Lieber Herr Broder,
wieder einmal liegen Sie völlig falsch.
Zwischen den Zeilen lesen wir doch, dass Sie den Vorschlag unseres Bundesaußenministers, den Taliban Geld an zu bieten, damit die von Ihrem Tun ablassen, für unausgegoren halten.
Indirekt bezweifeln Sie, ob die Taliban käuflich wären und ob unser Geld deren Handeln beeinflussen könnte.
Mein lieber Broder - haben Sie denn die Meldungen der letzten Wochen nicht gelesen? Wenn jemand in unserem Land weiß, was Käuflichkeit ist, und wie man dieses Mittel geschickt in der Politik einsetzt, dann ist das unser FDP Westerwelle.
Selten hat man bei einem deutschen Außenminister eine derat stringente Ausßenpolitik beobachten können wie bei Herrn Westerwelle. Was bei Mövenpick Recht ist sollte bei den Taliban billig sein. Sie haben die Zeit verpennt, lieber Broder! Heute wird nicht mehr verhandelt über Gesetze oder über Frieden, heute kauft man sich Gesetze - heute kauft man sich den Frieden. Das ist klar umgesetzte FDP-Politik.
Und da kommen Sie und verunglimpfen um eines Passat Kombi willen diese Lichtgestalt von Außenminister. Pfui!
Natürlich kann kein Mensch vorraussagen, ob ein Taliban käuflich ist oder nicht. Deswegen mache ich jetzt einen viel besseren Vorschlag, als Sie ihn gemacht haben:
Geben wir die 50 Mio. nicht den Taliban, geben wir sie der FDP! Bei der FDP wissen wir garantiert, das die käuflich ist. Wir sollten dieser Partei die 50 Mio anbieten und im Gegenzug lassen die von ihrem entsetzlichen Handeln ab. Dann haben wir endlich Ruhe vor all diesen dämlichen Steuersenkungsideen, dann findet auch unsere Kanzlerin endlich wieder etwas Frieden, und auch absurde Vorschläge, einen Krieg durch Bestechung beenden zu wollen, gehören der Vergangenheit an. 50 Mio und die FDP hält endlich die Klappe. Noch nie wäre Geld besser angelegt gewesen als dieses. (Den Taliban könnte man anbieten, Mitglied in der FDP zu werden, so würden auch sie noch indirekt von den 50 Mio. profitieren)
Was halten Sie davon, Herr Broder?
Auf Ihren Passat Kombi müssten sie dann leider verzichten, aber mein Kumpel hat noch einen Passat stehen, weil er das mit der Abwrackprämie zu spät geschnallt hat. Den könnten wir Ihnen gern zur Verfügung stellen, und Sie schreiben dann dafür mal einen hübschen Artikel, in dem Sie unseren Außenminister loben.
Abgemacht?
fragt Kalle