Ich sehe dieses Thema nicht so "engstirnig" wie manch anderer und bin eigentlich (Stand heute) für einen Verkauf der Namensrechte, WENN das Angebot passt.
Egal wie das Stadion bei einem Verkauf der Namensrechte heißen würde: Für uns und wohl auch für Fans anderer Mannschaften wird es immer das "Fritz-Walter-Stadion" oder "Betze" heißen. Da wird keiner sagen: Heute geht's ins Bitburger-Stadion oder so.
LEIDER ist es heutzutage so, dass man eigentlich jede mögliche finanzielle Ressource ausnutzen sollte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Fußball nimmt der wirtschaftliche Aspekt in meinen Augen bereits den größeren Teil des Sports ein, alleine schon durch die ganzen Auflagen, die ein Verein zu erfüllen hat, um am Spielbetrieb teilzunehmen. Personalkosten, Reisekosten, Energiekosten, Instandhaltungskosten etc. - alles steigt und muss irgendwie kompensiert werden.
Wenn man den Namen des Stadion verkaufen würde, dann hätte man schon mal finanzielle Mittel, Schulden zu tilgen und die Mannschaft zu verstärken, um so den Aufstieg/bzw. bei Aufstieg den Klassenerhalt zu schaffen. Auch ein Verein, der finanziell besser aufgestellt ist arbeitet kontraproduktiv, ein gutes Angebot für den Stadionnamen abzulehnen, weil er das Geld auch in andere Bereiche investieren könnte, die dann wiederum Geld einbringen würden.
Im Grunde genommen heißt unsere Westkurve ja auch "Karlsberg-Westtribüne" und ist somit nach einem Sponsor benannt und kein Mensch nennt sie so... Ist zwar nicht wirklich vergleichbar mit dem Stadionnamen, allerdings ist es ein schönes Beispiel, wie die Fans die Kurve nennen (egal wer die Tribüne sponsort). So würde das sicher auch beim Stadionnamen sein.
Fazit: Klar würde ich lieber den Stadionnamen als unantastbar erklären, allerdings versuche ich bei diesem Thema den Mythos mal außen vor zu lassen und die (finanziellen) Realität in den Vordergrund zu stellen. Und da wäre ein Verkauf des Stadionnamens eigentlich schon fast ein Muss.