13.04.2005 - 22:29 / INTERVIEW
Aleksander Knavs im Interview
Drei Jahre (2001 bis 2004) lang spielte unser Innenverteidiger Aleksander Knavs für die "roten Teufel", den 1. FC Kaiserslautern. Am Sonntag steht auf dem Betzenberg das wichtige Duell mit seinem aktuellen Verein gegen den alten Arbeitgeber an und Knavs äußert sich im Interview zu seinen Emotionen bei dieser Begegnung und seiner Meinung zum Trainerwechsel in Kaiserslautern.
Am Sonntag kehren Sie erstmals wieder als Spieler auf den Betzenberg zurück - ist das Spiel deshalb etwas Besonderes für Sie oder ein Bundesligamatch wie jedes andere?
Das Spiel ist eher weniger außergewöhnlich für mich. Es ist nicht anders als bei den sonstigen Spielen in der Bundesliga, auch wenn ich lange beim FCK gespielt habe. Wir stecken mit dem VfL Bochum im Moment in einer ernsten Situation und müssen Emotionen gänzlich ausblenden, wir müssen klar im Kopf sein und voll konzentriert bleiben - solche Randerscheinungen sind da unwichtig.
Haben Sie noch Kontakt zu den alten Kollegen beim FCK, treffen Sie am Sonntag gute Bekannte auf dem Rasen?
Ich habe noch Kontakt zu ehemaligen Mannschaftskameraden, mit denen ich zusammen in Kaiserslautern gespielt habe. Aber aus dem aktuellen Kader ist niemand dabei. Zu der Mannschaft, gegen die wir nun spielen, habe ich keine besondere Verbindung.
In Kaiserslautern wurde in der vergangenen Woche der Trainer gewechselt, ist dies eher von Vorteil oder Nachteil für unser Team?
Das ist immer schwierig zu sagen. Oft entfacht ein Trainerwechsel ja neuen Konkurrenzkampf unter den Spielern, die Ersatzleute wollen sich anbieten und aufdrängen, die Stammkräfte spüren die neue Konbkurrenz und legen zu. Oft kann ein Trainerwechsel zu einer Leistungssteigerung von bis zu zehn oder 15 Prozent führen. Aber mal ist es so, mal ist es anders, das kann man aus der Ferne schwer beurteilen. Überrascht hat mich dieser Trainerwechsel allerdings nicht.
Sie kennen das Team der Pfälzer, wie kann unsere Elf dort am Sonntag erfolgreich sein?
Wie in jedem anderen Spiel zur Zeit auch. Wir müssen uns auf uns konzentrieren, unsere Stärken ausspielen. Es ist immer schwierig, den Schlüssel zum Erfolg klar zu bestimmen, es hängt von so vielen Faktoren ab. Jeder wird alles geben müssen, dann haben wir Erfolg und können den aktuellen Aufwärtstrend fortsetzen.
Die Abwehr wurde in der Rückrunde umgestellt und macht nun einen gefestigten Eindruck. Gibt so ein Ergebnis wie gegen Hannover, wo erstmals seit Wochen kein Gegentor kassiert wurde, zusätzlich Auftrieb?
Es ist ja immer so, dass im Erfolg alles toll und im Misserfolg fast alles schlecht ist. Ich freue mich, dass wir erfolgreicher spielen, punkten und gewinnen. Aber es hängt nicht an der taktischen oder personellen Zusammensetzung der Abwehrspieler, dass es nun besser läuft. Da kann schnell ein falscher Eindruck entstehen. Aber wir wollen und werden so weitermachen, hinten sicher stehen und weiterhin fleißig Punkte sammeln...
...und damit den Klassenerhalt schaffen!?
Natürlich! Alles ist noch möglich. Ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen können und werden!
von Benjamin Heckmann
Quelle:
www.vfl-bochum.de