Je nach Standpunkt wird jeder ein anderes Fazit der Rekdal-Ära ziehen.
Tatsache ist eine schlimme Bilanz nach 19 Spielen, Spielen, die teilweise sehr ansehnlich waren, aber glücklos verloren wurden.
Tatsache ist auch ein Chaos auf der Führungsebene, ohne klar verteilte Aufgabengebiete und entsprechendem Kompetenzwirrwarr. Es ist für jeden Trainer eine Zumutung, während einer kurzen Dienstzeit mit drei verschiedene SDs arbeiten zu müssen. In Ruhe arbeiten ist da einfach nicht möglich.
Tatsache ist auch, dass einige personelle Entscheidungen Rekdals unglücklich waren. Fehler macht allerdings jeder mal, und hinterher ist man sowieso immer schlauer. Aber wer verliert, hat keine Argumente mehr, auch wenn die Entscheidungen durchaus auch zum Erfolg hätten führen können.
Sei's drum - ich sähe das Thema Rekdal dann auch gerne mal beendet - neue Erkenntnisse, die die jeweiligen Standpunkte der Befürworter und Gegner Rekdals verändern könnten, sind nicht mehr zu erwarten. Beide Seiten haben sich nach der Trennung nicht mit Ruhm bekleckert, wenn man Rekdal vorwirft, nachzutreten, dann gilt gleiches für Fritz Fuchs. Leider kommt die Tatsache, dass sich Rekdal nicht, wie Wolf das leider tut, fürs Nichtstun fürstlich bezahlen lässt, ein bisschen zu kurz. Das sollte man, egal wie man zu Rekdals Tätigkeit hier steht, dann doch anerkennen, dass er sich mit einer offenbar mässigen Abfindung hier verabschiedet hat.
Ich sag dann noch ein letztes Mal "Adjø Kjetil, mange takk og lykke til!" gucke nach vorne und lösche meine Signatur.