hannover hat am freitag seine zusammenarbeit mit dem assistenten von hochstätter beendet. der herr heisst carsten linke, bleibt weiter bei 96 unter vertrag, wobei der verein ihm bei der suche nach einem neuen verein unterstützt. hier der artikel von der homepage:
[30.03.2007 09:15 Uhr]
Zusammenarbeit mit Carsten Linke beendet
Die Zusammenarbeit zwischen Carsten Linke (Foto) und Hannover 96 ist beendet. Die sportliche Verantwortung trägt der Sportdirektor Christian Hochstätter. Hannover 96 bedankt sich bei Carsten Linke ...
...für elf gemeinsame Jahre als Spieler und Sportmanager.
Entscheidung gereift
Auf der heutigen Pressekonferenz gaben Sportdirektor Christian Hochstätter und Klubchef Martin Kind Auskunft über die Gründe der Freistellung Linkes. Bereits bei Amtsantritt Hochstätters sei eine der ersten Fragen der Medienvertreter die nach der Zukunft des ehemaligen Assistenten von Hochstätter-Vorgänger Ilja Kaenzig gewesen. „Ich kannte diese Position aus Gladbach nicht“, erklärte Hochstätter. Nach einer Bewertungsphase von drei Monaten sei nun eine Entscheidung gereift. „Ich habe das Wochenende genutzt, um Resümee zu ziehen und Herrn Kind darüber informiert, dass ich es für besser halte, nicht mit Carsten Linke weiterzumachen.“
Kein Bedarf für die Position des Sportmanagers
Zwei Gründe nannte der Sportdirektor für die aufgrund von Linkes besonderem Standing in Hannover möglicherweise unpopuläre Entscheidung. „Ich habe den Bedarf dieser Position nicht so gesehen wie mein Vorgänger. Darüber hinaus hatte Carsten für diese Position einen Anspruch, den ich aber für meine Position in Anspruch nehme.“ Carsten Linke habe die Entscheidung akzeptiert, respektiert und „so professionell aufgenommen, wie ich es auch erwartet habe.“
Unterstützung zugesagt
Der Vertrag Linkes bleibt durch die Freistellung bis 2009 bestehen, in dieser Zeit soll ihm bei der Orientierung für eine entsprechende Position bei einem anderen Verein geholfen werden. “Wir haben Carsten Linke deutlich zum Ausdruck gebracht, dass wir ihn bei der Suche nach einer verantwortungsvollen Position bei einem Zweit- oder Drittligisten unterstützen werden“, bestätigt Klubchef Martin Kind. Eine Einbindung in eine andere Position im Verein, so als Jugendkoordinator oder Fanbeauftragter, sei durchaus diskutiert, aber schlussendlich verworfen worden. „Wir hatten nicht den Eindruck, dass Carsten dazu tendiert. Er hatte den Anspruch, die Position des Sportdirektors zu besetzen, bevor ich kam“, erklärte Hochstätter. Darüber hinaus sei eine Schnittstelle zur Mannschaft und zum Trainer, die in der Kaenzig-Ära sinnvoll gewesen sei, nun nicht mehr notwendig. „Ilja Kaenzig hat wenig mit Mannschaft und Trainer gesprochen, Christian Hochstätter hat einen anderen Ansatz, den der flachen Strukturen und direkten Kommunikation“, so Martin Kind. „Da braucht man dann das Bindeglied nicht mehr.“
"Notwendige Sachentscheidung"
Selbstverständlich sei man sich über das hohe Ansehen Linkes in der Fanszene bewusst, und darüber, „dass die Öffentlichkeit jetzt nicht jubelnd reagiert“. Christian Hochstätter wisse, dass Linke „11 Jahre hier war und ein Standing hat.“ Nichtsdestotrotz sei diese „Sachentscheidung“ notwendig. „Das ist keine angenehme Geschichte“, gibt Hochstätter zu, „aber ich bin hier, um Entscheidungen zu treffen im Sinne von Hannover 96.“ Einen richtigen Zeitpunkt dafür gäbe es ohnehin nicht. Die Fairness gebiete es aber, Carsten Linke so schnell wie möglich über die fehlenden Perspektiven bei Hannover 96 zu informieren. Eine spätere Rückkehr zu den Roten wollte Präsident Martin Kind nicht ausschließen. „Wir haben ja keinen Ärger! Es gibt immer einen Weg zurück.“
Stationen
1996 stieß der geborene Bad Zwischenahner vom FC Homburg zu den Roten, mit denen er im Jahre 2002 den Aufstieg in die Eliteklasse realisieren konnte. 15 Mal kam Carsten Linke als 96-Kapitän in der ersten Bundesliga zum Einsatz, wobei ihm ein Treffer gelang. Zuvor hatte er bereits 313 Mal in der zweiten Liga auf dem Rasen gestanden (47 Tore). Nach seiner aktiven Laufbahn wechselte Carsten Linke ins 96-Sportmanagement.