Nein, es ist nicht abhängig vom Vereinserfolg, man muss erstmal sehen ob die Spieler uns wirklich alle verlassen werden, sollte es aber wirklich so kommen, so kommt man nicht drumherum unsere Verantwortlichen (mal wieder) als inkompetent zu bezeichnen.
Eine Frage muss sein, wie viel Geld kann man einnehmen und was kann man mit dem Geld anstellen. Angenommen uns verlassen alle jungen Spieler und wir kaufen dafür neue junge Spieler, die wir später für das doppelte verkaufen könnten, dann wäre alles richtig gemacht worden. Das Problem ist halt nur, keiner kann in die Zukunft schauen. Wir könnten jetzt auch Heintz behalten und verlieren ihn ohne Ablöse nach dem Jahr, weil er den Vertrag nicht verlängern will. Was wäre klüger? Ihn behalten oder verkaufen?
2 junge Spieler gibt es bei uns, die zumindest noch 2 Jahre Vertrag haben. Zimmer und Ring. Ersterer hat eine AK. Somit können wir nur bei Ring wirklich viel beeinflussen. Bei einem guten Angebot sollte man Heintz leider verkaufen. Zimmer würde ich nach jetzigem Stand noch nicht zum Gerüst der Truppe zählen, aber er ist eine meiner Hoffnungen für die kommende Saison.
Worauf will ich hinaus: Die Ausgangslage ist ziemlich bescheiden. Wir brauchen langfristige Verträge und einen breiten Pool an jungen Spielern, die regelmäßig weiterentwickelt werden. Manni traue ich es früher oder später zu, aber selbst er hat nur noch ein Jahr Vertrag. Wekesser hat ebenfalls noch nicht verlängert. Schwierig!
Egal wie die Planungen aussehen, es kann einfach nicht sein wenn am Ende der Saison nichtmal mehr eine Kernmannschaft zusammen ist, auf der man die nächste Saison aufbauen kann, sowas ist einfach unverantwortlich.
Es sollte nicht so sein, aber der Strategiewechsel ist noch nicht allzu alt. Du kannst nicht innerhalb eines Jahres die Strategie komplett verändern. Unsere Hoffnungsträger hatten einfach "blöde" Vertragslaufzeiten. Was dagegen tun? Zumindest bei Zimmer konnte man noch rechtzeitig(?) den Vertrag verlängern. 2 1/2 Mio ist aktuell viel Geld, für die Zukunft jedoch recht wenig.
Entweder sind die finanziellen Probleme größer als uns immer vorgespielt wird, dann sollte man solangsam mal einen Tisch machen oder es fehlt an Kompetenz die sportliche Situation richtig einzuschätzen.
Ohne es zu wissen, aber ich befürchte, dass die finanzielle Situation schlimmer aussieht als wir vermuten. Wenn man sich anschaut, dass wir in den letzten 2 Geschäftsjahren wohl leichte Gewinne erzielt haben (2013/14 sowie Prognose 14/15), dann finde ich es schon ziemlich übel. In dieser Zeit wurden genügend gute Spieler verkauft und die Erfolge im DFB- Pokal waren auch vorhanden. Entweder profitieren wir bei dem ein oder anderen Abgang noch in der Zukunft (Zoller!?) oder wir müssen jedes Jahr einige Spieler verkaufen um eine schwarze 0 zu erzielen. Teure Fehlschläge wie bei Hofmann können wir uns jedenfalls nicht allzu oft erlauben