Und jetzt mal noch was Ernsthaftes hinterhergeschoben:
Man darf nicht verkennen, dass die Linke genau die Themen im Blick hat, die die breite Masse ganz aktuell interessieren. Sie haben zwar vielleicht keine brauchbaren Lösungen, aber sind ganz nah beim "kleinen Mann". Die SPD erkennt das zwar, hat aber selbst Probleme, den "richtigen" Weg zu finden. Besonders erheiternd finde ich hierbei die Position der CDU und der FDP, die sich beide so verhalten, als seien das Themen, die sie nichts angingen.
Die Linke hat sich Themen der breiten Masse auf die Fahne geschrieben, das ist richtig.
Sie haben aber, wie du richtig schreibst, keine brauchbare Lösungen und da hilft es nichts, aber auch gar nichts, wenn sie "nah beim "kleinen Mann"" sind.
Die Politik wird sich auf diesem Weg immer weiter selbst zerstören und sie wird in eine immer extremere Haltung abwandern.
Die politische Linke und eine "linksgemäßigte Mitte" werden immer viele Bürgerinnen und Bürger ansprechen, gerade in Zeiten sinkender Nettolöhne, größer werdender Zukunfsängste, etc.
Die Linke profitiert von der Unsicherheit der Wählerinnen und Wähler und sie wird gewählt werden, der "linke Block" von SPD und Linken wird insgesamt an Macht dazu gewinnen, meine Prognose. Die Linke wird irgendwann, wie auch die ehemals linken Grünen, in die Regierungsverantwortung gezogen - was sie vielleicht gar nicht möchte - und dann feststellen müssen, dass ihre Politik nicht durchführbar ist.
Darauf aufbauend wird sich eine weitere linke Partei finden, die nochmals weiter in ein linkes Extrem abwandert, als dies bisher bei Lafontains und Gysis Club geschehen ist.
Ich bin der Meinung, dass diese Linke zu einer großen Gefahr werden kann, bzw. sie ist eine große Gefahr für unsere "Parteienlandschaft" und spätestens seit den Erfolgen in den alten Ländern müsste das jeder erkannt haben.
Die SPD selbst wird den "kleinen Mann" nicht mehr ansprechen können, weil sich die Partei auf einem wohl niemals erahnten Kurs der inneren Selbstzerstörung befindet. Leider!
Interessiere mich eigentlich seit meinem 14. Lebensjahr sehr für Politik, ich hätte mir niemals vorstellen können, dass ich eine Partei jenseits der Sozialdemokraten wählen würde oder meiner bürgerlichen Pflicht nicht nachkommen würde und nicht zur Wahl zu gehen. Mittlerweile ist es aber so weit, denn die SPD ist als Partei für mich unwählbar geworden