwickelt. Bisher wurde sich auch einigermaßen fruchtbar damit auseinandergesetzt und alle Schreiber haben sich doch ganz gut eingebracht. Gemessen an der emotionalen Komponente des Problems Religion/Toleranz, bei dem es immer heiß her geht, fand ich das bisher sehr gesittet und auch nicht allzu extrem polemisch. Also führen wir das doch so weiter!


...



Wir sollten uns alle bewußt sein, dass man auf diese erreichten Werte und Lebensverhältnisse stolz sein darf. Und dass sie es wert sind, bewahrt zu werden gegen diejenigen, die sie beseitigen wollen.



Und deshalb ist man noch lange nicht rassistisch oder rechts.



Barbarossa hat mal gesagt: "Wer alles verteidigt, verteidigt nichts." Und das trifft diesen Zusammenhang ziemlich gut.






- Nicht allzu extrem polemisch...fragt sich welche Maßstäbe man anlegen will. Ich fand die Äußerungen Mikas extrem verallgemeinernd, die Aussagen Halfar11s extrem undifferenziert ("Moscheenfinanzierung statt Kindergarten" ohne Beleg!).



Zum zweiten Teil:



- klar ist man DANN nicht rassistisch oder rechts. Und KLAR darf man darauf stolz sein! Da bin ich ABSOLUT deiner Meinung.

Jedoch habe ich NIRGENDS das Gegenteil behauptet. Ich habe nur behauptet, dass Mikas verallgemeinernde Äußerungen rechts sind. Das Jens diese in Schutz nimmt, weil Mika es ja so nicht gemeint haben kann. Ja, ich habe damit auch Jens in die rechte Ecke gestellt. Und wie sich herausstellt, gibt Mika mit seiner Selbsterkenntnis doch zu, dass er an den rechten Tönen schuld ist!





Mit deinem Zitat von Barbarossa kann ich deswegen auch nichts anfangen.



Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dein Beitrag auch irgendwo trifft. Du stehst bei mir im Ansehen mit am höchsten. Deine Beiträge sind immer überdacht, haben immer trifftige Argumente und man merkt deutlich, dass du dir vor dem Abschicken Gedanken machst. Mika schreibt nämlich nichts von den von dir aufgezählten Werten. Und ich beziehe mich mit meiner (zugegebenermaßen) lauten Äußerung gegen bestimmte User nirgends auf Beiträge von dir!
 
...

Deswegen ist es in meinen Augen z.B. nicht zuviel verlangt, wenn man



- Totalverschleierung, bei der nur noch die Augen einer Frau zu sehen sind, aufgrund des gesetzlich festgeschriebenen Vermummungsverbotes verbietet.




Wenn du schon Schlagworte wie "Vermummungsverbot" aufzählst, dann bitte im richtigen Kontext. Richtig ist, in Deutschland existiert ein sog. Vermummungsverbot. Dieses wird geregelt durch

http://de.wikipedia.org/wiki/Versammlungsgesetz§ 17a II Versammlungsgesetz . Es besagt, dass es Teilnehmern von Demonstationen verboten ist ihr Gesicht zu verdecken oder Gegenstände mitzuführen, die dazu bestimmt sind, das Gesicht zu verdecken und damit die Feststellung der Identität zu verhindern.
Keinesfalls ist das Verdecken des Gesichtes unter "normalen" Umständen gemeint. Es wäre sonst für Motorradfahrer ziemlich schwierig ihr Gefährt zu benutzen.



​
 
ach jonny, sperr mich einfach, dann biste wieder befriedigt, 99% des forums freut sich, und du und ich haben unsere / meine ruhe.. ganz einfach... und der SF gibt dir dann noch einen aus...
 
- klar ist man DANN nicht rassistisch oder rechts. Und KLAR darf man darauf stolz sein! Da bin ich ABSOLUT deiner Meinung.

Jedoch habe ich NIRGENDS das Gegenteil behauptet. Ich habe nur behauptet, dass Mikas verallgemeinernde Äußerungen rechts sind. Das Jens diese in Schutz nimmt, weil Mika es ja so nicht gemeint haben kann. Ja, ich habe damit auch Jens in die rechte Ecke gestellt. Und wie sich herausstellt, gibt Mika mit seiner Selbsterkenntnis doch zu, dass er an den rechten Tönen schuld ist!





Mit deinem Zitat von Barbarossa kann ich deswegen auch nichts anfangen.



Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dein Beitrag auch irgendwo trifft. Du stehst bei mir im Ansehen mit am höchsten. Deine Beiträge sind immer überdacht, haben immer trifftige Argumente und man merkt deutlich, dass du dir vor dem Abschicken Gedanken machst. Mika schreibt nämlich nichts von den von dir aufgezählten Werten. Und ich beziehe mich mit meiner (zugegebenermaßen) lauten Äußerung gegen bestimmte User nirgends auf Beiträge von dir!


Also
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Ich beziehe mich mit meinem Beitrag zu allererst auf die Thematik an sich. Ich habe mich von deinem "lauten" Beitrag auch nicht betroffen gefühlt. Mein Zusatz bezüglich dass man deswegen noch lang nicht rechts sei bezog sich eher auf die Tatsache, dass man in der allgemeinen Diskussion (auch "draußen" und nicht nur hier) leicht in eine rechte Ecke gestellt wird, wenn man meinen Standpunkt vertritt. Denn leider gibt es auch auf der linken Seite Leute (mein früherer Nachbar war so), die sehr gerne verallgemeinern. Das bezog sich jetzt eigentlich nicht konkret auf User hier oder dich persönlich. Damit brauchst du dich jetzt auch nicht mehr getroffen fühlen
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.



Ich kenne Mika persönlich nicht. Richtig ist, dass wir hier eine sehr emotionale Diskussion führen, in der man auf seine Worte sehr achten sollte. Was stimmt, ist, dass er in seinen Beiträgen bisweilen undifferenzierte Formulierungen wählt. Wenn er selbst zwar nicht wirklich "rechts" ist, aber unbedacht und undifferenziert, dann muss er damit leben, wenn er einen solchen Eindruck bei anderen erweckt.



Aber zäumen wir mal das Pferd vom Schwanz auf, dann kommen wir vielleicht eher zu einer konstruktiven Debatte, als wenn man aufeinander einschlägt:

Unterstellen wir mal, dass Mika nicht mehr "rechts" ist, als jeder andere User auch, der nicht explizit "links" ist. Ich denke mal, Mika würde mit einem Moslem genauso auf den Betze und ein Bierchen trinken gehen, wenn er ihm sympathisch ist, wie mit jedem anderen auch. Gehen wir von diesem Umstand aus, könnte man es auch so sehen, dass seine Beiträge vielleicht auch gewisse Ängste widerspiegeln. Klar - Ängste werden von Revolvermedien wie der Bildzeitung oder politische extremen Parteien beider Seiten gerne instrumentalisiert und durch undifferenzierte Äußerungen geschürt und größer gemacht, als sie es sein müssten.



Trotzdem sind solche Ängste/Befürchtungen ja in der Bevölkerung vorhanden. Auch ich, der ich mich eindeutig politisch zentral einordne, habe gewisse Befürchtungen, die in Richtung einer Werte-Preisgabe oder einer unangemessenen Toleranz gehen, weil man vor lauter Toleranz vergisst, zu bewahren, was es wert ist, bewahrt zu werden (und darauf bezieht sich mein Barbarossa-Zitat). Und wenn wir uns dann fragen, warum dass so ist, dann kommen wir zu einer Ursachendiskussion, in der wir uns fragen können:

- woher kommen solche Ängste/Befürchtungen

- wieviel ist in Wahrheit dran/nicht dran

- sind sie ergo berechtigt/unberechtigt, wenn ja in welche Richtung

- was kann getan werden, um diese Ängste abzubauen



Dann wird ein Schuh draus. Aufeinander einzuhacken bringt uns nämlich nicht weiter.



@ Elbkahn: Das weiß ich. Meiner Meinung nach sollte das Vermummungsgebot jedoch darauf ausgeweitet werden. Dass Motorradfahrer aus Schutzgründen einen Helm tragen, leuchtet jedem ein. Dass sich Frauen bis zur Unkenntlichkeit verschleiern, eher weniger. Zudem kommt darin eine gewisse Geisteshaltung zum Ausdruck, die - ganz abgesehen von der Religion - in meinen Augen problematisch einzustufen ist.
 
ach jonny, sperr mich einfach, dann biste wieder befriedigt, 99% des forums freut sich, und du und ich haben unsere / meine ruhe.. ganz einfach... und der SF gibt dir dann noch einen aus...


Und was soll dieses Gebabbel jetzt?



Nehmen wir mal an, du würdest tatsächlich - wunschgemäß - gesperrt. Ich schätze, du würdest dann den wkw-Server in die Knie zwingen, um dort "rumzukreinen", dass du hier geflogen bist.



Du könntest ja zur Not auch mal deine Haltung und Ansichten überdenken und vor allem, wie du diese hier darstellst.
 
@ onkel helle:



Es wurden hier zu Genüge Diskussionen so geführt, wie du es forderst und wie es eigentlich absolut richtig ist. Ich möchte an die Diskussion über Mügeln oder Jugendgewalt erinnern. Dort haben intelligente Menschen (itsevo (kann mich noch gut an eine Diskussion erinnern, in der Evo Mika wohl 10 mal gefragt, warum er einer bestimmten Meinung ist und sie bekam immer die gleiche verallgemeinernde Aussage), stiller, klinge, S_Man und viele andere) versucht die von dir aufgeworfenen 4 Fragen anzugehen. Als Antwort kam dann oftmals nur "ich arbeite mit Türken zusammen, die sind so und so"...



Ich finds erschreckend, dass sich hier User zurückziehen (jüngst Evo, davor andere (habe gerade eine PN erhalten)), weil sie diese braune Diskussion nicht mehr ertragen wollen.



In meinen Augen ist es ein Kampf gegen Windmühlen und man wird es kaum schaffen, dass diese ihre Blätter auch mal in die anderen Richtung drehen lassen.





Ich bin jedenfalls gespannt und hoffe, dass diejenigen dir gegenüber anders auftreten, dir antworten, mit dir auf einer fruchtbaren Ebene streiten wollen und vielleicht vielleicht auch mal ihre Ansichten überdenken. Vielleicht liegt es daran, dass ich der böse Jonny bin, der Mika schonmal Strafpunkte für eine unbotmäßige Äußerung gegeben hat. Ich lehne mich nun zurück und harre der Dinge die da kommen.
 
Erst ein mal klasse posts, Onkel! Wirklich lesenswert, und eindeutig meiner Meinung entsprechend.

Dennoch würde ich gerne das Vermummungsgebot weiter diskutieren - denn ich finde es verkehrt burkas oder niqabs zu verbieten, erstens weil es für den allgemeinen Bürger nicht "gefährlich" ist und zweitens weil ich doch von einigen muslimischen Frauen gehört habe, dass sie diese gerne Tragen, da sie so die Weltbeherrschenden Schönheitsideale umgehen können. Inwiefern solche aussagen auf Indoktrinierung durch Ihren Mann oder Familie kommt ist manchmal natürlich schwer zu sagen, aber einigen von ihnen kauf ich's ab. Dazu kommt das ein Verbot meiner Meinung nach ein Eingriff in die persönliche Freiheit wäre.

Andererseits gab's hier in Dänemark vor ein paar wochen ein bisschen Wirbel, da einige Frauen sich von einem Buschauffeur diskriminiert gefühlt haben - beide waren total verschleiert, und da der Chauffeur daher nicht sehen konnte ob die Bus-Ausweise tatsächlich ihnen gehörte, konnten sie nicht mit dem Bus fahren. Ich stehe da 100% hinter dem Chauffeur, und die ganze Sache zeigt das solche Sitten halt manchmal mit der Gesellschaft frontal kollidieren - aber was denkt Ihr?



Kann leider die nächsten paar Tage an dieser interessanten Diskussion nicht teilnehmen weil ich in Schweden bin, werde aber am Sonntag ganz bestimmt hier gucken
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Also macht's gut, und überlegt alle lieber 2 mal bevor Ihr postet
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Ist bestimmt gut bei so ein heikliges Thema.
 
Ich habe mir die Stellungnahme des Professors durchgelesen und ich finde es richtig, dass Schalke weiterhin das Lied spielen wird. Es ist häufig so, dass die Stimmung bei politischen Debatten schnell hochkocht, insoweit unterscheiden sich Internet und reales Leben nicht allzu sehr. Ich fände es aber sehr schade, wenn deswegen tatsächlich User dieses Forums künftig nicht mehr hier schreiben wollen, immerhin eint uns alle die Liebe zum FCK.
 
Niqabs und Burkas sind ein Symbol für die Unterdrückung der Frauen in Teilen der islamischen Welt. Dass irgendeine Frau sowas gerne trägt ist stark anzuzweifeln, und falls ja, dann ist es das Ergebnis einer strengen, fundamentalistischen Erziehung nach der Sharia. Ganz anders sieht es mit einfachen Kopftüchern aus, die, zumindest bei jungen türkischen Frauen durchaus als Symbol ihrer Religion (wie etwa bei Christen ein Kreuz an der Kette) gesehen werden kann.
 
Wer morgen vor dem Spiel noch um Beistand beten will. in KL gibt es auch eine Mosch.

Fatih Camii, Richard Wagner Str. 39 mit Frauenabteilung. Gibt aber auch schöne Kirchen

in K-Town . Und alle die den Teufel anbeten kommen kommen uff de Betze:)
 
Ich finde völlig verschleierte Frauen geil. Ist dann wie ein schön verpacktes Geschenk!



Ich hoffe ihr findet meinen Beitrag sehr gut recherchiert und fundiert und völlig ohne Verallgemeinerung!
 
@ Elbkahn: Das weiß ich. Meiner Meinung nach sollte das Vermummungsgebot jedoch darauf ausgeweitet werden. Dass Motorradfahrer aus Schutzgründen einen Helm tragen, leuchtet jedem ein. Dass sich Frauen bis zur Unkenntlichkeit verschleiern, eher weniger. Zudem kommt darin eine gewisse Geisteshaltung zum Ausdruck, die - ganz abgesehen von der Religion - in meinen Augen problematisch einzustufen ist.


@ onkel helmut:

klasse beitrag, dem ich in großen teilen zustimme. permanent alles zu tolerieren führt letztendlich zum eigenen identitätsverlust. daran kann keinem gelegen sein.



beim vermummungsverbot bin ich anderer ansicht. ich denke nicht, dass der staat vorschreiben darf wie ich mich zu kleiden habe. es sollte jedem bürger freigestellt sein, sich nach seinen eigenen vorstellungen anzuziehen. wenn sich jemand das gesicht verhängen will, soll er bzw. sie das tun dürfen. wenn zu identifizierungszwecken verlangt wird den schleier zu lüften, muss es natürlich gegeben sein, das dies getan wird. es sollte sich niemand auf die religionsfreiheit berufen dürfen um dies zu verweigern. hier beginnt für mich übrigens auch der punkt der integration intressant zu werden, denn hier müssen die moslems auf die hiesigen gewohnheiten zugehen, sie müssen sich anpassen. das beispiel von daneteufel zeigt dies beispielhaft, es wäre denkbar, dass die frauen kurz den schleier lüften und sich zu erkennen geben - dies bedingt allerdings die bereitschaft sich auch an die herrschenden gegebenheiten anzupassen.

das es hier mit sicherheit noch nachholbedarf gibt, zweifle ich nicht an.



fazit: es gibt auf beiden seiten noch viel zu tun, um ein besseres zusammenleben zu gewähleisten müssen sich alle parteien aufeinander zubewegen. hohle parolen und platte allgemeinplätze helfen dabei wenig.
 
Niqabs und Burkas sind ein Symbol für die Unterdrückung der Frauen in Teilen der islamischen Welt. Dass irgendeine Frau sowas gerne trägt ist stark anzuzweifeln, und falls ja, dann ist es das Ergebnis einer strengen, fundamentalistischen Erziehung nach der Sharia. Ganz anders sieht es mit einfachen Kopftüchern aus, die, zumindest bei jungen türkischen Frauen durchaus als Symbol ihrer Religion (wie etwa bei Christen ein Kreuz an der Kette) gesehen werden kann.




Ich beziehe mich auf den von mir markierten Bereich.

Ich kann, da ich mit einem Araber verheiratet war, ein bissel aus persönlicher Erfahrung erzählen. Viele Frauen, die ich bei meinen Urlauben in dem Heimatland meines Mannes kennen gelernt habe, trugen diese "Verhüülung" aus tiefster Überzeugung. Das ging soweit, dass die Füße bedeckt wurden, wenn ein männliches Nichtfamilienmitglied im Haus war.

Diese haben das niemals als Symbol der Unterdrückung verstanden, sondern es ist schlicht und ergreifend "Tradition", guter Ton, es gehört sich eben so.

ICh bin natürlich niemals verhüllt rumgelaufen, aber glaube mir, ich hätte es mir manchmal gewünscht, einfach um mich selbst vor den Blicken zu schützen.



Die arabische Gesellschaft hat es schwer, sie konnte sich nicht entwickeln, so wie unsere Gesellschaft sich entwickeln konnte mit Aufklärung und so weiter. Dieser Entwicklungsschritt wurde übersprungen, die westliche Welt wird übergestülpt, Traditionen, Althergebrachtes verlieren ihre Bedeutungen. Dass man sich dann "krampfhaft" an Altem festhält ist m.E. verständlich.



Ein Beispiel: Mein Mann und zwei seiner Brüder haben in Europa studiert. Auch die Mädchen seiner Schwester wollten diesen Schritt wagen, aber dann als es ernst wurde, kam plötzlich ein Mann in ihr Leben, der sie heiraten wollte und man vergaß die emanzipatorische Vorstellung. Sie zogen sich wieder auf ihre traditionelle Rolle zurück, aus Angst vor dem Unbekannten (sie hätte ja uns hier gehabt, also eine Familie). Und ich bin fest davon überzeugt, dass die Mädchen mit diesem traditionellen Leben glücklich sind, auch wenn wir das von außen kaum glauben können.



Ich möchte aber nicht abstreiten, dass es sicherlich viele Frauen gibt, die sehr unglücklich mit ihrer ihnen zugedachten Rolle sind. Es gibt auch wirklich übelste Geschichten von Unterdrückung von Frauen (nicht nur in der arabischen Welt)
 
aber sind die dann net nur glücklich, weil se´s einfach auch net anders kennen ?

könnte es net sein, dass ihnen das "andere", weniger traditionelle leben noch besser gefallen würde, weil se sich evtl. da besser "entfalten" könnten, emanzipierter leben könnten und mehr ihren träumen nachgehen könnten ?



is jetzt mehr ne frage meinerseits, net böse gemeint.. net das da evtl. was anderes rein interpretiert wird.. intressiert mich jetzt nur mal, wie du das evtl. siehst...
 
Möglicherweise. Kann schon sein. Aber meine Nichte wirkte nie unglücklich.

Vielleicht wärst du als Bob-Marley-hörender-Philosophiestudent auch wesentlich glücklicher als im Moment
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Wer weiß das schon ?
 
Die arabische Gesellschaft hat es schwer, sie konnte sich nicht entwickeln, so wie unsere Gesellschaft sich entwickeln konnte mit Aufklärung und so weiter. Dieser Entwicklungsschritt wurde übersprungen, die westliche Welt wird übergestülpt, Traditionen, Althergebrachtes verlieren ihre Bedeutungen. Dass man sich dann "krampfhaft" an Altem festhält ist m.E. verständlich.


Naja, die arabische und persische Welt war schon zu einem Großteil in den 60er und 70er Jahren wesentlich aufgeklärter. Gerade alles im Mittelmeerbereich, der Irak, der Iran und vor allem Afghanistan waren ziemlich aufgeklärt. Verschiedene Konflikte und Kriege, an denen der Westen nicht gerade unbeteiligt waren haben diese Länder dann radikalisiert und um Jahre zurückgeworfen.



Gerade Afghanistan ist da ein Prachtbeispiel für. In den 70er Jahren eine der aufgeklärtesten Gesellschaften der gesamten Region, wurde es zu einem Spielball zwischen den Großmächten. Einmarsch der UdSSR, dann die Bewaffnung der Mudschahedin durch die USA und später nachdem man die Russen vertrieben hatte wurde das Land fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel und radikalen Gruppen überlassen. Das Ergebniss kennt man ja. Eine moderne Gesellschaft wurde ins Mittelalter zurückgebombt.



Im Mittelmeerbereich, vor allem in Marokko und Tunesien, gab es bis zum 6 Tagekrieg ein friedliches Zusammenleben zwischen Juden, Christen und Muslimen, aber dieser Konflikt hat dort vieles zerstört.



@Mika: Wenn man mit dem was man hat glücklich ist, dann macht es wenig Sinn darüber nachzudenken, ob man noch glücklicher wäre, wenn etwas anders wäre. Das Risiko dass man etwas hinterherjagt was einen dann doch nicht so glücklich macht wie man erwartet ist ziemlich hoch... zumindest meine Meinung...
 
Okay, ich bin keine Historikerin und kenn mich nicht gut aus.

Dann sind sie eben zurückgefallen ins Mittelalter
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Aber gerade die jungen Menschen haben mit dieser Diskrepanz: eigene eher mittelalterliche Kultur und das was sie aus dem Westen mitbekommen (meist über Medien) zu kämpfen. Das wollte ich ausdrücken.



In Marokko habe ich ein friedliches Miteinander zumindest zwischen Christen und Muslimen erlebt. Was wohl mit dem König aber auch der Nähe zur USA/Frankreich zu tun hat. Über das Verhältnis zu den Juden muss man nicht sprechen. Das ist extrem schlecht.
 
Okay, ich bin keine Historikerin und kenn mich nicht gut aus.
Dann sind sie eben zurückgefallen ins Mittelalter
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Aber gerade die jungen Menschen haben mit dieser Diskrepanz: eigene eher mittelalterliche Kultur und das was sie aus dem Westen mitbekommen (meist über Medien) zu kämpfen. Das wollte ich ausdrücken.



In Marokko habe ich ein friedliches Miteinander zumindest zwischen Christen und Muslimen erlebt. Was wohl mit dem König aber auch der Nähe zur USA/Frankreich zu tun hat. Über das Verhältnis zu den Juden muss man nicht sprechen. Das ist extrem schlecht.


Wollte damit auch ausdrücken, dass der momentane Extremismus in einigen Teilen der islamischen Welt auch auf die Einflussnahme der westlichen Welt zurückgeht. Siehe auch Iran, wo der Schah und sein Regime solange von den USA gestützt wurden, bis es eine religiöse Revolte gab. Oder der Irak Iran Konflikt, bei dem beide Länder zu Spielbällen der USA und der UdSSR wurden. Insgesamt war es ja lange im Sinne der USA diktatorische Regimes zu unterstützen, weil man diese als verlässliche Partner sah. Von wegen Demokratie verbreiten.
 
Ich bin Christ und versuche zumindest nach christlichen Grundsätzen zu leben.



Hier finde ich übertreibt man. Das ist eine Werbebotschaft, die meines Erachtens mit Blasphemie oder sonst was nichts zu tun hat.

Vor allen Dingen, warum akzeptiert man dann "Teufel" und "Hölle" ... am besten auch gleich weg damit! oder? liebe Kirche?

Kann ich nur sagen: Kümmert euch lieber um die Kinder auf der Straße anstatt sich hier künstlich aufzuregen....
 
Diese Christen immer!
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Übrigens werd ich jetzt mal zur Literaturwissenschaftlergewerkschaft gegen und auch einen Protestbrief in Gang bringen. "Dein Pakt mit den roten Teufeln", die Idee ist doch von Goethe geklaut.
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Diese Christen immer!
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Übrigens werd ich jetzt mal zur Literaturwissenschaftlergewerkschaft gegen und auch einen Protestbrief in Gang bringen. "Dein Pakt mit den roten Teufeln", die Idee ist doch von Goethe geklaut.
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Der alte Kätzer... auf den Scheiterhaufen mit ihm
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Hab mich auch erstmal gewundert mit dem "Betze Unser". Nicht weil es mich groß tangiert, sondern weil ich finde, dass Religion usw. da generell nix zu suchen hat.

Ausnahmen wie Teufelsanbetung sind natürlich ok
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Meiner Meinung nach auch hier eine überzogene Reaktion. Ich bin auch gläubiger Christ und fühle mich von der Kampagne nicht vor den Kopf gestoßen; ist alles eine Sache von Interpretation und Symbolfähigkeit. Ich habe meine Religion und der FCK ist nur ein Fußballverein, der für mich gewiss keine Heilsbedeutung hat.



Zugegebenermaßen muss ich schon mal den Kopf schütteln, wenn Leute einen Fußballverein als seine Religion ansehen, aber wer dies im Rahmen einer funktionalistischen Glaubensauslegung tun möchte, dem sollte das nicht verwehrt werden.
 
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