Pirx
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"Herzversagen" in der Pfalz
Der 1. FC Kaiserslautern ist auf einem neuen Tiefpunkt angekommen
Die Startseite der Vereinshomepage ziert ein pochendes Herz, in dessen Mitte das Fritz-Walter-Stadion abgebildet ist. "Das Herz der Pfalz", so steht es über der Animation geschrieben.
Doch spätestens seit vergangen Freitag, nach der 1:2-Pleite gegen 1860 München, braucht der Verein einen Herzschrittmacher.
Der 1. FC Kaiserslautern steht zwei Spieltage nach Beginn der Rückrunde vor dem endgültigen Kollaps: Fünf Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, eine komplett verunsicherte Mannschaft und keinen Trainer.
"Letzte Patrone"
Trainer Kjetil Rekdal musste nach der jüngsten Pleite seinen Hut nehmen, mit ihm gingen seine Assistenten Roger Lutz und Wolfgang Funkel.
"Die Trainer-Entlassung ist unsere letzte Patrone", verteidigt Teammanger Fritz Fuchs die Entscheidung des Vereins. Außerdem sei ihm die Stimmung innerhalb der Mannschaft "zu gut gewesen".
Rekdal ist "wütend"
Der geschasste Norweger sieht dies naturgemäß anders und zieht nun ordentlich vom Leder. "Ich bin wütend. Hätten wir am Freitag in der 83. Minute den Elfmeter zum 2:1 reingemacht und gewonnen, wären hier alle euphorisch", moniert Rekdal nicht ganz zu unrecht in der "Frankfurter Rundschau".
Sowohl beim Rückrundenauftakt in Mönchengladbach (1:1) als auch bei der unglücklichen Pleite gegen die "Löwen" war zumindest ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen.
Vier Trainer auf der Gehaltsliste
Rekdal sieht sich als Opfer verfehlter Planungen und falscher Versprechen: "Jeder, der weiß, was in Kaiserslautern in den vergangenen Jahren abgegangen ist, weiß auch, wie schwer es ist, hier zu arbeiten."
Ihm sei von Seiten der Vereinsoberen "vieles zugesichert worden, was nachher finanziell unmöglich war".
Apropos Finanzen: Die werden sich durch die Entlassung kaum verbessern. Neben Rekdal und seinen Co-Trainern steht auch noch Vorgänger Wolfgang Wolf auf der Gehaltsliste.
"Das wird nicht gut gehen"
Rekdals Prognose für die nähere Zukunft fällt düster aus:
"Ich habe diesen Leuten von Anfang an gesagt, dass das nicht gut gehen wird. Mir war klar, dass wir mit diesem Kader bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg spielen würden."
Der Zeitpunkt der Entlassung wirkt wie alles in Kaiserslautern: unglücklich.
Der im November zwischenzeitlich in den Aufsichtsrat integrierte Klaus Toppmöller wollte den Norweger bereits vor der Winterpause feuern.
Doch der Nationaltrainer Georgiens durfte nicht wie er wollte und nahm nach nur sechs Wochen Amtszeit selbst seinen Hut.
Verhandlungen mit Sasic
Daraufhin wurde Fuchs geholt. Der ehemalige FCK-Spieler ist seitdem für die sportliche Kompetenz verantwortlich und sucht nun einen Trainer "mit Erfahrung in der der Zweiten Liga. Jemanden, der Wert auf Disziplin und Ordnung legt."
Bis Dienstag will Fuchs den neuen Mann präsentieren. Neben Frantisek Straka ist Milan Sasic (ehemals Trainer der TuS Koblenz) derzeit der heißeste Kandidat auf das Amt des Trainers. Fuchs bestätigte am Sonntag Verhandlungen mit dem Kroaten.
"Kaiserslautern ist amateurhaft"
Auch mit Peter Neururer hatte es Gespräche gegeben, doch der Trainer, der zuletzt bei Hannover 96 unter Vertrag stand, erteilte den Lauterern am Montag eine kräftige Abfuhr.
Neururer warf den Verantwortlichen im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung "amateurhaftes Verhalten" vor, nachdem diese Terminabsprachen nicht eingehalten hatten.
X-ter Neuanfang
Bis Dienstag will Fuchs den neuen starken Mann präsentieren und damit den x-ten Neuanfang beim Traditionsverein einläuten.
Am kommenden Sonntag muss der neue Heilsbringer dann mit dem FCK bei der SpVgg Greuther Fürth antreten, die derzeit so ziemlich das komplette Gegenteil der Lauterer ist.
Bei einer erneuten Pleite dürfte das "Herz der Pfalz" wohl endgültig stehen bleiben.
Michael Halser
Quelle: http://www.sport1.de/de/sport/artikel_2168975.htmlhttp://www.sport1.de/de/sport/artikel_2168975.html
Der 1. FC Kaiserslautern ist auf einem neuen Tiefpunkt angekommen
Die Startseite der Vereinshomepage ziert ein pochendes Herz, in dessen Mitte das Fritz-Walter-Stadion abgebildet ist. "Das Herz der Pfalz", so steht es über der Animation geschrieben.
Doch spätestens seit vergangen Freitag, nach der 1:2-Pleite gegen 1860 München, braucht der Verein einen Herzschrittmacher.
Der 1. FC Kaiserslautern steht zwei Spieltage nach Beginn der Rückrunde vor dem endgültigen Kollaps: Fünf Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, eine komplett verunsicherte Mannschaft und keinen Trainer.
"Letzte Patrone"
Trainer Kjetil Rekdal musste nach der jüngsten Pleite seinen Hut nehmen, mit ihm gingen seine Assistenten Roger Lutz und Wolfgang Funkel.
"Die Trainer-Entlassung ist unsere letzte Patrone", verteidigt Teammanger Fritz Fuchs die Entscheidung des Vereins. Außerdem sei ihm die Stimmung innerhalb der Mannschaft "zu gut gewesen".
Rekdal ist "wütend"
Der geschasste Norweger sieht dies naturgemäß anders und zieht nun ordentlich vom Leder. "Ich bin wütend. Hätten wir am Freitag in der 83. Minute den Elfmeter zum 2:1 reingemacht und gewonnen, wären hier alle euphorisch", moniert Rekdal nicht ganz zu unrecht in der "Frankfurter Rundschau".
Sowohl beim Rückrundenauftakt in Mönchengladbach (1:1) als auch bei der unglücklichen Pleite gegen die "Löwen" war zumindest ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen.
Vier Trainer auf der Gehaltsliste
Rekdal sieht sich als Opfer verfehlter Planungen und falscher Versprechen: "Jeder, der weiß, was in Kaiserslautern in den vergangenen Jahren abgegangen ist, weiß auch, wie schwer es ist, hier zu arbeiten."
Ihm sei von Seiten der Vereinsoberen "vieles zugesichert worden, was nachher finanziell unmöglich war".
Apropos Finanzen: Die werden sich durch die Entlassung kaum verbessern. Neben Rekdal und seinen Co-Trainern steht auch noch Vorgänger Wolfgang Wolf auf der Gehaltsliste.
"Das wird nicht gut gehen"
Rekdals Prognose für die nähere Zukunft fällt düster aus:
"Ich habe diesen Leuten von Anfang an gesagt, dass das nicht gut gehen wird. Mir war klar, dass wir mit diesem Kader bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg spielen würden."
Der Zeitpunkt der Entlassung wirkt wie alles in Kaiserslautern: unglücklich.
Der im November zwischenzeitlich in den Aufsichtsrat integrierte Klaus Toppmöller wollte den Norweger bereits vor der Winterpause feuern.
Doch der Nationaltrainer Georgiens durfte nicht wie er wollte und nahm nach nur sechs Wochen Amtszeit selbst seinen Hut.
Verhandlungen mit Sasic
Daraufhin wurde Fuchs geholt. Der ehemalige FCK-Spieler ist seitdem für die sportliche Kompetenz verantwortlich und sucht nun einen Trainer "mit Erfahrung in der der Zweiten Liga. Jemanden, der Wert auf Disziplin und Ordnung legt."
Bis Dienstag will Fuchs den neuen Mann präsentieren. Neben Frantisek Straka ist Milan Sasic (ehemals Trainer der TuS Koblenz) derzeit der heißeste Kandidat auf das Amt des Trainers. Fuchs bestätigte am Sonntag Verhandlungen mit dem Kroaten.
"Kaiserslautern ist amateurhaft"
Auch mit Peter Neururer hatte es Gespräche gegeben, doch der Trainer, der zuletzt bei Hannover 96 unter Vertrag stand, erteilte den Lauterern am Montag eine kräftige Abfuhr.
Neururer warf den Verantwortlichen im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung "amateurhaftes Verhalten" vor, nachdem diese Terminabsprachen nicht eingehalten hatten.
X-ter Neuanfang
Bis Dienstag will Fuchs den neuen starken Mann präsentieren und damit den x-ten Neuanfang beim Traditionsverein einläuten.
Am kommenden Sonntag muss der neue Heilsbringer dann mit dem FCK bei der SpVgg Greuther Fürth antreten, die derzeit so ziemlich das komplette Gegenteil der Lauterer ist.
Bei einer erneuten Pleite dürfte das "Herz der Pfalz" wohl endgültig stehen bleiben.
Michael Halser
Quelle: http://www.sport1.de/de/sport/artikel_2168975.htmlhttp://www.sport1.de/de/sport/artikel_2168975.html