Der Zick - Zack Kurs
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In Kaiserslautern gehts weiter rund. Nach Klaus Toppmöllers Rücktritt ist Trainer Kjetil Rekdal (39) plötzlich der starke Mann. Nur, wie lange?
Das nächste Gerücht macht schon die Runde im Tollhaus "Betzenberg": Peter Pander, im März als Manager von Borussia Mönchengladbach beurlaubt, soll neuer Sportdirektor beim 1. FCK werden.
Wunsch, Wirklichkeit, Wahnsinn? Nach Klaus Toppmöller, der als einziger Fußball-Fachmann auf Funktionärsebene hinwarf, sucht Lautern nun einen neuen Krisenmanager. Für sofort oder erst für später? Dass sich bereits in dieser Frage bei den "Roten Teufeln" die Geister scheiden, ist typisch für den Klub, der außer Rand und Band scheint. Während Aufsichtsratsboss Dieter Buchholz keine Zeit verlieren will, steht Vorstandssprecher Hans-Artur Bauckhage auf dem Standpunkt: "Ein Sportdirektor schießt keine Tore! Wir müssen erst mal Spieler holen, müssen dabei zwei Volltreffer landen."
Mit zwei Verstärkungen hatte "Toppi" alle Details ausgehandelt. Jetzt werden Levan Tskitishvili (31) und Zurab Menteshasvili (27), absolute Wunschspieler des zurückgetretenen ehrenamtlichen Sportchefs, kaum mehr kommen. Auch wenn Kjetil Rekdal (39) erklärt: "Das Thema ist nicht vom Tisch." Der Trainer, quasi über Nacht vom Sündenbock zum Hoffnungsträger aufgestiegen, stellt sich der gewachsenen Verantwortung: "Ich will zeigen, dass ich ein Mann bin, der das Vertrauen verdient." Sein Versprechen, an dem man ihn im neuen Jahr messen wird: "Der 1.FCK wird nicht absteigen!" Zwei Dinge sind für ihn Voraussetzung, damit das Ziel realisiert werden kann: "Wir müssen Ruhe bewahren und den Klub so hinkriegen, dass er stabil wird. Es muss in eine bestimmte Richtung gehen." Nichts leichter als das für einen Klub, bei dem es heute hü und morgen hott zugeht...
Weihnachten verbringt Rekdal daheim in Norwegen. Eine frühzeitige Rückkehr vor dem Vorbereitungsstart am 4.Januar ist derzeit nicht geplant: "Es sei denn, es besteht Bedarf." Die notwendigen Gespräche mit Spielern glaubt er aus der Ferne führen und vorantreiben zu können. "Wir werden den Kader ein bisschen durchschütteln." Rekdal lässt offen, wer neben Esben Hansen den 1. FCK verlassen soll. Emeka Opara, Moussa Quattara, Björn Runström, Boubacar Diarra, Stefan Lexa? Kandidaten, von denen man sich trennen möchte, gibt es genügend.
Wer aber kommt, kann helfen, den Abstieg in die Dritte Liga abzuwenden? Rekdal sucht Persönlichkeiten, Führungsspieler wie es im Vorjahr ein Silvio Meißner war: "Wir brauchen Erfahrung. Einen für die rechte Seite und einen bulligen Stürmer, um vorne richtig durchbrechen zu können." Am liebsten wären ihm Neuzugänge, "die in Deutschland tätig sind".
Zeit zum Zurechtfinden bleibt nicht viel. In Gladbach, daheim gegen 1860 München, in Fürth - schon das Auftaktprogramm wird mit entscheiden, wo Lauterns Zickzack-Kurs hinführt.
Quelle :
http://sport.msn.de/news/fussball/2b...artikel/169251http://sport.msn.de/news/fussball/2b...artikel/169251