@ tj (und andere)
Warum ist eigentlich die Vermutung so relevant, dass Kandidat XY vielleicht auf jeden Fall auch einen anderen Posten im Verein anstrebt?
Das spielt für mich jedenfalls so gar keine Rolle, weil...
...1. ist das nur eine Vermutung, dass heißt reine Interpretation anhand eines schriftlichen Interviews, eventuell ergänzt um vorherige Eindrücke.
...2. ist das Streben nach einem Posten beim FCK an sich nichts schlechtes, wenn man sich konkret um einen Posten bewirbt.
...3. sind die allgemeinen Voraussetzungen für einen anderen als den nun offiziell angepeilten Posten doch a) Bedarf und
Kompetenz - wenn beides vorliegt, warum dann eigentlich nicht?
Mir ist es deshalb egal, weil ich diesen Wunsch nach anderen Posten jetzt nur erraten kann (Wahrscheinlichkeit 50%), die eigene mittelfristige Perspektive der Kandidaten ständigen Neuorientierungen unterworfen ist (vorhandener/nicht vorhandener Wunsch durch äußere und innere Faktoren zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich anders als in 3 Jahren) und die mittelfristige Perspektive im Verein ebenfalls anders ist (sind Kuntz und Grünewalt auch in 3/6/9 Jahre noch auf exakt diesen Posten? Werden neue Posten hinzukommen, die jetzt noch gar nicht da sind?
Und was die Kritik an den Interviews hinsichtlich Gestaltungsmöglichkeiten angeht, habe ich noch vor Augen, dass auch Rombach wiederholt im Laufe der letzten Jahre betont hat, wie wichtig doch sein internationales Netzwerk sei, etc. Ich erwarte von allen handelnden Personen im Verein, dass sie sich bestmöglich einbringen - wenn der Aufsichtsrat Müller einen Spieler aus Takatukaland kennt, der Platzwart Schmidt Sandkastenfreund des CEO eines internationalen Spirituosenkonzerns ist, oder Ticketing-Sachbearbeiterin Meier im Türkeiurlaub einen Spielerberater trifft, der gerne seine größten Talente in der 2. Bundesliga parken will, dann erwarte ich, dass diese Leute damit zum Vorstand gehen und dort auf offene Ohren stoßen.
Der Aufsichtsrat hat zudem in dem Sinne Möglichkeiten der Gestaltung, dass er einen Rahmen definiert, in welchem der Verein operiert - dieser ist entweder "starr" durch kategorisches "Nein!" zu außerhalb befindlichen Vorhaben, oder fluide ("Nicht so gerne, aber wenn ihr meint...").
Aber alles in allem denke ich, dass der AR weitestgehend bestätigt wird. Ein großer Teil der Mitglieder wird die alten AR wieder wählen und ein ähnlich großer Teil wird die neuen Kandidaten bevorzugen, sodass diese im Einzelfall wahrscheinlich auf weniger Stimmen kommen als die Alten. Ich würde mich halt freuen, wenn es mindestens 2 Neue schaffen könnten, weil ich an dieser Stelle in Maßen dosiertes Frischblut nicht verkehrt finde.