Frankenthaler
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Sanogo soll die Tore machen
Vierjahresvertrag für den Torjäger
Es war nicht der Allmächtige, der für das Schicksal verantwortlich zeichnete. In diesem Fall hatten die DFL-Spielplaner dafür gesorgt, dass es in den Katakomben der Düsseldorfer LTU-Arena zu einer Reihe von besonderen Begegnungen kam. Etliche innige Umarmungen mit den Ex-Kollegen verzögerten Sergej Barbarez' Einmarsch aufs Spielfeld. Ehrliche Gesten, in denen beiderseitige Wehmut mitschwang. Der Bosnier ist ein Leverkusener. Die quälende Suche nach seinem Nachfolger trägt jetzt endlich Früchte. Der HSV steht vor der Verpflichtung Boubacar Sanogos. Der Bomber aus der Elfenbeinküste kommt für vier Jahre nach Hamburg, soll morgen in Bremen erstmals stürmen.
Der 23-jährige Torjäger (zehn Treffer, sieben Vorlagen in 24 Spielen für Kaiserslautern) ist alles andere als die ursprüngliche Wunschlösung. Nachdem sich die Transfers von Vittek, Baros, Kluivert, Farfan oder Kalou aus unterschiedlichen Gründen zerschlagen hatten, ist der HSV mit dem technisch beschlagenen 1,87-Meter-Hünen allerdings gut bedient. In die Play-off-Spiele gegen Osasuna geht der Verein auf Augenhöhe - nicht aber als Favorit. Es wäre vermessen, die Königsklassen-Kohle einzuplanen. Die Verpflichtung eines 10-Millionen-Mannes würde ein unkalkulierbares Risiko bedeuten.
Für Sanogo wird der HSV etwa 3,8 Millionen Euro auf den Tisch der Pfälzer legen müssen. Der Ivorer weilte gestern Nachmittag in Paris bei Ehefrau Adja-Kady (28) und Söhnchen Hassan-Malick (2), düste aber noch am Abend mit Berater Jeannot Werth nach Kaiserslautern zurück, um die letzten Details zu klären. Werth: "Bouba muss schnell wissen, woran er ist. Die Sache soll innerhalb von 24 Stunden geklärt sein." Das ist ganz im Sinne der Hamburger. Schließlich fällt Paolo Guerrero (Knieprellung) im morgigen Liga-Pokal-Halbfinale (20.30 Uhr) bei Werder aus. Gegen Bremen soll Bouba erstmals für den HSV ballern. Die Hamburger Späher haben ihn zwar schon länger auf dem Schirm, stiegen aber erst spät in den Poker ein. Werth: "Die Letzten sind ja schon sehr oft die Ersten gewesen."
(MOPO vom 31.07.2006 / SEITE 29)
Vierjahresvertrag für den Torjäger
Es war nicht der Allmächtige, der für das Schicksal verantwortlich zeichnete. In diesem Fall hatten die DFL-Spielplaner dafür gesorgt, dass es in den Katakomben der Düsseldorfer LTU-Arena zu einer Reihe von besonderen Begegnungen kam. Etliche innige Umarmungen mit den Ex-Kollegen verzögerten Sergej Barbarez' Einmarsch aufs Spielfeld. Ehrliche Gesten, in denen beiderseitige Wehmut mitschwang. Der Bosnier ist ein Leverkusener. Die quälende Suche nach seinem Nachfolger trägt jetzt endlich Früchte. Der HSV steht vor der Verpflichtung Boubacar Sanogos. Der Bomber aus der Elfenbeinküste kommt für vier Jahre nach Hamburg, soll morgen in Bremen erstmals stürmen.
Der 23-jährige Torjäger (zehn Treffer, sieben Vorlagen in 24 Spielen für Kaiserslautern) ist alles andere als die ursprüngliche Wunschlösung. Nachdem sich die Transfers von Vittek, Baros, Kluivert, Farfan oder Kalou aus unterschiedlichen Gründen zerschlagen hatten, ist der HSV mit dem technisch beschlagenen 1,87-Meter-Hünen allerdings gut bedient. In die Play-off-Spiele gegen Osasuna geht der Verein auf Augenhöhe - nicht aber als Favorit. Es wäre vermessen, die Königsklassen-Kohle einzuplanen. Die Verpflichtung eines 10-Millionen-Mannes würde ein unkalkulierbares Risiko bedeuten.
Für Sanogo wird der HSV etwa 3,8 Millionen Euro auf den Tisch der Pfälzer legen müssen. Der Ivorer weilte gestern Nachmittag in Paris bei Ehefrau Adja-Kady (28) und Söhnchen Hassan-Malick (2), düste aber noch am Abend mit Berater Jeannot Werth nach Kaiserslautern zurück, um die letzten Details zu klären. Werth: "Bouba muss schnell wissen, woran er ist. Die Sache soll innerhalb von 24 Stunden geklärt sein." Das ist ganz im Sinne der Hamburger. Schließlich fällt Paolo Guerrero (Knieprellung) im morgigen Liga-Pokal-Halbfinale (20.30 Uhr) bei Werder aus. Gegen Bremen soll Bouba erstmals für den HSV ballern. Die Hamburger Späher haben ihn zwar schon länger auf dem Schirm, stiegen aber erst spät in den Poker ein. Werth: "Die Letzten sind ja schon sehr oft die Ersten gewesen."
(MOPO vom 31.07.2006 / SEITE 29)