Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

Politikgebabbel

Umfrage beendet

  • Umfrage beendet

    Stimmen: 24 77,4%
  • Umfrage beendet

    Stimmen: 7 22,6%

  • Umfrageteilnehmer
    31
Bis zur Wahl in NRW wird sich nichts tun was dem Volk weh tut. Danach denke ich

kommt die Katze aus dem Sack. Wünsche dem Kurt noch ein paar Jahre, denke halt

immer im Hinterkopf so bisschen an unseren FCK. Bei Beck hat man halt immer so das

Gefühl, daß is ein Pfälzer, kein Politiker den man wahllos irgendwo anders hinsetzen könnte.
 
Ich glaube, da muss man kein Wirtschaftsweiser sein um diese Propagandaaktion der Regierung als das zu entarnen was sie ist: Gefährlicher Unsinn.


Das stimmt. Aber als Kritiker der Regierung, speziell der FDP, muss man sich ja latent dem Verdacht entziehen, linksradikal zu sein.
default_wink.png




Ich finde vor allem die Aussage von der Merkel witzig, dass die Steuersenkung durch das kommende Wachstum finanzierbar sei.

Wir haben seit Jahrzehnten jede Menge Wirtschaftswachstum und gleichzeitig steigende Schulden. Inhaltsarmer gehts also nicht.



Ich möchte die volkswirtschaftlichen Probleme aber nicht an einzelnen Politikern oder Parteien in Deutschland festmachen. Vielmehr sind die Ursachen struktureller Natur.



Seit Jahren wächst die Realwirtschaft nicht in dem Ausmaß, wie es das Investitionskapital tut. Das Investitionskapital strebt nach Rendite und findet sie nicht mehr mit den einfachen Wirtschaftsinvestitionen (Aktien, Anleihen). In der Folge werden wir in immer schnellerer Abfolge Blasen erleben, die Kapital anziehen und anschließend große Mengen davon vernichten.



Wir haben also auf der einen Seite zuviel Liquidität (was durch das inadäquate Wirtschaftswachstum nicht zu Inflation führt), die nach rentablen Investitionen sucht und auf der anderen Seite haben die Unternehmen (und Staaten) zu wenig Liquidität um diese Krise zu bewältigen, wodurch die Gesamtliquiditätsmenge durch die Notenbanken erneut erhöht wird und auch wieder die (nach meiner Vorstellung) "schädliche Liquidität" erhöht, was einen größeren Druck zur erneuten Blasenbildung zur Folge hat.



Vielleicht kann mich ja ein kundiger Wirtschaftskenner aus diesem gedanklichen Teufelskreis erlösen. Das ein solcher Wirtschafstkenner wohl kaum aus dem Kreise einer politisch neoliberal ausgerichteten Partei kommen wird, ist mir wegen des Gewäschs vom "ewigen Wachstum" schon fast klar.
 
Auch die Wirtschaftsweisen sprechen sich gegen die Steuerpläne der Regierung aus:


<span>Wirtschaftsweise zerpflücken Steuerpläne der Regierung</span>



Es ist eine Ohrfeige für die neue Regierung: Die Wirtschaftsweisen rechnen damit, dass die von Union und FDP geplanten massiven Steuersenkungen nicht das Wirtschaftswachstum fördern werden. Für die Konjunktur sind die Experten jedoch vorsichtig optimistisch.



mehr...(SPON)


Kritik an Steuerplänen

<span>Merkel lässt Wirtschaftsweise abblitzen</span>



Sie sprechen von "Tagträumereien" - und meinen damit die schwarz-gelben Steuerversprechen: Die Wirtschaftsweisen gehen mit der neuen Regierung hart ins Gericht. Doch die Kritik der Experten perlt an Kanzlerin Merkel ab.



Mehr...(SPON)





Wie gut, dass unsere Regierung mehr ökonomische Kompetenz enthält, als die Wirtschaftsweisen...



Wer sich ein Bild von den Wirtschaftsweisen machen möchte:



Wolfgang Wiegard

Wolfgang Franz

Peter Bofinger

Beatrice Weder di Mauro

Christoph M. Schmidt
 
Hi, wer mal Lust hat zu sehen wieviel Netto vom Brutto man übrig hat wenn das Stufenmodell der FDP durchgesetzt wird kann ja mal diesen Rechner benutzen,der errechnet 1.was man jetzt jährlich zahlt und 2.was man dann jährlich zahlen würde.



http://www.steuerberaten.de/do_it_yourself/rechner/stufenmodell/#



Nur mal so ein paar Beispiele für die ganzen Guidofans,die immer noch denken das das Stufenmodel wirklich gerechter ist:



Ein Mann mit einem Jahresgehalt von 20.000€(Monatl.=1666) würde um 1520€ entlastet.



Ein Durchschnittsverdiener (40.000€ pro Jahr) würde um 2847€ entlastet.



Ein Spitzenverdiener mit einem Jahresgehalt von 100.000€(Monatl.=8333) würde um 7.668€ entlastet.



Jemand der der 1.000.000€ im Jahr verdient würde um 93.146€ und jemand der 10.000.000€ verdient würde um 993.146€ entlastet...



Also ein Millionär würde 32,7 mal mehr entlastet werden als ein Durchschnittsverdiener, von wegen wir wollen die ,,Leistungsträger" und die Mitte entlasten.

Das ein Millionär 61 mal mehr entlastet wird als ein Geringverdiener finde ich schon ziemlich gerecht
default_wink.png
 
Mit Deinen Rechenkünsten bist Du bei der SPD schon gut aufgehoben
default_wink.png


mein Taschenrechner war sehr preiswert
default_biggrin.png




ne habs nachgecheckt is sogar noch schlimmer.(61 mal)



weil 93.146/1520=61,irgendwas. Aber egal ob 55 oder 61 mal mehr ich wollte nur verdeutlichen wie ,,gerecht" das Stufenmodell der FDP ist.
 
Aber egal ob 55 oder 61 mal mehr ich wollte nur verdeutlichen wie ,,gerecht" das Stufenmodell der FDP ist.


So ein Quark. Das ist doch so als würde sich der mit Millionengehalt darüber beschweren dass er das x-fache an Steuern bezahlen muss wie der Normalverdiener.
 
Mit Deinen Rechenkünsten bist Du bei der SPD schon gut aufgehoben
default_wink.png


Hat er wohl von der rheinland-pfälzischen CDU-Fraktion abgeguckt!:



http://blog.zdf.de/toll/2008/07/http://blog.zdf.de/toll/2008/07/



Unabhängig davon ist es geradezu wurschtegal, ob der Faktor von Moseltaucher jetzt stimmt oder nicht - "Ottonormalverdiener" kann an dieser Aufstellung deutlichst entnehmen, wer die tatsächlich Begünstigten dieser Steuerphantasien sein sollen. Dass hierin eine riesige Ungerechtigkeit liegt, ist wohl offensichtlich.
 
Unabhängig davon ist es geradezu wurschtegal, ob der Faktor von Moseltaucher jetzt stimmt oder nicht - "Ottonormalverdiener" kann an dieser Aufstellung deutlichst entnehmen, wer die tatsächlich Begünstigten dieser Steuerphantasien sein sollen. Dass hierin eine riesige Ungerechtigkeit liegt, ist wohl offensichtlich.


genau !
 
Das ist keine Ungerechtigkeit, Gelehrte nennen es simpel Dreisatz
default_wink.png


Da würde ich mich jetzt als treuer mitte-links Wähler einfach mal spontan auf deine Seite schlagen wollen
default_icon_cool.gif


Ich erbitte von der Gegenseite genauere Darlegung der Ungerechtigkeit.
 
Ich finds lustig und etwas erschreckend zugleich, dass hier entlang von Parteiprogrammen und -grenzen diskutiert wird.



Viel spannender fände ich es, wenn wir diskutieren, was wir für soziale Gerechtigkeit halten, ob User XY soziale Gerechtigkeit oder Leistungsgerechtigkeit (so man denn zwischen den beiden Begriffen einen Unterschied macht) vorzieht, usw.



Ich fang mal ganz klein an:

In meinen Augen steht der Begriff soziale Gerechtigkeit für einen Ausgleichsprozess, der je nach Reichtumsverteilung der Gesellschaft unterschiedliche Ausmaße annehmen sollte. Wenn ich lese, dass in Berlin jedes dritte Kind (!!) in Armut lebt, wenn ich einen Schritt weiter denke und sehe, dass diese Kinder keinerlei Chancen haben werden, wenn keine andere Politik gefahren wird, dann ist es für mich selbstverständlich, dass es einen größeren Ausgleich geben MUSS oder der Ausgleich besser organisiert werden muss.



In einem so hochentwickelten Land wie Deutschland darf es einfach nicht sein, dass eine so große Chancenungleichheit herrscht. Hier muss der Staat entgegensteuern, sonst trägt die Gesellschaft die Kosten, wenn es zu spät ist und aus diesen Kindern (zynisch gesagt: im besten Fall) perspektivlose Langzeitarbeitslose geworden sind.



Ein anderer Punkt: Warum muss der Staat denn Defizite von 40-60 Milliarden Euro auftürmen? Warum muss ein so großes Loch entstehen, welches auf die folgenden Generationen und dann wieder auf die folgenden abgewetzt wird? Warum können wir Bürger dafür nicht aufkommen und einen ausgeglichenen Haushalt anstreben? Durch mehr Abgaben für Leute, die es sich leisten können. Generationengerechtigkeit gehört für mich auch zur sozialen Gerechtigkeit.
 
Könntest Du das ein wenig differenzieren?
default_wink.png


Bitteschön: Nehmen wir nur mal das Beispiel der Kindergeld- bzw. Kinderfreibetrags-Erhöhung. Klein- und Normalverdiener erhalten künftig 20 EUR mehr pro Kind, während die Kinder der Besserverdienenden mehr "wert" sind, also entsprechend der Höhe ihrer Elterneinkommen ein Vielfaches erhalten. Ganz leer gehen die Kinder der Hartz-IV-Empfänger aus - denen wird die Kindergelderhöhung vom Sozialamt gleich wieder abgenommen.



Einen Einkommensmillionär um zig-tausende an Einkommenssteuern zu entlasten und Geringverdiener kaum oder gar nicht, aber gleichzeitig bspw. die Energieversorgung zu besteuern, das geht voll zu Lasten der Geringverdiener, denen noch weniger Geld für Konsum bleibt. Das Geld, das den Besserverdienenden künftig zusätzlich zur Verfügung steht, wird kaum in den Konsum fließen. Wo dann noch das so oft beschworene Wachstum herkommen soll, erschließt sich mir nicht. Es ist nicht nur eine soziale Ungerechtigkeit, sondern auch ökonomischer Unsinn, für den die künftigen Generationen gradestehen müssen.



tbc...
 
Soziale Gerechtigkeit wird doch aber nun einmal jeder Mensch für sich persönlich in einer anderen Form definieren, oder?

Die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit ist eine doch sehr heikle Frage, eine Frage die sich auch in meinen Augen nicht so leicht beantworten lässt. Was mir hier negativ aufstößt, ist das stetige Verlangen nach sozialer Gerechtigkeit von den oberen Schichten, bzw. denjenigen mit einem gesunden Einkommen und Vermögen. Muss nicht auch der Hartz-4-Empfänger soziale Gerechtigkeit leben, sich um Arbeit und Erwerb bemühen und seine vom Staat erhaltenen Zuwendungen verantwortungsbewusst einsetzen? Es wird in einem – leider – der Eindruck erweckt, als solle die wohlhabende Schicht das Geld zur Verfügung stellen, nicht aber nach der Verwendung fragen, bzw. an ihr zweifeln.

Lässt sich soziale Gerechtigkeit wirklich nur damit bemessen, wie viele Steuern und Abgaben eine Person leistet? Hat ein Arbeitgeber, ein Mittelständler mehr als nur monetäre soziale Verantwortung? Leistet er nicht mit seiner Arbeit, seinem Kapital und der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen mehr für die soziale Gerechtigkeit in diesem Land, als dies die meisten Arbeitnehmer dies jemals leisten können und leisten werden? Übt nicht jemand, der gar keine Steuern zahlt aber seinen Tag mit Sozialarbeit verbringt mehr auf die Gesellschaft ein, als er das mit all seinem Geld jemals erreichen würde?

Die Diskussion um „soziale Gerechtigkeit“ kann man bis zum Sankt-Nimmerleins-Tage führen, man wird wohl kaum auf einen einheitlichen Nenner kommen.

Die Kernfrage ist auch nicht die Frage, wie viel Geld der Staat zur Verfügung stellt, sondern wie man den Menschen dazu bringt, mit diesen von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Mitteln sauber umzugehen. Und insoweit Teile ich die Aussage mancher Politiker, dass eine Kindergelderhöhung in unteren Schichten häufig für andere Dinge verwendet wird und nicht für das Wohl des eigenen Nachwuchses. Hier kann aber der Staat kaum Hilfe leisten, schließlich kann der Staat schlecht mit jedem Menschen einkaufen gehen und die Finanzen erledigen.

Und zur Frage der Steuern…

Mal ganz pauschal gesagt: Wenn das deutsche Steuersystem so freundlich gegenüber Reichen gestellt ist, warum verlassen diese dann so zahlreich aus steuerlichen Gründen das Land?

Der „Besserverdiener“ wird belastet, indem er prozentual gesehen mehr Steuern zahlt als ein Geringverdiener. Das ist der monetäre Ausgleich für die Herstellung der sozialen Gerechtigkeit.

Warum Deutschland keinen ausgeglichen Haushalt hat? Ist das nicht eher eine Frage, die man auch mal ganz bewusst dem Otto-Normalbürger stellen sollte?

Ich hab wirklich eine rote Ader, tiefrot, nicht so rot, dass es für Linke-Utopien reicht aber so rot, dass ich für soziale Gerechtigkeit und eine gesunde politische Orientierung zur Mitte tendiere. Mir kommt es aber in den letzten Wochen so vor, als wolle man mit aller Gewalt den „Besserverdiener“ brandmarken. Der Knackpunkt ist nicht das Beschaffen von Geldern, sondern ein gesundes und bedarfsgerechtes Haushalten und das fehlt mir leider in dieser Diskussion völlig.
 
Die Kernfrage ist auch nicht die Frage, wie viel Geld der Staat zur Verfügung stellt, sondern wie man den Menschen dazu bringt, mit diesen von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Mitteln sauber umzugehen. Und insoweit Teile ich die Aussage mancher Politiker, dass eine Kindergelderhöhung in unteren Schichten häufig für andere Dinge verwendet wird und nicht für das Wohl des eigenen Nachwuchses. Hier kann aber der Staat kaum Hilfe leisten, schließlich kann der Staat schlecht mit jedem Menschen einkaufen gehen und die Finanzen erledigen.


zunächstmal halte ich diese pauschlisierung für ziemlich fragwürdig. wer sagt dir denn, dass die kindergelderhöhung in den oberen schichten nicht auch für andere dinge verwendet wird. dort fällt es aber keinem auf, weil eh genug oder zumindest genügend geld da ist.

ein beispiel für soziale gerechtigkeit in dieser frage, wäre zum beispiel das bereitstellen von genug lehrern in den schulen. kleiner klassen, mehr lehrer, bessere ausrüstung - davon hätten alle schüler etwas. im nächsten schritt könnte man geld für die integrative betreuung von schülern bereitstellen. dies würde jedem, unabhängig von rang und sozialem status zu gute kommen.

problem bei diesen lösungsansätzen, die kosten liegen zu einem großteil bei den bundesländern. durch die steuergeschenke der bundesregierung haben die länder aber dummerweise weniger geld zur verfügung. verschulden geht laut grundgestzt auch nicht mehr, also werden diese vorschläge höchstwahrscheinlich nicht durchgeführt werden. soziale gerechtigkeit? intressiert keinen, solange man mit kindergelderhöhung positive schlagzeilen erzeugt.






Und zur Frage der Steuern…
Mal ganz pauschal gesagt: Wenn das deutsche Steuersystem so freundlich gegenüber Reichen gestellt ist, warum verlassen diese dann so zahlreich aus steuerlichen Gründen das Land?


weil er in der schweiz noch weniger steuern zahlen muss?




Der Knackpunkt ist nicht das Beschaffen von Geldern, sondern ein gesundes und bedarfsgerechtes Haushalten und das fehlt mir leider in dieser Diskussion völlig.


ich gebe dir völlig recht damit, dass man mit seinem geld haushalten sollte. dann erklär mir aber bitte mal warum man mit krediten versucht eine steuerentlasstung übers knie zu brechen. wir verschulden uns mehr und mehr und alles was wir als faustpfand haben ist das prinzip hoffnung. die hoffnung, das ein konjunkturaufschwung den karren aus dem dreck zieht. ich nenne das waghalsig.
 
Ich habe noch die ganzen Zeitungsberichte,einige Post hier im Forum und die Äußerungen der Grünen im Saarland genau vorm Auge.



,,Lafontaine zieht sich aus der Bundespolitik zurück um im Saarland so etwas wie ein 2.Ministerpräsident zu sein"



,,Lafontaine ist machtgeil und will im Saarland wieder Napoleon werden"



Doch warum hat sich Lafontaine zurückgezogen?



-Weil er an Krebs erkankt ist und er nicht weiß ob er das Amt des Fraktionsvorsitzenden noch ausüben kann!
 
Bitteschön: Nehmen wir nur mal das Beispiel der Kindergeld- bzw. Kinderfreibetrags-Erhöhung. Klein- und Normalverdiener erhalten künftig 20 EUR mehr pro Kind, während die Kinder der Besserverdienenden mehr "wert" sind, also entsprechend der Höhe ihrer Elterneinkommen ein Vielfaches erhalten. Ganz leer gehen die Kinder der Hartz-IV-Empfänger aus - denen wird die Kindergelderhöhung vom Sozialamt gleich wieder abgenommen.


Einen Einkommensmillionär um zig-tausende an Einkommenssteuern zu entlasten und Geringverdiener kaum oder gar nicht, aber gleichzeitig bspw. die Energieversorgung zu besteuern, das geht voll zu Lasten der Geringverdiener, denen noch weniger Geld für Konsum bleibt. Das Geld, das den Besserverdienenden künftig zusätzlich zur Verfügung steht, wird kaum in den Konsum fließen. Wo dann noch das so oft beschworene Wachstum herkommen soll, erschließt sich mir nicht. Es ist nicht nur eine soziale Ungerechtigkeit, sondern auch ökonomischer Unsinn, für den die künftigen Generationen gradestehen müssen.



tbc...


Ab wann ist man denn ein Besserverdiener? Bevor das nicht geklärt ist, kann ich Dir hierauf nicht antworten.
default_icon_confused.gif
 
Ab wann ist man denn ein Besserverdiener? Bevor das nicht geklärt ist, kann ich Dir hierauf nicht antworten.
default_icon_confused.gif


Ohne da aus der Hüfte eine Antwort rauszuknallen, kann ich jedoch nicht unerwähnt lassen, dass sich diese Frage tendenziell von ganz alleine klären wird, da die Schere zwischen arm und reich bei uns immer schneller auseinandergeht.
default_wink.png




Vielleicht könnte man als Anhaltspunkt die Definition "reich" im amtlichen Armuts- und Reichtumsbericht nehmen, die als Grenze das Doppelte des Durchschnittseinkommens festlegt.
 
Ab wann ist man denn ein Besserverdiener? Bevor das nicht geklärt ist, kann ich Dir hierauf nicht antworten.
default_icon_confused.gif


Das ist Ansichtssache. Aber fest steht: Je höher dein Einkommen, umso höher auch der Betrag, den dir der Staat für deine Kinder zahlt.



Ich hab kaum Worte dafür, dass die Ärmsten der Armen nicht einmal die lumpigen 20 EUR mehr an Kindergeld bekommen. Aber für die Gegenfinanzierung der Steuergeschenke dürfen sie mitbezahlen. Eine Sauerei.
 
Das ist Ansichtssache. Aber fest steht: Je höher dein Einkommen, umso höher auch der Betrag, den dir der Staat für deine Kinder zahlt.


Ich hab kaum Worte dafür, dass die Ärmsten der Armen nicht einmal die lumpigen 20 EUR mehr an Kindergeld bekommen. Aber für die Gegenfinanzierung der Steuergeschenke dürfen sie mitbezahlen. Eine Sauerei.




Mich interessiert aber Deine Einschätzung im Speziellen. Was (in Zahlen) verdient ein Besserverdiener?



Es ist doch aber auch einen Tatsache, dass der Steuersatz eh schon mit dem Einkommen steigt. Geringverdiener zahlen doch eh kaum bis keine Steuern. Das heisst doch, dass die Menschen mit mehr Einkommen in den höchsten Steuerklassen liegen und somit eh schon einen Großteil bezahlen. Ist es denn ungerecht, wenn ich (persönlich) später nach meiner Promotion auch mehr Geld verdiene? Schließlich habe ich ja auch einiges investiert und mehr Strapazen auf mich genommen, als andere. Ist es denn fair, wenn ich einfach über 50% davon abgeben muss, nur weil ich einen anderen Ehrgeiz habe, als andere? Warum sollten die Leistungsträger nicht auch mal an der Reihe sein für ihre Arbeit adäquat vergütet zu werden? Ich rede hier nicht von den Bankvorsitzenden mit ihren Boni. Ich rede von den Leuten, die das Geld für Deutschland wahlweise durch ihre Innovation (Ingenieure, Wissenschaftler, etc) oder ihre Arbeitskraft (Facharbeiter, Fachpersonal, etc.) verdienen. Denn das sind genau die, die den Staat tragen. Weder die Leute ganz "unten" noch die Einkommensmillionäre (wieviele gibt es denn überhaupt von denen?) zahlen in unsre Kassen. Ein Abteilungsleiter in einem großen Inustriebetrieb mit 45 Jahren verdient laut Spiegel oder Focus online ca. 200 000 Euro brutto plus Tantiemen. Ist das wirklich zu viel für die Verantwortung, die er trägt?



Wir müssen die Leute fördern, die dem Staat wirklich weiterhelfen. Banker (ohne wirkliche Produktionsleistungen) halten doch das Geld unter sich. Fernab vom Produkt...hier muss man eingreifen. Und gleichzeitig muss sich die Arbeit wieder rentieren. Das gilt für alle Bürger...von der Putzfrau über den Lehrer bis zum leitenden Angestellten.



Meine Meinung...
 
tj... mit dieser Argumentationskette habe ich es auch schon probiert, hat aber niemanden interessiert. Ist viel einfacher weiter die Stammtisch-Parolen zu grölen.



Wobei ich damit nicht das Beispiel von TAin meine, das spricht teilweise wirklich für Ungerechtigkeit. Zumindest der Teil dass mal ALG-2 Empfängern die 20 € gleich wieder abzieht ist höchst ungerecht.



Übrigens gibt es in Deutschland unter 1000 Einkommensmillionäre. Habe die genaue Zahl vor ein paar Wochen noch gewusst, aber vergessen (steht einige Seiten zurück). Dass die rein rechnerisch auch nicht die Zeche bezahlen können steht außer Frage.
 
Übrigens gibt es in Deutschland unter 1000 Einkommensmillionäre. Habe die genaue Zahl vor ein paar Wochen noch gewusst, aber vergessen (steht einige Seiten zurück). Dass die rein rechnerisch auch nicht die Zeche bezahlen können steht außer Frage.


Und was ist mit Vermögensmillionären? Darunter fallen auch Erben.



Ich sehe es so: Was bringt deren ganzes Geld auf der Bank? Nichts, es wird der Geldkreislauf und dem Staat, den Bürgern also, entzogen und kann nicht produktiv sein. Warum nicht versuchen dieses Geld wieder "produktiv" zu machen, um mal auf einer ganz abstrakten Ebene zu bleiben.
 
Mich interessiert aber Deine Einschätzung im Speziellen. Was (in Zahlen) verdient ein Besserverdiener?


Mehr als das Doppelte des Durchschnittseinkommens.




Ist es denn ungerecht, wenn ich (persönlich) später nach meiner Promotion auch mehr Geld verdiene? Schließlich habe ich ja auch einiges investiert und mehr Strapazen auf mich genommen, als andere. Ist es denn fair, wenn ich einfach über 50% davon abgeben muss, nur weil ich einen anderen Ehrgeiz habe, als andere? Warum sollten die Leistungsträger nicht auch mal an der Reihe sein für ihre Arbeit adäquat vergütet zu werden?


Ich kann das Geschwätz von den "Leistungsträgern" echt nicht mehr hören. Als "Leistungsträger" gelten hierzulande Menschen, die überdurchschnittlich gut bezahlt werden; diejenigen aber, die gesellschaftlich immens wichtige Arbeit leisten und dafür mies bezahlt werden (Erzieher, Polizisten, Feuerwehrleute, Krankenschwestern etc. pp) werden nicht dazu gezählt - allenfalls in Sonntagsreden.



Wie wär's, und wir machen auch mal Nicht-Akademiker zu Leistungsträgern, indem wir sie adäquat bezahlen? Aber vielen dieser Menschen billigt man ja nicht einmal einen gesetzlich gesicherten Mindestlohn zu....



Dein Wunsch nach guter Bezahlung in allen Ehren, es sei dir auch herzlich gegönnt - nach all den Strapazen des Studentenlebens. Ich würde allerdings mal behaupten, die Strapazen des Arbeitslebens einer Friseurin seit ihrem 16. Lebensjahr oder einer Verkäuferin steht den deinen nicht nach. Aber während du noch studierst, zahlen sie schon seit 10 Jahren brav ihre Steuern und Sozialabgaben...



In einem Sozialstaat sollen starke Schultern mehr tragen als schwache. Besserverdienende leben hier auch nach Abzug der Steuern noch gut, besser als in vielen Nachbarländern. Und weitaus besser als die Armen in unserer Gesellschaft, die man jetzt auch noch heranziehen will, um die zusätzlichen Steuergeschenke für die, die ohnehin genug haben, zu bezahlen. Denn wo nimmt der Staat die Milliarden her, die die Steuersenkung kosten wird? Das Geld ist ja nicht da, es muss woanders eingespart werden...




Wir müssen die Leute fördern, die dem Staat wirklich weiterhelfen. Banker (ohne wirkliche Produktionsleistungen) halten doch das Geld unter sich. Fernab vom Produkt...hier muss man eingreifen. Und gleichzeitig muss sich die Arbeit wieder rentieren. Das gilt für alle Bürger...von der Putzfrau über den Lehrer bis zum leitenden Angestellten.


Diese Wortstanzen entsprechen genau den Sonntagsreden der FDP-Politiker - aber dieses inhaltsleere Gesülze entspricht genau der Politik von schwarzgelb. Die Putzfrau wartet auf ihren Mindestlohn bis sie schwarz wird, dafür darf der gutverdienende leitende Angestellte sie von der Steuer absetzen.



Leistung soll sich lohnen, soso.... Der "Lohn" sieht so aus, dass die Putzfrau (die Verkäuferin, der Maurer, die Friseurin) am Monatsende demütig zum Sozialamt gehen darf, weil sie mit dem Lohn für ihre 40-Stunden-Woche ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten kann....
 
Soziale Gerechtigkeit wird doch aber nun einmal jeder Mensch für sich persönlich in einer anderen Form definieren, oder?


Und genau darum ging/geht es mir! Durch deine Meinung und Definition kann ich meine in Punkten erweitern oder komplett ersetzen, wenn mir deine schlüssiger erscheint. Auch kann ich deine Definition kritisieren und so findet ein Austausch statt. Find ich weitaus attraktiver, als ständig nur zu sagen "Die böse FDP mit ihrem Programm..." "Die böse SPD mit ihrem Programm...". Das ist mir zu langweilig, weil es wenig Tiefgang hat.








Lässt sich soziale Gerechtigkeit wirklich nur damit bemessen, wie viele Steuern und Abgaben eine Person leistet? Hat ein Arbeitgeber, ein Mittelständler mehr als nur monetäre soziale Verantwortung? Leistet er nicht mit seiner Arbeit, seinem Kapital und der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen mehr für die soziale Gerechtigkeit in diesem Land, als dies die meisten Arbeitnehmer dies jemals leisten können und leisten werden?



Die Kernfrage ist auch nicht die Frage, wie viel Geld der Staat zur Verfügung stellt, sondern wie man den Menschen dazu bringt, mit diesen von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Mitteln sauber umzugehen. Und insoweit Teile ich die Aussage mancher Politiker, dass eine Kindergelderhöhung in unteren Schichten häufig für andere Dinge verwendet wird und nicht für das Wohl des eigenen Nachwuchses. Hier kann aber der Staat kaum Hilfe leisten, schließlich kann der Staat schlecht mit jedem Menschen einkaufen gehen und die Finanzen erledigen.


Das wäre auch ein Horrorszenario, bei diesem Staat...
default_wink.png




Dann muss man sich aber überlegen, wie man das Geld auf andere Weise umverteilen kann, damit "die unten" Chancengleichheit erfahren. Da stimm ich dir mit meinem Verständnis von sozialer Gerechtigkeit überein. Und das strahlt ja auch wieder auf meine Kritik der Parteienzugehörigkeit zurück. Was bringt es mir denn, wenn die Partei X den Familien mehr Geld in die Hand drücken will und die Partei Y mehr in die Vorschulbildung investieren will, also unterschiedliche Wege verfolgt werden und ich einfach nur "meiner" Partei hinterherrenne? Hier sollte sich von den "Ideologien" verabschiedet werden und nach pragmatischen Lösungen gesucht werden.






Und zur Frage der Steuern…
Mal ganz pauschal gesagt: Wenn das deutsche Steuersystem so freundlich gegenüber Reichen gestellt ist, warum verlassen diese dann so zahlreich aus steuerlichen Gründen das Land?


Ist dem denn so? Hab darüber noch nichts gelesen.



Einfache Erklärung: Weil das Steuersystem in anderen Ländern (Schweiz, Lichtenstein) noch "besser" ist? Deine Aussage muss also nicht unbedingt ein Hinweis auf ein sozial gerechtes Steuersystem in D sein.






Warum Deutschland keinen ausgeglichen Haushalt hat? Ist das nicht eher eine Frage, die man auch mal ganz bewusst dem Otto-Normalbürger stellen sollte?
Ich hab wirklich eine rote Ader, tiefrot, nicht so rot, dass es für Linke-Utopien reicht aber so rot, dass ich für soziale Gerechtigkeit und eine gesunde politische Orientierung zur Mitte tendiere. Mir kommt es aber in den letzten Wochen so vor, als wolle man mit aller Gewalt den „Besserverdiener“ brandmarken. Der Knackpunkt ist nicht das Beschaffen von Geldern, sondern ein gesundes und bedarfsgerechtes Haushalten und das fehlt mir leider in dieser Diskussion völlig.


Du willst auf die Ausgabenseite hinaus? Den Ansatz finde ich interessant. Es wird ständig nur über Steuererhöhungen (geht nicht, "dank FDP"...) ODER Sozialabbau gesprochen, aber es kann doch auch anderes abgebaut werden, Subventionen beispielsweise.
 
Zurück
Oben