Trainer Wolf mit Kritik und Lob - Müller: „2:0 war wie eine Befreiung“
09.11.2006
Das Heimspiel gegen Wacker Burghausen 4:0 (1:0) gewonnen, mit Tabellenplatz drei zurück auf einem Aufstiegsrang: Für den 1. FC Kaiserslautern ist der elfte Spieltag der 2. Bundesliga durchaus erfolgreich verlaufen. Doch trotz des deutlichen Heimsieges war FCK-Trainer Wolfgang Wolf mit der Leistung seiner Mannschaft über weite Strecken des Spieles nicht zufrieden: „Wir haben nach dem 1:0 immer wieder Kontermöglichkeiten zugelassen, unsere Chancen nicht genutzt und kaum Zweikämpfe gewonnen. Darüber werde ich mit der Mannschaft ein ernstes Wörtchen reden müssen.“
Tatsächlich tat sich der FCK nach dem Führungstreffer schwer, das Spiel zu kontrollieren und hatte Glück, dass die Gäste aus Burghausen ihre Chancen nicht nutzten. „Wir waren zu unkonzentriert und nicht aggressiv genug“, analysierte Wolfgang Wolf nach dem Spiel das Verhalten seines Teams. Erst nach dem 2:0 durch Tamás Hajnal agierten die „Roten Teufel“ so, wie es der Trainer von seiner Mannschaft von Beginn an erwartet hatte. „Das war wie eine Befreiung“, kommentierte Sven Müller, der wenig später auf 3:0 erhöhte, das Tor von Hajnal. Auch das 4:0 von Stefan Lexa war die Folge der deutlichen Leistungssteigerung der Lauterer ab der 60. Minute.
Axel Bellinghausen, der nach schönem Solo zuvor - wie Müller und Lexa, was Pflichtspiele angeht - sein erstes Tor im Trikot der „Roten Teufel“ erzielt hatte, konnte auch nicht erklären, warum sich der FCK nach seinem Führungs-Treffer so schwer tat. Doch nach dem Spiel stand für den Linksfuß die Freude über seine Tor-Premiere im Vordergrund: „Ich bin jetzt eineinhalb Jahre in Kaiserslautern, habe in keinem Pflicht- und Freundschaftsspiel auch nur ein Tor gemacht, nicht mal in der Vorbereitung, wenn wir auf dem Dorf 20:0 gewonnen haben. Jetzt bin ich total glücklich, zumal ich heute den Grundstein zu unserem Sieg gelegt habe.“
Unter dem Strich kann der FCK, der nun zwei Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegs-Platz hat, mit dem Spieltag aber hoch zufrieden sein. Bitter ist nur, dass Fabian Schönheim, der sich gerade wieder zurück ins Team gespielt hatte, mit einem Muskelfaser-Riss in der Wade möglicherweise bis zur Winterpause ausfallen wird.
Trotz seiner Kritik traut Wolfgang Wolf seinem Team noch einiges zu: „Ich habe der Mannschaft meine Ziele für die Vorrunde mitgeteilt, und das Team ist auf einem guten Weg sie zu erreichen.“ Auf diesem Kurs bleiben will der 1. FC Kaiserslautern schon am kommenden Montag (20.15, live bei DSF und arena) im Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth. „Wir spielen zur Zeit auswärts noch konsequenter und besser als zuhause“, ist Wolf überzeugt, dass seine Mannschaft die Aufgabe in Fürth mit voller Konzentration angehen wird.
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