Die Fans vom Betze hatten sich so einiges einfallen lassen, um ihre Abneigung gegen die Emporkömmlinge aus der Kurpfalz (ja,ja… das sind eigentlich Pfälzer…) zu zeigen. Einem Bannermarsch der rund 400 per Sonderzug angereisten Fans unter dem auch im Stadion gezeigten Motto „Traditionsverein“ folgten weitere Aktionen. Neben zahlreichen Spruchbändern und Doppelhaltern mit teilweise recht deutlichen Aufschriften wurde klar mitgeteilt, was nicht nur der Betze-Anhang, sondern jeder normal gewachsene Fußballfan in Deutschland von solchen Attitüden hält. Im Block wurden hunderte Leibchen verteilt, um „Hoppenheim“ rot zu machen, die gesangliche Unterstützung dauerte über 90 Minuten an, sowohl mit eindeutigen Schmähgesängen als auch mit frenetischer Anfeuerung der eigenen Elf - so muss es sein! War bisher das Amateurspiel gegen die zweite Mannschaft des Karlsruher SC, laut TSG-Ordnern, das aggressivste Spiel in Hoffenheim, so setzten die Lautrer mal wieder einen neuen Höhepunkt, der von anderen Gastvereinen im Dietmar-Hopp-Stadion aber sicher noch getoppt werden wird.
Gleich zu Spielbeginn wurde das stark sichtbehindernde Fangnetz vor dem Gästeblock Opfer das erste und einzige „Opfer“ des Tages. Es hielt dem traditionellen Zaunbesteigen der Fans nicht stand - allerdings ein Unding, das ein solches Netz dem Ziehen von etwa 15 Menschen auf seiner gesamten Länge von über 50 Metern nicht standhält. Aufgrund dieses Vorfalls wird nun in den Medien von „randalierenden FCK-Fans“ geschrieben, im Zweitliga-TV werden die auf „Old-School-Niveau“ supportenden Schlachtenbummler als Unmenschen dargestellt. An dieser Stelle sei bei aller Kritik an mutwilliger Sachbeschädigung noch einmal darauf hingewiesen, dass niemand verletzt wurde und zu keinerlei körperlicher Gewalt kam. Verbale Unmutsbekundungen gehören zum Fußball wie gelbe und rote Karten, eine Fankurve darf niemals zu einer emotionslosen Ansammlung von Klatschäffchen werden!