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Neun Tote nach Brand in Ludwigshafen

FCK1900

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Neun Tote nach Brand in Ludwigshafen



Ludwigshafen (dpa) - Nach dem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Ludwigshafener Innenstadt am Sonntag ist die Zahl der Toten am Morgen auf neun gestiegen. Wie die Polizei mitteilte, bargen die Rettungskräfte inzwischen acht Leichen aus dem völlig zerstörten Gebäude.





Ein Mensch erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Unter den Toten sind fünf Kinder. Zwei Menschen schweben nach Angaben der Polizei noch in Lebensgefahr. Insgesamt befinden sich noch mehr als 20 Verletzte in den umliegenden Krankenhäusern. Der Brand war am Sonntagnachmittag um 16.23 Uhr ausgebrochen. Über das hölzerne Treppenhaus breitete sich das Feuer in Windeseile über alle Stockwerke aus. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Gebäude, das Dach stürzte ein. Einige Menschen seien in Panik durch Fenster ins Freie gesprungen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Helfer hatten vor dem Haus Sprungkissen ausgelegt. Zwei Kleinkinder wurden von Bewohnern durch Fenster hinuntergeworfen, wo sie von Polizisten unverletzt aufgefangen werden konnten.



Unter den Verletzten sind Säuglinge und Kinder sowie Polizisten und ein Feuerwehrmann. Ein Kind wurde lebend aus einer ausgebrannten Wohnung gerettet. Neben rund 60 Feuerwehrleuten waren auch Krisenhelfer im Einsatz, die sich um die Hausbewohner kümmerten. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU), die sich vor Ort über die Lage informierte, zeigte sich erschüttert.



Nach Auskunft der Polizei wohnten 52 Menschen in dem Backsteinbau, im Erdgeschoss befand sich ein Vereinslokal. In der parallel zur Ludwigshafener Haupteinkaufsstraße verlaufenden Straße in Sichtweite des Rathauses leben zahlreiche Ausländer. Die beiden angrenzenden Häuser wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Ganz in der Nähe war am Nachmittag der Ludwigshafener Karnevalsumzug vorbeigezogen, der 250.000 Schaulustige angelockt hatte.



Mein Beileid!
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Ich war auch völlig geschockt! In welcher Ausweglosigkeit muss man sich befinden, um seine Kleinkinder aus dem Fenster zu werfen. Schrecklich!



Bin gestern gegen 19 Uhr über die Hochstraße gefahren, da sah man noch die Rauchsäule stehen.
 
Ein Kollege von mir war als Helfer des ortsansässigen Roten Kreuzes auch bis spät in der Nacht am Unglücksort.



Er meinte nur, dass wenn das Feuer früher ausgebrochen wäre - während des an dieser Stelle vorbeiziehenden Fasnachtsumzugs - es wohl zu einer noch größeren Katastrophe gekommen wäre.



So waren zum Glück viele Helfer vor Ort, die kurzfristig eingreifen konnten.



Trotzdem gilt natürlich auch mein Beileid und Mitgefühl den Betroffenen und Hinterbliebenen.
 
Ganz schlimm! Gestern las ich von 2 Toten, was schon schlimm genug ist, jetzt schon 9, mein Gott! Mein Beileid!
 
verdammte sche***... das ist heftig...schon 9 tote...es wird geschrieben dass die mütter ihre kinder aus panik aus dem fenster warfen
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unglaublich mein beileid
 
Montag, 04. Feb, 14:46 Uhr

Bereits im Jahr 2006 Feuer durch Anschlag im selben Ludwigshafener Haus

Bei dem Wohnungsbrand Verletzte sind außer Lebensgefahr – Brandursache unklar





Die bei dem Wohnungsbrand am Sonntag in einem Ludwigshafener Mehrfamilienhaus Verletzten schweben nicht mehr in Lebensgefahr. Derzeit ist die Feuerwehr mit Hilfe von Kränen und per dabei, die letzten Brandherde im ersten Stock zu löschen. Bei dem kurz nach dem Faschingsumzug ausgebrochenen Feuer waren neun Menschen ums Leben gekommen. Die Stadt richtete unterdessen ein Spendenkonto für die Verletzten und die Hinterbliebenen der Todesopfer ein.



Zur Brandursache können derzeit weder Polizei, noch Feuerwehr Aussagen machen. Fest steht nach Zeugenberichten nur, dass es zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs einen lauten Knall gegeben hat und dass sich das Feuer in fast unglaublichem Tempo – es waren zwischen drei und vier Minuten – im gesamten Gebäude ausbreitete. Auf die Frage hin, ob dies in Indiz für Brandstiftung sein könnte zucken die Ermittler momentan noch mit den Achseln: "Keine Aussage möglich", so ein Sprecher auf der anberaumten Pressekonferenz am Vormittag. In so fern ist auch eine mögliche Verbindung zu einem Brandanschlag aus dem Jahr 2006 auf die Kneipe im Parterre reine Spekulation. Damals schlugen Unbekannte eine Fensterscheibe ein und warfen einen Molotowcocktail hinein. Es entstand damals jedoch lediglich geringer Sachschaden. In dem Haus an der Ecke Jägerstraße/Berliner Straße lebten drei türkische Familien. Zeugenaussagen zufolge hielten sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs etwa 70 Menschen im Gebäude aus.



Quelle: Die Rheinpfalz





Spendenkonto für Brandopfer

Für die Opfer und Angehörigen des Brandes vom Sonntag hat die Stadt Ludwigshafen ein Spendenkonto eingerichtet:



Konto 19 11 38 544

BLZ 545 500 10 (Sparkasse Vorderpfalz)

Bezeichnung

Stadt Ludwigshafen Brandopfer



Quelle: Stadtverwaltung Ludwigshafen a. Rh.
 
Um die Zeit war ich auch in Ludwigshafen...

Mein Beileid an die Angehörigen.
 
Schrecklich, eben bei RTL2 das herunterfallende Baby gesehen,welches dann aufgefangen wurde.

Mal eine Frage,in Filmen sieht man doch öfters,wie Menschen auf so ne aufgespannte Plane springen und aufgefangen werden.

Ist sowas in der Realität nicht möglich?
 
heute habe ich irgendwo im TV gehört, dass so ein Rettungskissen schon vorhanden war...denke aber, dass die leute aus den fenstern gesprungen sind, als das kissen noch nicht da war...
 
das kissen war schon dar,nur noch net ganz aufgepumpt,als manche sprangen.eine frau traf das kissen auch net richtig und starb später
 
Im heute-journal gab's einen recht ausführlichen Bericht. Es wurden Bilder gezeigt von Balkonen, auf denen die Leute (wohl auch noch vom Fasnachtsumzug) dicht gedrängt standen und hilflos auf Rettung warteten.
 
Größte Frechheit is allerdings das türkische Mitbürger sich beschwert haben das die Feuerwehr kein Türkisch gekonnt hätte.Vorstellungen haben die Leute heutzutage -.- Und beim TFC Ludwigshafen wurd sogar der Kinderfasching für 3-9 jährige abgesagt.Was soll man den Kindern da bloß sagen.
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Größte Frechheit is allerdings das türkische Mitbürger sich beschwert haben das die Feuerwehr kein Türkisch gekonnt hätte.Vorstellungen haben die Leute heutzutage -.-
Das in diesem Zusammenhang als "größte Frechheit" zu bezeichnen finde ich sehr sarkastisch. In den USA gibt es schon seit Jahrzehnten das Problem, dass Leute verbluten, weil der Notruf englisch und der Anrufer spanisch spricht. Bei einer gelungeneren Integrationspolitik wäre der Anteil türkisch sprechender Mitarbeiter bei Polizei und Feuerwehr den Bevölkerungsanteilen angeglichen und bei 40 Einsatzkräften wären mindestens 3 bis 5 dabei, die auch türkisch sprechen.



Und beim TFC Ludwigshafen wurd sogar der Kinderfasching für 3-9 jährige abgesagt.Was soll man den Kindern da bloß sagen.
Natürlich ist es den Kleinen nicht zu vermitteln, dass der Fasching abgesagt wurde. Aber angesichts der Tragödie haben die Verantwortlichen in meinen Augen keine Alternative. Das gebietet der Anstand. Mir war gestern Abend (als noch von 2 Toten ausgegangen wurde), bereits klar, dass die Kampagne in LU ihr Ende gefunden haben muss.

Mir ist es in den frühen 90er-Jahren auch passiert, dass eine Faschingsveranstaltung der Deutsch-Französischen Gesellschaft Landau, die ich maßgeblich organisiert hatte, abgesagt wurde, weil in der Vorwoche einige Soldaten der ortsansässigen französischen Garnison bei einem Auslandseinsatz (glaub Bosnien) getötet wurden. Damals habe ich mich auch gefragt, was das eine mit dem anderen zu tun hat, heute finde ich die Entscheidung richtig.
 
Das in diesem Zusammenhang als "größte Frechheit" zu bezeichnen finde ich sehr sarkastisch. In den USA gibt es schon seit Jahrzehnten das Problem, dass Leute verbluten, weil der Notruf englisch und der Anrufer spanisch spricht. Bei einer gelungeneren Integrationspolitik wäre der Anteil türkisch sprechender Mitarbeiter bei Polizei und Feuerwehr den Bevölkerungsanteilen angeglichen und bei 40 Einsatzkräften wären mindestens 3 bis 5 dabei, die auch türkisch sprechen.




Meinst du wir sollen türkisch lernen oder mehr für Integration tun damit auch z.b Türkische Menschen bei der Feuerwehr arbeiten!?



P.s das größte Frechheit war nur ne Floskel mehr net;)

PP.s bitte keine Diskussion über Integration.Bleiben wir lieber bei dem Thema.Das sollte der Anstand doch gebühren.
 
Mindestens neun Todesopfer



Fünf Kinder sterben - Gestern noch 20 Verletzte in Kliniken - Fasnacht abgesagt - Trauerbeflaggung



Dem Brand am Sonntag in einem Wohnhaus in der Jaegerstraße sind bisher neun Menschen zum Opfer gefallen, darunter fünf Kinder im Alter von einem bis 16 Jahren. 60 Personen wurden verletzt, darunter elf Polizeibeamte und ein Feuerwehrmann. Von dem Unglück sind drei Familien betroffen. 24 Personen sind obdachlos. Gestern befanden sich noch 20 Opfer im Krankenhaus, davon drei schwer verletzt. In akuter Lebensgefahr schwebte keiner mehr. Über die Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Ministerpräsident Kurt Beck, Staatsministerin Maria Böhmer und die türkische Generalkonsulin in Mainz, Aydan Yamancan, waren gestern an der Unglückstelle.



Der Leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig hat die Ermittlungen nach der Brandursache aufgenommen. Dazu gehöre auch die Frage, ob strafrechtlich relevantes Verhalten, sprich Brandstiftung, dahinter steckt. Gestern konnten dafür noch keine Anzeichen entdeckt werden. Die Ermittlungen sind schwierig, weil das Haus noch nicht zu begehen ist. Die Leichen werden alle obduziert. Viele müssen laut Liebig noch identifiziert werden. Zur Bestattung freigegeben sind die Leichname noch nicht.





Gestern Morgen konnten die Rettungskräfte immer noch nicht in das ausgebrannte Haus. Vieles war Schutt und Asche, was noch stand, stand nicht mehr stabil. Ein Statiker war vor Ort. Nicht ausgeschlossen ist bis zur Stunde, dass sich weitere Opfer im Haus befinden. Nach Angaben eines Angehörigen könnten sich zeitweise etwa 90 Personen im Haus aufgehalten haben, das seinem Onkel gehört. Bei den Opfern handelt es sich ausschließlich um türkische Staatsangehörige.





Dass das Unglück nicht noch schlimmer endete, ist dem Umstand zu verdanken, dass das Haus direkt an der Fasnachtszug-Strecke liegt. Die Polizei hatte im Carl-Bosch-Gymnasium der Nachbarschaft ihre Einsatzzentrale zum Zug eingerichtet und Kräfte dort zusammengezogen.





„Wir sind sehr bestürzt und fühlen mit den Hinterbliebenen", sagte eine sichtlich bewegte Oberbürgermeisterin Eva Lohse gestern bei einer Pressekonferenz. Die Katastrophe sei das schlimmste Brandereignis mit den meisten Opfern seit dem Zweiten Weltkrieg, abgesehen von einer Explosion bei der BASF. In Ludwigshafen wurden alle Fasnachtsveranstaltungen abgesagt (Lokalseite 2). Die Stadt ordnete Trauerbeflaggung an.





Lohse sagte den Betroffenen sofortige unbürokratische Hilfe und Unterstützung durch die Stadt zu. Derzeit sind viele der Betroffenen bei Freunden und Verwandten untergekommen. Das Unglück habe sofort eine große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ausgelöst. Viele Menschen böten Sach- und Geldspenden an. Die Stadt hat ein Spendenkonto eingerichtet. Am Rathauseingang liegt ein Kondolenzbuch aus.





„Obwohl wir um 16.27 Uhr, also vier Minuten nach Alarmierung, vor Ort waren, hat sich uns gleich ein chaotisches Bild geboten. Die Ereignisse haben sich regelrecht überschlagen", berichtete Feuerwehrchef Peter Friedrich. Polizeibeamte, die noch schneller am Unglücksort gewesen seien, hätten bereits die ersten Menschen gerettet. Mit Drehleitern sind dann von der Feuerwehr weitere Bewohner und Gäste vom Balkon des ersten Stockwerks geholt worden, gleichzeitig wurde versucht, zwei Sprungpolster auszubreiten. „Kurz darauf ist im Innern die Holztreppe zusammengebrochen, um 16.30 Uhr schlugen bereits Flammen aus dem Dach", informierte der Feuerwehrchef weiter. Zwei Kinder konnten Feuerwehrmänner über Drehleitern noch um 17.16 Uhr aus dem zweiten Stockwerk bergen - lebend und nicht allzu schwer verletzt.





Trotz Einsturzgefahr haben die Feuerwehrmänner dann versucht, auch im dritten Obergeschoss noch Menschen zu retten. Sie fanden zunächst - wie gestern berichtet - eine tote Frau und ein totes Kind. Sechs weitere Tote, darunter eine im vierten Monat schwangere Frau, wurden im Laufe des Abends und der Nacht geborgen. Eine weitere Frau ist in der Nacht zum Montag im Krankenhaus verstorben. Sie war aus dem dritten Stock gesprungen und neben dem Sprungkissen auf den Boden geprallt.





Schon am Nachmittag war der Einsatz nur über einen an einem Kran hängenden Korb übers Dach möglich. Ein Teil des dritten Stockwerks konnte bis gestern Mittag, als erneut Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk im Einsatz waren, nicht betreten werden: Einsturzgefahr. Noch immer quoll Qualm aus den Fensterhöhlen aller Etagen. „Wenn der Brand gelöscht ist, werden wir eine 50-köpfige Sonderkommission einsetzen, um die Brandursache zu ermitteln", kündigte Polizeipräsident Wolfgang Fromm an. Albrecht Reinecke, der als Notarzt vor Ort war, informierte über den Ablauf des Geschehens.





OB Lohse dankte den Rettungskräften, die im Miteinander und unter Einsatz ihres Lebens so schnell wie möglich geholfen hätten. Gestern Abend hatten sich 57 Menschen in das Kondolenzbuch eingetragen. (jer/ell)





Spendenkonto





Konto: 19 11 38 544, BLZ: 545 500 10 (Sparkasse Vorderpfalz), Stichwort: Stadt Ludwigshafen Brandopfer Lokalseite 3, Politikseiten 1,3





KELLERS





Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Ludwigshafener Rundschau

Ausgabe: Nr.30

Datum: Dienstag, den 05. Februar 2008
 
fünf tote kinder, unfassbar..
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bei solch einer tragödie fehlen einem de worte..
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mein beileid an die famillien und die eltern..
 
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