Ich denke, dass es für die Vereinsführung nach diesem Spiel keine andere Möglichkeit gab, als Rekdal zu entlassen.
Natürlich trägt er an individuellen Fehlern keine Schuld, aber er hat die Lawine durch seinen eklatanten Fehler, Iacob drin zu lassen, erst ins Rollen gebracht.
Das Iacob in der ersten Hälfte keine Bindung zum Spiel hatte, ist dazu nebensächlich.
Aber er ging ja da schon konditionell aif dem Zahnfleisch.
Er tat mir einfach nur leid, weil dafür, dass er nicht mehr konnte, hat er wirklich alles gegeben!
Allerdings konnte er nur noch mit dem Ball zur Außenlinie traben und auf Einwurf oder Freistoß hoffen - und das in einer Phase, wo 60 den Druck erhöhte und wir vorne mehr Räume hatten!
Dadurch erhöhte sich die Schlagzahl auf unsere Defensive (mehr Stress, weniger Ruhepausen) und vorne musste Jendrisek für 2 rennen.
Dies war der absolute Knackpunkt des Spiels!
Ich war immer ein Befürworter Rekdals und eines langfristigen Konzepts mit ihm,
ABER das Resumee zeigt:
+ spielerische Verbesserung
+ Neuzugänge sind ganz okay (Bernier macht sich langsam, Runström ist stark - aber schwierig, Weigelt überzeugt, Mandjeck ist ein Glücksgriff, Iacob: ??)
+ langfristiges Konzept und Spielphilosophie gefallen mir
- eklatante Gegentorgefahr bei gegnerischen und eigenen(!!) Standards, warum nicht abstellbar??
- seltsame Wechselphilosophie (immer recht spät), mit dem Gipfel im letzten Spiel
- Punkte
- Punkte
- Punkte
Was ist jetzt??
Es scheint kein Trainer auf dem Markt zu sein und unser Interimstrainer hat einen wirklich haarsträubenden Ruf (im Amateurforum gings mal um ihn).
Wer kann uns jetzt helfen und wer will das?!
Vorteile eines Trainerwechsels:
* jeder muss sich neu beweisen
* frischer Wind von Außen, der zuvor beobachtete Schwachstellen angehen kann
Ich mag nach wie vor keine Trainerwechsel und bin mir bewusst, dass wir mit kurzfristigen Entscheidungen nächstes Jahr in die gleiche Bredouille kommen.
Aber was nützt uns ein langfristiges Konzept, wenn wir kurzfristig absteigen??
Außerdem ist unser gesamter Verein strukturell nicht in der Lage, ein langfristiges Konzept vernünftig zu planen und durchzuführen.
Ob wir die Klasse halten, oder nicht, hier darf im Sommer kein Stein auf dem anderen stehen bleiben!
Wir brauchen klar abgegrenzte Kompetenzteilungen mit starken Persönlichkeiten an deren Spitzen, die sich durchsetzen können und aber auch teamfähig sind.
Wir brauchen einen(!) Leader, der uns repräsentiert, auf der zweiten Ebene einen starken Mann für Finanzen und Außendarstellung (darunter dann die einzelnen Aufgabenbereiche) und einen Mann für den Bereich Sport, der Vorgesetzter vom Trainer ist, von den Amateur- und Jugendtrainern und dort dioe Fäden in der Hand hält und im Sinne des langfristigen Konzepts zieht.
Vor allem brauchen wir aber die Zweitklassigkeit und eine Aufbruchstimmung, die dadurch erzeugt wird, dass tatsächlich etwas erschaffen wird, was Besserung verspricht!
Jetzt brauchen wir einen Feuerwehrmann, der die Spieler an die Hand nimmt und ihnen sagt, wie sie was zu machen haben und sie entsprechend behandelt (intern), wenn sie sich nicht an Vorgaben halten.
Derjenige sollte Ausstrahlung und Erfahrung im deutschen Abstiegskampf (im Profibereich) haben und vor allem mal konsequent die Fehlerquelle Nummer 1 (Standards) angehen.
Im Sommer sollte entschieden werden, ob mit diesem Mann in Liga 2, oder Liga 3 ein Neuanfang zu machen ist, falls nicht, sollte jemand geholt werden, der dazu in der Lage ist (Sforza?!).
Soviel zu meinem Senf.