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Der 1.FCK Weitspringer Wojtek Czyz

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Gewinner der Sportlerwahl, wie in den letzten beiden Jahren unser Wojtek, Glückwunsch zum Titelhattrick, bei den Frauen wurde es Nina Krone Triathletin, sowie bei den Mannschaften die Fußballmannschaft der TSG Kaiserslautern, auch hier Glückwunsch an alle



Quelle die Rheinpfalz



Artikel:

Gestern Abend: RHEINPFALZ-Sportlerparty



Das Geheimnis ist gelüftet: RHEINPFALZ-Chefredakteur Michael Garthe hat gestern Abend die Sieger der Sportlerwahl bekannt gegeben. Die Triathletin Tina Krone, der Behinderten-Leichtathlet Wojtek Czyz (beide 1. FC Kaiserslautern) und die Fußballer der TSG Kaiserslautern haben das Rennen gemacht (alle auf unserem Foto, vorne Czyz mit Brille neben Krone). Mit 516 Stimmen setzte sich Tina Krone vor der Keglerin Vanessa Welker (392) und der Bahnradfahrerin Miriam Welte (357) durch. Wojtek Czyz (527) verwies bei seinem dritten Sieg in Folge mit nur acht Stimmen Vorsprung den Senioren-Radrennfahrer Josef Reis (519) auf den zweiten Platz; dahinter folgte der Badmintonspieler Jonas Geigenberger (293). Bei den Mannschaften gewannen die TSG-Kicker (530) vor der Luftgewehr-Mannschaft des Schützenvereins Schopp (406) und den Basketballern des 1. FC Kaiserslautern (326). Geehrt wurden die Sieger und Platzierten erstmals im Fraunhofer-ITWM. (ffg/Foto: view) Lokalsport
 
Ich habe das zufällig gesehen! Er hat sich vor Freude gar nimmer eingekriegt, strahlte übers ganze Gesicht
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Ich hab ihn auch in der Wiederholung am Abend gesehen ... auch der Reporter Jörg Dahlmann war voll angetan von ihm, hob ihn ständig hervor ... er war auch klasse! Wieder mal Respekt und Hut ab, wojdi - damit ist er natürlich auch einer der besten Repräsentanten unseres Vereins! Mach weiter so!
 
Ich hab die letzten Minuten nur noch gelacht - wie geil! Selbst der Schiri war verzweifelt, dass die den Ball nicht ins Tor murmeln konnten.
Schade, dass der Seitfallzieher von Wojtek nicht drin war, super Aktion!


Hab im Video "vorgespult" und direkt auf die Seitfallzieherszene geskippt. Gänsehaut pur.
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Wieder mal Respekt und Hut ab, wojdi - damit ist er natürlich auch einer der besten Repräsentanten unseres Vereins! Mach weiter so!


Auf jeden Fall! Hochleben soll er, der Wojdi!!
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Sehr schön! Und war ja klar, dass es ein Lautrer Bub gegen die Bayern macht.
 
auf jeden fall super für ihn!

aber mir tat,ehrlich gesagt, der andere spieler,der schon einschußbereit war und dem er einfach den ball vom fuß nahm,auch etwas leid...

er hätte sich sicherlich auch sehr über ein tor gefreut!!!
 
Dem Wojdi sollte mal jemand ne Honorarstelle bei uns anbieten als Mentalcoach, damit unsere Spieler mal alle an ihre Grenzen kommen (und darüber hinaus). Kann dann gleich noch gemeinsam mit Platek Integrationshelfer für unsere 2-10 Polen spielen, die wir bis Dienstag verpflichtet haben werden.
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Auf nach London!



Wojtek Czyz startet bei den Paralympics in London 2012



Vor genau einer Woche hat der Deutsche Behindertensportverband Wojtek Czyz für die paralympischen Spiele in London 2012 nominiert. Der Leichtathlet startet über 100 und 200 Meter und tritt im Weitsprung an. INSiDER hat mit ihm über seine Vorbereitungen und seine Chancen gesprochen.



http://www.magazin-insider.de/start/news-kl/kaiserslautern/datum/2012/07/31/auf-nach-london-1/http://www.magazin-insider.de/start/news-kl/kaiserslautern/datum/2012/07/31/auf-nach-london-1/
 
London ich komme!!!


Es ist soweit! Am letzten Samstag hat die Nominierungskommission des

Nationalen Paralympischen Komitees für die paralympischen Spiele in

London nominiert. Ich darf glücklich sein euch mitzuteilen, dass ich

nominiert bin über 100m/200/m und Weitsprung.



Ich danke meiner Famile, meinen Freunden und meinen Sponsoren

für die fantastische Unterstützung. Ohne dessen Hilfe hätte ich

diese Herausforderung niemals meistern können.



Euer Wojtek


Quelle: http://wojtekczyz.de/cms/http://wojtekczyz.de/cms/
 
hab grad gesehn, der andere ist ja´n meter weiter
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und damit weltrekord gesprungen.
Der Andere hat aber auch noch ein Kniegelenk, im Gegensatz zu Wojtek.
Ich weis nicht, ob das noch gerechter Wettbewerb ist. Es gibt da einen Punkteschlüssel, nachdem Wojtek 12,85 springen müsste, um Rehm zu besiegen!
 
Also ich als Laie frage mich das auch oft.



So ganz durchsichtig ist das System für mich nicht, ist mir gestern beim Schwimmen extrem aufgefallen. Einige können die Beine noch einsetzen, andere nicht. Die mit Beineinsatz haben doch dann deutliche Vorteile? Allein schon bei den Wenden, wenn sie sich noch abdrücken können
 
Schwierig zu beurteilen, das stimmt. Zum Thema Beine: Bei den Frauen hab ich am Freitag ein Rennen gesehen mit komplett Beinamputierten und leuten die noch Beine hatten, aber irgendne Behinderung daran. Da hat ne Amerikaneruin mit 1 1/2 Bahnen gewonnen, die beide Beine knapp ünter der Hüfte amputiert hatte. Glaub nicht komplett einsatzfähige Beine können ebim schwimmen auch gut hinderlich sein, da sie ja auch mehr Widerstand bieten...
 
„Ich mache weiter!“



Mit den Paralympischen Spielen in London 2012 sollte eigentlich Schluss sein, doch was der Ausnahmesportler Wojtek Czyz vor rund vier Wochen beim Empfang der Stadt Kaiserslautern angekündigt hat, setzt er jetzt in die Tat um. Er hängt noch ein Jahr dran – und er hat gute Gründe dafür.



http://www.magazin-insider.de/start/news-kl/kaiserslautern/datum/2012/10/27/ich-mache-weiter/http://www.magazin-insider.de/start/news-kl/kaiserslautern/datum/2012/10/27/ich-mache-weiter/
 
Paralympics-Sieger Czyz beendet Karriere



Wojtek Czyz beendet als einer der erfolgreichsten deutschen Paralympics-Starter seine Karriere.



Nachdem der 32-Jährige die derzeitigen Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Behinderten in Lyon wegen einer Verletzung verpasst hatte, will er am 30. August in Eisenberg/Pfalz seinen letzten Wettkampf bestreiten.



http://www.sport.de/medien/30b99-1819a7-548f-19/faz-paralympics-sieger-czyz-beendet-karriere.htmlhttp://www.sport.de/medien/30b99-1819a7-548f-19/faz-paralympics-sieger-czyz-beendet-karriere.html
 
Erst nach Eisenberg, dann um die Welt



RHEINPFALZ-SOMMERREDAKTION: Wojtek Czyz nutzt den Abschied vom Leistungssport als Neuanfang




Wojtek Czyz hat gerade alle Hände voll zu tun. Am 30. August ist sein letzter Wettkampf. „Ich dachte, dass es ruhig und entspannt wird, aber wenn man sieht, wer alles kommt...“, sagt er und nimmt einen Schluck Kirsch-Bananen-Saft.Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drexler hat sich angekündigt, Stabhochsprung-Olympiasieger Björn Otto, „meine Familie kommt aus Polen. Das ist mein erster Wettkampf im Leben, wo es überhaupt nicht um die Leistung geht, sondern den Spaß.“ Was die Eisenberger Flugnacht noch mal zu etwas Besonderem macht: Es wird für seine Lebensgefährtin Elena Brambilla der erste Wettkampf sein nach einer langen Verletzungspause. Sie will nach einer Achillessehnen-OP wieder einsteigen und mit 30 Jahren noch mal durchstarten. Czyz: „Sie dürfte eigentlich noch nicht, will aber unbedingt.“Er sei nicht traurig, dass es jetzt für ihn vorbei ist, sagt der 33-jährige Paralympics-Sieger. Er freue sich viel mehr auf das, was kommt. 2015, wenn auch Brambilla ihre Karriere beendet hat, will er mit ihr um die Welt segeln und Menschen in armen Ländern Prothesen bringen. Der beinamputierte Behindertensportler hat am 31. Juli einen gemeinnützigen Verein gegründet. Sailing 4 handycaps heißt er, im Internet unter www.sailing4handycaps.de zu finden, macht Czyz Werbung. Gerade sucht er Sponsoren, die seine Idee unterstützen. Er will mit seinem 12,37 breiten und sieben Meter langen Katamaran „Imagine“, den er gerade umrüstet, mit Stromgenerator und Wassermacher ausstattet, seiner zweiten Leidenschaft, dem Segeln, frönen und dabei Gutes tun. Erst mal in Haiti, später in anderen Ländern. Er legt dort an, nimmt einen Arzt und einen Orthopädiemechaniker an Bord, die nachgeflogen kommen, und passt dann Bedürftigen Prothesen an. Ausgemusterte aus Deutschland, die voll funktionsfähig sind und für die an Bord ein Schaft angefertigt wird. Zwei, drei Tage dauert das Gießen und Anpassen.



Seine Lebensgefährtin, die ein Buch über Stabilisationsübungen schreibt, zeigt den neuen Besitzern Kräftigungsübungen, vor Ort soll ein Mechaniker angelernt werden, der die Prothesen reparieren kann, und vier bis sechs Wochen später geht es weiter zum nächsten Ziel, erzählt Czyz, auf den vorher aber noch ein anderes Ziel wartet: der letzte Wettkampf in Eisenberg. „Ich muss zum Training sagt er“, trinkt seinen Saft leer, schnappt sein Handy und macht sich auf nach Köln. (huzl)



Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Pfälzische Volkszeitung

Ausgabe: Nr.195

Datum: Freitag, den 23. August 2013
 
Tolle Sache! Hoffentlich bekommt er die Chance sich vor der Westtribüne gebührend feiern zu lassen und sein Projekt vorzustellen. Da kann sicherlich auch noch etwas an Spendengeldern eingesammelt werden.

Hut ab vor dieser Karriere und den Zukunftsplänen!
 
Filmreifes Leben



HINTERGRUND: Die Geschichte von Wojtek Czyz als Buch




VON HORST KONZOK



Im letzten Kapitel seines Buches „Wie ich mein Bein verlor und so zu mir selbst fand“ schlägt Paralympicssieger Wojtek Czyz ein neues auf: 2015 kann sein Projekt „Sailing 4 Handicaps“ starten – eine Weltreise auf einem Segelboot, mit dem Czyz Prothesen zu den Ärmsten der Armen in aller Welt bringen wird.

Am Dienstag (19.30 Uhr) wird die Lebensgeschichte des Wojtek Czyz in der Buchhandlung Thalia in Kaiserslautern, Kerststraße 9, vorgestellt. Aufgeschrieben hat sie der Journalist Andreas Erb nach punktgenauen Schilderungen des 1980 in Polen geborenen Sportlers. Wer nicht weiß, dass es eine Biografie ist, glaubt sich in einen packenden Roman versetzt. Rohstoff für einen Film ...Czyz ist ein Scheidungskind. Mit acht kommt er zum Vater nach Kaiserslautern. Eine anfangs schwierige Beziehung. Dass beide die Flugtag-Katastrophe von Ramstein unverletzt überstehen, begreift der Vater als Wink des Schicksals. Wojtek darf bleiben. Er ist ein Bewegungstalent. Sport ist sein Leben. Er ist ein begabter Fußballer, stürmt für Verbandsligist VfR Grünstadt. Am 11. September 2001 unterschreibt er einen Profivertrag bei Drittligist Fortuna Köln. Vier Tage später erlebt der damals 21-Jährige seine Tragödie in einem letzten Spiel für Grünstadt: Nach einem brutalen Foul des Niederauerbacher Torhüters wird Czyz schwer verletzt und falsch behandelt. Am Ende seiner Odyssee durch vier Kliniken steht die Amputation. Sehr bewegend, wie Czyz sein neues Leben auf einem Bein schildert. Die Hilfe der Menschen, die Benefizspiele des FCK und des FSV Mainz 05, die helfen, die erste Sportprothese zu finanzieren. Der Fußballer wird Leichtathlet, Paralympicssieger, ein Star!



Als Goldjunge wird Wojtek Czyz gefeiert. Er versteht, sich zu vermarkten. Aber die Goldmedaille hat auch eine Kehrseite: Die Beziehung zu Jenny, seiner Jugendliebe, zerbricht. Die Freundschaft bleibt. Schwer wiegt die Trennung von der Frau, die die Mutter seiner beiden Buben ist. Er will ein guter Vater sein! „Ich wollte den Menschen mit dem Buch zeigen, wie der Wojtek wirklich ist“, sagt Czyz. Das Vorwort des bei Edel Books erschienenen Werks stammt von Jürgen Klopp. Der Erfolgstrainer schreibt: „Ich danke dir, dass du deine Geschichte aufgeschrieben hast und uns allen die Chance gibst, aus deinen Erfahrungen zu lernen.“



Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 225

Datum Samstag, den 27. September 2014
 
Wojtek Czyz – der Kreis schließt sich



Die Geschichte – tragisch. Und dann doch wundersam, wunderbar: Ein junger Fußballer, dessen Traum vom Profivertrag sich erfüllt hat, verliert in seinem letzten Spiel für den VfR Grünstadt nach einem brutalen Foul und einer Pannenserie bei der medizinischen Versorgung sein Bein. Das war am 15. September 2001. 13 Jahre später liest Wojtek Czyz in Kaiserslautern und Grünstadt aus seinem Buch „Wie ich mein Bein verlor und so zu mir selbst fand.“ Ich begegne der Lebensgeschichte des 1980 in Polen geborenen Czyz, über die ich erst als Journalist, später auch als Freund, viele Kapitel geschrieben habe. Ich denke an die Funktionäre und Trainer, die spontan helfen halfen: Karl-Heinz Schneider, Dieter Kitzmann, Miro Klose, Jürgen Friedrich, Hubert Keßler, Jürgen Klopp, Klaus Fuchs. Und so viele RHEINPFALZ-Leser, die für eine Prothese spendeten. Wojtek Czyz hat als Goldjunge Schlagzeilen geschrieben, aber nie vergessen, dass ihm so viele halfen, mit einem Bein voll im Leben zu stehen. 2015 geht er auf Weltreise. Er bringt Prothesen zu den Ärmsten der Armen. „Sailing 4 handicaps“ heißt seine Mission. Ein Mensch sagt danke, in dem er anderen hilft. Der Kreis schließt sich. (zkk)



Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 302

Datum Mittwoch, den 31. Dezember 2014
 
Alles auf Anfang



Heute um 10.30 Uhr heißt es in Neustadt in Holstein: „Leinen los.“ Wojtek Czyz startet mit seiner Frau Elena eine Weltumsegelung. Mit der einstigen Hochspringerin hat der Paralympicssieger aus Kaiserslautern 2012 den Verein Sailing 4 handicaps gegründet und will mit dessen


Unterstützung Prothesen in Länder bringen, wo Behinderte keine Unterstützung erfahren. Das erste Ziel ist Marokko.




Von Horst Konzok



mehr .... Die Rheinpfalz am Sonntag
 
„Viele Einbeiner auf zwei Beine stellen“

HINTERGRUND: Paralympicssieger Wojtek Czyz beglückt Amputierte mit Prothesen – Großartige Unterstützung durch Andreas Lehnhardt

VON HORST KONZOK

Eine Reise um die Welt – anders als bei Jules Verne in 40 Tagen kann das bei Wojtek Czyz und seiner Familie noch zwei, drei Jahre dauern: Der Paralympicssieger aus Kaiserslautern ist auf seiner Weltumsegelung dabei, Prothesen zu den Ärmsten der Armen zu bringen. 36 sind es bis jetzt. „Ziel ist es, viele Einbeiner auf zwei Beine zu stellen“, sagt Czyz, der seit bald 17 Jahren mit einer Prothese lebt.

Am 31. Mai 2015 hat die Reise in Neustadt/Holstein begonnen. An Bord: Der inzwischen 37 Jahre alte Czyz und seine Frau Elena Brambilla, die ehemalige italienische Hochsprungmeisterin. Wenn morgen auf der Insel Union Island Silvester gefeiert wird, ist ein Dritter an Bord: „Paul, unser Kapitän“, sagt Czyz lachend. Paul ist 13 Monate. Alles läuft gut, traurig stimmt nur der Tod von Labrador Sammy, daheim in Kaiserslautern der treue Wegbegleiter von Czyz’ Vater.Die Mission von Wojtek Czyz hat einen tragischen Ursprung: Am 15. September 2001 wird der talentierte Fußballer des VfR Grünstadt, der gerade einen Profivertrag bei Drittligist Fortuna Köln unterschrieben hat, in seinem letzten Spiel für den Verbandsligisten nach einem brutalen Foul schwerst verletzt. Ein Unterschenkel muss Tage später amputiert werden. Czyz findet große Unterstützung, ein Benefizspiel hilft, seine erste Sportprothese zu finanzieren. Er wird Leichtathlet, holt bei den Paralympics in Athen Gold über 100 m, 200 m und im Weitsprung. Bei den Paralympics 2008 und 2012 gewinnt der Athlet des 1. FC Kaiserslautern vier weitere Medaillen: einmal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze.

„Ich habe Hilfe bekommen, ich habe Unterstützung erfahren. Dafür war und bin ich unendlich dankbar. Ich möchte behinderten Menschen, die amputiert sind, kein Geld, keine Prothesen haben, unterstützen. Ich will etwas zurückgeben“, beschreibt Czyz die Motivation seiner Mission, die ihn über Marokko, St. Lucia und St. Vincent führte. Cartagena in Kolumbien könnte sein nächstes Ziel sein.

Den Katamaran Imagine hat Czyz inzwischen durch ein größeres Boot gleichen Namens ersetzt, um ausreichend Lagermöglichkeiten für das Material der Prothesen zu haben. Das Boot hat er gekauft, die Reise finanziert er mit seinem Geld. „Wenn das Ersparte weg ist, ist die Reise zu Ende, dann muss ich arbeiten“, sagt Czyz. Der Verein Sailing 4 handicaps unterstützt die Mission mit dem Kauf des Materials und finanziert die Prothesenbauer. Orthopädie-Techniker und -Mechaniker Andreas Lehnhardt aus Glan-Münchweiler ist einer von ihnen. Er arbeitete auf der Imagine, bezahlt hat ihn Christiane Ank-Kunze, die Geschäftsführerin des Sanitätshauses Ank in Kaiserslautern. „Ich war quasi eine Spende“, sagt Lehnhardt lachend. Elf Prothesen hat der 28-Jährige in zwei Wochen gefertigt. Schwerstarbeit. „Das war härter als jeder Arbeitstag bei uns“, sagt er beim Blick zurück auf die Tage in Sankt Vincent, als er Czyz kennen und schätzen lernte: „Ein echter Power-Typ: Immer weiter, weiter, weiter ...“

Die Anreise Frankfurt – London – Barbados: 24 Stunden. Stress! Die vielen Amputationen in der Karibik – oft eine Folge von Diabetes. „Die Menschen werden amputiert und dann ihrem Schicksal überlassen“, weiß Czyz.
Für Andreas Lehnhardt hieß es, auf dem Schiff die vorliegenden Maße zu studieren, auszuwerten, das an Bord befindliche Material zu sichten. Von 9 Uhr am Morgen bis zum Einbruch der Dunkelheit hat Lehnhardt, assistiert von Czyz, gearbeitet, gepuzzelt, ehe die Patienten zur Anprobe kamen. „90 Prozent sind wegen Diabetes amputiert, ich hatte aber auch einen Mann dabei, dessen Bruder ihm im Streit mit der Machete den Unterschenkel weggehauen hat“, berichtet Lehnhardt. Die Patienten – allesamt sehr, sehr dankbar, viele verlegen, fast beschämt von der Großherzigkeit der deutschen Spender und Helfer. Das hat Andreas Lehnhardt tief berührt. Das Lächeln, das späte Glück einer Frau, Mitte 30, schon seit der Kindheit amputiert und erstmals in ihrem Leben mit einer Prothese bedacht – Lehnhardts schönstes Honorar.

„Es war eine Herausforderung“, sagt der 28-Jährige dankbar, dass ihm der Chef den Job zutraute. Lehnhardt, damals Single, sagte spontan zu. Mit seiner jetzigen Lebenspartnerin frönt er dem John-Lennon-Motto „Leben ist das, was passiert, während Du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen“. Sie fand seine Entscheidung gut „und schlug drei Kreuze als ich gesund wieder kam.“ Die Umarmung der Chefin war herzlich. Sie war froh, dass alles gut gelaufen ist.

Info
Spenden an: Sailing 4 handicaps e.V.
Konto: 542985; BLZ: 540 501 10
Stadtsparkasse Kaiserslautern
IBAN: DE22540501100000542985
BIC: MALADE51KLS

Quelle
Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 301
Samstag, den 30. Dezember 2017
 
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