Wenn man den Bericht so liest würde er ins Anforderungsprofil von Fuchs passen und es kommen auch viele Stellen in dem Bericht vor wo ich genau unsere Probleme erkenne...Und ehrlich gsagt könnt ich mich mit dem Namen Schachner als Trainer anfreunden.
Süddeutsche Bericht über Walter Schachner bei 1860:
Acht Wochen Vorbereitung
Es wäre eine übertriebene Interpretation, Schachners Reaktion dahingehend zu deuten, dass er die kleinen Hürden im Leben als Sechziger nun alle kennt und zu nehmen gelernt hat. Aber die kleine Szene zeigte, wie wohl und wie sicher sich Schachner mittlerweile in seiner Position fühlt. Unendlich viel wohler als in der vergangenen Saison.
Acht Wochen Vorbereitung hat er sich und dem Team gegönnt. Das war nicht ganz ungefährlich, da in einem derart langen Zeitraum auch Überdruss einsetzen kann, aber es sieht so aus, als habe sich Schachners Hoffnung erfüllt: dass die Mannschaft die Zeit nutzte, um zueinander zu finden und nicht nur eine Struktur, sondern auch einen Teamgeist zu entwickeln.
Es ist kein Geheimnis, dass beides, Struktur und Teamgeist, in der vergangene Saison gefehlt hat. Nun sagt Schachner: ,,In der letzten Saison war immer eine Verunsicherung erkennbar.
Jetzt ist seit neun Wochen keine Verunsicherung erkennbar.‘‘ Mehr noch: ,,Die Mannschaft ist seit längerer Zeit in einem guten Zustand. Ich bin froh, dass sie so stabil ist.‘‘ Entsprechend ist sich Schachner sicher, dass die Heimpremiere der neuen Saison gegen Kickers Offenbach am heutigen Freitag (18 Uhr) eine gelungene sein wird. ,,Ich werde den Kader offensiv ausrichten‘‘, sagt er, ,,wir wollen ja gewinnen.‘‘
In der vergangenen Saison zeigten sich in den Heimspielen die ersten Symptome des Niedergangs. Schnell war das Wort vom ,,Arena-Fluch‘‘ geboren, wovon Schachner allerdings nichts wissen will. Seit er die Mannschaft im Januar übernahm, verlor sie lediglich eine Partie in der Arena, bei drei Siegen und drei Unentschieden.
,,Eine Niederlage seit Jänner, das ist doch nicht schlecht‘‘, sagte Schachner und lächelte wieder. Er hat die Heimbilanz also in eine Art Schoko-Heimbilanz umgedeutet, ganz wie er in Tabellen gern lediglich die Partien las, in denen er Trainer war und das Ergebnis nach seinem Spitznamen Schoko-Tabelle nannte. Das war, bevor er zu 1860 kam, denn in der vergangenen Saison war es ja eine Zeit lang so, dass auswärts immer verloren wurde, weshalb der TSV 1860 in akute Abstiegsgefahr geriet.
In dieser Saison, der dritten nach dem Abstieg, hat der Klub kein Saisonziel ausgegeben, lediglich ein ,,Nahziel‘‘, wie Walter Schachner es nennt, nämlich ,,Leistung, Einsatz, Einstellung‘‘.