Da muss ich wohl einige meiner Argumente deutlicher machen.
1) Das Niveau der zweiten Liga ist DEUTLICH unter dem der ersten. Mannschaften wie Essen, Paderborn oder Unterhaching sind Frankfurt, Hamburg und Bielefeld klar unterlegen (Sind alles Mannschaften derselben Tabellenregion). Ein fußballerischer Fortschritt ist im Schnitt höchstens leicht zu erkennen. Wir haben z.B. im ersten Spiel der damaligen Saison auf Schalke deutlichst besser gespielt als wir es diese Saison im ersten Spiel gegen Essen taten.
Von den Spielen in Koblenz und gegen Freiburg abgesehen, haben wir aber diese Saison auch noch nicht so schlecht gespielt, wie es letztes Jahr in der Hinrunde quasi Dauerzustand war. Zum Niveau der Ligen: So wie du es darstellst, wäre der Klassenerhalt in der ersten Liga schwerer zu erreichen, als in der zweiten. Keine Frage, aber daran darfst du uns nicht messen. Wir wollen aufsteigen, und da haben wir mit Karlsruhe, Rostock, Duisburg, Freiburg, Aue schon eine härtere Konkurrenz als letztes Jahr im Abstiegskampf. Dass wir trotzdem mithalten können, ist daher als Erfolg zu verbuchen.
2)kein argument, was wäre wenn.....
Dann lassen wir den Konjunktiv weg und besinnen uns auf die absoluten Zahlen:
Unter Henke: 13 Spiele, 9 Punkte, 17:33 Tore, 0,69 Punkte, pro Spiel
Unter Wolf: 21 Spiele, 24 Punkte, 30:38 Tore, 1,14 Punkte pro Spiel
Ein deutlicher Aufwärtstrend.
3) Ich schreib einfach mal ganz provokativ:
Henke hat mit seiner "Gurkentruppe" in der "Antifussballer wie Jancker" oder "Kreisel-Ervin" gespielt haben gegen Duisburg gewonnen. Wolf ist ein Sieg gegen eine ähnlich starke Mannschaft noch nicht gelungen, aber kommt ja noch.
Je ein Punkt gegen Duisburg, KSC, Köln und Rostock und ein Sieg bei 1860 ist mehr, als letztes Jahr gegen, relativ zu uns gesehen, vergleichbare Mannschaften rausgesprungen ist.
4) Fromlowitz, denn man getrost als den talentiertesten unserer Nachwuchsspieler bezeichnen kann (Kapitän U-21!), droht mit Wechsel, von den anderen hat sich 1 (Reinert) weiterentwickelt. Und mal ganz prinzipiell: Für die nachwucharbeit beim FCK ist Wolf nicht zuständig, er betreut die Profi-mannschaft.
Das stimmt so nicht: Bohl hat sich enorm weiterentwickelt, Kotysch ist neu hinzugekommen. Schönheim hatte zu Saisonbeginn sein Tief, war verletzt, hatte sich wieder rangearbeitet und ist jetzt wieder verletzt. Über ihn kann man, genau wie über Halfar, eigentlich nur im Konjunktiv reden. Ziemer kann man nicht beurteilen, wenn man keine Regionalligaspiele gesehen hat. Habe ich nicht, daher beurteile ich auch nicht.
Und Wolf ist mit dem Übergang vom Junioren- und Amteurbereich zu den Profis sehr wohl an der Nachwuchsarbeit beteiligt. Wenn keine jungen Spielern in den Kader aufrücken, brauchen wir auch kein Geld in die A--Jugend zu stecken.
Zum Maßstab:
70-er, 80-er Jahre waren 1.-Liga-Zeiten.
Bei all meinen Ausführungen gehe ich davon aus, dass auch die 2010er Erstligazeiten werden. Wenn wir dann stark genug sind, um zwischen Platz 7 und 12 zu stehen und wieder als unabsteigbar zu gelten, mit gelegentlichen Ausflügen nach Europa, dann bin ich erstmal zufrieden. Wolf traue ich zu, dafür den Grundstein legen zu können. Darum geht es mir.