Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

Nächste Revolution in der Ukraine?

  • Ersteller Ersteller Guest
  • Erstellt am Erstellt am
@ Jonny



Ich gebe dir natürlich insofern Recht, als das es unfair ist, einer jungen parlamentarischen Demokratie nach ein oder zwei Jahren ihre Instabilität vorzuwerfen. Bei uns hat die demokratische Phase der Weimarer Republik immerhin zum 2. Weltkrieg geführt. Allerdings ist es auch nicht hilfreich, wenn man den Bürgern vorwirft, "falsch" gewählt zu haben (wie in Ägypten).





Für mich ist Demokratie in erster Linie eine Utopie, auf die man sich auf mehreren Wegen zu bewegen kann. Im Fall der Ukraine sehe ich aktuell eher die Tendenz in die umgekehrte Richtung.
 
@ Jonny


Ich gebe dir natürlich insofern Recht, als das es unfair ist, einer jungen parlamentarischen Demokratie nach ein oder zwei Jahren ihre Instabilität vorzuwerfen. Bei uns hat die demokratische Phase der Weimarer Republik immerhin zum 2. Weltkrieg geführt. Allerdings ist es auch nicht hilfreich, wenn man den Bürgern vorwirft, "falsch" gewählt zu haben (wie in Ägypten).


Einmischung und Bewertung von außen ist eh immer problematisch, da von vornherein durch eigene Interessen bestimmt (Ägypten) oder oft kontra-produktiv.






Für mich ist Demokratie in erster Linie eine Utopie, auf die man sich auf mehreren Wegen zu bewegen kann. Im Fall der Ukraine sehe ich aktuell eher die Tendenz in die umgekehrte Richtung.


Ich wollte mit meinem Post auch keinerlei Stellung zur Situation in der Ukraine nehmen, noch dazu, dass Revolutionen und "Revolutionen" (so links bin ich dann doch noch
default_wink.png
) immer positives bewirken.
 
Schon mal sorry, wenn das Folgende etwas wirr wirken sollte aber es ist doch ein recht komplexes Thema und es ist schon spät.
default_wink.png





Ist halt die Frage, was stabil heißt. Stabile Kolonnen in die Folterknäste (Irak), stabil-wiederkehrende Gasangriffe auf die eigene Bevölkerung (Irak, Syrien) ...


Die Frage ist doch schlußendlich nur, ob es in solchen Systemen Entwicklung geben kann. Anhaltende extreme Armut kann schließlich auch zermürben und kommt den Extrem-Armen eventuell fast so schlimm wie Krieg vor.



"Wir" haben im Westen Jahrhunderte von Revolutionen und Umstürzen erlebt. Jahrhunderte in denen es "voran" und "zurück" ging. Es hat also eine gewaltig lange Zeit gebraucht, bis wir zu stabilen Systemen gekommen sind, die eine große Mehrheit der Bevölkerung am Wohlstand teilhaben lassen. Hätten sich die Bevölkerungen für eine Stabilität entschieden, dann würden wir hier nicht mit French rumalbern können, sondern würden gegen seine Söhne im Schützengraben liegen.


Helmut Schmidt ist ja gewissermaßen der Meinung, dass Folter, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen einen Eingriff von Außen nicht rechtfertigen. Das war immer eine Meinung die ich nicht wirklich teilen konnte. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr muss ich aber Schmidt hier aber zustimmen.

Wir haben in Europa Jahrhunderte gebraucht, um einen stabilen Frieden und eine sattelfeste Demokratie aufzubauen. Die Ukraine, Ägypten, Lybien, Syrien, Tunesien und viele andere Staaten kennen diesen Zustand von Frieden, Wohlstand und Demokratie nicht, zumindest nicht über eine längere Periode. Die Länder haben teils über Jahrzehnte eine Diktatur erlebt, in der sie von den jeweiligen Machthabern größtenteils kleingehalten und unterdrückt wurden, in der nur überschaubare Eliten profitiert haben, in der die breite Masse aber aufgrund der Unterdrückung nicht "aufstehen" konnte und wollte.



Wir in Europa und Nordamerika haben das große Glück, dass die Last von Krieg, Vertreibung und Verfolgung vorhergehende Generationen getragen haben und dass die Generation unserer Großeltern und Eltern einen dauerhaften Frieden geschaffen haben, von dem unsere Generation heute zehren kann. Die Erinnerung an Hitler, die Machtergreifung, den Krieg und den Holocaust sind in meinen Augen auch unerlässlich für einen dauerhaften Frieden und eine robuste Demokratie in unseren Ländern. So gesehen: Für unsere Generation ein großer Glücksfall, dass unsere Vorfahren diese "große ******e" für uns durchlebt haben und uns dieses mahnende Beispiel geliefert haben. Ich glaube ohne diese Erfahrung, würden wir heute wieder irgendwo zwischen Saarbrücken und Sedan im Schützengraben liegen. Diese Erfahrungen haben die Menschen in Osteuropa auch gemacht, sie sind jedoch nach dem Krieg einen anderen politischen Weg gegangen. Sie haben zwar überwiegend gelernt, was es heißt in Frieden zu leben, die Bedeutung von Wohlstand und Demokratie hat man aber nicht erlernen können. Je größer die Verzweiflung in der Gesellschaft durch Armut, Aussichtslosigkeit und ggf. Unterdrückung wird, desto eher ist man bereit für eine Verbesserung der eigenen Umstände "über Leichen zu gehen" und zu revoltieren.



In meinen Augen verleiten uns aber unser Wohlstand und unsere demokratischen Verhältnisse zu sehr, unsere Gesellschaftsform als Idealbild zu verklären, welche wir nach Möglichkeit schnell über die ganze Welt "stülpen" müssen. Meines Erachtens dürfen wir uns in Konflikte in Lybien, Syrien, Ägypten und der Ukraine nicht wirklich einmischen. Diese Länder müssen auf dem Weg zur Demokratisierung ihre eigenen Erfahrungen machen, so schmerzhaft das für die Beteiligten vor Ort in mancher Phase auch sein mag. Wir kennen die Haltung vieler Schwellenländer zu Europa, zu den USA: Eine Demokratie die von außen aufgezwungen oder befohlen wird, wird keine robuste Demokratie werden können. Auch in der Ukraine wird eine vom Westen diktierte Demokratie zumindest in den Pro-Russischen Gebieten abgelehnt werden, vermutlich sogar dauerhaft. So schlimm für uns bspw. die Toten auf dem Maidan auch sein mögen, so ungerecht eine Inhaftierung von Julia Timoschenko gewirkt haben mag, es sind doch innere Angelegenheiten des souveränen Staats Ukraine und des ukrainischen Volks. Der Weg zur Demokratie ist unbequem und verlangt auch Opfer, diese Opfer können wir nicht abnehmen und in meinen Augen können wir diese Opfer auch nicht verhindern.



Es wird auch in der Ukraine in den kommenden Jahren ein vor und zurück geben. Nehmen wir an, dass das pro-westliche Lager um Klitschko und Timoschenko als Sieger aus dem Konflikt hervorgehen wird. Spätestens, wenn nach einigen Jahren der Reformprozess nicht so recht in Gang kommt und sich der Wohlstand nicht einstellt, wird die Bevölkerung zur Konterrevolution verleitet und sich evtl. wieder in Richtung Russland orientieren. Ein gutes Beispiel ist hier ja aktuell Ägypten, die haben ja nur ein paar Monate benötigt, um die Demokratie schon wieder über Bord zu werfen. Gerade im Fall der Ukraine nicht unwahrscheinlich, da das Land wohl doch hinsichtlich Wirtschaft und Kultur eher in Richtung Osten ausgerichtet ist.



Ein kurzes Fazit zu unserer Außenpolitik: Wir Deutschen haben durch unsere (Außen-)Politik und unsere (Boulevard-)Medien bei vielen Menschen im Maghreb, in Ägypten, in Syrien und in der Ukraine Hoffnungen auf ein besseres Leben in einer Demokratie geweckt, haben sie ermutigt gegen ihre Diktatoren und Machthaber aufzustehen und haben die Menschen dann doch elendig im Stich gelassen, weil die Politik gemerkt hat, dass man den Menschen vor Ort dauerhaft nicht helfen kann und weil die Medien festgestellt haben, dass eine entlaufene Kuh bessere Auflagen erzeugt, als dauerhaft negative Bilder aus Krisen- und Kriegsgebieten.



Auf Syrien bezogen: Syrien war bei aller Gewalttaten für uns Europäer immer ein verlässlicher Partner. Die Menschen in Syrien sind aufgestanden und wir haben sie ermutigt, in dem wir ihren Diktator abgekanzelt haben und die Aufständigen unterstützt haben. Jetzt haben wir unseren Beitrag dazu geleistet, dass aus einem stabilen Land ein Bürgerkriegsgebiet wurde, die unterschiedlichen Gruppierungen und Minderheiten die totale Spaltung des Landes herbeigeführt haben und sich inzwischen islamistische Terroristen aller coloeur auf den Schlachtfeldern tummeln. Jetzt haben wir ein paar Millionen Flüchtlinge, ein in die Steinzeit gebombtes Land und eine unstabile Region. Und den Menschen, die wir zum Aufstand ermutigt haben und die jetzt alles verloren haben, schicken wir im Zweifelsfall die Frontex auf den Hals, weil es ja nicht sein kann, dass diese Menschen jetzt ausgerechnet zu uns fliehen wollen.

Entschuldigung, aber da sollten wir die Einmischung von außen doch lieber lassen, denn wenn wir bei jedem Krisengebiet so handeln, dann werden uns bald die Ohren kräftig schlackern.




Auch hier stellt sich die Frage: Was heißt gewählt? Da gibts vor, während und nach der Wahl eine Vielzahl von Tricks, das Ergebnis in eine bestimmte Richtung zu lenken. Du kannst Tote "wählen" lassen, Wahllokale nur für 2, 3 Stunden öffnen oder nach der Wahl Stimmboxen verschwinden lassen oder mit den richtigen Stimmen vollstopfen.
Laut OECD waren ja aber die letzten Wahlen in der Ukraine demokratisch und korrekt, ansonsten siehe oben.




Aber der Ost-West Gegensatz in der Ukraine scheint wirklich zu einem großen Problem werden zu können.
Ich glaube, dass diese Karte alles sagt, was es dazu zu sagen gibt. Das wird für die Ukraine ein großes Problem und ich bezweifle stark, dass man dieses Problem mit einer Revolution lösen kann, denn offensichtlich steht nicht die Mehrheit der Bevölkerung hinter dieser Revolution. Das wird in meinen Augen auch deutlich, wenn man sich anschaut an welchen Orten die Revolution ausgetragen wird. Kiew, Lemberg und der ukrainische Westen. Im Osten hingegen wird nicht viel über einen Aufstand berichtet.

%D0%94%D1%80%D1%83%D0%B3%D0%B8%D0%B9_%D1%82%D1%83%D1%80_2010_%D0%BF%D0%BE_%D0%BE%D0%BA%D1%80%D1%83%D0%B3%D0%B0%D1%85-en.png




Edith: Im Übrigen, was Timoschenko angeht bin ich inzwischen sehr skeptisch. Vor 14 Tagen noch ernsthafte Meldungen über die aus Familienkreisen beinahe totgesagte Revolutionsführerin, heute steht sie auf dem Maidan und im Mai will sie Staatspräsidentin werden. Das geht mir etwas zu schnell. Im Übrigen gibt es da ja noch die Meinung der EU, dass sie keine politische Gefangene sei...
 
Timoschenko ist keine Beführworterin der EU, sie ist einfach Machtgeil.

Bei ihrer ersten Wahl stand sie für Orange also die Pro-Westliche Ukraine, aber um beim 2. Mal an die Macht zu kommen, hat sie Orange verraten nud kaputt gemacht indem Sie mit Janukowitsch gemeinsame Sache gemacht hat und mit Putin einen extrem überhöhten Gasliefervertrag abschloss, der die Ukraine praktisch abhängig von Russland gemacht hat.



Ich wäre da also auch sehr skeptisch bei ihr, der wirklich einzige Politiker, dem ich es abnehme pro -Westlich zu sein und das mit der festen Meinung es ist das Beste für die Ukraine ist Klitschko, leider ist seine Partei zu klein und hat zu wenig Anhänger um ihn nach ganz oben zu bringen. Wie es so scheint ist er auch der einzige der nicht bestechlich ist von den möglichen Kandidaten.
 
Wobei sie ja für dieses Jahr wieder die pro-westlichen Lager zu unterstützen scheint. Das hatten ja auch einige Statements aus dem Gefängnis gezeigt. Über diesen Gasliefervertrag gibt es ja geteilte Meinungen, da gibt es ja aber noch ganz andere Vorwürfe, von Veruntreuung aus ihrer Zeit als Leiterin eines Energieunternehmen (glaube auch Schwerpunkt Gas), bis hin zum Mord politischer Widersacher.



Gegenüber den neureichen Osteuropäern bin ich sehr skeptisch. Schaut man sich an wie schnell Tymoschenko zu einem geschätzten Milliardenvermögen gekommen ist, dann habe ich da so meine Zweifel. Das gilt übrigens auch für Leute wie Chodorkoswki und Lebedew. Auch Abramowitsch und co, werden sicherlich nicht auf legalem Weg an ihr Vermögen gekommen sein. Man muss sich vor Augen halten, dass für die Olympischen Spiele in Sotschi über 40 Milliarden Euro ausgegeben wurden, wovon nach diversen Schätzungen 20 Milliarden (!!!) in Korruption geflossen sind. Wie sollte bei dieser noch heute anhaltenden Vorstellung von Moral und Ordnung in den wilden Wendejahren ein Vermögen angehäuft werden, ohne dafür vielleicht auch mal den weniger legalen Weg zu gehen?

Der einzige Unterschied: Die einen erkaufen sich ihre Unantastbarkeit durch Linientreue, die anderen Mucken auf und müssen damit leben, dass ihr Fehlverhalten wieder aufgetischt wird. Man ist eben erpressbar.
 
Zur Frage der Einmischung: Ich sehe da gerade auch die wirtschaftliche Seite. Durch die alles bestimmende Freihandels-Doktrin mischt sich "der Westen" und zunehmend auch China in nahezu jedem Land ein. Und mit Freihandel ist nicht nur der freie Strom von Waren verbunden, sondern oftmals auch das Verbot alternativer Politiken, bspw. der Schutz oder anderweitige, übergangsweise Unterstützung der eigenen heimischen Industrie - in- und ausländische Industrie müssen gleich behandelt werden; bei bilateralen Investitionsverträgen geht das sogar so weit, dass Gesetzesänderungen nicht für ausländische Investitionen im Land gelten und wenn der Staat seine Gesetze (Steuer-, Umwelt- oder Sozialgesetze ändert, muss er dem ausländischen Investor eine Entschädigung zahlen) - so viel zum Thema Souveränität und Einmischung in die inneren Angelegenheiten.

Und ich meine damit nicht das amerikanisch-europäische Freihandelsabkommen. Die oben genannten Praktiken (und viele mehr) werden in mehr als 3.000 bilateralen Handelsabkommen und vielen multilateralen Handelsabkommen schon seit Jahren praktiziert.



Aber gut ... das nur mal als Einwurf.



@ redcity: Brauchst dich nicht entschuldigen
default_wink.png
Wir sind ja fast in allen Punkten einer Meinung. Hätte ich dir vor 5 Jahren noch idealistisch "Kein Ruanda mehr!" an den Kopf geworfen, sehe ich die Sache heute realistischer und frage mich ernsthaft, ob eine Einmischung von außen in vielen Fällen nicht unsinnig ist.



Ich habe darauf keine Antwort parat. Denn in Fällen wie Syrien, Ruanda etc. scheint es einfach, eine Antwort zu geben. Jedoch weiß man sowas leider erst im Nachhinein bzw. auch wieder nicht, dann man weiß nicht, wie es in diesen Ländern mit Einmischung von außen ausgegangen wäre.
 
Die Konterrevolution könnte schneller kommen als gedacht.



Die Putschisten werden von vielen Bürgern im Osten und Süden eh nicht anerkannt - als eine der ersten Maßnahmen der Ultra-Rechten soll jetzt wohl Russisch keine Amtssprache mehr sein, obwohl es die Muttersprache vieler Menschen in diesen Teilen ist.

Die Anerkennung der neuen Regierung durch den Westen dürfte zudem teuer für die Bevölkerung werden. Die hier als "Wahlgeschenke" titulierten Fördermaßnahmen, mit denen das Leben der Rentner und Arbeiter etwas erträglicher gemacht wurde, sollen schleunigst rückgängig gemacht werden, damit es Geld von der EU gibt, welches dann wohl wieder auf Umwegen seinen Weg in westliche Konzerne finden wird.



Eine Spaltung wird wohl kein Thema sein, weil der Westen dann nur verlieren kann. Der "europäische" Teil wäre dann überwiegend Agrarfläche, während die Rohstoffe und Industriezentren im "russischen" Teul wären.



Klitschko ist wohl auch längst nicht so populär, wie in unseren Medien dargestellt, seine faschistischen Verbündeten können ihn wegen seiner mangelden Sprachkentnisse wohl nicht so sehr leiden und seine Partei scheint im Westen einen besseren Ruf zu haben als in der Ukraine.





Interessant finde ich ja den Gebrauch von Sprache zur Beeinflussung der Meinung.



Zur Verdeutlichung mal die Gegenüberstellung von Artikeln einer konservativ/rechten und einer sozialistisch/linken Zeitung:



http://www.welt.de/debatte/kommenta...ine-wird-etwas-kosten-aber-es-lohnt-sich.htmlhttp://www.welt.de/debatte/kommentare/article125162566/Die-Ukraine-wird-etwas-kosten-aber-es-lohnt-sich.html

- Hier werden die EU-Bürger darauf eingeschworen, dass die 25 Milliarden EUR ein guter Preis sind, um das "imperiale Projekt Russlands" zu behindern. (Man beachte die Kollision des Imperialismus-Vorwurfs an Russland mit der Realität.)



http://www.welt.de/politik/ausland/...ommt-nach-dem-Machtvakuum-in-der-Ukraine.htmlhttp://www.welt.de/politik/ausland/article125165327/Was-kommt-nach-dem-Machtvakuum-in-der-Ukraine.html

- Hier werden die neuen Machtkonstellationen ganz gut nachgezeichnet. Über den unkritischen Umgang mit der Svoboda (beste Beziehungen zur NPD) kann man in dem Zusammenhang hinwegsehen.



http://www.jungewelt.de/2014/02-25/012.phphttp://www.jungewelt.de/2014/02-25/012.php

- Hier geht es um den Umgang mit der ukrainischen Verfassung und darum, ein schlechtes Licht auf westliche Politiker zu werfen, die einen Rechtsbruch für legitim halten.
 
Und spon macht Jagd auf Janukowitsch (im Stile: "Wo ist Janukowitsch?") bzw. stellt seine Reichtümer zur Schau. Lächerlich!
 
Und spon macht Jagd auf Janukowitsch (im Stile: "Wo ist Janukowitsch?") bzw. stellt seine Reichtümer zur Schau. Lächerlich!


Naja, er ist halt ein ziemlich bonziger Großkotz. Sympathisch finde ich ihn und seinen Lebensstil (Privatzoo) sicher nicht.



Allerdings ist das ja kein Alleinstellungsmerkmal. Ohne Rückendeckung und aktiver Mitwirkung der Oligarchen funktioniert dort wohl keine Regierung - und die haben allesamt einen sehr exklusiven Lebensstil und ihr Geld zur Zeit der Transformation mit mehr oder minder großer krimineller Energie gemacht. Der "blonde Engel" ist da keine Ausnahme...



(Gab auch mal eine interessante Doku über die ukrainische Fußballiga. Jeder Verein ist in Privatbesitz und einige Inhaber wurden porträtiert. War glaub ich vom ZDF.)



Aber falls du über die manipulierende Berichterstattung sauer bist, mit der Suggestion des russischen Anti-Christ gegenüber den modernen und aufgeklärten europäischen Menschenfreunden, bin ich bei dir.



Die Hände bis zur Schulter voller Blut und dann eine Fussel von der weißen Weste entfernen wollen...
 
Laut Interfax hat das russische Oberhaus des Parlaments um 15 Uhr einem Militäreinsatz auf der Krim zugestimmt.



Jetzt gilt's für alle extremst die Füße still zu halten.
 
Ich würde mich aus der Angelegenheit ehrlich gesagt fein raushalten. Das soll Russland mit der Ukraine klären. Ich frage mich aber gerade, wie das politisch so neutrale IOC reagiert, wenn das Land, in dem gerade paralympische Spiele stattfinden, einen völkerrechtlich nicht legitimierten Militärakt vollführt?!
 
Von Tagesschau.de



KOMMENTAR: Man muss sich schon zwicken, um zu realisieren, was in den vergangen Tagen in Russland und der Ukraine passiert ist. Vor einer Woche endeten die Olympischen Winterspiele in Sotschi, bei denen Präsident Wladimir Putin ein modernes, freundliches weltoffenes Russland präsentieren wollte. Die Rasanz, mit der der Kremlchef diese Image-Korrektur wieder zerstört hat, ist höchst beängstigend.



Mit einer unglaublichen Unverfrorenheit verstößt Russland gegen das Völkerrecht. De facto ist die ukrainische Halbinsel Krim bereits fest in russischer Hand. Tausende Soldaten der russischen Schwarzmeerflotte kontrollieren dort alle strategisch wichtigen Punkte: Flughäfen, Regierungsgebäude, militärische Einrichtungen wie etwa Radarstationen. Ukrainische Soldaten wurden von russischen Streitkräften entwaffnet.



Schon jetzt hat Moskau die Souveränität der Ukraine aufs Gröbste verletzt. Wann hat es das zuletzt in Europa gegeben? Es ist ein unfassbarer Vorgang. Russland stellt sich damit außerhalb der Völkerfamilie von Europarat, OSZE und UN.



Und im Eiltempo treibt Moskau die Spaltung der Ukraine weiter voran. Die staatlich kontrollierten Fernsehsender zeichnen das Bild einer faschistischen Bedrohung, die von der neuen Regierung in Kiew ausgehe. Unermüdlich betonen russisches Parlament, Regierungschef Dimitri Medwedjew und Präsident Putin, das Leben russischer Bürger sei in Gefahr.



Bezeichnenderweise stellt sich niemand in Moskau die Frage, ob es in der Ukraine bereits irgendwo zu einer Bedrohung russisch-stämmiger Bevölkerung gekommen ist. Dann würde nämlich das ganze russische Argumentationsgebilde schnell in sich zusammenfallen. Auch hat der Kreml, der laut Putin an einer Stabilisierung der Lage interessiert ist, keinerlei Anstalten unternommen, über Gespräche und Verhandlungen mit der neuen Regierung in Kiew zu einer Deeskalation beizutragen.



Stattdessen macht Russland klar, dass es eigenständige Entwicklungen in ehemaligen Sowjetrepubliken nicht duldet. Putin unterstreicht, dass er für die Durchsetzung russischer Interessen auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR nun auch zu militärischen Mitteln greift. Die Besetzung der Krim und möglicherweise auch anderer Teile der Ukraine ist seine Antwort auf den missglückten Versuch, Kiew von einer Annäherung an die EU und eventuell auch an die NATO abzuhalten.



Putin kann schalten und walten, wie er will, trotz aller Drohungen und Warnungen aus dem Westen. Die Mittel von EU und USA sind begrenzt. Die Ukraine ist kein Vollmitglied der NATO. Auf eine direkte militärische Konfrontation mit Russland wird es der Westen nicht ankommen lassen.



Hinzu kommt die Abhängigkeit Europas im Energiebereich. Putin weiß, dass ihm nichts passieren kann. Und so wird der Westen mit der Faust in der Tasche zuschauen, wie die Ukraine Russland zum Opfer fällt.



Ein Kommentar von unserem Russland-Korrespondenten Stephan Laack.
 
Die Situation wird jedenfalls nicht übersichtlicher.



Fakt ist, dass die USA im letzten Jahr durch verschiedene staatliche und quasi-staatliche Stiftungen und Organisationen sehr viel Geld in die Stärkung von pro-westlichen Akteuren gesteckt hat.



Fakt ist auch, dass der offen faschistische "rechte Sektor" das militante Rückgrat der Maidan-Bewegung war und die NPD-nahe Svoboda-Partei nun zur Regierung gehört.



Fakt ist auch, dass der "reiche" Osten und Süden des Landes kulturell und sprachlich Russland näher steht als der Ukraine.



Dass Russland sich in irgendeiner Form einmischen würde, war klar und ist legitim. Die EU hat ja der neuen Regierung auch schon viel Geld für eine Zusammenarbeit geboten.



Auch wenn es in der Ukraine juristisch und faktisch einen gewaltsamen Staatsstreich gab, die neue Regierung erst die Verfassung außer Kraft setzte um die "neue alte" von 2004 dann sofort durch die illegale sofortige Absetzung des Präsidenten zu brechen, rechtfertig das längst keine militärische Intervention, wie sie Russland faktisch gerade durchführt.



Auch die Beschwerden über das Erstarken der extremen Rechten klingen absurd, unternimmt doch gerade die russische Regierung herzhaft wenig gegen Diskriminierung, rechte Gewalt und Vorurteile im eigenen Land.



Angebracht wäre es gewesen, zu beobachten, ob sich eine stabile Regierung bildet, die schnellstmöglich demokratische Wahlen plant und ob es zu größeren Menschenrechtsverletzungen kommt.



Allerdings sollten die westlichen Regierungen und Massenmedien in Sachen Russland tunlichst die Klappe halten - schließlich wurde hier ein Putsch in einem demokratischen Land forciert und bejubelt.



Es wäre auch in der Tat seltsam, wenn da offensive Kritik käme. Die laxe Einstellung Russlands zu Menschenrechten wird ja auch allerhöchstens sehr zaghaft und nebenbei angedeutet.
 
Ich glaube 1994 war es als die Ukraine freiwillig seine Atomwaffen an Russland übergeben hat. Dafür erhielt das Land umfassende Sicherheitsgarantien seitens der NATO. Diese Garantien gelten weiterhin.
 
Erinnert mich irgendwie an die Besetzung des Sudetenlandes durch Deutschland 1938 auch hier wurde als Grund die Sicherung der Deutschen Minderheit vorgetäuscht. Das man sich dann auch noch den komplett restlichen Teil einverleibt hat könnt man mit der Ukraine gleichsetzen. Was dann in München beschlossen wurde weiss man ja und auch hier könnte so kommen da die EU von den Energielieferung Russlands abhängig ist. Hier gilt es so schnell wie möglich unabhängig zu werden ( Stichwort erneuerbare Energien ) um dann nicht mit der Faust in der Tasche Aggressoren gegenüber so da zu stehen wie aktuell.
 
Wenn das stimmen sollte, wird es morgen früh ernst:




Alexander Witko, Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte, soll dem ukrainischen Militär auf der Krim ein Ultimatum bis Dienstagmorgen, 4 Uhr MEZ gestellt haben. Bis dahin müssten sich die ukrainischen Truppen ergeben, andernfalls drohe ein Angriff auf die Einheiten auf der Krim, meldet die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine unter Berufung auf eine Quelle im ukrainischen Verteidigungsministerium. Die Regierung in Kiew wollte die Meldung nicht kommentieren. Wir bemühen uns um eine Bestätigung.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/liveticker-die-lage-auf-der-krim-a-956543.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/ausland/liveticker-die-lage-auf-der-krim-a-956543.html
 
Wenn keine Truppen in die Ostukraine entsendet werden, holt sich Putin die als nächstes.
 
Wenn keine Truppen in die Ostukraine entsendet werden, holt sich Putin die als nächstes.


Eine Teilung der Ukraine westlich und östlich des Dnjepr auf dem Verhandlungsweg erscheint sowieso langfristig die einzige Perspektive zu sein, um eine gewaltsame Lösung zu verhindern.



Der ukrainische Staat in seiner jetzigen Gestalt ist ein Kunstgebilde, dass auf ethnische und sprachliche Grenzen keine Rücksicht nimmt. Die eigentlichen Ukrainer leben westlich des Dnjepr, während im Osten davon überwiegend Russen wohnen. Zusammengehalten wurde dieser Staat erst durch die Sowjetmacht und seit 1991 durch despotische Präsidenten, die Satelliten Moskaus waren.



Das funktioniert aber nicht mehr. Der westliche Teil der Ukraine ist - obwohl sowohl Ukrainer als auch Russen Slawen und die Sprachen eng verwandt sind - immer westlich beeinflusst gewesen, durch Österreich-Ungarn, Polen usw., während der Osten schon immer eigentlich "russisch" gewesen ist. Ähnlich wie bei anderen heterogen zusammengesetzten Staaten braucht es in so einer Lage entweder eine starke Wirtschaft oder ein Staatsoberhaupt mit großer Identifikationsfläche und Integrationskraft. Beides hat die Ukraine schon lange nicht mehr, deswegen kommt die derzeitige Entwicklung in ihrer Heftigkeit zwar überraschend, war aber eigentlich schon angelegt.



In der ganzen Situation ist das westliche Gebahren - sowohl politisch als auch diplomatisch - eine einzige Katastrophe. Zunächst unterstützt man öffentlich Proteste gegen ein vom Volk gewähltes Staatsoberhaupt, denn das war Janukowitsch, korrupt hin oder her - weil man sich von dem illegalen Machtwechsel eine Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens erhofft.



Und dann wundert man sich über die Reaktion von Russland, dass die Ukraine aufgrund historischer Verflechtungen schon seit hunderten von Jahren als seinen Vorgarten betrachtet. Hier hat man sowohl den Willen Putins, als auch die Bedeutung und Macht der EU gnadenlos überschätzt. Welchen Grund sollte Putin auch haben, sich zurückzuhalten, zeigt doch das westliche, vor allem US-amerikanische politische Gebahren der letzten 15 Jahre, dass westliche Interessen im Zweifelsfall auch mit Waffengewalt durchgesetzt werden.



Man ist gut beraten, jetzt nicht mit dem Finger auf Russland zu zeigen, den das Völkerreicht und die Souveränität kleinerer Staaten haben gerade die USA auch immer dann gebrochen, wenn sie ihre eigenen Interessen gefährdet sahen. Russland ist nicht der Darth Vader der Weltpolitik, da wird mir zu viel mit zweierlei Maß gemessen. Russland hat in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich gemacht, dass es eine noch weitere Grenzverschiebung in Richtung seines Einflussbereichs nicht mehr hinnehmen wird. Man wäre gut beraten gewesen, dieses zu berücksichtigen, den Geopolitik ist und bleibt für alle Zeiten eine reine Machtfrage.



Dies hat man aber vor allem in der Bundesrepublik in Zeiten von Friedens- und Menschenrechtsgedusel inzwischen tunlichst verdrängt. Verdrängt hat man auch die Tatsache, dass eben die Mehrheit der Weltbevölkerung zwar vielleicht auf die Segnungen der freien Wirtschaft, nicht unbedingt aber auf die eurozentristische Sichtweise der Weltpolitik gewartet hat. Und nun ist man verwundert, dass der ungenierte, zum Teil gewaltsame Demokratie-Export der vergangenen 15 Jahre das erste Mal auf erbitterten und mächtigen Widerstand stößt.



Überspitzt gesagt: Anstatt die Hände zu ringen und erschüttert zu sein, dass Putin und die Russen eben nicht denken wie Claudia Roth oder Volker Beck, sollte man sich mit den realpolitischen Tatsachen auseinandersetzen, die da immer noch sind:

1. der einzige Gegner, den die Russen nach wie vor respektieren, sind die USA

2. Die EU und erst recht die Bundesrepublik mögen vielleicht wirtschaftlich Gewicht besitzen, geopolitisch und vor allem militärisch sind sie für Leute wie Putin und auch die USA eine reine Lachnummer, die auf diesen Gebieten nicht ernstzunehmen sind. Hierbei tut v.a. die im Fall der Bundesrepublik selbst auferlegte Beschränkung des "Zivilmachtskonzepts" ihr Übriges dazu, dass Leute wie Putin über Deutschland nur müde lächeln. Allenfalls diplomatisch und durch ihre oft eingenommene Vermittlerrolle in Konflikten sind die EU und Deutschland außenpolitisch bislang positiv in Erscheinung getreten. Ansonsten hängen sie aber militärisch von den USA und rohstofftechnisch von Russland ab.



Daher heißt es jetzt, politisch das Gewicht der Vermittlerrolle in die Waagschale zu werfen und klug zu verhandeln bzw. zu lavieren, damit man militärisch nicht in einen Konflikt hineingezogen wird, den man eh niemals gewinnen kann. Und Drohungen von einem kleinen Chiwawa, der einen Grizzly beeindrucken will, sind sowieso lächerlich.



Man sollte das Sicherheitsbedürfnis Russlands respektieren und Russland die Gebiete annektieren lassen, die es dort annektieren möchte. Verhindern kann man es doch nicht. Putin ist ein Machtmensch und Schurke, aber kein Idiot. Er wird an der Linie, hinter der nicht mehr mehrheitlich Russen leben halt machen und keinen offenen Krieg mit dem Westen riskieren.



Es geht hier nicht mehr um die Menschenrechte von Demonstranten, sondern um den Frieden und das Machtgleichgewicht in Europa. Und das steht über allen sonstigen Befindlichkeiten. Daher darf auf keinen Fall geschossen werden. Und wenn es dafür nötig ist, den Russen die Krim oder/und die Ostukraine zu überlassen, dann sollen sie sie haben. Dicke Backen kann man machen, wenn man es sich militärisch und machtpolitisch leisten kann. Und das kann weder die EU, noch das Leichtgewicht Deutschland.
 
Eine Teilung der Ukraine westlich und östlich des Dnjepr auf dem Verhandlungsweg erscheint sowieso langfristig die einzige Perspektive zu sein, um eine gewaltsame Lösung zu verhindern.


Man könnte Russland zwingen, sich mit der Krim zufrieden zu geben.




Und dann wundert man sich über die Reaktion von Russland, dass die Ukraine aufgrund historischer Verflechtungen schon seit hunderten von Jahren als seinen Vorgarten betrachtet. Hier hat man sowohl den Willen Putins, als auch die Bedeutung und Macht der EU gnadenlos überschätzt. Welchen Grund sollte Putin auch haben, sich zurückzuhalten, zeigt doch das westliche, vor allem US-amerikanische politische Gebahren der letzten 15 Jahre, dass westliche Interessen im Zweifelsfall auch mit Waffengewalt durchgesetzt werden.


Die EU in ihrer Gesamtheit ist militärisch durchaus in der Lage, Russland Paroli zu bieten. Hier muss schleunigst eine Gesamteuropäische Armee aufgestellt werden. Ich denke, jemandem wie Putin kann man nur militärischer Stärker beikommen.




Man ist gut beraten, jetzt nicht mit dem Finger auf Russland zu zeigen, den das Völkerreicht und die Souveränität kleinerer Staaten haben gerade die USA auch immer dann gebrochen, wenn sie ihre eigenen Interessen gefährdet sahen. Russland ist nicht der Darth Vader der Weltpolitik, da wird mir zu viel mit zweierlei Maß gemessen. Russland hat in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich gemacht, dass es eine noch weitere Grenzverschiebung in Richtung seines Einflussbereichs nicht mehr hinnehmen wird. Man wäre gut beraten gewesen, dieses zu berücksichtigen, den Geopolitik ist und bleibt für alle Zeiten eine reine Machtfrage.


Ich will nicht mit dem Finger auf Russland zeigen und von den USA halte ich genau so wenig. Allerdings bin ich der Ansicht, dass hier auch die Interessen der EU gewahrt werden müssen und man sich daher militärisch rüsten sollte.




Überspitzt gesagt: Anstatt die Hände zu ringen und erschüttert zu sein, dass Putin und die Russen eben nicht denken wie Claudia Roth oder Volker Beck, sollte man sich mit den realpolitischen Tatsachen auseinandersetzen, die da immer noch sind:

1. der einzige Gegner, den die Russen nach wie vor respektieren, sind die USA

2. Die EU und erst recht die Bundesrepublik mögen vielleicht wirtschaftlich Gewicht besitzen, geopolitisch und vor allem militärisch sind sie für Leute wie Putin und auch die USA eine reine Lachnummer, die auf diesen Gebieten nicht ernstzunehmen sind. Hierbei tut v.a. die im Fall der Bundesrepublik selbst auferlegte Beschränkung des "Zivilmachtskonzepts" ihr Übriges dazu, dass Leute wie Putin über Deutschland nur müde lächeln. Allenfalls diplomatisch und durch ihre oft eingenommene Vermittlerrolle in Konflikten sind die EU und Deutschland außenpolitisch bislang positiv in Erscheinung getreten. Ansonsten hängen sie aber militärisch von den USA und rohstofftechnisch von Russland ab.


1. Sollte schnellstmöglich geändert werden

2. Über Deutschland alleine kann man auch nur müde lächeln, genau wie über Polen alleine, über Frankreich alleine oder über das United Kingdom alleine. Gemeinsam ist die militärische Schlagkraft aber meines Erachtens nach in einer Liga mit USA, China, Russland.



Im konkreten Fall hat zudem auch die Türkei ein Interesse an der Krim.




Daher heißt es jetzt, politisch das Gewicht der Vermittlerrolle in die Waagschale zu werfen und klug zu verhandeln bzw. zu lavieren, damit man militärisch nicht in einen Konflikt hineingezogen wird, den man eh niemals gewinnen kann. Und Drohungen von einem kleinen Chiwawa, der einen Grizzly beeindrucken will, sind sowieso lächerlich.


Sehe ich anders. Problem ist das Gas aus Russland, auf das wir angewiesen sind.




Man sollte das Sicherheitsbedürfnis Russlands respektieren und Russland die Gebiete annektieren lassen, die es dort annektieren möchte. Verhindern kann man es doch nicht. Putin ist ein Machtmensch und Schurke, aber kein Idiot. Er wird an der Linie, hinter der nicht mehr mehrheitlich Russen leben halt machen und keinen offenen Krieg mit dem Westen riskieren.


Dieses Mal. Und nächstes Mal? Neuen Lebensraum für das russische Volk im Westen erschließen?




Es geht hier nicht mehr um die Menschenrechte von Demonstranten, sondern um den Frieden und das Machtgleichgewicht in Europa. Und das steht über allen sonstigen Befindlichkeiten. Daher darf auf keinen Fall geschossen werden. Und wenn es dafür nötig ist, den Russen die Krim oder/und die Ostukraine zu überlassen, dann sollen sie sie haben. Dicke Backen kann man machen, wenn man es sich militärisch und machtpolitisch leisten kann. Und das kann weder die EU, noch das Leichtgewicht Deutschland.


Die EU kann das, sie traut es sich nur nicht zu. Zudem ist die Position der EU durch die Positionen der USA und die der Türkei gedeckt.
 
Ich finde Onkels Analyse top und teile seine Meinung. Das Kind in der Ukraine liegt längst schon auf Grund des Brunnens und der Westen hat mit seiner Rolle beim Umsturz alle Karten auf den Tisch gelegt und steht nun nackt da.



In diesem Moment bin ich außerordentlich froh, dass die EU keine Militärmacht ist und hoffe inständig, dass die Amerikaner die Finger von ihren roten Knöpfen lassen.



Die russischen Teile der Ukraine erkennen in vielen Fällen die neuen Machthaber und Regionalgouverneure nicht an. Langfristig scheint eine Teilung in der Tat die einzige friedenssichernde Option zu sein. Bekommt diesmal halt Russland den reicheren Teil und der Westen den ärmeren Teil. Allerdings ist ein großflächiger Agrarstaat ja auch nicht zu verachten. Dass uns rechte Regierungen und gesellschaftlich teils öffentlicher Antisemitismus, Antiziganismus und andere xenophobe Widerwärtigkeiten nicht sonderlich stören, haben wir ja inzwischen hinlänglich bewiesen. Aber gut, Politik und Massenmedien müssen jetzt wahrscheinlich die Karte des "imperialen" Russlands weiterspielen - obwohl ja völlig klar ist, wer diese Situation angezettelt hat.





Wer sich für Hintergründe jenseits unserer "Qualitätsmedien" interessiert, dem seien diese Links ans Herz gelegt:




(...)According to Assistant Secretary of State Victoria Nuland, since this failure (Anm: die vom Westen unterstützte orangene Revolution von 2004) Washington has “invested” $5 billion in Ukraine in order to foment agitation for EU membership for Ukraine. EU membership would open Ukraine to looting by Western bankers and corporations, but Washington’s main goal is to establish US missile bases on Russia’s border with Ukraine and to deprive Russia of its Black Sea naval base and military industries in eastern Ukraine. EU membership for Ukraine means NATO membership.(...)


www.paulcraigroberts.org/2014/03/03/washingtons-arrogance-hubris-evil-set-stage-war/

(Der Urheber ist Ökonom und arbeitete im Finanzministerium unter Ronald Reagan.)




(...)The fact that Germany actively supported opposition groups in Ukraine, particularly in the absence of a pressing strategic imperative to do so, is a sign that something has changed in Berlin's calculus toward Russia. It seems as though the German government has determined that Russia is facing major challenges at home; that its position in Europe is weaker than it appears; that the risk of energy cutoffs are minimal; and that there are no long-term economic benefits to an economic relationship with Russia that goes beyond energy trade. That last point cannot be overstated. Russia is poised to remain the most important supplier of energy to Europe, and while the dependency runs both ways -- Europe is Russia's largest customer -- Germany will make sure the flow of energy continues unimpeded.(...)


http://www.stratfor.com/weekly/more...0140204&utm_term=Gweekly&utm_content=readmorehttp://www.stratfor.com/weekly/more-assertive-german-foreign-policy?utm_source=freelist-f&utm_medium=email&utm_campaign=20140204&utm_term=Gweekly&utm_content=readmore

(Stratfor ist ein führender Think-Tank in Sachen Sicherheitspolitik, allerdings nicht unumstritten.)
 
Die russischen Teile der Ukraine erkennen in vielen Fällen die neuen Machthaber und Regionalgouverneure nicht an. Langfristig scheint eine Teilung in der Tat die einzige friedenssichernde Option zu sein. Bekommt diesmal halt Russland den reicheren Teil und der Westen den ärmeren Teil. Allerdings ist ein großflächiger Agrarstaat ja auch nicht zu verachten. Dass uns rechte Regierungen und gesellschaftlich teils öffentlicher Antisemitismus, Antiziganismus und andere xenophobe Widerwärtigkeiten nicht sonderlich stören, haben wir ja inzwischen hinlänglich bewiesen. Aber gut, Politik und Massenmedien müssen jetzt wahrscheinlich die Karte des "imperialen" Russlands weiterspielen - obwohl ja völlig klar ist, wer diese Situation angezettelt hat.


Ich stimme Onkel und dir größtenteils zu bezüglich der Gegenwart. An eine Abtrennung der Krim und vom Osten der Ukraine glaube ich aber nicht. Ich rechne eher damit, dass es viel mehr Autonomie in diesen Gebieten geben wird. Allzu groß wird aber der Unterschied nicht sein zwischen Teil von Russland und "Autonome Region".



Probleme habe ich mit dem Teil, in dem du schreibst, wer diese Situation angezettelt hat. Schuld sind die Erwartungen, die einige Leute in Kiew und im westlichen Teil hatten an dem Assoziierungsabkommen. Soweit ich es abschätzen kann, waren es vor allem am Anfang überwiegend normale Bürger und Studenten, die protestiert haben. Hätte es schneller eine Lösung gegeben, dann wäre die heutige Situation anders. Schade finde ich vor allem, dass man die "Revolution" nicht unter dem Motto "gegen Korruption" gemacht hat. Dann hätte es gelingen können das Land zu einen und gemeinsam etwas zu verändern.



Dass sich sowohl der Westen als auch Russland nicht wirklich gut präsentiert haben, darüber muss man wohl kaum groß sprechen. Mal schauen was passieren wird. Jetzt die Regierung zu leiten in Kiew gleicht einem Himmelfahrtskommando. Ich befürchte, dass nach und nach die extremen Gruppen mehr und mehr Einfluss bekommen werden. Was in Krisenzeiten politisch passieren kann, wird man wohl auch bei der Wahl zum EU Parlament erleben...
 
Die Ukraine teilen ... und wie genau wollt ihr die dann sicher auftretenden Konflikte um Ressourcen (wirtschaftliche etc.) unterbinden? Wie den Neid der einen Seite auf die andere? Ich meine, dafür gibt es doch genug Beispiele: Irak, Sudan ... eine Teilung funktioniert dort nicht.



Was sind denn die Faktoren in diesem "Konflikt"?



- Korrupte Politiker

- Einmischung von Außen

- ungleiche Verteilung von Einkommen, Chancen? "Neid" auf die andere Seite?

- und ethnische Unterschiede, die von den unterschiedlichsten Akteuren (Putin, Westen, Mächtige und Macht-Interessierte im Land) benutzt werden und wahrscheinlich kein "Problem an sich" sind.



Noch was?



Was würde eine Teilung denn an diesen Faktoren ändern? Einzig die Einmischung von Außen wäre dann "beseitigt", da jede Seite ihren Teil des Kuchens bekommt. Aber ob dann Ruhe ist und sich Westen / Putin nicht mehr einmischen, wenn sich nach einer gewissen Zeit herausstellt, dass der andere Teil mehr vom Kuchen bekommen hat?





@ weber: Sehr interessante Analyse! Die westliche (und russische) Außenpolitik hat im Fall Syrien schon ähnlich versagt. Da waren es am Anfang - jedenfalls nach meinem Kenntnisstand - auch normale Leute, das Volk, die protestiert haben und nicht Extremisten.
 
Probleme habe ich mit dem Teil, in dem du schreibst, wer diese Situation angezettelt hat. Schuld sind die Erwartungen, die einige Leute in Kiew und im westlichen Teil hatten an dem Assoziierungsabkommen. Soweit ich es abschätzen kann, waren es vor allem am Anfang überwiegend normale Bürger und Studenten, die protestiert haben. Hätte es schneller eine Lösung gegeben, dann wäre die heutige Situation anders. Schade finde ich vor allem, dass man die "Revolution" nicht unter dem Motto "gegen Korruption" gemacht hat. Dann hätte es gelingen können das Land zu einen und gemeinsam etwas zu verändern.


Hm, muss sich ja nicht zwangsläufig widersprechen. Ich glaube auch, dass die ersten Impulse von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Studenten ausgingen. Allerdings haben amerikanische Stiftungen (die kolportierten 5 Milliarden USD) und die Adenauer-Stiftung zuvor erst entsprechende Organisationen aufgebaut und unterstützt. Hier lässt sich in meinen Augen der Einfluss von Außen nicht mehr trennen vom eigentlichen Interesse der Bevölkerung. Ich denke, dass diese erste Phase in der Tat vom Westen so geplant, oder zumindest so erhofft war.



Die zweite Phase war dann die Implementierung von Klitschkos Partei - wahrscheinlich gerade mit der von dir angesprochenen Hoffnung, dass er als erfolgreicher Sportler eine einigende Identifikationsfigur hätte sein können. Die meisten Spitzen-Politiker der Ukraine sind entweder selbst Auto-/Kleptokraten oder aber eng mit einem/mehreren verbunden.

Ein Angehöriger der sportlichen Elite (steht für: Fleiß und Disziplin) hätte eine tolle Projektionsfläche für alle Ukrainer abgeben können.



Allerdings betrachten die Ukrainer ihn anscheinend nicht als einen "von ihnen" (fehlende Sprachkentnisse), bzw. bezweifeln seine politische Kompetenz. Dazu haben dann die faschistischen Milizen des Rechten Sektors in dem eskalierenden Konflikt zunehmend an Einfluss gewonnen und auch die parlamentarischen Rechtsaußen von Svoboda konnten ihren Einfluss ausweiten. Ab dem Zeitpunkt ist dieser angenommene Plan missglückt und das Land absolut destabilisiert. Russland hätte man so oder so verärgert - hätte am Ende aber ein Umsturz mit Rückhalt des ganzen Landes stattgefunden, hätte Russland nicht allzuviel anstellen können, ohne sich selber zu schaden. So aber...
 
Zwei Aspekte kommen mir übrigens zu kurz:



1) Es gab ein Abkommen zwischen Russland, Janukowitsch, den Demonstranten und den Außenministern. In diesem Abkommen wurde vereinbart, dass es Wahlen geben wird und bis dahin Janukowitsch an der Macht bleibt. Als dieser sich nicht halten konnte, haben die westlichen Staaten nichts gesagt/getan. Den Ärger Russlands hierüber kann ich nachvollziehen. Zudem wurde vereinbart, dass die radikalen Kräfte entwaffnet werden innerhalb von 48 Stunden. Passiert ist wohl nichts.



2) Fast schon witzig finde ich die unterschiedlichen Reaktionen. Als es um Kiew ging, gingen die Machthaber davon aus, dass es Rechtsradikale sind und vom Ausland angezettelt wurden zur Demonstration. Der westlichen Welt hat es super gefallen. Bei der Krim ist es ähnlich, nur umgekehrt. Die westliche Welt ist "sauer" und hält die meisten Demonstranten für Personen, die von Russland mehr oder weniger dazu angestiftet worden sind. Dafür hat dieses Mal Russland Verständnis dafür.



Das zeigt mir, worum es allen Staaten wirklich geht, um die eigene Macht. Als Vermittler würde ich daher China vorschlagen. Das Land gehört weder zum einen noch zum anderen Einflusskreis. Großartig Interessen hat das Land meines Wissens nicht an der Ukraine. Eigentlich gute Voraussetzungen. Bei diesem Nullsummenspiel kann kaum jemand wirklich gewinnen. Meiner Meinung nach hat auch schon jedes Land verloren. Russland rutscht bei den meisten westlichen Ländern recht weit nach unten in der Beliebtheitsskala, die USA zeigen sich immer mehr als zahnloser Tiger und die EU macht das, was sie schon immer gemacht hat, reden und reden ohne konkrete Ergebnisse. Enttäuscht bin ich auch etwas von Polen. Das Land hätte mehr zeigen können/sollen bei den Verhandlungen. Auch wegen der kulturellen Nähe zur Ukraine (neben der geographischen) hätte ich ihnen eine starke Rolle zugetraut.



Abschließend möchte ich noch einen kurzen Schwenk zu den westlichen Medien machen. Wenn man vor den Olympischen Spielen die ganze Zeit nur auf Russland und Putin zuschlägt, dann muss man sich nicht wundern, dass es diesem irgendwann total egal ist, was man in den westlichen Ländern über ihn denkt. Kritik ist an sich ja ok, aber teilweise war es schon sehr überzogen. Den Russen traut man zu, dass in Sotchi ein Tiger im Olympischen Dorf rumläuft. Das zeigt eigentlich schon, dass man nur auf schlechte Dinge gewartet hat.
 
Scheinbar hat gestern in den populäreren Medien ein erster Schwenk stattgefunden, die Ereignisse etwas sachlicher zu bewerten.



Konflikt mit Russland: Die fatalen Fehler der Regierung in Kiew

Versöhnung im Land und die Entwaffnung rechtsextremer Milizen - das hat die Übergangsregierung der Ukraine in ihrem Abkommen mit den drei EU-Außenministern versprochen. Doch Kiew setzte wichtige Teile des Vertrags nicht um. Das sorgte maßgeblich für die Eskalation der Lage.

http://www.spiegel.de/politik/ausla...len-fehler-der-kiewer-regierung-a-956680.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-krise-die-fatalen-fehler-der-kiewer-regierung-a-956680.html



Kein Deal ohne Janukowitsch

Das in der Ukraine ausgehandelte Abkommen wurde nicht eingehalten. Für eine Lösung muss auch die neue Regierung in Kiew Zugeständnisse machen. Ein Dreipunkteplan von Wladimir Malinkowitsch

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-03/krim-ukraine-russland-kompromisshttp://www.zeit.de/politik/ausland/2014-03/krim-ukraine-russland-kompromiss



Interessant auch die Handlungsempfehlungen im Zeit-Artikel. Allerdings bin ich skeptisch, dass dergleichen ernsthaft von allen Beteiligten erwogen wird.
 
Mit ein bisschen Abstand betrachtet, kann ich dem Wladi nicht einmal einen großen Vorwurf machen. Okay, er ist in ein "fremdes" Land einmarschiert und hat ein bisschen auf den Putz gehauen, aber eigentlich eine sehr menschliche Reaktion.
default_wink.png


Bei mir verfestigt sich die Meinung, dass wir uns aus der Angelegenheit raushalten sollten, soweit es denn irgendwie möglich ist. Sind wir mal ehrlich: Das Kind ist eh in den Brunnen gefallen und die Ukraine - meine Vermutung - als Staat auch dauerhaft nicht überlebensfähig.
 
In diesem Moment bin ich außerordentlich froh, dass die EU keine Militärmacht ist


Jupp, genau so froh, wie Polen 1939, nicht wahr?




Die russischen Teile der Ukraine erkennen in vielen Fällen die neuen Machthaber und Regionalgouverneure nicht an.


Stimmt so nicht. Sie werden dazu gebracht, diese nicht anzuerkennen.





Ich erwarte die sofortige Aufrüstung und den Austausch von Außen - und Verteidigungsminister. Es ist einfach nur noch peinlich, wie man in Russland über uns lacht. Wer garantiert uns denn, dass die Russen nicht bald in Polen und dann in Berlin stehen?






Aber gut, Politik und Massenmedien müssen jetzt wahrscheinlich die Karte des "imperialen" Russlands weiterspielen - obwohl ja völlig klar ist, wer diese Situation angezettelt hat.


Richtig, Herr Putin möchte nur die russische Minderheit in der Ostukraine beschützen. Genau wie damals ein gewisser Herr Hitler die deutsche Minderheit in Elsass, Lothringen, Sudetendeutschland und Rumänien beschützen wollte. Noch heute leben deutsche Minderheiten in Elsass, Lothringen, Rumänien, Schlesien und Ostpreußen. Vielleicht sollten wir die ja auch beschützen?






Zwei Aspekte kommen mir übrigens zu kurz:


1) Es gab ein Abkommen zwischen Russland, Janukowitsch, den Demonstranten und den Außenministern. In diesem Abkommen wurde vereinbart, dass es Wahlen geben wird und bis dahin Janukowitsch an der Macht bleibt. Als dieser sich nicht halten konnte, haben die westlichen Staaten nichts gesagt/getan. Den Ärger Russlands hierüber kann ich nachvollziehen. Zudem wurde vereinbart, dass die radikalen Kräfte entwaffnet werden innerhalb von 48 Stunden. Passiert ist wohl nichts.


War in der Tat eine diplomatische Glanzleistung, herzlichen Glückwunsch auch an unseren Herrn Außenminister.







Insgesamt sehe ich, auch durch den aktuellen Konflikt, die EU langfristig durch die zunehmende Ressourcenknappheit, die militärische Schwäche und außenpolitische Uneinigkeit (Großbritannien!) auf dem absteigenden Ast. Wenn unser Wohlstand weiter gewahrt werden und wir weiter in Frieden und Sicherheit leben wollen, muss eine schlagkräftige Armee, inklusive nuklearer Bewaffnung auf Augenhöhe mit den drei Großen (Russland, China, USA) aufgebaut werden. Zudem muss sich Großbritannien klar zu Europa bekennen oder einen eigenen Weg gehen. Wir können es uns nicht leisten, zu zusehen, wie uns die anderen überrollen. Die Ukraine ist nicht soweit weg und jemand wie Putin lässt sich nur durch militärische Stärke beeindrucken. Würde jemand aus dem Westen eine schlagkräftige Armee auf die Krim senden, würde er sich doch sofort zurückziehen. Für den ist unser militärisches Wegducken eine Form von Schwäche und bestärkt ihn darin, auch zukünftig so vorzugehen. Appeasement hat auch bei Hitler nicht geklappt, es wäre klug, aus der Geschichte die richtigen Lehren zu ziehen.





Highlight der Woche war ja John McCain, der sich darüber beschwert hat, dass Deutschland als "größtes und stärkstes Land in Europa" nichts unternimmt. Nehmt dem doch mal bitte die Karte von 1939 weg
default_biggrin.png
 
Zurück
Oben