Der Unterschied zwischen Fürth und uns ist, dass die in jedem Mannschaftsteil mit Biliskov, Burkhardt und Reisinger eine Stütze mit 2. oder sogar 1. Ligaerfahrung vorhanden ist. Die haben alle weit mehr als 100 Profispiele auf em Buckel.
Bei uns hat das Müller, der aber nicht konstant genug ist um wirklich Stütze zu sein. Im letzten Spiel konnte er mal das Spiel vorantreiben, aber man weiß ja leider nie woran man bei ihm ist. Ein Müller in der Form der Hinrunde der letzten Saison könnte so etwas sein.
Bugera hat es auch, der versucht auch, hat sich aber durch seine rote Karte auch nicht schnell genug in der Mannschaft etablieren können.
Zudem hätten wir noch einen Diarra, der mit seiner Erfahrung alle vorher genannten in den Schatten stellen würde, dazu gegenüber Müller und Bugera den Vorteil hätte zentral zu spielen, der wird ja aber nicht eingesetzt.
Das war die Abwehr.
Im Mittelfeld ist ein Demai mal nah dran, an den 100, kann aber nach seiner Verletzung noch nicht als Stütze betrachtet werden, könnte aber da während der Saison noch hineinwachsen. Ebenso ein Bernier, der ja leider wegen eigenem Fehlverhalten länger gefehlt hat und ein Hansen, der jetzt ein Spiel, nach einem Tag im Verein gemacht hat. Wenn auch nur einer der 3 sich hierbei im Laufe der Vorrunde zu einer festen Stütze entwickelt, trotz eventuell mangelnder Deutschlanderfahrung, dann wirds auch hier bergauf gehen.
Im Sturm siehts dagegen schön düsterer aus. Hier steht und fällt wohl alles mit der Entwicklung von Runström zum Führungsspieler, bei Jendrisek sehe ich das Potential dazu, aber wohl in weiter Zukunft, sprich vll 2-3 Jahren. Entwickelt sich Runström dementsprechend sieht es vll gar nicht mal so schlecht für uns aus, denn dann schafft er bestimmt auch mehr Räume für seine Sturmkollegen.
Also alles in allem war es von Anfang an logisch, dass wir mit so einer jungen Mannschaft Zeit brauchen werden und zwar viel Zeit, sprich eventuell die ganze Vorrunde um sich zu finden. Die Leistungsträger mussten nahezu durchgehend ersetzt werden.
Ich persönlich war gegen so eine junge Mannschaft, weil es so abzusehen war. Aus der Not heraus hat es sich aber nunmal so ergeben.
Witzig hingegen finde ich, dass die meisten letzte Saison nach so einer jungen Mannschaft geschrien haben, jetzt aber rummeckern.
Spiegelt für mich, das typisch neudeutsche (oder auch kleinkind) Verhalten wieder.
Man will seinen Willen durchgesetzt haben (sprich: junge Mannschaft, Aufstieg), man will es sofort (sprich: direkter Aufstieg, vom ersten Spieltag an auf Platz 1 am besten noch) und man will am besten gar nix dafür tun (sprich: Geduld aufbringen). Wenns nicht so läuft, wie der eigene Kopf gerne hätte heult man (sprich: meckert rum).
Mir ist im Moment noch überhaupt nich bange. Die Ergebnisse in der Vorrunde nehme ich zwar wahr, reagiere aber gar nicht dementsprechend darauf. Viel mehr schaue ich auf die Entwicklung der vorausgedeuteten Führungsspieler und mache mir dann ab der Winterpause ein Bild ob Panik angebracht ist oder nicht...